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Indizes

DAX daily: Kräftige Gewinnmitnahmen schicken die Indizes auf Talfahrt!

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Das war ja mal ein Rutsch! War das etwa der Beginn einer Korrektur? Soviel Dynamik gen Süden haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Nachdem der Dax sogar ein Tageshoch von 13.460 erreichte und damit in Sichtweite des Allzeithochs gehandelt hat, ging es zusammen mit den US-Indizes steil bergab. Dabei hat er seine beträchtlichen Tagesgewinne komplett abgegeben und ist noch in die Verlustzone gerutscht. Zwischenzeitlich war der deutsche Leitindex wieder bis zur 13.000er Marke gefallen. Sein Tagestief hat er bei 13.004 markiert, bevor er schließlich mit einem Verlust von 185 Punkten (-1,4 %) bei 13.057 aus dem Handel gegangen ist.

Im Gegensatz zu den US-Indizes sind die Verluste im Dax noch milde ausgefallen, der Nasdaq hat dagegen einen regelrechten Mini-Crash vollzogen und lag in der Spitze sogar über 5 % im Minus. Kräftige Gewinnmitnahmen an den US-Börsen, vor allem bei den Technologieunternehmen, haben folglich eine Art Dominoeffekt ausgelöst und alle großen Indizes auf Talfahrt geschickt. Überraschend kam die Korrektur nicht, in den täglichen DAX dailys bin ich mehrfach darauf eingegangen, dass die Börsen heiß gelaufen sind und dringend eine Konsolidierung nötig haben. Zudem waren zahlreiche Indikatoren – Optionsmarkt, Put-Call-Ratio, RSI, EMAs, usw. – bereits am Anschlag, trotzdem rechnet man nicht mit solch einer Dynamik. Für die paar übriggebliebenen Bären war der gestrige Handelstag ein Ende der langen Durststrecke.

Wie geht es weiter?

Alles wieder zurück auf Start – wie zu Beginn der Handelswoche geht es erneut darum, die 13.000er Marke zu behaupten. Nach einer Korrektur von 460 Punkten im Tagesverlauf, könnte heute etwas Ruhe in den Dax einkehren. Der Schock infolge des gestrigen Absturzes muss erstmal verdaut und konsolidiert werden. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Umschichtung der heiß gelaufenen Technologiewerte hin zu defensiveren Werten fortsetzt. Hält der deutsche Leitindex die 13.000er Marke, dann sollte er folglich zu einer Erholung ansetzen und sich dabei an den Fibonacci Retracements hochhangeln. Darunter ist Vorsicht geboten, schwache US-Futures könnten den Dax weiter runterziehen.

News und fundamentale Daten

Vor wenigen Minuten wurden bereits die ersten Konjunkturdaten aus Deutschland veröffentlicht. Die Auftragseingänge in der Industrie (Jul) sind enttäuschend ausgefallen. Die Nachfrage nach industriellen Gütern ist nur um 2,8 % angestiegen (Prognose 5,0 %; vorherig 28,8 %). Zudem folgt um 9:30 Uhr noch der Einkaufsmanagerindex für das Bauwesen. Später erscheint dann der mit Spannung erwartete große US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls). Dieser dient als wichtiger Wirtschaftsindikator, da er die monatliche Veränderung der Beschäftigtenzahl ohne Angestellte in der Landwirtschaft erfasst. Zudem sehen wir zeitgleich um 14:30 Uhr auch noch die Arbeitslosenquote – die Prognose liegt bei 9,8 % Arbeitslosigkeit (vorherig 10,2 %).

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Also alles zurück auf Anfang, jetzt heißt es erstmal wieder die 13.000er Marke zu verteidigen. Setzt nach der Eröffnung eine Konsolidierung des gestrigen Rutsches ein, dann wäre das erste Ziel das 38,2 % Retracement bei 13.115. Dafür muss der Dax das vorbörsliche Hoch bei 13.070 überwinden. Der Weg zum ersten Retracement wäre dadurch frei. Allerdings könnte an dieser Stelle die Erholung schon beendet sein. Schafft der Dax es jedoch die Marke zu überschreiten, dann folgt der heutige Pivot Punkt bei 13.141. Darüber liegt im Bereich von 13.180 ein weiterer Widerstand sowie das 50 % Retracement. Wie zu Beginn der Woche rückt dann die Marke bei 13.221 wieder in den Fokus. Ein Anstieg darüber, würde den Dax zum wichtigen 61,8 % Retracement bei 13.248 bringen.

Fällt der Dax jedoch wieder unter die 13.000er Marke, dann könnte sich die Korrektur fortsetzen. Im Bereich von 12.945 liegt eine erste kleine Unterstützung, darunter folgt dann das Nachttief bei 12.902. Ein Unterschreiten führt ihn direkt in den starken Unterstützungsbereich zwischen 12.850 und 12.800. Hier liegt das Tagestief vom 01.09. die 12.850, an der die Rally zuvor startete sowie der Pivot Punkt S1 bei 12.820 und der mehrfach Boden bei 12.800. Das Bollwerk sollte dem Dax erstmal Halt geben. Darunter wartet immer noch ein offenes Gap bei 12.764.

Dax daily: Ausblick 04.09. - M15-Chart - Korrektur beendet?

Dax Unterstützungen (US):

13.004 – Tagestief 03.09.

12-945 – Punkt 2 Bodenbildung 01.09.

12.850 – Tagestief 01.09.

12.820 – Pivot Punkt S1

12.800 – mehrfach Boden

12.764 – Gap 21.08.

Dax Widerstände (WS):

13.070 – vorbörsliches Hoch

13.115 – 38,2 % Retracement

13.141 – Pivot Punkt

13.180 – Tagestief 02.09.

13.221 – Oberkante Range

13.248 – 61,8 % Retracement

13.300 – M15-Chart

 Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Indizes

Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

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am

Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

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Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

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am

Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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am

Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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