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DAX daily: Neue Allzeithochs oder der Beginn einer Korrektur?

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Das war ja mal ein Auftakt in das neue Börsenjahr. Das Jahr hat so angefangen, wie das alte beendet wurde: nämlich mit Rekorden. Der Dax hat zunächst ein neues Allzeithoch bei 13.907 Punkten erreicht, um im Anschluss 300 Punkte abzustürzen. Bis zum Nachmittag sah noch alles gut aus, der deutsche Leitindex pendelte an der Marke von 13.900 entlang, aber mit der Eröffnung der US-Börsen setzte direkt eine Verkaufswelle ein. Dabei rutschte der Dax bis zum Tagestief bei 13.647 ab. Am Ende des Tages rettet der Leitindex jedoch ein hauchdünnes Plus von 7 Punkten über die Ziellinie, der Schlusskurs lag schließlich bei 13.726 Punkten.

Gründe für den Ausverkauf gibt es mehrere: zum Beispiel einsetzende Gewinnmitnahmen nach dem Erreichen von neuen Rekordständen, die Unsicherheit der heutigen Senatswahl in Georgia, die Angst vor Unternehmenssteuererhöhungen in den USA sowie die Saisonalität, die bis zum 23.01. leicht negativ tendiert. Am Ende bleibt aber einfach die Tatsache, dass eine Korrektur längst überfällig ist. Viel spannender ist doch die Frage, ob das sogar der Beginn von etwas Größerem war? Die nächsten Tage werden uns die Antwort liefern. Fällt der Dax auch unter die 13.600 und anschließend unter die 13.445, dann dürfte sich die Korrektur weiter ausdehnen.

News und fundamentale Daten

Heute stehen ein paar Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA auf der Agenda. Zuerst wurden vor wenigen Minuten die Einzelhandelsumsätze aus Deutschland veröffentlicht. Trotz der Corona-Restriktionen sind die Daten mit 1,9% positiv ausgefallen, erwartet wurde ein Rückgang von 2% (Vormonat 2,6%). Um 9:55 Uhr erscheint dann die Veränderung der Arbeitslosigkeit sowie die Arbeitslosenquote. Am Nachmittag könnte dann nochmal Schwung in die US-Indizes und den Dax kommen, wenn um 16:00 Uhr der ISM Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe veröffentlicht wird.

Zudem finden heute die Nachwahlen in Georgia statt. Sollten die Demokraten als Sieger hervorgehen, dann könnten sie dadurch eine Pattsituation im US-Senat erreichen. Das Zünglein an der Waage wäre dann die US-Vizepräsidentin Kamala Harris. Das würde die Machtverhältnisse zugunsten der Demokraten verschieben. Folglich könnten die Entscheidungen wie zum Beispiel eine Unternehmenssteuererhöhung oder die Begrenzung der Macht der Technologieunternehmen leichter durchgesetzt werden. Dieses Szenario wäre nicht optimal für die Börsen, daher auch der gestrige Rutsch an den Aktienmärkten.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Nachdem der Dax gestern 300 Punkte gefallen ist, konnte er eine Erholung vom nachbörsliches Tief bei 13.592 starten. Diese hat ihn zunächst zum Nachthoch bei 13.730 geführt. Um die Erholung fortzusetzen, gilt es nun die 13.730 zu überwinden. Gelingt der Ausbruch, dann folgt die nächste Widerstandszone zwischen 13.777 (161er Ext.) und 13.795 (ex ATH). An der 13.795 liegt auch das 61,8% Retracement der gestrigen Abwärtsbewegung, erst ein Anstieg darüber würde das Bild wieder aufhellen. Oberhalb der 13.800 könnte es nochmal zum Rekordhoch bei 13.907 gehen.

Es besteht jedoch die Gefahr, dass der Dax eine Bärenflagge ausbildet. Das bedeutet, dass die Erholung in dem Bereich zwischen 13.730 und 13.795 bereits zu Ende geht und anschließend die Abwärtsbewegung wieder aufgenommen wird. Unterhalb von 13.730 bleibt der Dax anfällig für Korrekturen. Eine erste Unterstützung befindet sich im Bereich des gestrigen Tagestiefs bei 13.647. Fällt der Dax darunter, dann dürfte das nachbörsliche Tief bei 13.592 getestet werden. Ein Bruch des Tiefs könnte den Abwärtsdruck nochmal erhöhen. Bei 13.502 liegt die 161er Extension vom Top (13.907). Darunter folgt die massive Unterstützungszone bei 13.445. Diesen Bereich sollten die Bullen halten, ansonsten droht eine Fortsetzung der Korrektur in den nächsten Tagen. Bisher sehen wir im Stundenchart ein Doppeltop bei 13.900, ein Rutsch unter die 13.600 könnte die Topbildung bestätigen.

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Dax daily: Tagesausblick 05.01. - H1-Chart - Beginn einer Korrektur?

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.874 – Pivot Punkt R1

13.733 – Pivot Punkt

13.547 – Pivot Punkt S1

Dax Unterstützungen (US):

13.647 – Tagestief 04.01.

13.601 – Gap 28.12.

13.502 – 161,8% Extension (13.907)

13.445 – vormals WS-Zone

13.397 – Punkt 1 Bodenbildung (H4)

13.330 – ex Seitwärtsrange

Dax Widerstände (WS):

13.730 – Nachthoch

13.777 – 161,8% Extension (13.592)

13.795 – ex Allzeithoch

13.907 – Tageshoch 04.01.

13.966 – 161,8 % Extension (13.048)

14.000 – psychologische Marke

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Indizes

Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

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Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

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am

Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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am

Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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