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DAX daily: Es herrscht das Prinzip Hoffnung – die Alles-Hoffnung

Stefan Jäger

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am

Der Dax zeigt sich im gestrigen Handel unbeeindruckt von dem harten Corona-Lockdown, weshalb ein guter Wochenstart gelingt. Bei den Anlegern überwiegt derzeit die Alles-Hoffnung, also die Hoffnung auf eine rechtzeitige Brexit-Einigung, ein zeitnahes US-Stimuluspaket und auf eine reibungslose und schnelle Impfstoff-Einführung. Zudem herrscht auch noch die Hoffnung auf weitere Geldflutungen seitens der Fed am Mittwoch. Zwar deutet bisher nichts auf eine Einigung im Brexit-Ringen, aber allein schon die Fortsetzung der Gespräche lässt die Investoren weiter hoffen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Zumindest deutet sich beim US-Konjunkturpaket eine zeitnahe Lösung an. Auch wenn das Hilfspaket jetzt wesentlich kleiner ausfallen wird, als die Größenordnungen, die noch vor der US-Wahl im Raum standen.

Die FDA-Zulassung für den BioNTech-Impfstoff war gestern zunächst der Treiber für die US-Indizes, dabei erreichte der Dow Jones sogar ein neues Rekordhoch. Anschließend kam es aber zu Gewinnmitnahmen der Anleger, dadurch drehten der marktbreite S&P500 und der Dow Jones noch ins Minus. Der Grund für den Abverkauf war die Meldung einer Verschärfung der Lockdown-Maßnahmen in New York. Die Anleger befürchten nun, dass die Maßnahmen auch in anderen Teilen Amerikas ausgeweitet werden. Folglich musste auch der Dax einen Teil seiner Gewinne abgeben. Den Handel beendete der deutsche Leitindex dennoch mit einem Plus von 108 Punkten (0,83%) bei 13.223. Im Gegensatz zur Wall Street schafft es der deutsche Leitindex bisher nicht auf neue Allzeithochs anzusteigen. Trotzdem hält er sich auch in einem schwierigen Umfeld immer noch an der 13.300er Marke. Das zeigt, dass die Anleger weiterhin bereit sind jeden Rücksetzer zu kaufen, auch wenn die Kraft bisher nicht für einen Ausbruch auf der Oberseite reicht. Erst ein Rutsch unter die 13.000er Marke würde das Chartbild eintrüben.

News und fundamentale Daten

Heute Morgen wurden bereits interessante Konjunkturdaten aus China veröffentlicht. Dabei konnte die wichtige Industrieproduktion (Nov) diesmal nicht überraschen, mit einem Zuwachs von 7,0% wurden aber die Erwartungen erfüllt (Prognose 7,0%, vorher 6,9%). Auch die Arbeitslosigkeit ist auf dem vorherigen Niveau von 5,2% verblieben. Um 14:30 Uhr sehen wir dann noch den NY Empire State Herstellungsindex, bevor um 15:15 Uhr die US-Industrieproduktion erscheint. Die wenigen Wirtschaftsdaten dürften heute kaum einen Einfluss auf den Dax haben. Allerdings könnte der morgige Handelstag wieder für reichlich Schwung sorgen – hier nochmal der ausführliche Wochenausblick.

Außerdem dürften die Brexit-Verhandlungen heute in die nächste Runde gehen. Während Boris Johnson weiterhin sorglos auf einen möglichen No-Deal reagiert, haben die ersten Hamsterkäufe schon begonnen. Im Gegensatz zu der britischen Regierung bereiten sich die Unternehmen nämlich auf ein Worst-Case-Szenario vor. Die Auswirkungen eines ungeregelten Brexit wären gravierend, der Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich wäre von einem auf den anderen Tag mit Zöllen belegt. Man kann nur hoffen, dass es kurzfristig noch zu einer Einigung kommt.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Weiter geht die Seitwärtsfahrt. Der Dax hat zwar den harten Corona-Lockdown gut verdaut, aber die Dynamik für einen Ausbruch auf der Oberseite fehlt. In der Zone zwischen 13.280 und 13.300 ist der Dax gedeckelt. Erst ein Ausbruch oberhalb der 13.300er Marke würde weiteres Aufwärtspotenzial freisetzen. Dann könnte es zunächst zur 13.339 und danach zur 13.370 gehen. Ohne einen zusätzlichen Impuls wird es jedoch schwierig das Doppeltop bei 13.460 zu erreichen.

Scheitert der Dax an der Widerstandszone bei 13.280, dann dürfte sich die Seitwärtsbewegung weiter fortsetzen. Erst ein Rutsch unter die 13.145 wäre bärisch und könnte den Abwärtsdruck erhöhen. Dafür muss der Index zuerst das gestrige Tagestief bei 13.190 unterschreiten. Unterhalb der 13.145 befindet sich im Bereich der 13.067/050 eine Unterstützung, bevor es zur Unterkante der Range bei 13.004 geht. Fällt der Dax unter die runde 13.000, dann liegen die nächsten Ziele bei 12.930 und 12.870.

Der Börsen Jäger

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Dax daily: Tagesausblick 15.12. - H1-Chart

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.288 – Pivot Punkt R1

13.213 – Pivot Punkt

13.133 – Pivot Punkt S1

13.058 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

13.190 – Tagestief 14.12.

13.145 – Punkt 1 der Bodenbildung (Freitag)

13.067 – Punkt 2 der Bodenbildung

13.004 – Unterkante Seitwärtsrange

12.930 – Tief 13.11.

Dax Widerstände (WS):

13.285 – 61,8% Retracement

13.292 – Tageshoch 14.12.

13.325 – mehrfacher WS (Range)

13.378 – Punkt 1 Topbildung

13.462 – September-Hoch

13.500 – offenes Gap vom 21.02.

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Aktien: Blase? Manches spricht wohl eher dagegen!

Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Warum fallen die Börsen nicht bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Erleben wir derzeit eine große Blase bei Aktien? Derzeit wundern sich viele über die Langlebigkeit der Euphorie an den Märkten bei bestimmten Aktien: bei den ständig zitierten Mode-Aktien, ob im Elektromobil- oder im Wasserstoffbereich, oder bei Pennystocks, die teilweise jenseits von Gut und Böse notieren. Aber auch über unglaubliche Stories bei den wiederentdeckten aus dem Bereich Aktien . Dort ist nicht alles „Dreck“, der nach oben gespült wird. Es gibt hierfür sogar fundamentale Zusammenhänge. Unabhängig von einer bevorstehenden Korrektur, die aufgrund der Hemmungslosigkeit von bestimmten Anlegerkreisen, immer wahrscheinlicher wird.

Aktien und die Mutter aller Kursanstiege

„We are in a bubble, but it’s a rational bubble“, so der sehr geschätzte Pimco-Berater Mohamed-El-Erian kürzlich in einem Interview. Was meint er damit?

Natürlich den großen Einsatz der Notenbanken, der alte Relationen bei Gewinn- und Umsatzdaten von Aktien und Indizes relativiert, deshalb ist es stets etwas verwunderlich, warum man alte Daten als Vergleichsmaßstab für Übertreibungen heranzieht.

Was bereits seit vielen Jahren die Aktienmärkte unterstützt, ist die Marginalisierung der Anlageklasse Anleihen, wie an diesem Chart ersichtlich, der eine Korrelation zwischen Bilanzausweitung der Notenbanken und dem Welt-Aktienindex aufzeigt.

Aktien - eine Blase? Die Bilanzen der Notenbanken

Die Branchenrotation

Als man im Spätsommer 2020 erkannt hat, dass es in absehbarer Zeit eine medizinische Lösung für die Covid-19 Pandemie geben könnte, ist eine Gattung von Aktien angesprungen, die besonders unter den Wirtschaftseinbrüchen gelitten hat und bereits schon ein Jahrzehnt die Wachstumsaktien underperformt – der Sektor der Small Caps. Klar ist der Nebenwerte-Index Russell 2000 sehr schnell gestiegen und manche Branchen wie der Energiesektor haben kleine Fahnenstangen ausgebildet – aber ist das eine Bubble? Wenn man sich die langfristige Performance betrachtet? Ich habe bereits im Herbst in einigen Artikeln darüber berichtet, dass es langfristig immer zu einem Ausgleich zwischen den Großen und den Kleinen und zwischen Value und Growth gekommen ist. Mit Small Caps meine ich natürlich nicht die vielen Pennystocks, die von Neo-Zockern derzeit „gehypt“ werden. Auch diese scheinbare Erfolgsgeschichte wird ein Ende haben. Hier sieht man die großen Zyklen der Auf- und Abschwünge.

Aktien in einer Blase? Small Caps

Zu Zeiten von Corona ein 42-Jahrestief, getrieben durch den Hype um die GAFAM-Titel. Die Small Caps befanden sich vor ein paar Monaten noch auf einem 20-Jahrestief und es ist nicht alles „Dirt“, der nach oben gespült wird.

Value gegen Growth

Wie bereits erwähnt, gibt es seit Jahrzehnten einen Zweikampf zwischen den Wachstums- und den langweiligen Aktien aus dem Bereich Value, bei denen es immer wieder zu einem Ausgleich in der Performance gekommen ist. Was liegt also näher, als dass der technogielastige Nasdaq-Index nach seinen 1100 Prozent Performance seit 2009 sich eine Zeitlang schlechter entwickeln wird, als die Aktien aus dem Bereich Value? Dafür dürften schon allein die Regulationen unter der neuen Regierung Biden sorgen. Deshalb wird die Breite der Kursanstiege zunehmen, weil die Big Seven mit ihren 27 Prozent Marktanteil an Dominanz verlieren könnten. Hier ein langfristiger Chart, der das Auf- und Ab zwischen den Anlageklassen dokumentiert.

Die Vergleiche zwischen Energie- und Finanztiteln und dem S&P 500 und zwischen Gesundheit, Konsumgüterherstellern, Versorgern und dem Leitindex.

Die Entwicklung der Aktien Zykliker und defensive Aktien

Fazit

Warum fallen die Börsen nicht „Stante Pede“ bei den immer wieder aufs Neue präsentierten „Bad News“? Zum einen, weil die oben beschriebene Branchenrotation läuft und weil die Märkte Corona abgehakt haben und aufgrund des zeitlichen Vorlaufs schon auf den Herbst blicken. Unabhängig von den jederzeit möglichen Korrekturen, aufgrund der vielen Anleger, die glauben an den Börsen einen „Free Lunch“ zu bekommen. Bei dem Irrsinn am Optionsmarkt mit kleinen Titeln, die immer wieder „Gamma-Squeezes“ auslösen. Deshalb kann jederzeit ein Washout einsetzen, die Volatilität steigen.

Vergessen wir aber bei all der Zockerei mit den kleinen Aktien nicht. Alle 2000 Werte im Russell zusammen besitzen nicht einmal ein Zehntel der Marktkapitalisierung des Aktienmarktes in den USA. Allein eine Enttäuschung bei einem FAANG-Wert in dieser Berichtssaison wird größere Marktreaktionen zeitigen, wie ein Wert GameStop, auch wenn er auf absurde 10 Milliarden Dollar gepusht wird, es ist nicht einmal ein halbes Prozent von Apple. Die große Gefahr lauert im Nasdaq.

Der Verlauf der Corona-Krise, Beispiel USA: Die Coronainfektionen haben bereits offiziell die schreckliche Zahl von 26 Millionen Bürger (7,7 Prozent der Bevölkerung erreicht). Nimmt man die Dunkelziffer in moderater Form hinzu, dürfte man schon bei 100 Millionen Menschen angelangt sein. Aber wie viele Menschen wurden schon in wenigen Wochen geimpft? Über 22 Millionen und es werden in Kürze mehr als eine Million pro Tag sein, wenn AstraZeneca, Johnson&Johnson, CureVac, Novavax, Inovio, Sanofi und viele andere auch noch auf den Markt drängen (nach BioNTech und Moderna). Die Zahl der Impfstoffprojekte beträgt aktuell 186, 60 davon sind in klinischen Studien. Da scheint das Vorhaben der USA die eigene Bevölkerung bis in den Spätsommer immunisiert zu haben, gar nicht so abwegig zu sein. Nicht so sehr in der EU, die sich beim Ordern der Impfdosen über den Tisch hat ziehen lassen (America und Money First). Darauf blicken die Märkte – aber was das mit Kapitalmarktzinsen, Inflation und Firmenpleiten zu diesem Zeitpunkt macht, das ist das Thema des Herbstes und kann auch heute nicht von den Börsen beurteilt werden.

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Aktien

Andre Stagge über sein Depot, Inflation, Bitcoin und steigende US-Renditen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

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Andre Stagge

Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden ausführlichen Video fünf Positionen in seinem eigenen Investmentdepot. Aber er spricht auch über wichtige Themen in einem größeren Zusammenhang. Zum Beispiel geht er der Frage nach, ob in 2021 die große Inflation ansteht. Auch schaut er auf die mögliche weitere Entwicklung des Bitcoin, und bespricht die interessante Thematik, welche Auswirkung nachhaltig steigende Anleiherenditen in den USA auf die Märkte haben.

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Finanznews

Aktien: Attacke auf die Wall Street! Videoausblick

Was gestern mit Aktien wie Gamestop passiert ist, kann man durchaus als geplante Attacke auf die Wall Street bezeichnen! Eine junge Generation vor schmerzhaften Erfahrungen..

Markus Fugmann

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Was gestern mit Aktien wie Gamestop passiert ist, kann man durchaus als geplante Attacke auf die Wall Street bezeichnen! Da hat sich über die Plattform Reddit ein Flash Mob verabredet mit dem Ziel, jene Aktien nach oben zu pushen, die von einigen Hedgefunds an der Wall Street stark geshortet worden sind. Die Folge: einer dieser Hedgefunds, Melvin Capital, musste offenkundig durch eine Geldspritze von 2,7 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden. Wir erleben derzeit eine Euphorie vor allem bei jener Generation, die weder das Platzen der Dotcom-Blase noch die Finanzkrise an der Börse mitgemacht hat. Diese Generation wird bald schmerzhaftes Lehrgeld bezahlen!

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Anmeldestatus

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