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DAX daily: Unterhalb von 14.000 könnte der Dax Federn lassen

Nach dem erfolgreichen Jahresauftakt hat sich der Dax zum Wochenstart schwächer präsentiert und rutschte dabei wieder unter die Marke von 14.000 Punkten. Damit hat er sich von seinem Rekordhoch bei 14.131 ein Stück entfernt. Ein möglicher Auslöser für die Schwäche waren einsetzende Gewinnmitnahmen. Aufgrund der steigenden US-Zinsen gibt es für Investoren wieder eine echte Alternative zu Aktien. Die Rendite für 10-jährige US-Anleihen ist gestern auf 1,129% gestiegen. Für die Aktienmärkte sind steigende Anleihen bekanntlich Gift, daher machen sich Aktienanleger berechtigte Sorgen, dass die Renditen für die Staatsanleihen zukünftig weiter steigen.

Sollten die Anleihen nämlich weiter in dem Tempo anziehen, dann dürfte das die Aktienmärkte unter Druck bringen. Die Aussicht auf eine noch expansivere Fiskalpolitik unter Joe Biden erhöht die Inflationserwartung, weshalb die Kapitalmarktzinsen steigen. Von seinem Tagestief bei 13.806 konnte sich der deutsche Leitindex zunächst erholen, ging aber mit einem Verlust von 112 Punkten (-0,8%) bei 13.936 aus dem Handel. Kurzfristig sind zwei Marken im Dax entscheidend. Einerseits die 13.800, ein Rutsch darunter würde weiteres Abwärtspotenzial eröffnen, andererseits die 14.000, oberhalb der runden Marke wäre eine Topbildung erst einmal abgewehrt.

News und fundamentale Daten

Auf der heutigen Agenda stehen keine Wirtschaftsdaten aus Deutschland, aber dafür erscheinen ein paar interessante US-Daten. Den Auftakt macht um 13:00 Uhr der kurzfristige Energieausblick (STEO) von der Energy Information Administration (EIA). Die monatlichen Prognosen und Marktanalysen für die wichtigsten Energieträger sind besonders für Händler von Rohöl-, Erdölprodukten und Erdgas interessant. Danach werden um 16:00 Uhr die JOLTs Stellenangebote für November veröffentlicht. Später folgen um 22:30 Uhr noch die aktuellen API-Rohöllagerbestände.

Die Bilanzsaison nimmt zwar erst ab Freitag so richtig Fahrt auf, ungeachtet dessen hat das Softwareunternehmen TeamViewer bereits gestern seine Bücher geöffnet. Der Geschäftsbericht hat alles andere als enttäuscht, dennoch musste die Aktie 3,77% abgeben. Im vierten Quartal übertraf der Fernwartungsspezialist die eigenen Ziele für das Gesamtjahr 2020 leicht. Die Erwartungen an die Stay-at-Home-Aktien sind aber hoch, daher haben viele Anleger die Zahlen genutzt, um Kasse zu machen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im frühen Handel notiert der Dax leicht im Plus. Nach den Abgaben von über 300 Punkten vom Rekordhoch hat sich der Dax zunächst wieder stabilisiert. Damit nicht der nächste Rutsch erfolgt, müsste die Marke von 14.000 zurückerobert werden. Ein nachhaltiger Anstieg über 14.000 setzt weiteres Aufwärtspotenzial bis in die Widerstandszone bei 14.095/115 frei. Ein Ausbruch darüber könnte zu neuen Rekordhochs führen.

Unterhalb von 14.000 bleibt der Dax jedoch gefährdet. Es könnte noch eine zweite Abwärtswelle folgen, die den Dax in den Bereich bei 13.600 führt. Dafür müsste der Kurs aber das gestrige Tief bei 13.800 unterschreiten. Zunächst ist der Dax an der Zone bei 13.915/900 unterstützt, demnach könnte der Kurs an dieser Stelle auch wieder drehen. Durchbricht er allerdings den Bereich, dann dürfte ein erneuter Test der 13.800 anstehen. In dem Bereich zwischen 13.806 bis 13.770 könnte der Leitindex Halt finden. Wenn nicht, dann rückt die wichtige Unterstützungszone bei 13.600 wieder in den Fokus.

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Dax daily: Tagesausblick 12.01. - H1-Chart

Dax Unterstützungen (US):

13.942 – Nachttief

13.904 – 61,8% Extension (14.131)

13.806 – Tagestief 11.01.

13.600/630 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

13.502 – 161,8% Extension (13.907)

13.445/460 – vormals WS-Zone

Dax Widerstände (WS):

14.000 – psychologische Marke

14.115 – 127,5 % Extension

14.131 – Tageshoch 08.01.

14.201 – 261,8 % Extension

14.234 – 261,8% Extension (Tief 13.564)

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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