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DAX daily: Hopp oder Top – wohin soll die heutige Reise gehen?

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Diese Woche ist bisher ein Auf und Ab im Dax. Entweder geht es per Gap runter oder wie heute zur Eröffnung mit Gap nach oben. Der gestrige Handelstag stand im Zeichen der Erholung. Dennoch ging es zur Börseneröffnung erstmal runter auf das Tagestief bei 11.956, aber danach arbeitete sich der Dax allmählich nach oben. Das Tageshoch wurde bei 12.238 markiert. Schließlich hat der Dax den Handelstag mit einem Zugewinn von 84 Punkten (0,69 %) bei 12.177 beendet. Damit konnte er zumindest etwas von dem Rutsch am Mittwoch wettmachen, aber in Sicherheit ist er noch nicht.

Immerhin hat er sich für den heutigen Freitag beide Optionen offengehalten. Einerseits kann er die Wochenkerze aufhübschen und wieder gen Norden marschieren. Andererseits könnte er die Abwärtskorrektur wieder aufnehmen. Was in den letzten Wochen auffällig ist, dass der Dax den Dow Jones kräftig ausperformt hat und in Korrekturphasen stabiler ist. Auch hier herrscht inzwischen ein Gap, dass sich wieder angleichen sollte. Also müsste der Dow hoch oder der Dax runter.

News und fundamentale Situation

Heute um 9:00 Uhr spricht die Präsidentin der EZB Christine Lagarde und äußert sich zur europäischen Geldpolitik. Ihre Worte könnten den Dax und die Märkte bewegen, sollte Sie Hinweise auf künftige Maßnahmen geben. Ungeachtet dessen ist der Tag eher ruhig, was die Konjunkturdaten betrifft. Allenfalls könnten die US-Konsumentenerwartungen und das Verbrauchervertrauen (Jun) der Uni-Michigan um 16:00 Uhr interessant sein.

Die größte Schlagzeile hat mal wieder Wirecard produziert. Seit gestern steht nämlich die Pleite fest – hier weitere Infos dazu. Das Unternehmen hat nach dem Bilanzskandal Insolvenz angemeldet. Schließlich hat Wirecard sein Waterloo erlitten. Wie sooft sind die Gelackmeierten die 5.800 Mitarbeiter, die wahrscheinlich ihre Jobs verlieren sowie die zahlreichen Aktionäre, die ihre Investments abschreiben können. Das ist der erste Untergang eines Dax-Mitglieds in der Historie.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vor Börseneröffnung notiert der Dax bereits bei 12.310. Dementsprechend geht es heute per Gap in den Handel. Seit dem gestrigen Schlusskurs (12.177) hat er wieder gut Strecke gemacht. Aber so langsam stößt er an die ersten Widerstände. Unter anderem befindet er sich an dem vorbörsliche Hoch bei 12.365 (61,8% Erholung) sowie vor der Oberkante der vorigen Seitwärtsrange bei 12.440. Darüber könnten die Bereiche bei 12.488 und 12.524 (offenes Gap) Hindernisse darstellen.

Das 61,8% Retracement bei 12.365 ist der sogenannte letzte Ausweg der Bären. Hier könnte es auch wieder drehen und der Dax seinen Rücklauf starten. Auf der Unterseite liegen die ersten Unterstützungen bei 12.280 und 12.215. Darunter kommt dann schon der gestrige Schlusskurs und die SMA200 bei 12.152. An der 12.080 Marke sollte sich der Dax dann spätestens entscheiden, ob er seine Korrektur fortsetzt oder wieder nach oben abdreht.

Dax Unterstützungen (US):

12.280 – 15-Minutenchart

12.215 – 38,2% Erholung

12.177 – Gap 25.05.

12.150 – SMA200

12.080 – US 15-Minutenchart

11.956 – Tagestief 25.06.

Dax Widerstände (WS):

12.365 – 61,8% Erholung

12.440 – oT Seitwärts-Range

12.488 – 76,4% Erholung

12.524 – Gap 23.06.

12.617 – Tageshoch 23.06.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Hopp oder Top - wo soll die heutige Reise hingehen?

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Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0?

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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleben wir eine regelrechte Flucht in Technologie-Aktien. Insbesondere die Nasdaq eilt seit Wochen von einem Allzeithoch zum nächsten. Zwar profitieren einige Technologie-Werte von der aktuellen Situation während der Pandemie, aber was zurzeit abläuft, grenzt an absurder Euphorie. Man muss sich nur den Chart von Tesla anschauen, hier fehlt nur das Fähnchen, dass man an die Fahnenstange hängen kann. Tesla ist nur eins von vielen Beispielen. Auch Apple hat seit dem März-Tief einen Anstieg von über 80 Prozent hingelegt. Als Info an alle Börsenanfänger – solche Steigerungsraten sind NICHT normal.

Diesmal ist alles anders

Diesmal ist es aber anders als in der Zeit des „Neuen Markt“. Damals wurde alles gekauft, dass nicht bei drei auf den Bäumen war. Dazu gehörten auch Unternehmen, die übertrieben gesagt, irgendwo in einer Garage an unnützer Software gearbeitet haben. Im Gegensatz dazu, ist es diesmal so, dass sich die Euphorie nicht auf eine große Anzahl von Techwerten konzentriert, sondern nur auf wenige Unternehmen. Hier sind die großen Technologie-Unternehmen zu nennen – Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet, Facebook, Netflix und Nvidia. Diese sieben Unternehmen machen mittlerweile 50 Prozent des gesamten Index aus.

Klumpenbildung der Technologie-Werte

Die Situation ist auch den ETFs geschuldet. Um gute Wachstumsraten für ihre Kunden zu gewährleisten, müssen sie die großen Technologie-Werte übergewichten. Dadurch verstärkt sich der Effekt. Steigen die Kurse der großen Technologie-Unternehmen, dann zieht das mehr und mehr Käufer aus allen Bereichen an – Private, Institutionelle und Fonds. Entsprechend erhöht sich das Risiko einer Klumpenbildung. Kommt es zu einer erneuten Korrektur, wäre das ein Problem, da alle gleichzeitig durch eine kleine Tür rauswollen.

Weltweite Rezession

Es scheint auch fast so, als ob die Investoren vergessen, dass wir uns in einer weltweiten Rezession befinden. Diese Rezession ausgelöst durch die Corona-Pandemie hat nämlich einen Faktor, der derzeit ignoriert wird – Unsicherheit. Damit ist gemeint, dass aktuell niemand voraussagen kann was die tatsächlichen Auswirkungen auf die Realwirtschaft sind und wie sich die Pandemie weiterentwickelt. Auch die Technologie-Unternehmen sind davon betroffen. Apple setzt zum Beispiel weniger Handys ab, Facebook hat weniger Werbeeinnahmen und Teslas Absatz an Automobilen ist alles andere als beeindruckend. Die ab nächste Woche beginnende Berichtssaison wird mehr Aufschluss darüber geben, wie sich die Pandemie tatsächlich auf die Unternehmensgewinne auswirkt.

Aktuelle Entwicklung der Technologie-Unternehmen

In den nachfolgenden Grafiken kann man einerseits die Kursentwicklung der großen fünf Technologie-Unternehmen in dem letzten Monat erkennen sowie die Relation vom Nasdaq zum S&P500. Insbesondere der Chart des Nasdaq in Relation zum S&P zeigt deutlich, dass die Entwicklung der Technologie-Werte auf dem Weg ist eine neue Blase zu bilden. Demnach brauchen wir nicht mehr über Bewertungen zu sprechen. Es wurde mehrfach in anderen Artikeln darauf hingewiesen, dass diese fernab von Gut und Böse sind. Geschuldet ist diese Situation natürlich auch den Geldflutungen und Stimuli von Notenbanken und Staaten. FED-Chef Powell hat zwar vor kurzem betont, dass man durch die Maßnahmen keine Blasenbildung erzeugen möchte, aber genau das ist was gerade passiert. Die Corona-Pandemie wird noch länger Einfluss auf die Märkte haben und Unsicherheit verbreiten. Früher oder später muss Luft aus der Blase abgelassen werden, sonst droht das Platzen.


Technologie-Blase: Sehen wir gerade die Dotcom-Blase 2.0? Corona

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei S&P 500 und Nasdaq

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Wie ist kurz vor dem Wochenende die Lage im S&P 500 und im Nasdaq? Das schaue ich mir ganz aktuell im folgenden Video direkt am Chart an. Wollen Sie meine täglichen Analysen im “Trade des Tages” erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Aktien

Aktienmärkte aktuell: Der nächste Corona-Hype durch Remdesivir

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Und die nächste Jubelmeldung über ein Medikament, welches das Coronavirus bekämpfen soll. Remdesivir (der schon wieder) soll laut ganz aktueller Veröffentlichung des Herstellers Gilead Sciences das Todesrisiko bei Patienten um 62 Prozent senken. Hurra, es kann endlich wieder aufwärts gehen an der Börse? Die Aktienmärkte steigen. Der Dow Jones steigt in den letzten Minuten um 150 Punkte, der Dax um 54 Punkte. Wie lange kann diese Euphorieblase dieses Mal die Kurse pushen? Wann folgt die Enttäuschung? Oder ist es dieses Mal wirklich der Durchbruch?

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