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DAX daily: Ein Tag vollgepackt mit Konjunkturdaten und Quartalszahlen

Stefan Jäger

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am

Heute steht uns ein Handelstag vollgepackt mit Quartalszahlen und Konjunkturdaten bevor. Mit dem gestrigen Ausbruch im Dax über das Juni-Hoch bei 12.913 hat er ein neues Corona-Hoch erzielt. Zumindest wurde bei meinem Broker genau die runde 13.000er Marke angetippt, im Kassamarkt hat es jedoch nur für 12.999,84 gereicht. Das Tagestief lag bei 12.773. Schließlich ist der Dax mit einem Zugewinn von 233 Punkten (1,8 %) bei 12.930 aus dem Handel gegangen. Wie in dem gestrigen Dax daily erwähnt, war es für den Dax nicht möglich die 13.000 im ersten Anlauf zu nehmen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Demzufolge könnte es heute zu einem erneuten Versuch kommen die Range nach oben aufzulösen. Oder stellt sich doch heraus, dass es sich um einen Fehlausbruch handelt? Gegebenenfalls könnte der heutige Handelstag die Antwort darauf liefern. Noch sind die Bären nicht aus dem Spiel, erst bei einem nachhaltigen Ausbruch über der 13.000er Marke. Dafür müssten sich die Bullen aber kräftig ins Zeug legen.

News und fundamentale Situation

Die gestrige Partystimmung im Dax wurde durch drei freudige Nachrichten ausgelöst. Erstens hat die Fed in Form von Gouverneurin Breainard mit ihren geldpolitischen Aussagen einen Impuls gesetzt. Zweitens keimten mal wieder Hoffnungen auf einen Impfstoffstoff auf. Die Bio-Tech-Firma Moderna hat nämlich von ermutigenden Ergebnissen ihrer Studie berichtet. Drittens haben die sensationellen Quartalszahlen von Goldman Sachs die Märkte weiter angefeuert.

Neben den Quartalsberichten diverser Unternehmen stehen heute auch etliche Konjunkturdaten auf dem Programm. Heute Nacht wurden bereits die Daten zum chinesischen Bruttoinlandsprodukt (Q2) und der Industrieproduktion (Jun) veröffentlicht. Wie könnte es anders, sind diese natürlich besser ausgefallen. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 3,2 % (Prognose 2,5 %) und die Industrieproduktion bei 4,8 % (Prognose 4,7 %). Um 13:45 Uhr geht es weiter mit dem Spitzenfinanzierungssatz und der Zinsentscheidung der EZB. Danach folgen um 14:30 Uhr die US-Einzelhandelsumsätze (Jun), die US-Arbeitsmarktdaten, dem Philly Fed Herstellungsindex sowie den US-Einzelhandelsumsätzen (Jun). Außerdem hält die EZB noch eine Pressekonferenz bezüglich ihrer geldpolitischen Maßnahmen. Das ist eine Menge Holz, daher sollten alle Trader um diese Zeit mit starken Bewegungen im Dax und den US-Indizes rechnen.

Darüber hinaus veröffentlichen die folgenden Unternehmen ihre Quartalszahlen: Dow Schwergewicht Johnson & Johnson, Taiwan Semiconductor, Bank of America, Morgan Stanley und viele mehr. Für alle Tech-Interessierten sind die Zahlen von Netflix das heutige Highlight.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der heutige Handelstag steht im Zeichen der zahlreichen Unternehmens- und Konjunkturdaten. Diese können für starke Bewegungen in die eine oder andere Richtung sorgen. Dementsprechend sollte man sich auf einsetzende Volatilität einstellen. Bei überwiegend positiven Meldungen könnte der Dax erneut einen Versuch auf der Oberseite wagen. Dafür muss er die 12.930 überwinden. Danach spielt die runde Marke von 13.000 eine wichtige Rolle. Ein überschreiten führt ihn über die 13.025 zu der 13.100. Mit viel Momentum wäre dann noch die 13.210 möglich.

Sollte es zu einer Konsolidierung kommen, dann liegt die erste Unterstützung an der 12.850. Darunter folgt gleich die 12.797. Schafft der Dax es nicht hier wieder nach oben abzudrehen, dann könnte es noch bis 12.745 und 12.690 abwärts gehen.

Dax Unterstützungen (US):

12.797 – Pivot Punkt S1

12.745 – 61,8 % Retracement

12.690 – Stundenchart

12.550 – Stundenchart

Dax Widerstände (WS):

12.899 – Pivot Punkt

12.930 – Schlusskurs 15.07.

13.000 – psychologische Marke

13.024 – Pivot Punkt R1

13.100 – 161,8 % Extension

13.210 – stat. Ziel Dreiecksausbruch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: Ein Tag vollgepackt mit Quartalszahlen und Daten

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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