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DAX daily: Kann der Dax diesmal die 13.000er Marke verteidigen?

Stefan Jäger

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am

Am gestrigen Dienstag hat der Dax seinen steilen Anstieg vom Wochenstart konsolidiert. Dabei lief er nachbörslich bis zur 13.000er Marke zurück. Aufgrund eines Entspannungssignals im Konflikt zwischen den USA und China ging es nach der Eröffnung zunächst zum Tageshoch bei 13.221. Im Folgenden verließen den deutschen Leitindex dann aber die Kräfte und es kam zu einer Konsolidierung, die ihn zu seinem Tagestief bei 13.060 geführt hat. Der Schlusskurs lag bei 13.061, damit ist er sogar noch mit einem kleinen Verlust von 4 Punkten aus dem Handel gegangen.

Nach einer fulminanten Rally der US-Indizes in den letzten Wochen, haben diese gestern schließlich eine kleine Pause eingelegt. Insbesondere der Dow Jones ist nach Erreichen des höchsten Stands seit dem Corona-Crash in den Konsolidierungs-Modus übergegangen. Dadurch musste auch der Dax während des US-Handels seine Tagesgewinne wieder komplett abgeben.

Der Deutsche Aktienindex konnte bereits zweimal die 13.000er Marke überwinden, beide Male ist er aber in der Folge daran gescheitert. Schafft er es diesmal im dritten Versuch die runde Marke zu verteidigen? Wie immer hängt das auch davon ab, was die US-Indizes machen. Nach der enormen Rally könnte zumindest kurzfristig eine Korrektur einsetzen, diese würde den Dax folglich wieder unter die 13.000er Marke ziehen. Demgegenüber liegen auch noch Ziele auf der Oberseite, dafür muss der deutsche Leitindex aber die 13.100 zurückerobern und halten.

News und fundamentale Daten

Besser als erwartete Konjunkturdaten aus Deutschland haben den Dax indessen kaltgelassen. Zwar ist das BIP mit -9,7 % desaströs ausgefallen, aber halt minimal weniger schlimm als erwartet (-10,1 %). Dafür konnte der ifo-Index zum vierten Mal in Folge ansteigen. Die Stimmung der Unternehmenslenker ist damit weiter im Aufwind, die aktuelle Lage wird im Vergleich zum Vormonat merklich besser beurteilt.

Der heutige Tag bietet nur wenige Konjunkturdaten, während aus Deutschland gar keine Daten erscheinen, müssen wir stattdessen in die USA schauen. Um 14:30 werden hier die Auftragseingänge für langlebige Güter (Jul) veröffentlicht. Zudem gibt es noch die aktuellen Rohöllagerbestände um 16:30 Uhr. Wahrscheinlich können die Daten heute keine Impulse im Dax und den US-Indizes setzen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Eine Dreiviertelstunde vor der Eröffnung bewegt sich der Dax nahe seines Schlusskurses. Um die 13.000er Marke zu halten, sollte der Dax nach der gestrigen Konsolidierung heute wieder Stärke zeigen. Dafür muss er über den heutigen Pivot Punkt bei 13.110 ansteigen. Ein Scheitern würde ihn wieder in Richtung der 13.000er Marke führen. Schafft er es jedoch die Marke zu überwinden, dann wäre das nächste Ziel die 13.180. Darüber liegt ein enger Widerstandsbereich gebildet aus dem Pivot Punkt S1 bei 13.210, dem Punkt 2 vom Juli-Top bei 13.217 und dem gestrigen Tageshoch bei 13.221. Um den Bereich zu durchbrechen bräuchte der Dax die Hilfe der US-Indizes, diese müssten ihren Anstieg eindrucksvoll fortsetzen. Gelingt es dem Dax, dann folgt nur noch die 13.270, bevor es zum Juli-Hoch bei 13.313 geht.

Scheitert der Dax jedoch bei dem Versuch weiter anzusteigen, dann es zu einem erneuten Schwächeanfall wie gestern kommen. Ein erster Unterstützungsbereich liegt zwischen 13.074 und 13.060. Sollte der Dax unter sein gestriges Tagestief bei 13.060 rutschen, dann wäre der Weg zur runden 13.000er Marke frei. An dieser Stelle kommt es dann zur Bewährungsprobe, ob die Marke gehalten werden kann oder nicht. Die nächsten Unterstützungen liegen dann erst wieder bei 12.925 (50 % RT) und am Pivot Punkt S2 bei 12.899. Danach folgt noch das wichtige 61,8 % Retracement bei 12.855. Rutscht der Dax darunter, wäre das ein bärisches Signal und ein erneuter Test der 12.800 Marke käme in Frage.

DAX daily: Tagesausblick M15-Chart 26.08. - 13.000er Marke im Blick

Dax Unterstützungen (US):

13.074 – Punkt 1 vom Juli-Top

13.060 – Tagestief 25.08.

13.000 – Pivot Punkt S1

12.925 – 50 % % Retracement

12.899– Pivot Punkt S2

12.855 – 61,8 % Retracement

12.800 – mehrfach Boden

12.764 – Gap 21.08.

Dax Widerstände (WS):

13.110 – Pivot Punkt

13.180 – 261,8 % Extension

13.210 – Pivot Punkt R1

13.217 – Punkt 2 vom Juli-Top

13.221 – Tageshoch 25.08.

13.270 – Fibo Extension

13.313 – Juli-Hoch

13.425 – 423,6 % Extension

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktienmärkte und die Wirtschaft: Markus Koch zur aktuellen Lage

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind derzeit in schwerem Fahrwasser – die Volatilität ist derzeit extrem hoch. Der eigentlich längst eingepreiste Stimulus durch die US-Politik wird immer unwahrscheinlicher vor der US-Wahl, die Fed hält erst einmal die Füsse still und spielt den Ball der Politik zu. Und wenn der nächste Stimulus nicht kommt, wird das die Wirtschaft in den USA deutlich zu spüren bekommen, wie kürzlich die US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan durch ihre Senkung der BIP-Prognosen klargemacht haben.

Hinzu kommen noch die Sorgen um die nächste Corona-Welle – vor allem in Europa steigen die Infizierungen derzeit deutlich, vor allem in Frankreich, aber auch in UK und Spanien. Markus Koch faßt die aktuelle Lage der Wirtschaft und der Aktienmärkte zusammen – und freut sich nach seiner Rückkehr aus Deutschland auf besseres Internet in den USA..

 

Markus Koch zur Lage der Aktienmärkte und der Wirtschaft

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Aktienmärkte: Läßt die Fed wirklich einen neuen Crash zu?

Wird die Fed zusehen, dass ihr ganzes Rettungsgebäude in sich zusammenstürzt, etwa durch die Ausweitung einer Korrektur der Aktienmärkte in einen Bärenmarkt?

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Die Aktienmärkte der USA wanken im September. Die politischen Gegenspieler im amerikanischen Kongress können sich nicht auf ein fünftes Rettungspaket einigen und brechen ihre Verhandlungen auf unbestimmte Zeit ab. Zusätzlich sendet die Federal Reserve Signale, dass sie mit ihren Rettungsmaßnahmen stillhalten will. Gleichzeitig erschweren Covid-19 und weitere Belastungen den wirtschaftlichen Erholungsprozess. Würde man vonseiten der Regierung sowie der Notenbank tatsächlich einem Absturz der Aktienmärkte zusehen?

Aktienmärkte: Die derzeitigen Negativfaktoren

Das fünfte Konjunkturpaket und Maßnahmen der Federal Reserve werden nicht in absehbarer Zeit kommen. So lauten die Hiobsbotschaften für die Aktienmärkte in der heißen Woche nach dem großen Verfallstag. Aber das wäre doch fünf Wochen vor der Wahl eine zerstörerische Haltung von Regierung und Notenbank, die viel der Mühe um die Unterstützung der Corona-geschädigten Wirtschaft konterkarieren könnte. Wird nicht gerade jetzt der so essenzielle Konsum durch das Ausbleiben der Unterstützungsgelder bei einer zweiten Coronawelle dringend gebraucht? Und warum möchte ausgerechnet in dieser Situation Fed-Chef Powell erst einmal die „Füße stillhalten“?

Könnte das nicht heißen, dass es der US-Konjunktur gar nicht so katastrophal geht, um weitere Notmaßnahmen einführen zu müssen? Die Federal Reserve hat bereits drei Billionen Dollar in das System gepumpt. Klar: Powell will Druck auf die Politik ausüben, solange die Coronazahlen nicht deutlich zurückgehen, kann sich der Arbeitsmarkt nicht erholen – ein wenig psychologische Kriegsführung, trotz der Unabhängigkeit der Notenbank.

Durch die Pandemie sind die Arbeitnehmer auf die staatliche Unterstützung angewiesen – und ohne diese wäre die Auswirkung auf den Eckpfeiler der US-Wirtschaft, den Konsum, fatal. Wie sehr die Aktienmärkte nach weiteren Stimuli gieren, konnte man gestern an der Marktreaktion erkennen, nachdem kurz das Gerücht aufkam, die Sprecherin der Demokraten, Nancy Pelosi, würde an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Aber hat der Notenbankchef nicht in jeder seiner Sitzungen betont, dass er alles tun werde, um Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu stützen, „whatever it takes“? Und jetzt plötzlich Attentismus?

Die US-Wirtschaft soll im dritten Quartal stark gewachsen sein, auch in Deutschland spricht man schon von einem Quartalswachstum um die acht Prozent. Wie kann man im Übrigen auf die Prognose einer US-Großbank setzen, die im vierten Quartal einen Rückgang des Wachstums von sechs auf drei Prozent prognostiziert? Hat in den letzten sechs Monaten auch nur eine einzige Prognose des Verlaufs der Wirtschaft durch Analysehäuser gestimmt?

Durch die permanente verbale Stütze Powells ist es unglaubwürdig für mich, dass er erst bei einem Einbruch der Aktienmärkte von 30 oder gar 40 Prozent eingreifen würde. Dies entspräche einem Vermögensverlust von über 15 Billionen Dollar, was in etwa einem Sechstel der gesamten Welt- Aktienmarktkapitalisierung entspräche. Ich denke, dass man schon den Eintritt in einen Bärenmarkt zu verhindern versucht.

Wie schnell war die Fed zur Stelle, als es im S&P 500 im Dezember 2018 19,5 Prozent nach unten ging – oder im Corona-Crash, der in 34 Tagen wegen der Fed-Intervention seinen Tiefpunkt erreicht hat. Fedchef Powell kennt sicher die Situation der Unternehmen, die der KMUs, schließlich arbeiten ihm Hunderte Ökonomen aus allen Fedfilialen zu. Genauso ist die Notenbank in Kenntnis aller relevanten Statistiken, die es in den USA gibt. Die Frage ist nur, ob die Zahlen in seiner Strategie eine Rolle spielen und welche Relevanz sie im Psychospiel der Notenbankpolitik innehaben.

Ich bin sicherlich nicht „Fed-gläubig“ und denke, dass die Notenbank die Wirtschaft nicht allein retten kann. Das kann und konnte in der Geschichte noch nie eine Notenbank.

Sie wird aber sicherlich nicht tatenlos zu sehen, dass ihr ganzes Rettungsgebäude in sich zusammenstürzt, etwa durch die Ausweitung einer Korrektur der Aktienmärkte in einen Bärenmarkt .

Fazit

Die (rechtzeitige) Korrektur der Aktienmärkte kommt vielen sicherlich gelegen, vor allem auch der US-Notenbank, die natürlich die überhitzten Indizes insbesondere im Bereich Hightech im Visier hat. Aber auch die hemmungslose Spekulation der neuen Generation RobinHood, die allein mit ihren irrsinnigen Hebeleinsätzen und ihren Millionen Depots den Markt nach oben gezogen haben.

Außer einem, Donald Trump, den ärgert jeder Kursrückgang, weil er die Höhe der Aktienmärkte – egal bei welchem Index – zum Maßstab seiner erfolgreichen Politik hochstilisiert hat. Wenn es dann in den Wochen vor der Wahl, insbesondere vor den großen Fernsehauftritten steigende Kurse gäbe, wäre auch der Amtsinhaber zufrieden.

Jedenfalls bricht jetzt eine wichtige Periode an, der Konsum muss (aus Sicht der US-Administration) am Laufen gehalten, die Arbeitslosigkeit zurückgefahren, die Impfstoffentwicklung wahlkampfrelevant vorangetrieben und die Aktienmärkte vor schweren Rückschlägen bewahrt werden.

Deshalb würde ich bei einem Einbruch von 30 Prozent plus mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keinen alten und neuen US-Präsident Trump geben werde.

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