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Dax daily: Party Time – setzt sich die gestrige Party fort?

Stefan Jäger

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am

Am gestrigen Dienstag hat der Dax seine Erholung fortgesetzt. Es scheint fast so als wäre wieder Party-Stimmung an den Märkten. Zumal der Dax duch das gestrige Aufwärtsgap nun auch eine bullische Insel hinterlassen hat. Sein Tageshoch markierte er bei 12.434. Damit hat er schon mal die 61.8% Erholung (12.416) getestet. Halten konnte er die Marke zwar nicht, ist aber trotzdem mit einem Plus von 3,39% (404 Punkten) bei 12.315 aus dem Handel gegangen. Es ist schon erstaunlich, wie einfach sich die Märkte manipulieren lassen. Mit einer recycelten Nachricht aus dem März – Fed kauft direkt Unternehmensanleihen – hat Powell den Märkten, mit perfekten Timing, wieder Mut gemacht. Alles sah nach einem bärischen Szenario aus – aber Pustekuchen.

Den Bären bleibt dennoch eine Chance. Sofern der Dax die 61,8% Erholung bei 12.416 nicht nachhaltig überwindet, besteht weiterhin die Gefahr einer zweiten Korrekturwelle. Letztendlich muss der Dax auch das Bärische-Insel-Gap bei 12.530 schließen, um wieder in den Long-Modus überzugehen.

Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass am kommenden Freitag großer Verfallstag ist – hier die aktuelle Open-Interest Positionen. Das heißt, dass im Dax noch viel passieren kann – in beide Richtungen. Stand heute, liegt der bestmögliche Abrechnungspreis für die Stillhalter auf der 12.000. Sobald der Kurs aber deutlich von der 12.000er Marke abweicht, müssen die Stillhalter ihre Positionen hedgen. Dadurch könnte sich die entsprechende Richtungsbewegung noch verstärken.

News und fundamentale Situation

Am Dienstag hat die Hoffnung auf weitere US-Staatshilfen die Stimmung der Anleger aufgehellt und den Dax kräftig angetrieben. Zudem gab es Rückendeckung seitens der Notenbanken und Jerome Powell. Sogar die wachsenden Corona-Sorgen konnten die optimistische Stimmung nur kurzzeitig bremsen. Einerseits hat sich die Zahl der Infizierten nach dem Virusausbruch in Peking erhöht. Auf der anderen Seite sehen wir ansteigende Zahlen bei den Neuinfektionen in einigen US-Bundesstaaten. Hier mehr zur Coronakrise in den USA.

Für den heutigen Tag stehen ein paar interessante Konjunkturdaten auf der Agenda. Los geht es mit dem Verbraucherpreisindex (Mai) der Euro Zone um 11:00 Uhr. Es folgen die US-Baugenehmigungen (Mai) um 14:30 Uhr und die US-Rohöllagerbestände um 16:30 Uhr. Abschließend gibt Herr Powell mal wieder eine Stellungnahme um 18:00 Uhr ab.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Vorbörslich ist bisher nicht viel passiert. Der Dax handelt eine Stunde vor Eröffnung nahe seines Schlusskurses bei 12.330. Genau wie gestern wäre es für die Bullen wichtig, wenn sich der Kurs über der SMA200 (12.150) etabliert. Die nächsten Widerstände liegen bei 12.330 und die 12.416 (61,8% Erholung). Der Dax bewegt sich in einer Range zwischen 12.150 und 12420. Hier sollte sich entscheiden, ob der Dax den Durchbruch nach oben schafft oder wieder in die Korrektur übergeht. Um den Trend auf long umzukehren, muss der Dax zusätzlich das Insel-Gap bei 12.530 schließen. Bis dahin besteht weiterhin die Gefahr eines erneuten Abrutschens. Unterstützungen befinden sich an der SMA200 und der psychologischen Marke von 12.000.

Unterstützungen (US):

12.150 – SMA200 Tageschart

12.100 – 38,2% Retracement

12.000 – psychologische Marke

11.875 – 30-Minutenchart

Widerstände (WS):

12.330 – 15-Minutenchart

12.416 – 61,8% Retracement

12.488 – 76,4% Erholung

12.530 – Insel-Gap vom 10.06.

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Party Time - geht die Party weiter?

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Finanznews

Aktienmärkte: Die Wette, dass teure Aktien noch teurer werden! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute mit dem typischen Montags-Optimismus, der dann jedoch weitgehend verpuffte (Nasdaq drehte sohgar ins Minus). Derzeit sitzen alle im selben Boot: Rekord-Zuflüsse in Aktien, Rekord-Abflüsse aus US-Staatsanleihen und Gold. Jim Bianco hat es so formuliert: die Aktienmärkte wetten darauf, dass extrem teure Aktien noch teurer werden. Und das gilt ja nicht nur für die großen US-Tech-Werte, sondern vor allem auch für Energie-Aktien (KGV von 30, wenn durch Impfstoff hohe Gewinnerwartungen eintreffen) und den Sektor Health Care. Selbst wenn also alles gut geht und mit einem Impfstoff dann Mitte 2012 alle Probleme mit dem Coronavirus erledigt wären, starten die Aktienmärkte von einer historisch extrem hohen Bewertung (in fast allen Bereichen in der obersten Percentile). Das kann funktionieren – muß aber nicht..

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Dax: Hohe Selbstsicherheit, Kaufbereitschaft und Optimismus!

Stephan Heibel

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Das Anlegersentiment gegenüber dem Dax hat die Verunsicherung der Corona-Pandemie mit der Vorstellung des Impfstoffes hinter sich gelassen. Auch die anderen Stimmungsindikatoren zeigen letzte Woche sehr konstruktive Entwicklungen.

“Seitwärtskonsolidierung” nennt man das an der Börse: Nach einem kräftigen Kurssprung infolge der Impfstoffmeldung von vor 14 Tagen war eigentlich zu erwarten, dass der Kurssprung “konsolidiert” wird, also zu einem Teil wieder abgegeben wird. In einer solchen “Verschnaufpause” sind die Kurse meist leicht rückläufig, geben beispielsweise ein Drittel des Kurssprungs wieder ab.

Doch in der abgelaufenen Woche konnte sich der DAX auf dem hohen Niveau, das er durch den Kurssprung erreicht hat, halten. Innerhalb der 30 DAX-Unternehmen gibt es natürlich dann reichlich Bewegung. Die Vorstellung des Impfstoffs hat die Finanzmärkte nachhaltig verändert: Unternehmen, die zuvor noch aussichtsreich aussahen, müssen plötzlich um ihre Zukunft bangen – und umgekehrt: Unternehmen, die zu den Corona-Verlierern zählen, sehen plötzlich ein Licht am Ende des Tunnels.

So gab es in der abgelaufenen Woche nicht nur Gewinner unter den Anlegern, sondern auch einige, die noch in den “falschen” Aktien gefangen sind. Wenngleich das Licht am Ende des Tunnels sichtbar ist, so kann es zwischenzeitlich dennoch zu großen Schmerzen kommen. Entsprechend ist die Anlegerstimmung letzte Woche auf 0,8 (zuvor 3,1) deutlich zurück gekommen. Aber immerhin ist nun ein Weg aus der Krise vorgezeichnet und Anleger wissen, wie sie sich positionieren wollen. Das steigert die Selbstzufriedenheit, die mit einem Wert von 1,0 den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht. Seit dem Coronacrash dominierte Verunsicherung unter den Anlegern. Kein Wunder, solange man mitten in einer Pandemie steckt und ein Ende noch nicht absehbar ist.

Mag sein, dass das Licht noch 6-9 Monate entfernt ist, aber die Aktienbörsen blicken ja gerne mal 6-9 Monate in die Zukunft, wie Sie wissen. So ist die Zukunftserwartung gegenüber dem Dax auf 5,4 gestiegen. Wir messen somit den größten Optimismus des Jahres. Die Investitionsbereitschaft verbleit mit einem Wert von 3,5 auf hohem Niveau und stellt somit eine gute Unterstützung für das aktuell hohe Kursniveau dar. Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -4 eine leichte Absicherungsneigung. Ganz ähnlich sieht es bei den institutionellen Anlegern aus, die sich über die Eurex absichern. Das Put/Call-Verhältnis ist auf 2,8 angesprungen und zeigt großes Interesse an Put-Absicherungen.

In den USA notiert das Put/Call-Verhältnis weiterhin auf niedrigem Niveau und zeigt weiterhin starkes Interesse an Call-Optionen. Anleger sind dort also überwiegend bullisch positioniert. So auch die US-Fondsmanager, die mit einer Investitionsquote von 106% unterwegs sind: Über Optionen haben sie ihre Spekulationen auf steigende Kurse sogar auf über 100% ihres verfügbaren Kapitals gehobelt. Abenteuerlich, aber nicht selten. US-Privatanleger sind weiterhin bullisch gestimmt, das Bulle/Bär-Verhältnis ist gegenüber der Vorwoche zwar deutlich zurückgekommen, aber mit +18% nach wie vor stark bullisch. So bullisch, wie seit Mitte Februar nicht mehr. Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 65% leichte Gier an, ich würde das aber noch als neutral bezeichnen.

Dax: Interpretation des aktuellen Sentiments

Ja, da ist sehr viel Optimismus im Markt, doch von einer Überhitzung sind wir noch weit entfernt. Wir haben diese Woche gesehen, dass Euphorie infolge der Impfstoffmeldung auch abgebaut werden kann, ohne dass die Aktienmärkte in voller Breite einbrechen. Im Gegenteil, das Anlegersentiment ist auf ein sehr konstruktives Niveau zurückgekommen, ohne dass der Aktienmarkt Federn lassen musste.

Wir befinden uns in einer Phase, in der zwar noch Ungewissheit über den genauen Verlauf der kommenden Wochen und Monate besteht, doch bis Mitte 2021 sollten die größten Probleme, US-Präsidentschaftsübergabe sowie Corona-Pandemie, gelöst sein. Somit sind zwischenzeitliche Rücksetzer an den Aktienmärkten Kaufgelegenheiten.

Da das so klar ist, wird in diesen Tagen bereits der kleinste Rücksetzer gekauft. Einen nennenswerten Rücksetzer gibt es kaum, vor allem nicht beim Dax. Vielmehr nehmen sich Anleger Zeit für die Rotation raus aus den Corona-Gewinnern und rein in die konjunktursensiblen, zyklischen Aktien.

Nun ist die Frage, wer zuerst die Nerven verliert: Diejenigen, die unbedingt zyklische Aktien ins Depot holen müssen und die, denen die Kurse weglaufen? Das könnte zu einer Kaufpanik führen, die den DAX weiter in die Höhe treibt. Oder aber diejenigen, die sich zuvor noch aus ihren Corona-Gewinnern verabschieden müssen, die dazu aber nicht mehr die gewünschten, hohen Kurse bekommen. Wenn diese Positionen auf den Markt geworfen werden, könnte der gesamte Aktienmarkt vorübergehend nochmals in die Knie gehen.

Bis auf weiteres haben wir wohl eine Patt-Situation. Cash, das durch verkaufte Corona-Gewinner im Portfolio landet, dürfte schleunigst wieder in zyklische Aktien eingesetzt werden.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie haben wir eine hohe Selbstsicherheit und Kaufbereitschaft, so dass der Druck derzeit eher für steigende Kurse sorgen dürfte. Dieser leichte Aufwärtstrend, der sich daraus bilden könnte, dürfte stärker ins Gegenteil umschlagen, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintreten sollte.

Sprich: Wir haben eine starke Unterstützung und tendenziell leicht steigende Kurse, es gibt jedoch noch genügend Positionen in den Portfolios der Anleger, die panisch auf den Markt geworfen würden, wenn ein überraschend negatives Ereignis eintritt.

 

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Investoren im Dax zeigen eine hohe Selbstsicherheit

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage bei Dax und Nasdaq – dazu die UBER-Aktie

Rüdiger Born

Veröffentlicht

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Im folgenden Video werfe ich direkt am Chart einen aktuellen Blick auf die Lage bei Dax und Nasdaq. Und ich schaue mir die UBER-Aktie an.

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie auch meine gestrige ausführlichere Marktanalyse.

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