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Indizes

DAX daily: Konjunkturdaten als Belastungstest für den aktuellen Antstieg?

Stefan Jäger

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Wie reagiert der Dax heute auf die endgültigen BIP-Zahlen und den ifo-Index? Die heutigen Konjunkturdaten können den deutschen Leitindex nicht nur weiter vorantreiben, sondern auch wieder ins Wanken bringen. Gestern hat der Dax einen starken Wochenstart hingelegt und konnte nach knapp zwei Wochen erstmals wieder über der 13.000er Marke schließen. Zur Eröffnung lag das Tagestief noch bei 12.924, was aber schon einem Aufwärts-Gap von 160 Punkten zum Schlusskurs von Freitag entsprach. In der Spitze hat der deutsche Leitindex die 13.104 markiert. Schließlich ist er mit einem Zugewinn von 301 Punkten (+2,36 %) bei 13.066 aus dem Handel gegangen. Diesmal werden erneut die Impfstoff-Hoffnungen als Grund für den Anstieg herangezogen. Einerseits hat die US-Regierung angekündigt das Zulassungsverfahren für einen Corona-Impfstoffkandidaten zu beschleunigen, andererseits erteilte sie eine Notfallgenehmigung für die Behandlung der Covid-Erkrankung mit Blutplasma.

Im Endeffekt machen aber die Kurse die News und nicht andersherum. Man muss sich nur das ungebrochene Aufwärts-Momentum insbesondere der US-Indizes anschauen. Zudem wurde durch das neue Rekordhoch des S&P500, nach dem kürzesten Bärenmarkt aller Zeiten mit nur 148 Handelstagen, ein neuer Bullenmarkt ausgerufen. Das hat folglich die Risikoaversion erhöht und viele neue Anleger in den Markt getrieben. Was soll der Dax denn machen? Die US-Indizes sind so bullisch, da bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als auch anzusteigen.

News und fundamentale Daten

Heute gibt es ein paar sehr interessante und aufschlussreiche Konjunkturdaten. Zum einen wurden vor wenigen Minuten die endgültigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus dem zweiten Quartal veröffentlicht. Diese sind mit -9,7 % etwas besser als erwartet (-10,1 %) ausgefallen. Darüber hinaus sehen wir um 10:00 Uhr den wichtigen Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, den ifo-Geschäftsklimaindex. Sowohl ein steigender als auch ein fallender ifo-Index könnte Volatilität in den Dax bringen. Aus den USA erscheint um 16:00 Uhr außerdem noch das vom Conference Board erhobene Verbrauchervertrauen (Aug) sowie die Verkäufe neuer Häuser (Jul). Für alle Öl-Interessierten gibt es nachbörslich um 22:30 Uhr noch die API-Rohöllagerbestände.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax gestern die 13.000er Marke zurückerobert hat, ging es letzte Nacht während der Asien-Rampe weiter aufwärts. Das Nacht-Hoch lag bereits bei 13.190. Am Freitagnachmittag notierte der Dax noch bei 12.633, das entspricht einem Anstieg von circa 550 Punkten in nicht einmal 2 Tagen. Dadurch wird zumindest eine kurzfristige Konsolidierung (auf hohem Niveau) sehr wahrscheinlich. Die heutigen BIP-Zahlen und der ifo-Index könnten demnach weiteren Einfluss auf den Verlauf im Dax nehmen.

Nach einer kurzen Korrektur zum Beispiel in das Unterstützungsniveau bei 13.100 oder 13.070 könnte den Dax wieder gen Norden aufbrechen. Ein erster Widerstand liegt am Pivot Punkt R1 bei 13.188, hier endete auch der Anstieg der letzten Nacht. Darüber befindet sich der Punkt 2 vom 123 Top aus dem Juli bei 13.212. Überschreitet der Dax den Punkt 2, was ein sehr bullisches Signal wäre, dann muss er nur noch die 13.270 überwinden, um das Juli-Hoch bei 13.313 zu erreichen.

Setzt zur Eröffnung eine Konsolidierung ein, dann bietet der Bereich bei 13.070 einen ersten Halt. Ein Unterschreiten würde ihn über die 13.040 zur psychologischen Marke von 13.000 bringen. Darunter liegt der Pivot Punkt bei 12.985. An dieser Stelle könnte er spätestens wieder drehen. Bricht er jedoch den Bereich, dann könnte es bis zur 12.911 (50 % RT) gehen. Darunter folgt dann noch der Pivot Punkt S1 bei 12.865.

Dax daily: Tagesausblick H1-Chart - ifo-index und BIP-Zahlen

Dax Unterstützungen (US):

13.101 – vormals Widerstand

13.074 – Punkt 1 vom Juli-Top

13.045 – 4-Stundenchart

13.000 – psychologische Marke

12.985 – Pivot Punkt

12.911 – 50 % % Retracement

12.864 – Pivot Punkt S1

12.800 – mehrfach Boden

12.764 – Gap 21.08.

Dax Widerstände (WS):

13.104 – Tageshoch 24.08.

13.180 – 261,8 % Extension

13.188 – Pivot Punkt R1

13.212 – Punkt 2 vom Juli-Top

13.270 – Fibo Extension

13.313 – Juli-Hoch

13.425 – 423,6 % Extension

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Aktien: Generation Z und die Spekulation! Marktgeflüster (Video)

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht wieder Schlagzeilen und pusht auch heute wieder bestimme Aktien nach oben. Das böse Ende aber wird kommen..

Markus Fugmann

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Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht auch heute wieder Schlagzeilen und pusht wieder Aktien wie Gamestop oder Beyond Meat nach oben. Diese Generation Z wird nicht nur den Klimawandel ausbaden müssen, sondern ahnt auch, dass sie seit langer Zeit die erste Generation sein wird, für die der Kuchen nicht größer, sondern vermutlich kleiner sein wird. Und diese Generation Z wähnt sich nun durch die Fed und andere Notenbanken in einem Casino, in dem man ohne Risiko zocken könne – weil Aktien angeblich immer steigen. Aber an der Börse hat die Mehrheit schon immer verloren, und das wird diesmal nicht anders sein..

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

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Aktien

Wall Street: Kommen jetzt Regulierungen durch die Biden-Regierung?

Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Was passiert mit den Monopolen der großen Tech-Firmen?

Wolfgang Müller

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Wird es für die Wall Street unter Biden sehr viel schwieriger als unter Trump? Bereits seit Monaten wird darüber spekuliert, wie eine demokratische Regierung den großen Techfirmen mit ihren monopolartigen Stellungen zu Leibe rücken wird. Schon die Bildung der Regierung wird Hinweise darauf geben, viele designierte Minister haben bereits in der Regierung unter Barack Obama politische Posten bekleidet.

Die Wall Street und der Abbau der Regulierungen

Die Ära Trump war für die Wall Street geprägt von Deregulierungen, insbesondere im Finanzsektor, was natürlich den oberen Einkommensklassen zugute kam – trotz seiner Beteuerungen dem Establishment auf den Leib rücken zu wollen. Joe Biden hat bereits im Wahlkampf davon gesprochen, gegen die wachsende Ungleichheit im Lande vorgehen zu wollen, was zwangsläufig auf einen Machtkampf mit der Wall Street hinauslaufen würde. Jetzt hat er aber mit der neuen Finanzministerin Janet Yellen, der einstigen Notenbankchefin, eine Entscheidung gefällt, die eher Kontinuität als Radikalität in Finanzfragen erwarten lässt. Sie unterstützt natürlich das Corona-Hilfspaket von 1,9 Billionen Dollar, zu dem die Ministerin vor dem Senat betonte, dass diese Verschuldung mehr nutze, als dass sie schade. Ihre Zielstellung seien mehr und besser bezahlte Jobs und höherer Wohlstand für mehr Amerikaner.

Die letzten Personalentscheidungen deuten aber daraufhin, dass man die Wall Street doch in Teilbereichen stärker regulieren wolle.

Chef der Börsenaufsichtsbehörde SEC soll Gary Gensler werden, ein Mann, der schon von 2009 bis 2014, also unter der Präsidentschaft von Barrack Obama, die Aufsicht über die Derivate CFTC innehatte. Er hatte damals die Untersuchungen bei den Manipulationen des Zinssatzes Libor geleitet und die Finanzreform umgesetzt. Er gilt als harter Hund in der Szene, aber wie könnte es auch anders sein – er hatte zuvor schon 20 Jahre bei Goldman Sachs gearbeitet.

Die Aufgaben der SEC dürften gewaltig sein, im Stadium der derzeitigen Spekulationsauswüchse. Zum Beispiel bei den Special Purpose Acquisition Companies, kurz SPAC genannt. Firmen, die zunächst Kapital über einen Börsengang einsammeln, um das Geld in die Übernahme eines noch nicht feststehenden Unternehmens zu investieren. Ein kaum regulierter Bereich, bei dem es wieder auf Kosten der Kleinanleger gehen könnte. Bereits in den ersten drei Wochen wurden im Bereich der SPACS schon wieder 56 solcher Mantelfirmen an die Börse gebracht und 16 Milliarden Dollar an Geldern eingesammelt. Nach 300 Firmen im Jahr 2020.

Was Gensler auch besonders auszeichnet, sind seine Kenntnisse im Bereich der Kryptowährungen – einem Thema, über welches er auch an seiner Universität gelehrt hat. Er hat sich zur Szene schon sehr kritisch geäußert und wird sich ganz besonders mit Fintech-Unternehmen und Kryptowährungen befassen.

Unterstützt wird Gensler von Rohit Chopra, der Chef der Verbraucherschutzbehörde für Finanzprodukte (CFPB) werden soll, die nach der Finanzkrise gegründet wurde.

Der Mann hatte sich bereits in in seiner Zeit bei einer anderen Behörde gegen die Macht der großen Tech-Konzerne ausgesprochen. Er stimmte für die Klage der Behörde gegen Facebooks ungesetzliche Monopolisierung, der sich auch eine Gruppe von Generalstaatsanwälten angeschlossen. Unter Trump war der Einfluss der Verbraucherschutzbehörde deutlich zurückgefahren worden.

Chef der Bankenaufsicht (OCC) soll Michael Barr werden, ein Mann der auch schon im Finanzministerium zu Obamas Zeiten gearbeitet hatte und nun auf 1200 Banken ein Auge werfen soll.

Die Personalauswahl Bidens zeigt in jedem Fall, dass dem Schutz der Verbraucher zulasten der großen Firmen mehr Bedeutung zukommen wird – und das könnte ein Problem für die Wall Street werden.

Fazit

Wieder einmal stellt sich bei einer neuen Regierung die Frage, wie viel von den Programmpunkten aus dem Wahlkampf im politischen Kampf und vor allem gegen das mächtige Kapital der Wall Street in den USA umgesetzt werden kann. Wer glaubt, dass es jetzt zu einer größeren Umverteilung von Wall Street zu Main Street kommen würde, dürfte ein bisschen blauäugig sein. Bidens Mannschaft besteht aus vielen älteren Semestern, die schon unter Barrack Obama im Einsatz waren.

Außerdem spielen die Wall Street und die Kapitalmärkte in den USA eine viel dominantere Rolle als in allen anderen Industriestaaten der Welt. Es dürfte kaum Gouverneure, Senatoren und Politiker in führenden Positionen geben, die nicht auf einem großen Aktienpaket sitzen. Den Ast ansägen, auf dem man selbst sitzt? Das beste Beispiel ist doch die ehrwürdige Sprecherin der Demokraten, die bereits 80-jährige Nancy Pelosi. Wenn die Grande Dame der US-Demokraten sogar eine halbe Million Dollar für Optionen auf die Tesla-Aktie gesetzt hat, erst vor Kurzem und bereits in der Gewissheit in Regierungsverantwortung zu stehen, was werden wohl die anderen Abgeordneten in ihrem Vermögensdepots haben? Bestimmt kein gefülltes Girokonto, wie unser Finanzminister.

Ergo: Regulierungen an der Wall Street werden kommen, aber wohl immer noch mit Schonung des Aktien-Wunderlandes USA.

Wird die Biden-Regierung die Wall Street bald stärker regulieren?

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