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DAX daily: Fortsetzung der Korrektur oder erneutes Aufbäumen?

Stefan Jäger

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am

Der Dax hat die letzte Handelswoche insgesamt mit einem Minus von 81 Punkten beendet. Der Freitag startete mit einem Abwärts-Gap, das eine bärische Insel hinterlassen hat, danach ging es im Tagesverlauf weiter runter. Der Schlusskurs lag schließlich bei 12.838. Entsprechend ist der Handelstag mit einem Verlust von 265 Punkten (-2,02 %) zu Ende gegangen. Das Tageshoch wurde bei 12.935 markiert und das Tief lag bei 12.812.

Sehen wir diese Woche eine Fortsetzung der Korrektur? Vieles spricht dafür. Ein Tagesschlusskurs unter 12.800 würde die Chancen zusätzlich erhöhen. Eine Korrektur bis zur SMA200 bei circa 12.200 wäre folglich ein interessantes Ziel für diese Woche. Aber bevor die Konsolidierung fortgesetzt wird, könnte es zu einem erneuten Aufbäumen kommen, bei dem der Dax das Insel-Gap schließt. Im Falle eines impulsiven Überschreitens der 13.000 und 13.104 Marke ist für die Bären jedoch Vorsicht geboten. Darüber bleibt die 13.300 weiterhin ein markanter Widerstand.

News und fundamentale Situation

Heute Morgen wird um 10:00 Uhr der ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Der ifo-Index gilt als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Einschätzung der konjunkturellen Lage könnte folglich Auswirkungen auf den Dax haben. Um 14:30 Uhr folgen außerdem noch die Daten der US-Auftragseingänge für langlebige Güter (Jun).

Darüber hinaus befindet sich die Berichtssaison noch in der heißen Phase. Auch heute stehen interessante Quartalsberichte auf dem Programm. Unter anderem gewähren SAP, Louis Vuitton (LVMH) und Ryanair einen Einblick in ihre Bücher. Im Laufe der Woche sehen wir noch die Zahlen der Tech-Schwergewichte Apple, Amazon, Facebook und Alphabet.

Infolge vieler Urlaubsückkehrer nehmen die Corona-Fälle in Deutschland rasant zu. Mittlerweile hat sich die Zahl auf über 1.000 Neuinfektionen pro Tag erhöht. Zudem wütet das Virus weiter in den USA, hier werden täglich mehr als 70.000 Fälle gemeldet. Daher vollzieht Donald Trump derweil eine Kehrtwende bei seiner Corona-Strategie. Er gibt jetzt den Mahner und ruft zum Tragen von Masken auf. Bisher hat er die Pandemie oftmals verharmlost und die Gefahren heruntergespielt. Die Kritik und der Unmut im Land ist dadurch stetig angewachsen. Die anstehende Wahl lässt ihn scheinbar seine Taktik ändern.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich notiert der Dax etwas höher als sein Schlusskurs vom Freitag, eine Dreiviertelstunde vor Eröffnung handelt er bei 12.855. Sollte der Dax nach dem starken Rücksetzer zu einer Erholung ansetzen, dann liegt die erste Hürde bei 12.879. Ein Überschreiten führt ihn zu der MOB-Marke bei 12.935. Hier wird sich zeigen, ob die Käufer zurückkommen oder die Bären wieder die Oberhand übernehmen. Ein Bruch des Widerstands könnte den Dax allerdings schnell in Richtung der 13.000er Marke führen. Dafür müsste er aber noch den Pivot Punkt R1 bei 12.982 überwinden.

Zeigt der Dax stattdessen Schwäche bei der Eröffnung, dann könnte die Korrektur auch direkt fortgesetzt werden. Ein erster Unterstützungsbereich liegt zwischen 12.815 und 12.800. Hier könnten erste Käufer wieder einsteigen. Ein Unterschreiten führt den Dax weiter zum 61,8 % Retracement bei 12.750. Gleich darunter liegt der Pivot Punkt S1 bei 12.727. Dieser Bereich bietet auch eine gute Unterstützung, um eine Gegenreaktion einzuleiten. Ansonsten folgen noch die 12.700 und der Pivot Punkt S2 bei 12.624.

Dax Unterstützungen (US):

12.812 – Tagestief 24.07.

12.805 – Tagestief 16.07.

12.750 – 61,8 % Retracement

12.727 – Pivot Punkt S1

12.624 – Pivot Punkt S2

Dax Widerstände (WS):

12.879 – Pivot Punkt

12.935 – MOB Marke (Make or Break)

12.982 – Pivot Punkt R1

13.067-072 – Tagestief 22.+21.07.

13.104 – Insel-Gap

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Fortsetzung der Korrektur oder erneutes Aufbäumen?

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Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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