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DAX daily: Tages- und Wochenausblick – Konjunkturdaten im Fokus

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Eine spannende Handelswoche steht uns im Dax bevor, dabei liegt der Fokus auf den Konjunkturdaten. Rückblickend konnte sich der deutsche Leitindex am Freitag nur mit Mühe und Not über der wichtigen 13.000er Marke halten. Zwischenzeitlich rutschte er bis zum Tagestief bei 12.951 ab, ehe er sich wieder erholt hat. Zum Wochenschluss haben die Anleger Vorsicht walten lassen und den Handelstag schließlich mit einem Minus von 63 Punkten (-0,48 %) bei 13.033 beendet. Auf Wochensicht konnte der Dax dennoch ein gutes Plus von 2,1 % ins Ziel retten. Ein großer Belastungsfaktor für die deutschen Exporte ist derzeit der starke Eurokurs, dies wirkt sich folglich auch auf den Leitindex aus. Der Euro notiert nur knapp unter der Marke von 1,20 US-Dollar. Die Anleger deuten den Strategiewechsel der Fed als Signal dafür, dass die extrem lockere Geldpolitik noch länger als bisher erwartet beibehalten wird.

In dieser Woche könnten die Konjunkturdaten für Impulse in die eine oder andere Richtung sorgen. Die beiden neuralgischen Marken von 13.000 und 13.220 sollte man dabei im Auge behalten, sie sind nämlich entscheidend für den weiteren Verlauf. Ein nachhaltiges zurückfallen unter die runde Marke würde Ziele auf der Unterseite bei 12.800 und 12.520 ergeben. Andererseits könnte ein Überschreiten der 13.220 den Dax zum Juli Hoch (13.313) und höher führen – zum Beispiel 13.402 der 423,6 Extension oder dem statistischen Ziel eines Dreiecks bei 13.593.

Zwar steht die Börsen-Ampel aktuell noch auf grün, dennoch denke ich, dass in den kommenden Wochen eine etwas größere Korrektur ansteht. Die großen Indizes wie der S&P500 und der Nasdaq sind derzeit so weit entfernt von ihren gleitenden Durchschnitten, demnach sollte hier eine Angleichung erfolgen. Zudem ist das Gros der Anleger momentan auf der Longseite positioniert, was wiederum das Anstiegspotenzial begrenzt.

News und fundamentale Daten

Der festgelegte Strategiewechsel der Fed könnte die ohnehin schon überhitzten und von der Realwirtschaft abgekoppelten Märkte weiter befeuern und die Fed-Blase stetig wachsen lassen. Das zeigt sich deutlich an der ohne Verschnaufpausen laufenden Rally an den US-Börsen, wodurch der Dax faktisch Unterstützung erhält. Auch heute steht die US-Geldpolitik im Blickpunkt, wenn der Fed-Vizechef Richard Clarida spricht. Er könnte weiterführend auf die Aussagen von Powell eingehen und die Märkte dadurch beeinflussen. Zudem erscheinen diese Woche wichtige neue Konjunkturdaten. Los ging es bereits mit den Einkaufsmanagerindizes aus China. Diese wurden zuvor veröffentlicht und sind im Dienstleistungssektor besser als erwartet ausgefallen. Um 14:00 Uhr folgt noch der Verbraucherpreisindex (Aug) aus Deutschland. Um 15:00 Uhr spricht dann schließlich das FOMC-Mitglied Clarida.

Am Dienstag geben diverse Einkaufsmanagerindizes aus den USA und Deutschland Anhaltspunkte über die Stimmungslage in der jeweiligen Wirtschaft. Darüber hinaus sehen wir die Veränderung der Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosenquote aus Deutschland. Am Mittwoch folgen dann die deutschen Einzelhandelsumsätze (Jul) und ADP Beschäftigungsänderung (Aug) aus den USA. Die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten werden am Donnerstag veröffentlicht, ebenso wie der viel beachtete US-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen. Zuletzt sehen wir am Freitag die Auftragseingänge der Industrie (Jul) aus Deutschland. Zudem liegen am Freitag die Daten der US-Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Aug) und die US-Arbeitslosenquote vor. Was für eine vollgepackte Woche mit Konjunkturdaten demzufolge kann es zu hoher Volatilität in den US-Indizes und dem Dax kommen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Zum Wochenstart könnte der Dax direkt mit einem Aufwärts-Gap in den Handel starten. Positive Konjunkturdaten aus China lassen Anleger bei Aktien weiter zu greifen. Während der Asienrampe ging es bereits bis zur 13.154 hoch, der Freitags-Schlusskurs liegt bei 13.033. Bei der Eröffnung bleibt abzuwarten, ob der Dax direkt weiter ansteigt oder vorher das Gap schließt. Als erste Unterstützungen dienen die 13.092 und der heutige Pivot Punkt bei 13.067. Von hier aus könnte der Dax wieder den Weg gen Norden einschlagen. Findet er keinen Halt, dann sollte er das Gap bei 13.033 schließen und gegebenenfalls an dieser Stelle erneut ansteigen.

Die erste Hürde auf der Oberseite liegt demnach beim vorbörslichen Hoch 13.154. Danach folgt der nächste Widerstand bei 13.187 (PP R1), bevor er die neuralgische Marke bei 13.221 erreicht. Schafft er es nachhaltig darüber anzusteigen, dann geht es über die 13.270 bis zum Juli-Hoch bei 13.313 und eventuell noch höher. Auf der anderen Seite könnte die wichtige Marke bei und um 13.000 wieder in den Fokus rücken, wenn der Dax das Gap von Freitag schließt. Ein Unterschreiten der runden Marke könnte ihn zum Freitags-Tief bei 12.951 bringen. Darunter liegt direkt der Pivot Punkt S1 bei 12.945. Sollte der Dax hier keinen Halt finden, dann folgt auch noch das 61,8 % Retracement bei 12.871. An dieser Stelle muss dann erneut eine Richtungsentscheidung fallen.

DAX daily: Tagesausblick 31.08. M15-Chart – Konjunkturdaten im Fokus

Dax Unterstützungen (US):

13.092 – 15-Minutenchart

13.067 – Pivot Punkt

13.010 – 4-fach Boden

12.951 – Tagestief 28.08.

12.945 – Pivot Punkt S1

12.871 – 61,8 % Retracement

12.825 – Pivot Punkt S2

12.800 – mehrfach Boden

12.764 – Gap 21.08.

Dax Widerstände (WS):

13.154 – vorbörsliches Hoch

13.187 – Pivot Punkt R1

13.221 – Oberkante Range

13.270 – Fibo Extension

13.313 – Juli-Hoch

13.402 – 423,6 % Extension

13.593 – stat. Ziel Dreieck

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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