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DAX daily: Ob der Dax richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht

Stefan Jäger

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Ist die gestrige Erholung im Dax gerechtfertigt? Ob der Dax richtig steht, sehen wir, wenn das Licht an den der Wall Street angeht. Trotz oder vielleicht gerade weil die US-Börsen gestern geschlossen waren, hat der Dax seine Erholung fortgesetzt. Während eines trägen Handels hat sich der Dax an seinen Marken nach oben gehangelt. Der deutsche Leitindex konnte nach den jüngsten Verlusten nicht nur die 13.000er Marke zurückerobern, sondern auch noch über die 13.100 ansteigen. Das Tagestief lag am gestrigen Morgen noch bei 12.920, danach ging es bis zum Tageshoch bei 13.117 stetig aufwärts. Schließlich hat der Dax mit einem Aufschlag von 257 Punkten (+2,01 %) bei 13.100 den Handel beendet. Damit hat er den gesamten Tagesverlust von Freitag bereits mehr als wettgemacht.

Die Dax-Anleger haben scheinbar schon den Donnerstag im Blick und hoffen auf die lockere Geldpolitik der EZB. Folgt die Europäische Zentralbank dem Beispiel der Fed und beschließt eine neue Zielausrichtung der Geldpolitik? Dadurch könnte der Euro schwächeln, was wiederum der Wirtschaft einen Schub verleiht.

News und fundamentale Daten

Viel zu sagen gibt es zu dem gestrigen Handelstag nicht. Es gab weder interessante Konjunkturdaten, noch gab es entscheidende News. Nichtsdestotrotz hat Markus Fugmann das wichtigste vom gestrigen Tag in einem Video zusammengestellt. Zumindest stehen für heute ein paar mehr Konjunkturdaten auf der Agenda.

In der Nacht wurde bereits das Bruttoinlandsprodukt (Q2) der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt aus Japan veröffentlicht. Das BIP liegt bei -7,9 % und ist damit etwas weniger schlimm als erwartet (-8,1 %) ausgefallen. Vor wenigen Minuten erschien zudem die Handelsbilanz (Jul) aus Deutschland. Als Export-Nation achtet man genau auf die Entwicklung, der Überschuss lag diesmal bei 18B, also höher als die erwarteten 16B. Zuletzt sehen wir um 11:00 Uhr noch das Bruttoinlandsprodukt (Q2) aus der Eurozone.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax hat sowohl die 13.000er Marke als auch die 13.100 zurückerobert. Ob der Alleingang berechtigt war, stellt sich raus, wenn die US-Börsen zurückkommen und damit das Handelsvolumen ansteigt. Zwar konnte der Dax in der Nacht sogar bis zur 13.158 ansteigen, aber dennoch liegt er vorbörslich noch darunter. Diesen Widerstand muss er überwinden, um weitere Ziele auf der Oberseite abzuarbeiten. Über das Nachthoch bei 13.158 gelangt er zur 200 % Extension bei 13.171. Darüber liegt das wichtige 61,8 % Retracement bei 13.188. An dieser Stelle sollte sich der weitere Verlauf entscheiden. Ein nachhaltiger Anstieg darüber wäre vorerst ein Ende der Korrektur. Danach folgt dann der Widerstand bei 13.221, an dem der Dax bereits mehrfach gescheitert ist. In kurzen Abständen folgen dann noch die 13.235 (PP R1) und die 13.258 (261,8 % Extension). Durchbricht der Dax diese Mauer, dann ist der Weg zur 13.300 frei. Darüber liegt noch der Pivot Punkt R2 bei 13.347.

Scheitert der Dax allerdings an einem der Widerstände, dann könnte er den Rückwärtsgang einlegen. An den beiden letzten Handelstagen der vorherigen Woche war der Dax zuerst auch jedes Mal gen Norden unterwegs, bevor ihn die US-Börsen am Nachmittag nach unten gezogen haben. Passiert das erneut? Eine erste Unterstützung befindet sich bei 13.086. Schafft es der Dax nicht von hier wieder anzusteigen, dann folgt ein starker Unterstützungsbereich zwischen 13.025 (heutiger PP) und der 13.000er Marke. Fällt der deutsche Leitindex darunter, dann könnten die Bären wieder das Ruder übernehmen. Über die 12.974 könnte es zum Unterstützungsbereich bei und um 12.914 (PP S1) gehen. Dreht der Dax dort nicht nach oben ab, dann folgen weitere Halte-Marken bei 12.850 und 12.810.

DAX daily: Tagesausblick 08.09. - M30-Chart

Dax Unterstützungen (US):

13.086 – 138,2 % Extension

13.025 – Pivot Punkt

13.020 –  38,2 % Retracement

13.000 – neuralgischer Punkt

12.974 – 61,8 % Extension

12.920 – Tagestief 07.09.

12.914 – Pivot Punkt S1

12.850 – Stundenchart

Dax Widerstände (WS):

13.158 – Nachthoch

13.171 – 200 % Extension

13.188 – 61,8 % Retracement

13.221 – Ex Doppeltop

13.235 – Pivot Punkt R1

13.258 – 261,8 % Extension

13.300 – mehrfacher WS + US

13.347 – Pivot Punkt R2

 Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Wall Street vor US-Wahlen: Was machen die Aktienmärkte?

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am

Durch den Anstieg bis über den Widerstand bei 3.494 Punkten (0.76-Retracement) konnte der marktbreiteste Index der Wall Street, der S&P 500, die jüngste Prognose exakt nachvollziehen. Die an den letzten Tagen angelaufene Korrektur verfügt noch nicht über die in Erwartung gestellte Ausdehnung. Hierüber ist indes noch nicht das letzte Wort gesprochen, wenngleich eine Dramatisierung der Ausgangslage nicht zu erwarten ist. Die jüngsten Bewegungen stellen die erste Phase einer größeren Bodenbildungsphase dar. Im Chart habe ich diese Option lediglich angedeutet.

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Ausblick für den S&P 500, den Leitindex S&P 500:

Hervorgerufen durch das mehrfache Überschreiten des 0.76-Retracements (3.494 Punkte) konnte der S&P 500 die erste Unterwelle (i) der übergeordneten Welle (C; nicht dargestellt) ausbilden. Der regelkonforme Abschluss dieser Welle ist noch ausstehend, denn erst durch eine Korrektur (ii), wie diese im Chart dargestellt ist, würde dieser Schritt begangen. Resultierend daraus ist für die sich anschließenden Tage von einem schwächelnden Chartverlauf der Wall Street insgesamt auszugehen. Mit dem Anlauf an das 0.76-Retracement (3.286 Punkte) habe ich im Chart das maximale Ausmaß dieser Korrektur dargestellt.

Der Leitindex der Wall Street, der S&P 500

Aller Voraussicht nach wird sich der Trendverlauf bei Weitem nicht so massiv einstellen. Im Umkehrschluss sollte ein Bruch dieser Supportline vermieden werden, um das beschriebene Szenario nicht in Erklärungsnöte zu versetzen. Das endgültige Aus, für den seit Monaten laufenden Aufwärtstrend, würde indes erste ein eventueller Bruch des 1.62-Retracements (3.178 Punkte) in die Wege leiten.

Fazit:

Die momentane Verfassung präsentiert sich vielleicht etwas schlechter, als es gerechtfertigt wäre. Ein erneutes Signal ist noch nicht in Sichtweite..

Dow Jones, der älteste Index der Wall Street:

Der dienstälteste Aktienindex der Wall Street, ja sogar der Welt konnte mit der Performance, welche sich an den zurückliegenden beiden Wochen eingestellt hat, die jüngste Prognose hinreichend genau nachvollziehen. Dadurch bestärkt, habe ich das bisherige Szenario unverändert belassen und lediglich der aktuellen Entwicklung Rechnung tragend, Anpassungen vorgenommen. Dennoch sollte der Index mit Argusaugen betrachtet werden, denn die aktuelle Konstellation deutet nicht darauf hin, dass eine neue weittragende Rallye unmittelbar bevorsteht. Die Charts zeigen das.

Ausblick für den Dow Jones:

Der Schlusskurs des Dow Jones über 28.547 Punkte (0.76-Retracement) verleiht dem aktuellen Geschehen einen positiven Ausblick, sodass die Titulierung mit Welle (1) durchaus zu rechtfertigen ist. Die aktuell laufende Korrektur dient demzufolge der Ausbildung der ultimativen Welle (2). Mit dem 0.76-Retracement (27.089 Punkte) liegt die maximale Grenzlinie für Welle (2) in überbrückbarer Entfernung, wenngleich eine „2“ diese Linie nur relativ selten anläuft. Die Performance der folgenden Tage wird sich daher im Zeichen der Korrektur darstellen.

Der Dow Jones, der älteste Index der Wall Street

Eine stärkere Ausbildung der Korrektur, hin zu einer regelverletzenden Bewegung, ist dennoch nicht zu erwarten. Nach Abschluss von Welle (2) wird sich der Dow Jones wie auch die anderen Indizes der Wall Street wieder emporschrauben können und aller Voraussicht nach zu einem neuen Allzeithoch führen. Der Startschuss für diese Rally fällt mit einem erneuten Überschreiten der 0.76-Linie (28.547 Punkte) und kann eine hohe Dynamik zur Folge haben. Größere Gefahren würde sich erst unterhalb der 0.76-Linie (27.089 Pkt.) einstellen.

Fazit:

Die aktuelle Verfassung lässt auf eine Fortsetzung des seit März laufenden Aufwärtstrends der Wall Street schließen. Dennoch bleiben Unsicherheiten, welche auch eine seitliche Performance begünstigen..

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Rüdiger Born

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