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DAX daily: Kommt der Dax heute kurzzeitig aus seinem Sommerloch?

Stefan Jäger

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Seit vorgestern hat es sich der Dax im Sommerloch gemütlich gemacht, entsprechend gab es wiederholt keine Veränderung am gestrigen Handelstag. Wenn man es sich schönreden möchte, dann kann man hervorheben, dass zumindest die Tagesvola im Vergleich zum Vortag etwas zugenommen hat. Allerdings lag der Schlusskurs bei 12.835 nur 3 Punkte unter dem der beiden letzten Handelstage. Das Tageshoch wurde bei 12.936 eingebucht und das Tief lag bei 12.746.

Das Sommerloch macht sich zurzeit auffallend bemerkbar, demzufolge ist der Handel träge und ermüdend. Für Daytrader ist dadurch nicht viel zu holen. Es scheint fast so als ob die Musik derzeit nur in den Edelmetallen spielt. Zum Glück ist bald Donnerstag – mit den Zahlen von Apple, Amazon, Facebook und Alphabet sollte auch der Dax aus seinem Sommerschlaf erwachen.

News und fundamentale Daten

Heute Abend um 20:00 Uhr ist die Zinsentscheidung der Fed, zusätzlich wird das FOMC Statement veröffentlicht. Danach folgt um 20:30 Uhr die Pressekonferenz von Jay Powell. Während der Pressekonferenz kann es zu erhöhter Volatilität im Dax und den US-Indizes kommen. Vorher stehen aber noch weitere Konjunkturdaten auf dem Programm. Zum einen die Schwebenden Hausverkäufe (Jun) aus den USA um 16:00 Uhr und eine halbe Stunde danach die Rohöllagerbestände.

Im Gegensatz zum Dax ist bei den Einzelaktien definitiv mehr los. Daher liegt der Fokus heute auf den Quartalsberichten diverser Unternehmen. Unter anderem erscheinen die Zahlen von BASF, Boeing, PayPal, der Deutschen Bank, Shopify, Osram, Puma, Lam Research, Qualcomm, General Electrics und und und. Heute ist wirklich für jeden etwas dabei. Gegebenenfalls schaffen es die Fed und die zahlreichen Unternehmensbilanzen den Dax kurzzeitig aus seinem Sommerloch zu holen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nach drei Handelstagen in Folge und einem Kassa-Verlust von gerade mal 3 Punkten, darf sich der Dax gerne wieder in Bewegung setzen. Vorbörslich notiert er bereits tiefer bei 12.790. Bisher hält aber das 61,8 % Retracement bei 12.750. Unterschreitet der Dax diese Marke, dann könnte es einen Rutsch bis in den Unterstützungsbereich bei 12.700 bis 12.690 geben. Damit wäre auch das Gap vom 14.07. bei 12.697 geschlossen. An dieser Stelle könnte eine Erholung einsetzen, andernfalls geht es weiter runter und die Unterstützungen bei 12.660 und der Pivot Punkt S2 bei 12.601 rücken in den Fokus.

Auf der Oberseite liegt ein erster Widerstand im Bereich von 12.815, danach folgt der Pivot Punkt bei 12.835. Knapp darüber liegt die Bulle-Bär-Marke bei 12.850. Darunter bleibt es short, bricht der Dax aber den Widerstand, dann sieht es für die Bullen deutlich besser aus. Bis auf eine kleine Hürde bei 12.890 wäre der Weg frei bis zum Bereich 12.926 (Pivot R1) und 12.935 MOB-Marke. Darüber folgt dann noch das Hoch aus der Nacht auf Dienstag bei 12.980.

Dax Unterstützungen (US):

12.750 – 61,8 % Retracement

12.697 – Gap vom 14.07.

12.692 – Pivot Punkt S1

12.660 -4-Stundenchart

12.601 – Pivot Punkt S2

Dax Widerstände (WS):

12.815 – 15-Minutenchart

12.835 – Pivot Punkt

12.850 – mehrfacher WS + US

12.935 – MOB Marke (Make or Break)

12.980 – Nachthoch durchl. Kurse

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Bewegt sich der Dax heute wieder aus seinem Sommerloch?

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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am

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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