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DAX daily: Impfstoff-Meldungen bleiben wirkungslos – ifo-Index im Blick

Stefan Jäger

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am

Die erneuten Impfstoff-Meldungen verpufften gestern wieder schnell, vielleicht kann der heutige ifo-Index den Dax nachhaltiger beeinflussen. Wie so häufig in den letzten Wochen wurde der Leitindex am Montag zunächst von der Impfstoff-Hoffnung angetrieben. Zum einen hat das Pharma-Unternehmen Astrazeneca Daten ihres Covid-Impfstoffes veröffentlicht (Wirksamkeit 70%). Zusätzlich haben die News von der beantragten Notzulassung in den USA von Pfizer/Biontech und die FDA-Zulassung eines Antikörper-Cocktails von Regeneron die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie geschürt.

Allerdings reichten die Impfstoff-Erfolgsmeldungen nicht aus, den Dax nachhaltig in die Gewinnzone zu hieven. Zwar konnte der Index im frühen Handel die Oberkante der Range bei 13.300 testen, ist dann aber erneut an dem Widerstand gescheitert. Das Tageshoch markierte der deutsche Leitindex bei 13.312 Punkten, bevor er anschließend seine gesamten Gewinne wieder abgeben musste. Schließlich ist der Dax mit einem kleinen Verlust von 10 Punkten bei 13.126 aus dem Handel gegangen. Viel passiert ist also nicht, auffallend war nur die Wiederaufnahme der Rotation von den Corona-Gewinnern hin zu zyklischen Werten. Das ist auch ein Grund dafür, warum sich der Dax so stabil auf dem hohen Niveau hält – hier mehr dazu.

News und fundamentale Daten

Heute stehen sehr interessante Konjunkturdaten aus Deutschland auf der Agenda. Zunächst wurden vor wenigen Minuten die endgültigen Zahlen des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal veröffentlicht. Die BIP-Daten sind mit einem Wachstum von 8,5 % zum Vorquartal etwas besser als erwartet (8,2 %) ausgefallen. Der heutige Höhepunkt ist jedoch die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex um 10 Uhr. Aufgrund der jüngsten Corona-Beschränkungen könnte der ifo-Index die Erwartungen enttäuschen. Die aktuelle Prognose beläuft sich auf 90,1, zuletzt lag der Wert noch bei 92,7. Damit droht ein erneuter Rückgang bei der Einschätzung der konjunkturellen Lage. Je nachdem wie der ifo-Index ausfällt, könnte er für Bewegung im Dax sorgen. Zudem sollten die Anleger auf das vom Conference Board erhobene US-Verbrauchervertrauen um 16 Uhr schauen.

Darüber hinaus veröffentlicht die Deutschen Börse im Tagesverlauf die Ergebnisse ihre Befragung zu umfassenden Reformvorschlägen. Zu den wichtigsten Punkten gehören die Aufstockung der Dax-Titel von 30 auf künftig 40 Unternehmen sowie strengere Qualitätskriterien. Demnach könnten Waffenproduzenten unter bestimmten Umständen aus der Dax-Familie ausgeschlossen werden, dadurch wäre auch der Flugzeugbauer Airbus betroffen. Außerdem denkt man darüber nach den MDax der mittelgroßen Unternehmen von 60 auf 50 Titel zu verkleinern. Bis die Änderungen schließlich in Kraft treten, könnte noch einige Zeit ins Land gehen. Frühestens sollen diese ab März 2021 wirksam werden.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während der Asien-Rampe konnte der Dax wieder ansteigen und notiert vorbörslich fester. Damit könnte er den  massiven Widerstand bei 13.300 erneut testen, wenn er das Nachthoch bei 13.268 überwindet. Erst ein Ausbruch über 13.340 würde weiteres Anstiegspotenzial freisetzen. Dann wäre es nicht mehr weit zum September-Hoch bei 13.460. Weitere Impfstoff-Meldungen könnten dem Dax sicherlich helfen aus seiner Seitwärtsrange auszubrechen.

Kommt zur Eröffnung jedoch Schwäche in den Markt, dann dürfte sich der Dax auf den Weg machen die Kurslücke bei 13.126 zu schließen. Um 10 Uhr sollten den Anleger einen Blick auf den ifo-Index werfen, eine Enttäuschung könnte den Abwärtsdruck erhöhen. Um das Gap zu schließen, müsste er aber zunächst die Unterstützung bei 13.200 brechen. Darunter befindet sich im Bereich bei 13.140 eine weitere Unterstützung. Ein Bruch des gestrigen Tagestiefs könnte den Dax zur 13.050 führen. Hier geht es nochmal zum ausführlichen Wochenausblick.

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Dax daily: Tagesausblick 24.11. - M30-Chart - Impfstoff-Hoffnung und ifo-Index

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.398 – Pivot Punkt R2

13.291 – Pivot Punkt R1

13.207 – Pivot Punkt

13.100 – Pivot Punk.t S1

13.006 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.200 – H1-Chart

13.126 – Tagestief 23.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.871 – außerbörsliches Tief 10.11.

Dax Widerstände (WS):

13.268 – Nachthoch

13.300 – neuralgischer Punkt

13.312 – Tageshoch 23.11.

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Columbo

    24. November 2020 08:28 at 08:28

    Wer fragt noch nach Konjunkturdaten? Derzeit beherrschen Impfstoffnachrichten alles. Dazu noch Meldungen, daß Trump nun doch aufzugeben beginnt.

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Aktien: Bubble-Boomer demaskieren Wall Street-Casino! Marktgeflüster (Video)

Mit Aktien wie Gamestop bringen die Bubble-Boomer Hedgefunds in Schieflage – und demaskieren damit gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street!

Markus Fugmann

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am

Aktien wie Gamestop oder AMC schießen auch heute wieder durch die Decke – die Bubble-Boomer bringen damit jene Hedgefunds weiter in Schwierigkeiten, die eben diese Aktien short spielen. Diese Bubble-Bommer (Generation Z) ist mit der Spiele-Mechanik bestens vertraut und hat damit nicht nur eine Schwachstelle der Finanzmärkte offengelegt, sondern gleichzeitig den Casino-Charakter der Wall Street demaskiert. Man darf gespannt sein, ob die Fed heute dazu etwas sagen wird – letztlich sind es die Notenbanken, die dieses Casino ermöglicht haben und den beteiligten Spielern das Gefühl suggerierten, dass man im Casino nicht verlieren könne, weil jedesmal wenn es eng wird, die Retter in Gestalt der Notenbanken nahen..

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Aktien

Mit Zocken reich werden – der neue „American dream“ ersetzt den Traum vom eigenen Haus

Claudio Kummerfeld

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am

American Dream Symbolfoto

Man erinnere sich an die Zeiten von Bill Clinton und George Bush, und auch von Notenbank-Chefs wie Alan Greenspan. Die inoffizielle Staatsraison der 1990er und 2000er in den USA war (unter anderem): Jedem Amerikaner solle es möglich sein in seinem eigenen Haus zu leben. Das war der American Dream. Unterschwellig (so meine Meinung) war damit die Aussage an die eigene Bevölkerung verbunden, dass man sagen konnte: Schaut her, wir sind das größte, reichste und stärkste Land der Welt. Unsere Bürger können sich alle ein eigenes Haus leisten.

Die Regulierungen am US-Häusermarkt wurden dramatisch runtergefahren. Millionenfach wurden von der Regierung befeuert Hauskredite vergeben an Menschen, die in vielen Fällen noch nicht mal eine Arbeit hatten. Sie hatten noch nicht mal bei beschönigender Betrachtung irgendeine Art von Bonität. Die Katastrophe war vorprogrammiert, und das ganze Kartenhaus brach ab 2007 zusammen – was wir heute als Finanzkrise 2008 bezeichnen. Es war ein großer Traum, der für viele Amerikaner zum Albtraum wurde und für viele mit einem Schlafplatz unter einer Brücke endete.

Im Corona-Jahr 2020 entstand offenbar ein neuer American Dream. Nicht mehr Häuser auf Kredit kaufen, sondern ohne Arbeit, Wissen, Recherche oder sonst etwas reich werden, vom eigenen Computer, von zuhause aus. Durch stumpfes, sinnbefreites Zocken in Aktien, die man selbst gar nicht kennt. Einfach drauf los zocken, und schnell und einfach reich werden. Das ist wohl der neue amerikanische Traum. In der Coronakrise hockten auf einmal Millionen Amerikaner zuhause, betätigungslos. Sehr üppige staatliche Hilfen beschwerten Millionen arbeitsloser Amerikaner ein höheres monatliches Einkommen, als sie es vor Corona mit Arbeit hatten.

Klar erkennbar war die daraufhin folgende Welle an Millionen neuer Brokerkonten in den USA. Unglaublich aber wahr. Unzählige Menschen kauften sich von den staatlichen Hilfen nichts zu essen (sinnbildlich ausgedrückt), sondern überwiesen die Gelder auf ihre frisch eröffneten Brokerkonten. Hinzu kommen die neuen Broker wie „Robinhood“, bei denen man ganz ohne Gebühren zocken kann. Dadurch wurde es möglich auch mit Kleinstbeträgen von mehreren hundert Dollar drauf los zu zocken. Rein, raus, rein, raus, immer weiter.

Robinhood-Chef beschreibt den neuen American Dream

Vlad Tenev, CEO und Mitbegründer von Robinhood, des bekanntesten dieser neuen Broker für die junge wilde Zocker-Meute, hat heute einen Gastkommentar auf CNBC veröffentlicht (hier nachzulesen). Er spricht davon, dass es der neue American Dream sei ein „Investor“ zu werden, nach dem vormaligen Traum vom eigenen Haus. Er erwähnt, dass viele seiner Kunden Aktien kaufen und dann langfristig halten würden. Will da jemand Kritik am stumpfen und sinnbefreiten Zocken vorbeugen? Die Mission von Robinhood sei es nach seinen Worten, das Finanzwesen zu demokratisieren – dies sei im amerikanischen Idealismus verwurzelt. Amerika sei schon immer stolz auf seine Fähigkeit gewesen, Aufwärtsmobilität und Chancen mit wenigen Barrieren zu fördern. Dieses nationale Ethos des „American Dream“ sei so alt wie die Nation selbst. Im 20. Jahrhundert habe sich alles um den Erwerb von Wohneigentum gedreht, was unter anderem durch die 30-jährige Hypothek vorangetrieben wurde. Jetzt, wo es im Börsenhandel keine Provisionen und Mindestbeträge mehr gibt, sei die Bühne frei für einen neuen amerikanischen Traum, bei dem nahezu 100 Prozent der US-Bürger Investoren werden sollen. „Lassen Sie uns das schaffen – gemeinsam“, so seine finalen Worte.

Dazu möchte ich final anmerken: Ist das noch „Investieren“, was wir derzeit am US-Aktienmarkt sehen? Wohl kaum. Völlig wertlose Unternehmen unbegrenzt nach oben traden, ohne jeglichen Sinn und Verstand? Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Wir haben es auf finanzmarktwelt.de die letzten Tage mehrfach angesprochen (hier der letzte Video-Kommentar von Markus Fugmann heute früh). Die ganz frische Generation von Tradern hat das Platzen der Dotcom-Blase und die Finanzkrise 2008 gar nicht erlebt. Damals waren diese Trader gerade erst geboren oder noch in der Grundschule. Sie kennen nur steigende Kurse, nur Party, nur nach oben, völlig sinnbefreit. Auch sie werden wohl eines Tages einen großen Knall erleben. Einige von ihnen werden auch nach so einem Crash immer noch kräftig Geld auf der Kante haben – andere werden nach dem „All In“ wohl ähnliches erleben wie viele Menschen nach der Zwangsräumung ihrer Häuser in den Jahren 2005, 2006 und 2007.

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Indizes

Rüdiger Born: Märkte fallen – Tradingchance Long?

Rüdiger Born

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Die Indizes fallen gerade. Ist das die Chance für Trader auf steigende Kurse zu setzen? Das schaue ich mir anhand des Nasdaq-Chart etwas genauer an.

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