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Indizes

DAX daily: Die Euphorie ist zurück – auf zur 14.000er Marke!

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Im gestrigen Dax daily habe ich die Frage gestellt, ob die Euphorie nach der Wahl in Georgia zurückkommt. Die Antwort hat der deutsche Leitindex auf beeindruckende Weise geliefert. Von dem gestrigen Tagestief bei 13.617 Punkten ging es schnurstracks auf ein neues Rekordhoch. Dabei zeigt sich die Schizophrenie der Aktienmärkte mal wieder deutlich. Zu Wochenbeginn hat die Aussicht auf einen Sieg der Demokraten in Georgia die Aktienmärkte noch in Panik versetzt und zu einem Ausverkauf geführt, zwei Tage später ist es der Grund für eine neue Hoffnungs-Rally.

Die vorherigen Unsicherheiten wie zum Beispiel eine mögliche Unternehmenssteuererhöhung rücken in den Hintergrund, stattdessen steht jetzt ein neues und größeres Konjunkturpaket im Vordergrund. Der demokratisch gestärkte US-Senat lässt die Anleger nämlich von noch mehr Stimulus träumen. Die Angst vor den zahlreichen Risiken werden wieder ignoriert, während die Angst etwas zu verpassen kräftig zunimmt – fear of missing out (FOMO) lautet das Motto. Angetrieben durch die starken US-Indizes erreicht der Dax ein neues Rekordhoch bei 13.919 Punkten. Der Handelstag ging schließlich mit einem Zugewinn von 240 Punkten (+1,76%) bei 13.891 zu Ende. Damit rückt auch die runde 14.000er Marke wieder in den Fokus.

News und fundamentale Daten

Heute stehen wieder zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. Den Auftakt haben eben die Auftragseingänge in der Industrie gemacht. Die Daten sind mit 2,3 % deutlich besser als erwartet ausgefallen (Prognose -1,2%, Vormonat 3,3%). Um 9:30 Uhr folgen dann der IHS Einkaufsmanagerindex für das Bauwesen. Danach erscheint um 11:00 Uhr der Verbraucherpreisindex aus der Euro-Zone. Die Daten gelten als Schlüsselgröße sowohl für das Konsumentenverhalten, als auch für die Inflation. Zeitgleich werden zudem die Einzelhandelsumsätze der Euro-Zone veröffentlicht, auch hier wird ein Rückgang von 3,4% prognostiziert (Vormonat 1,5%).

Am Nachmittag geht es dann weiter mit Daten aus den USA. Um 14:30 Uhr werden gleichzeitig die Daten der Handelsbilanz sowie die Exporte und Importe veröffentlicht. Zudem erscheinen die wöchentlichen Erstanträge und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe. Richtig spannend wird es dann um 16:00 Uhr, wenn der ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen veröffentlicht wird. Die US-Wirtschaft ist abhängig vom Dienstleistungssektor, daher kann es bei enttäuschenden Daten in den US-Indizes und im Dax volatil werden.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax gestern ein neues Rekordhoch erzielt hat, steht jetzt die runde 14.000er Marke im Fokus. Viel fehlt nicht mehr, vorbörslich notiert der Dax bereits über seinem gestrigen Schlusskurs. Entweder der Kurs startet direkt zur Eröffnung durch oder es erfolgt noch ein Rücklauf an die 13.891, bevor der Angriff auf die 14.000 erfolgt. Danach wartet noch eine Hürde an dem Nachthoch bei 13.980. Mit dem Erreichen der 14.000 könnte der Aufwärtsimpuls zunächst abgeschlossen sein. In dem Bereich muss man mit einsetzenden Gewinnmitnahmen rechnen. Spätestens bei 14.105 sollte die Luft dünn werden.

Kann der Dax die 14.000 nicht halten oder scheitert bereits kurz davor, dann könnte er zunächst die Unterstützung an der 13.905 anlaufen bzw. das Gap bei 13.891 schließen. Prallt er dort nicht nach oben ab, dann dürfte es zur 13.838 gehen. Ein weiterer Unterstützungsbereich liegt dann noch bei 13.795/770. An dieser Stelle könnte der Kurs Halt finden und die Aufwärtsbewegung wieder aufnehmen. Unterhalb von 13.770 trübt sich das Bild etwas ein, die nächste Unterstützung liegt dann erst im Bereich von 13.630/600. Die Marke bei 13.600 hat sich als ein markantes Unterstützungsniveau etabliert. Erst ein nachhaltiger Bruch würde den Trend umkehren.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Tagesausblick 07.01. - H1-Chart - 14.000 im Fokus

Dax Unterstützungen (US):

13.795 – ex Allzeithoch

13.600/630 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

13.502 – 161,8% Extension (13.907)

13.445/460 – vormals WS-Zone

Dax Widerstände (WS):

13.730/755 – gestrige Verkaufszone

13.768 – Tageshoch 05.01.

13.795 – ex Allzeithoch

13.907 – Tageshoch 04.01.

13.980 – Nachthoch

14.000 – psychologische Marke

14.105 – 127,5 % Extension

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Mike

    7. Januar 2021 09:43 at 09:43

    Herrlich jede Spielbank kann die Tore schliessen. Einfacher als am Aktienmarkt mit Hilfe der Notenbanker kann keiner mehr zocken – und das erst noch risikolos. Und jeder ist nun Professioneller Trader und verkauft sein Wissen im Internet gegen Gebühr, als ob es dazu überhaupt noch etwas Wissen bräuchte.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Indizes

Rüdiger Born: Keine Bären in Sicht – Blick auf Dax, Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

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Derzeit kann man beim Blick auf Dax, Dow und Nasdaq keine fallenden Tendenzen ausmachen. Schauen wir im folgenden Video auf das aktuelle Chartbild.

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