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Dax: Das Glas ist halbvoll..

Viel Rhetorik, wenig Substanz von Donald Trump, man feiert die Abwesenheit negativer Überraschungen - im kurzen Zeitfenster könnte der Dax noch einmal ein neues Jahreshoch erreichen. Und dann wird es schwierig..

FMW-Redaktion

Die Aktien-Märkte reagieren positiv auf die Rede Donald Trumps vor dem US-Kongress, aber warum nur? Schließlich fehlte wieder jegliche Konkretheit, war das, was Trump sagte, eine Kaskade von Absichtserklärungen, wie wir sie seit Wochen und Monaten zu hören bekommen. Daher ist der Erkenntnisgewinn, den man aus der Rede aus Marktsicht ziehen kann, praktisch gleich Null. Was die Märkte hingegen zu feiern scheinen ist: die Rede war staatsmännischer, versöhnlicher im Ton, weniger apokalyptisch wie die Antrittsrede Trumps, und daher meint man: wird doch alles schon irgendwie gut, zumal sich Trump zur NATO bekannte (wenn die anderen brav mehr dafür bezahlen – aber wann bezahlen uns eigentlich die Amerikaner für das, was sie im Nahen Osten angerichtet haben und wofür wir nun die Folgekosten tragen?) und sein Protektionismus nur angedeutet wurde.

Also viel Rhetorik, wenig Substanz, oder wie es ein Analyst ausdrückte: „President Trump’s address was high on rhetoric and light on detail (..); the highly anticipated speech was a highly scripted damp squib in the end. No news was good news“.

Das bringt es wohl auf den Punkt: man feiert, dass es keine schlechte Nachrichten gab, dass die Rede Trumps im Grunde ein, wie die Amerikaner sagen, „non-event“ war. Hätte schlimmer kommen können, scheint man zu denken.

Wie auch immer: der X-Dax zieht nach oben über die 11900er-Marke, und es ist fast davon auszugehen, dass da im kurzen Zeitfenster noch etwas mehr nach oben kommt und der deutsche Leitindex bis in den Bereich des bisherigen Jahreshochs steigen kann (also die Zone um 12030 Punkte):

Faktisch also wieder heisse Luft mit vielen Adjektiven – aber die Märkte mögen so etwas, bis sich die Luft dann abkühlt. Nach dem Anstieg wird sich dann wieder die eigentlich wichtige Frage stellen: und wie sieht es mit der Realisierung aus? Mit anderen Worten: wir gehen davon aus, dass diesem spike nach oben dann direkt eine Korrektur folgen wird. Einer der Gründe dafür ist eine Fed, die wohl doch schneller an der Zinsschraube dreht, wie gestern getätigte Aussagen von den Fed-Mitgliedern Dudley und Williams zeigen – dazu später mehr in einem gesonderten Artikel..



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6 Kommentare

  1. @Fugmann
    Wer ist eigentlich wir?
    Können Sie vielleicht mal einen kurzen Video-Schlenker in die Redaktionsräume machen? Ein kleiner Einblick in Ihr Tagesgeschäft wäre wirklich interessant…
    Danke für den leicht bayerischen Akzent!
    Weiter so und schöne Grüße aus München
    Servus
    Tom

    1. @Thomas, also wir sind „me, msyself and I“..

      Grüsse in die Münchner Heimat!

      1. …….und manchmal noch Major Rütting zum aushelfen !

  2. ist schon lustig…da heißt es Tage lang am Dienstag muss Trump liefern…er liefert nicht…egal, trotzdem weiter mit der Party…was wird eigentlich gefeiert? Steuersenkungen im Jahr 2020?

  3. Noch ein kleiner Short-Squeeze (alle, die sich schon vor der Rede südwärts positioniert hatten) und dann rückt die FED-Sitzung in den Mittelpunkt. Dort wird entschieden, was von den Plänen umgesetzt werden kann. Und die Zinserhöhung im März wird m.E. kommen. Und bis dahin werden auch die Fragen erneut kommen, wie bei stark steigenden Militärausgaben zusätzlich Infrastrukturprogramme finanziert werden sollen. Das passt doch hinten und vorne nicht zusammen. Und warum steigt eigentlich der DAX? In Vorfreude auf Handelsbarrieren?

  4. Avatar
    Helmut Josef Weber

    …Das Glas ist halbvoll…
    Ich denke eher, dass das Glas doppelt so groß ist als es sein müsste.
    Viele Grüße
    H. J. Weber

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