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DAX daily: Vieles spricht für eine Fortsetzung der Konsolidierung

Stefan Jäger

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am

Nach der kräftigen Impfstoff-Rally legt der Dax eine Pause ein, dabei haben Gewinnmitnahmen den gestrigen Handel bestimmt. Mit Blick auf die schwächelnden US-Börsen und der enormen Rally der letzten eineinhalb Wochen, haben zahlreiche Anleger Kasse gemacht. Zudem nimmt die Impfstoff-Euphorie von Montag zunehmend ab. Die Anleger dürften langsam realisieren, dass es ungeachtet der guten News von Biontech noch ein weiter Weg zu einem flächendeckenden Impfstoff ist. Trotz eines Minus von 163 Punkten (1,24%) beläuft sich der Wochenplus immer noch auf stolze 4,6 %. Am Vormittag konnte der deutsche Leitindex ein Tageshoch bei 13.168 erzielen, bevor weitere Verkäufe einsetzten und ihn anschließend zum Tagestief bei 13.022 geführt haben. Damit konnte der Dax zunächst die 13.000er Marke verteidigen, fiel nachbörslich allerdings noch darunter.

Sowohl aus charttechnischer als auch aus fundamentaler Sicht war und ist eine Konsolidierung im Dax erforderlich. Die Wahl- und Impfstoff-Rally lief wie an der Schnur gezogen 1.850 Punkte aufwärts, wodurch der Markt stark überkauft war. Zudem ist das Sentiment von total betrübt auf euphorisch geswitcht und das Put-Call-Ratio drehte von bärisch auf bullisch innerhalb kürzester Zeit. Dies sind allesamt Kontraindikatoren. Dementsprechend könnte sich die Konsolidierung auch in den nächsten Tagen fortsetzen. Das tut dem positiven Verlauf im großen Bild aber keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, dies wäre sogar gesund.

News und fundamentale Daten

Die Berichtssaison der Dax-Unternehmen fiel gestern überwiegend positiv aus. Der Energieversorger RWE (+0,41%), die Deutsche Telekom (+0,37%) und der Pharma-Konzern Merck (-0,53%) haben allesamt ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Dennoch konnten die Aktien nicht wirklich von den guten Zahlen profitieren, da der schwache Gesamtmarkt die Kurse belastet hat. Einzig der Bericht von Siemens enttäuschte die Anleger, folglich waren die Aktien mit einem Abschlag von 3,2% das Schlusslicht im Dax. Zudem legen heute noch die folgenden Unternehmen ihre Quartalszahlen vor – Deutsche Wohnen, Hapag-Lloyd, BVB und Salzgitter.

Hierzulande erscheinen heute keine nennenswerten Wirtschaftsdaten, nichtsdestotrotz sehen wir interessante Daten aus der Eurozone und den USA. Um 11:00 Uhr wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das dritte Quartal sowie die Handelsbilanz der Eurozone veröffentlicht. Anschließend folgen Konjunkturdaten aus den USA. Zuerst erscheint um 14:30 Uhr der Erzeugerpreisindex, danach folgen um 16:00 Uhr die Konsumentenerwartung und das Verbrauchervertrauen der Uni-Michigan.

Die wichtigen Marken für den Handelstag itm Dax

Im heutigen Handel könnten wir zunächst einen Erholungsversuch sehen, bevor sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzt. Dabei steht die 13.000er Marke im Fokus, darunter dürfte sich die Konsolidierung ausweiten und darüber eine kurzfristige Erholung einsetzen. Ein erster Widerstand befindet sich an der 13.040. Kann der Dax die Hürde überwinden, dann dürfte sich die Erholung bis in den Bereich von 13.075 und 13.100 fortsetzen. An dieser Stelle könnte der Leitindex den Rückwärtsgang einlegen und die Abwärtsrichtung wieder aufnehmen. Steigt er allerdings weiter an, dann folgt die nächste Hürde am gestrigen Tages hoch bei 13.168.

Fällt der Dax wieder unter die 13.000er Marke, dann könnte er die Abwärtsbewegung aufnehmen und zunächst das Nachttief bei 12.927 testen. Unterschreitet er das Tief, dann befindet sich ein nächster Unterstützungsbereich zwischen der 12.871 und 12.850. Dort könnten wieder Käufer in den Markt kommen. Hält er den Bereich, dann dürfte es wieder in Richtung der 13.000er Marke gehen. Fällt er jedoch darunter, dann folgt die nächste Unterstützung bei 12.750.

Dax daily: Tagesausblick 13.11. - H1-Chart - Dax legt eine Pause ein

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.175 – Pivot Punkt R1

13.056 – Pivot Punkt

12.870 – Pivot Punk.t S1

12.750 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.927 – Nachttief

12.871 – Nachttief 10.11.

12.750 – mehrfache US/WS (daily)

12.600 – 38,2 % Retracement (11.450 – 13.297)

Dax Widerstände (WS):

13.040 – vorbörsliches Hoch

13.096 – 261,8 % Extension (12.927)

13.168 – Tageshoch 12.11.

13.240 – mehrfacher WS

13.297 – Tageshoch 09.11.

13.300 – neuralgischer Punkt

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Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktienmärkte: Euphorie – haben Sie schon einen Lamborghini gekauft?

Was soll denn nun schief gehen? So das derzeitige Mantra: Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, wir haben die Notenbanken – die Beste aller Welten..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte in den USA sind in einem Zustand der Euphorie – Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100 und der Nebenwerte-Index Russell 2000 erreichten am Freitag alle neue Allzeithochs. Und die Stimmung ist gigantisch gut: fast alle Sentimentindikatoren sind auf Anschlag, Absicherungen für Rückschläge der Aktienmärkte (durch Puts) sind auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren.

Aktienmärkte: es kann nur weiter nach oben gehen – oder?

Was soll denn nun schief gehen? Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, womit sich die Coronakrise dann erledigen werde, so das allgemeine Mantra. Donald Trump hat offenkundig keine Chance mehr, Ärger zu machen – womit sich die Unsicherheiten im Umfeld der US-Wahlen doch erldigt haben. Und mit der Aussicht, dass sich die Wirtschaft massiv erholen wird, kommt als Rückenwind noch die Stimulus-Flut der Staaten und Notenbanken hinzu. Beste aller Welten, oder?

Auch im deutschsprachigen Bereich ist die Stimmung sorglos bis gierig: nicht zufällig brüsten sich derzeit etwa viele Zuseher meiner Videos mit ihren Gewinnen, man habe lockere Gewinne gemacht, von denen man sich jetzt entspannt einen Porsche kaufen könne. Skeptische Stimmen werden als stete Miessmacherei bezeichnet, die an der Kurs-Realität total vorbei gehe.

Was aber, wenn dann doch zur Überraschung der Euphorisierten die Beste aller Welten dann doch so nicht kommt?

Michael Silva zeigt in seinem Video nicht nur die derzeitige Lage der Aktienmärkte der USA, sondern sieht Parallelen zur Entwicklung zwischen 1987 und derzeit. Auch 1987 gab es bekanntlich einen Crash (wie 2020 im März), dann folgte eine deutliche Erholung der amerikanischen Aktienmärkte bis zum Jahr 1990 – bevor es dann einen signifikanten Rückschlag für die Aktienmärkte gab. Derzeit sehen viele Parameter genau so aus wie nach den Ereignissen aus dem Oktober 1987 bis 1990 – nur geht das in diesem Jahr 2020 gewissermaßen im Zeitraffer.

Und Michael Silva erzählt eine Episode aus der Zeit der US-Immobilienblase, als er bei „Best Buy“ jobbte und ein Kunde ihm unbedingt seinen Lamborghini zeigen wollte, den er sich mit Gewinnen aus Aktien erzielt hatte. Das war kurz vor Platzen der US-Immobilienblase und dem Ausbruch der Finanzkrise – auch damals glaubten alle, dass die Preise für Immoblien nur noch weiter steigen könnten:

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Aktienmärkte und Euphorie - schon einen Lamborghini gekauft mit den Gewinnen?

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Dax: „Mitsegeln“ – aber keine langfristigen Überzeugungskäufe mehr

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät. Aber solange die US-Aktienmärkte nicht fallen, kann man „mitsegeln“

Stephan Heibel

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Der DAX hat sich im Wochenvergleich kaum verändert. Aber wir befinden uns in einer Rotationsphase, in der sich Anleger auf die Zeit nach Corona konzentrieren.

Nach Corona wird die Autoindustrie wieder ordentlich produzieren können. Dabei werden intelligente Autos zunehmen, immer mehr Chips werden eingebaut, die sogar möglichst noch per Funk miteinander kommunizieren. Siltronic, Hersteller der Basisplatten für Chips (Wafer) konnte diese Woche um 10% zulegen. Leoni hingegen, Lieferant von Kupferkabeln, brach um 9% ein.

TUI hat weitere Staatshilfen nur gegen eine 25%-Beteiligung des Staates erhalten, wird somit zum Staatsbetrieb. Die Aktie ist um 12% eingebrochen. Fraport auf der anderen Seite, die ohne Hilfen durch diese Krise gekommen sind, konnten um 12% anspringen.

Die Global Fashion Group, die einen Online-Marktplatz im asiatischen Raum betreibt, konnte um 8% zulegen, während Rational, Anbieter von Industrieküchen, um 9% einbrach: Der verlängerte Teil-Lockdown könnte weiteren Gastronomen das Genick brechen, während das Weihnachtsgeschäft verstärkt online stattfindet.

Ein Wechselbad der Gefühle also für jeden Anleger, der sich auf Einzeltitel fokussiert, während Fondsanleger ein Gefühl der Gleichgültigkeit ausstrahlen. So ist das Anlegersentiment auf 1,9 ein wenig zurückgekommen (Vorwoche 2,8) und pendelt somit im neutralen Bereich.

Auch die Selbstzufriedenheit ist diese Woche deutlich zurückgekommen (-0,9 auf 0,7) und zeigt erste Fragezeichen in den Gesichtern der Anleger, meiner Meinung nach in erster Linie der Fondsanleger, die sich nur schwer einen Reim auf die vielen widersprüchlichen Unternehmensmeldungen machen können.

Aber mit einem Impfstoff am Horizont und einer inzwischen beruhigten Nachrichtenlage hinsichtlich des Präsidentschaftswechsels in den USA sowie mit der Aussage der EU im Rücken, dass der Brexit für uns zu verkraften sei, steigen die Zukunftserwartungen um 0,8 auf 5,2. Es gibt aktuell dreimal so viele Optimisten wie Pessimisten in Sachen Dax.

Weiterhin bleibt die Investitionsbereitschaft mit einem Wert von 2,9 (-0,3) auf einem hohen Niveau. Rückschläge im DAX werden also weiterhin frühzeitig gekauft und somit begrenzt, die Unterstützung bleibt stark.

Seit nunmehr fünf Wochen wissen wir, dass es Impfstoffe geben wird und seit fünf Wochen ist das Anlegersentiment im grünen Bereich: Es wird gefeiert auf dem Börsenparkett. Damit ist unser 5-Wochendurchschnitt des Anlegersentiments inzwischen ebenfalls auf ein hohes Niveau angestiegen. Infolge des historisch niedrigen Sentiments während des Coronacrashs ist nun eine entsprechend übertriebene Gegenbewegung durchaus möglich. Bislang war dieser etwas behäbiger reagierende Indikator im neutralen Bereich, jetzt entwickelt er sich langsam in Richtung einer Übertreibung.

Eine solche Übertreibung kann über mehrere Wochen bestehen bleiben. Für uns ist es der Hinweis, wer bislang noch nicht voll investiert ist, der sollte nun vorsichtig sein, den Kursen hinterherzulaufen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -3 weiterhin nur eine leichte Absicherungsneigung an. Auch die Profis, die sich über die Eurex absichern, haben nach den heftigen Aktivitäten in Folge der Impfstoffmeldungen nun wieder eine moderate Absicherungsneigung an den Tag gelegt. Das Put/Call-Verhältnis zeigt mit einem Wert von 2,1 einen leichten Überhang von Put-Käufen an, also Absicherungspositionen.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist weiterhin extrem niedrig, was einem Call-Überhang entspricht. Anleger spekulieren weiterhin auf stark steigende Kurse. So bleibt auch die Investitionsquote der US-Fondsanleger mit einem Wert von 103% (-4%) sehr hoch.

US-Privatanleger haben ein Bulle/Bär-Verhältnis von 26% zugunsten der Bullen, der Optimismus ist bereits auf einem extrem hohen Niveau. Auch der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 85% extreme Gier unter Anlegern an.

Interpretation: Beim Dax noch mitsegeln, solange es noch geht – aber Kursen nicht hinterherlaufen

Die Sentiment-Analyse kann keine Hoch-Runter-Prognose für den Dax liefern. Vielmehr ist das Stimmungsbild, das wir aus der Sentimentanalyse erhalten, ein wichtiger Faktor für die Bestimmung der Strategie, die wir in dieser Marktphase anlegen. Wenn wir also aus der heutigen Stimmungserhebung ableiten, dass wir mittelfristig in eine Phase der Übertreibung laufen, dann ist es nun zu spät für beherzte, langfristige Überzeugungskäufe im breiten Markt.

Aufgrund der eingangs gezeigten Rotation, die derzeit so heftig wütet, gibt es dennoch weiterhin viele Aktien, die auch mittel- und langfristig noch sehr günstig sind. Doch gleichzeitig hat die Corona-Pandemie einige Aktien auf Höhen katapultiert, die nicht mehr lange gehalten werden können. Bei Einzeltiteln lohnt sich derzeit also ein Blick auf das Bewertungsniveau. Günstige Titel können weiterhin eingesammelt werden. Die High-Flyer hingegen sollten zumindest mit einem engen Stopp Loss abgesichert werden.

In den USA ist die Stimmungslage bereits euphorischer als bei uns in Deutschland. Daraus können wir ableiten, dass der DAX noch immer Luft nach oben hat. Das gilt jedoch nur solange, wie der Dow Jones seitwärts läuft. Sollte es in den USA zu einer Gegenbewegung kommen, wird der DAX sicherlich ebenfalls mit in den Keller gezogen.

Dennoch: Euphorie ist nicht zu erkennen, im Gegenteil, die hohe Investitionsbereitschaft liefert weiterhin eine stabile Unterstützung und so dürfte der DAX in der Vorweihnachtszeit weiterhin nach oben driften, sofern keine negativen Ereignisse diesen zugrunde liegenden Trend vereiteln.

Sprich: Mitsegeln, solange es geht :-).

Mehr von Stephan Heibel finden Sie hier..

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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