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DAX daily: Noch ist das Bild unklar in welche Richtung es geht

Stefan Jäger

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am

Noch ist die Richtung nicht entschieden. Der Dax hat aber ein erstes Zeichen gesetzt und gestern einen ausgezeichneten Wochenstart hingelegt. Dementsprechend ist er mit einem Gap von 240 Punkten in den Tag gestartet. Im Laufe des Handels kam es dann zu einer Konsolidierung. Sein Tageshoch hat der Dax direkt nach Eröffnung bei 12.842 markiert. Das Tagestief wurde bei 12.655 eingebucht. Schließlich ist er mit einem Zugewinn von 205 Punkten (1,64%) bei 12.733 aus dem Handel gegangen. Trotz des guten Auftakts, ist das Bild noch nicht klar in welche Richtung der Dax geht.

Angetrieben wurde der Dax durch den Kaufrausch an den chinesischen Aktienmärkten. Allerdings gibt es keine richtige konjunkturelle Begründung dafür. Scheinbar haben Staatsmedien dazu aufgerufen in die Aktienmärkte zu investieren. Hier mehr dazu in einem Video von Markus Fugmann. Für heute und die nächsten Handelstage bleibt der Bereich bei 12.900 bis 13.000 weiterhin das Ziel. Hier liegt dann aber auch eine große Hürde, die der Dax höchstwahrscheinlich nicht direkt nehmen kann.

News und fundamentale Situation

Der gestern veröffentlichte ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen (Jun) hat mit 57,1 die Erwartungen (50,1) deutlich geschlagen. Das konnte die US-Indizes und den Dax trotzdem nicht antreiben. Ganz im Gegenteil, mit der Veröffentlichung hat eine Konsolidierung eingesetzt – ganz nach dem Motto „sell on good news“.

Heute Morgen um 8:00 Uhr wurden bereits die Daten zur Industrieproduktion (Mai) bekannt gegeben. Diese sind mit einem Anstieg von gerade einmal 7,8% schlechter als erwartet (10%) ausgefallen. Das bedeutet, dass die Industrie weiterhin hinterherhinkt und sich nur langsam erholt.  Am Nachmittag um 16:00 Uhr folgen zudem noch die US-JOLTs Stellenangebote (Mai).

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Am heutigen Tag ist die Frage, ob der Dax die Konsolidierung von gestern fortsetzt oder weiter in Richtung 12.913 läuft. Eine Dreiviertelstunde vor Eröffnung handelt der Dax bei 12.660. Damit liegt er ein gutes Stück unter seinem gestrigen Schlusskurs (12.733). Diesen muss er überwinden, um die Ziele auf der Aufwärtsseite anzulaufen. Der nächste Widerstand folgt bei 12.780. Darüber liegt dann das vorbörsliche Hoch bei 12.815 und das gestrige Tageshoch bei 12.842. Schafft es der Dax diese Hürde zu nehmen, ist der Weg bis zur 12.913 frei. Hier wartet dann ein starker Widerstandsbereich auf ihn.

Vorbörslich sieht es eher so aus, als ob der Dax runter möchte. Die gerade veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion haben ihn zurückgeworfen. Schafft es der Dax nicht den heutigen Pivot Punkt bei 12.730 zurückzuerobern, dann könnte die Konsolidierung fortgesetzt werden. Eine erste Unterstützung liegt im Bereich des gestrigen Tagestiefs bei 12.655. Hier sollte eine Gegenreaktion erfolgen. Ein Bruch könnte den Abwärtsdrang nämlich beschleunigen und ihn in Richtung 12.550 sowie 12.488 führen. Die Marke bei 12.440 bleibt wichtig und sollte aus Sicht der Bullen verteidigt werden. Schaffen sie es nicht, dann geht es zurück in die Range. Hier ist der Bereich bei 12.330 entscheidend.

Dax Unterstützungen (US):

12.655 – Tagestief 06.07.

12.550 – 30-Minutenchart

12.488 – 76,4 % Erholung

12.440 – oT Seitwärtsrange

12.370 – Tagestief 02.07.

Dax Widerstände (WS):

12.680 – 15-Minutenchart

12.730 – Pivot Punkt

12.815 – vorbörsliches Hoch

12.842 – Tageshoch 06.07.

12.913 – Juni Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Dax daily: Noch ist das Bild unklar in welche Richtung es geht

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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am

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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am

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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