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Indizes

DAX daily: Folgt die nächste Abwärtswelle oder ein Erholungsversuch?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Die Corona-Sorgen und das Hin und Her bei den Verhandlungen über ein Stimulus-Paket haben den Dax gestern wieder in den Bann gezogen. Dementsprechend hält auch die Verunsicherung bei den Anlegern an. Wie schon tags zuvor musste der Dax einen Verlust verbuchen und handelt nun wieder auf dem Niveau von Anfang Oktober. Die Angst vor steigenden Corona-Infektionszahlen und eventuellen Lockdowns belastet die Märkte ebenso wie die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl. Aufgrund der geringen Handelsspanne von 125 Punkten, war der Verlust im Dax aber noch überschaubar. Das Tageshoch lag bei 12.850 und dem Tagestief bei 12.725, dazwischen pendelte der Index in einer Seitwärtsbewegung hin und her. Schließlich hat der deutsche Leitindex den Handel mit einem Abschlag von 117 Punkten (-0,92 %) bei 12.736 beendet.

Am gestrigen Abend haben dann die Vertreter der US-Regierungsparteien wieder die Stimulus-Hoffnungen angeheizt, was wiederum die Märkte kurzfristig stabilisiert hat, bevor es dann doch weiter abwärts ging. Der tägliche Stimulus-Wahnsinn wird langsam zur unendlichen Geschichte. Der Abwärtstrend im Dax könnte sich trotzdem fortsetzen, wenn das Tief vom 15.10. bei 12.599 bricht. Kurzfristig würden sich dadurch weitere Ziele auf der Unterseite bei 12.540 und sogar 12.340 ergeben. Demgegenüber muss der Leitindex zumindest die 13.000er Marke zurückgewinnen, um das Chart-Bild etwas aufzuhellen. Das Sentiment im Dax gibt derzeit auch kein einheitliches Bild ab. Zwar ist die Verunsicherung hoch, dennoch ist ein Gros der Anleger auf der Long-Seite positioniert – hier erfahren Sie mehr darüber.

News und fundamentale Daten

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen Teilen Europas werden die Vorsichtsmaßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie und den steigenden Infektionszahlen ausgeweitet. Das RKI meldete für Montag wieder fast 7000 Neuinfektionen, in anderen europäischen Ländern sieht es noch düsterer aus. Kommt es dadurch zu schärferen Corona-Regelungen und Lockdowns, dann kann sich das erneut negativ auf die Wirtschaft auswirken.

Bis auf die US-Rohöllagerbestände um 16:30 Uhr sehen wir heute keine Konjunkturdaten. Stattdessen äußert sich die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, um 9:30 Uhr zur europäischen Geldpolitik. Je nachdem was sie sagt, kann es zu Bewegungen im Dax kommen.

Der gestern veröffentlichte Quartalsbericht von Netflix verfehlt die hohen Erwartungen, infolgedessen ist die Aktie nachbörslich um 7 % gefallen. Auch heute legen wieder zahlreiche Unternehmen ihre Zahlen vor. Zum einen die Software AG aus Deutschland und außerdem die beiden US-Technologieunternehmen Xilinx und Lam Research sowie der Telekommunikations-Riese Verizon. Das Highlight sehen wir dann nachbörslich, wenn der Elektroauto-Hersteller Tesla die Bücher öffnet.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Schafft der Dax den Ausbruch aus seiner gestrigen Seitwärtsrange (12.725 – 12.850)? Die Stimulus-Hoffnung würde dabei helfen. Knapp eine Stunde vor der Eröffnung notiert der Index im Plus. Damit sich die Erholung fortsetzen kann, muss er das gestrige Tageshoch bei 12.850 überwinden. Scheitert er aber erneut an dem Widerstand, dann könnte er wieder in Richtung der Range-Unterkante laufen. Gelingt allerdings der Ausbruch, dann folgt die nächste Hürde an der 12.896. Dort befindet das 61,8 % Retracement der Abwärtsbewegung vom Montagshoch 13.028 bis zum gestrigen nachbörslichen Tief bei 12.680. Kann der Dax auch diesen Widerstand überschreiten, dann wäre Platz bis zur 12.960.

Gelingt dem Dax der Ausbruch auf der Oberseite nicht, dann könnte er erneut die Unterkante der Range anlaufen. Eine erste Unterstützung liegt im Bereich der 12.748 und dem gestrigen Schlusskurs bei 12.736. Fällt er darunter, dann geht es zum gestrigen Tagestief bei 12.725. An dieser Stelle könnte sich der Dax stabilisieren und wieder nach oben abdrehen. Wenn nicht, dürfte es schnell in Richtung des Unterstützungsbereichs bei 12.690 bis 12.680 gehen. Findet er auch dort keinen Halt, dann könnte ein Test des Tiefs bei 12.599 anstehen. Darunter würde sich das Chart-Bild für den deutschen Leitindex eintrüben. Die nächsten Anlaufpunkte befinden sich in diesem Fall bei 12.560, 12.540 und dem Gap bei 12.469.

 

DAX daily: Tagesausblick 21.10. - M30-Chart - Corona-Sorgen und Stimulus-Hoffnung

Heutige Pivot Punkte (PP):

12.920 – Pivot Punkt R2

12.817 – Pivot Punkt R1

12.749 – Pivot Punkt

12.646 – Pivot Punkt S1

12.577 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.748 – Punkt 3 vom Top (13.460) (Tagesbasis)

12.725 – Tagestief 20.10.

12.690 – Punkt 1 der Bodenbildung vom 15.10. (Tief 12.599)

12.657 – 261,8 % Extension

12.599 – Tagestief 15.10.

12.540 – Tagestief 02.10.

12.469 – Gap 25.09.

Dax Widerstände (WS):

12.850 – Tageshoch 20.10.

12.896 – 61,8 % Erholung (13.030 – 12.680)

12.960 – 61,8 % Retracement (13.185 – 12.599)

13.000 – psychologische Marke

13.028 – Tageshoch 19.10.

13.060 – 78,6 % Retracement (13.185-12.599)

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich glaube an die Jahresendrally! Marktgeflüster (Video)

Sehen wir nun also jetzt schon den Beginn der Jahresendrally, kommt jetzt also die weitere, ungebrochene Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute einmal mehr stark – weil Trump nun den Übergang zu Biden ermöglicht hat und Janet Yellen wohl neue US-Finanzminsterin wird (allerdings überschätzen die Märkte ihre Möglichkeiten, sie muß sich mit Mitch McConell auseinandersetzen!). Sehen wir nun also eine Jahresendrally, also die ungebrochene weitere Aufwärtsbewegung? Eher unwahrscheinlich – zuvor braucht es eher noch einmal eine Korrektur der völlig überhitzten Aktienmärkte (vor allem Energie-Werte etc.), bevor dann eben diese Jahresendrally einsetzen kann. Was für diese Korrektur fehlt ist ein Katalysator, eine Meldung, die die bereits all-in Investierten auf dem falschen Fuß erwischt und aus dem Markt kegelt, bevor dann die starken Hände wieder kaufen..

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Gold/Silber

Aktuell: Dow mit Allzeithoch, Ölpreis steigt – warum der Goldpreis bei 1.800 Dollar hängt

Claudio Kummerfeld

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am

Aktuell tut sich einiges an den Märkten. Der Dow Jones hat vorhin mit 29.996 Punkten ein neues Rekordhoch erreicht. Die Aktienmärkte sind in guter Laune. Der Dax ist von seinem Hoch aus dem Frühjahr immer noch gut 500 Punkte entfernt, aber er klettert auch mit nach oben. Der Ölpreis steigt, der Goldpreis fällt weiter. Aber warum? Neben den positiven Corona-Nachrichten bringt heute eine weitere gute Nachricht neuen frischen Schub für die Aktienmärkte. Donald Trump macht nun offenbar den Weg frei für die Amtsübergabe an die Biden-Administration. Damit haben die Märkte mehr Sicherheit, dass in den USA wohl doch kein großes Chaos oder eine Verfassungskrise ausbrechen wird.

Außerdem scheint Joe Biden die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen zur neuen US-Finanzministerin machen zu wollen. Auch das freut den Markt. Die Geldflut kann weiter gehen, und die Konjunktur in den USA dürfte weiteren staatlichen Stimulus erhalten. Das pusht die Aktienmärkte, und auch der Ölpreis steigt kräftig. Alleine seit heute Nacht bei 43 Dollar steigt der WTI-Ölpreis aktuell auf 44,94 Dollar. Mehr Konjunktur-Stimulus bedeutet auch mehr Öl-Nachfrage. Logisch, dass da der Ölpreis ansteigt.

Goldpreis verliert gegen Aktienmärkte

Gold ist der Verlierer. In so einem positiven Umfeld schichten die Börsianer in risikoreichere Geldanlagen wie Aktien um, und der Goldpreis fällt. Nach positiven US-Konjunkturdaten von gestern war der Goldpreis bereits spürbar gefallen, von gestern 1.868 Dollar bis vorhin auf genau 1.800 Dollar im Tief. Ein große runde Marke ist immer wichtig für die Börsianer. Drüber und drunter liegen in der Regel viele Stop-Orders.

In den letzten Augenblicken kann der Goldpreis leicht auf 1.807 Dollar steigen, aber die Lage ist doch sehr wacklig. Es kann auch in Kürze einen Abwärtsschub unter 1.800 Dollar geben. Interessant: Die Bewegung im US-Dollar scheint derzeit weniger Einfluss auf den Goldpreis zu haben. Die negative Korrelation zwischen den beiden funktioniert diese Woche nicht so richtig. Vielmehr ist es aktuell eine negative Korrelation zwischen Gold und Aktienmärkten. Der Chart reicht bis Mitte letzter Woche zurück. Wir sehen den steigenden Dow Jones gegen den fallenden Goldpreis. Die aktuell gute Stimmung für risikoreichere Assets drückt gegen Gold.

Chart zeigt Kursverlauf von Dow Jones gegen Goldpreis seit letzter Woche

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq

Rüdiger Born

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Die aktuelle Lage bei Dow Jones und Nasdaq bespreche ich direkt am Chart im folgenden Video. Sind derzeit gute Tradingchancen zu finden?

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