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DAX daily: Inflationssorgen als Stimmungskiller an den Aktienmärkten?

DAX daily: Inflationssorgen als Stimmungskiller an den Aktienmärkten?

In Erwartung der heutigen US-Inflationsdaten haben Dax-Anleger gestern die Reißleine gezogen und wie tags zuvor Gewinne mitgenommen. Die gestern veröffentlichten Erzeugerpreise in China dienten dabei als Warnsignal, diese sind nämlich im Jahresvergleich um 6,8 Prozent angestiegen. Da half es auch nichts, dass die ZEW-Konjunkturerwartungen den höchsten Wert seit 20 Jahren erreicht haben. Die Inflationssorgen drücken zunehmend auf die Stimmung der Anleger. Die Spannung dürfte dementsprechend groß sein, wenn am Nachmittag die US-Verbraucherpreise erscheinen. Eine anziehende Inflation erhöht folglich die Angst vor steigenden Zinsen. Das ist der Grund, weshalb Wachstumswerte derzeit unter Druck stehen. Die schlechteren Finanzierungskonditionen stellen einen nicht unerheblichen Belastungsfaktor für hochverschuldete Tech-Unternehmen dar. Noch zeigt sich die US-Notenbank unbeeindruckt von den steigenden Preisen, diese Einstellung könnte sich allerdings in den kommenden Wochen ändern.

Der Dax konnte im gestrigen Handel nur gerade so die runde Marke von 15.000 Punkten verteidigen, das Tagestief lag nur knapp darüber bei 15.006 Zählern. Dem Leitindex gelang es zwar das Minus vor Kassaschluss noch zu verringern, dennoch stand am Ende des Tages ein Verlust von 280 Punkten (-1,82%) bei 15.119 Zählern zu Buche. Der Handelstag begann bereits mit einer großen Kurslücke (Gap). Dabei handelte es sich nicht nur um ein alltägliches Gap, sondern um ein Island-Gap. Dieses wird auch „island-reversal“ genannt, weil es häufig einen Trendwechsel anzeigt. Dax-Bullen sollten daher vorsichtiger agieren, so lange der Dax das Gap bei 15.400 Punkten nicht schließt.

News und fundamentale Daten

Heute stehen die Inflationsdaten aus Deutschland und den USA im Fokus der Anleger. Vor wenigen Minuten wurde zuerst der hiesige Verbraucherpreisindex veröffentlicht. Die Teuerungsrate ist mit einem Anstieg von 0,7% wie erwartet ausgefallen (vorher 0,5%). Um 11:00 Uhr sehen wir dann noch die Industrieproduktion der Euro-Zone, bevor um 14:30 die viel beachteten US-Verbraucherpreise erscheinen. Analysten gehen davon aus, dass die Teuerungsrate weiter zugenommen hat. Je nachdem, ob und wie stark die Daten von der Prognose abweichen, könnte es wieder volatil an den US-Börsen und beim Dax zugehen.

Darüber hinaus legt eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen heute die Quartalsergebnisse vor. Dazu gehören auch zahlreiche Dax-Konzerne wie Allianz, Bayer, Deutsche Telekom, Deutsche Wohnen, Merck und RWE. Die Liste wird komplettiert durch massenweise Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenliga. Dazu gehören unter anderem die Quartalsberichte von Cancom, Commerzbank, Hapag-Lloyd, GFT Technologies, Lanxess, ProSiebenSat1, Scout24, TUI, Varta und Westwing.

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