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Dax: Das Glas ist immer halbvoll – oder „always look on the bright of live“

Und morgen kommt ja auch der Weihnachstmann und bringt uns neue Geschenke..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ist das schlicht beeindruckend positiv, oder eher einfach nur naiv? „Always look on the bright of life“, so sangen die am Kreuz hängenden Aktuere im Monthy Python-Film das Leben des Brian. „Life is a piece of shit, when you look at it“, so einer der humorigen Zeilen des Liedes – also was soll´s, wenn alles so besch..eiden ist, dann macht es Sinn, einfach nur Spaß zu haben:

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Und ja: die Konjunkturdaten sind gewissermaßn derzeit ein „piece of shit“ – aber mit den Notenbanken macht das Börsianer-Leben doch wieder Spaß, es gibt anscheinend wieder den Fed-Put oder den Powell-Put, nichts kann schief gehen, die Notenbanken werde uns auffangen, also rein in die risikolosen Gewinne.

Es ist diese Haltung, dieses sich für unverwundbar halten, das besondere Vorsicht erfordert. Denn was soll schon passieren, wenn alle – bildhaft gesprochen – den nahenden Weltununtergang fürchten? Aber es kann eben viel Unverhofftes passieren, wenn die Vertrauensseligkeit so hoch ist, dass auch die Profis scheinbar auf Absicherungen (Hedges) verzichten (daher der Vola-Index VIX so niedrig – allerdings stieg dieser gestern leicht trotz leicht steigender Märkte).

Und so zuckeln die Märkte Stück für Stück weiter nach oben, im Vertrauen auf die ultradovishe Fed wie auf den großen befreienden Handels-Deal zwichen den USA und China, der bisher trotz steter Ankündigung nie gekommen ist, aber dennoch so sicher kommen wie das Amen in der Kirche, nicht wahr?

Ach, es ist ja alles so schon bunt hier (so sang einst Nina Hagen): die Inflation so niedrig, und das Wachstum zieht wieder an nach kleiner Schwäche-Phase im ersten Quartal, aber die Notenbanken bleiben dann sicher dennoch dovish, gell. Und morgen kommt ja auch der Weihnachstmann und bringt uns neue Geschenke, hurra!

Nur der Dax kommt nicht so richtig weiter:

Im größeren Bild wird erkennbar, warum sich der Dax derzeit schwer tut – es sind die Widerstände aus Anfang 2018 (Februar/März) und aus Oktober/November 2018, die sich dem deutschen Leitindex hartnäckig in den Weg stellen:

Vermutlich wird bis zur Fed nicht allzu Wegweisendes passieren..


Von © soultea.de (http://www.soultea.de/), Photographer André Helbig (http://andrehelbig.de/), CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22907987

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Jan

    19. März 2019 10:58 at 10:58

    Herr Fugmann,
    Auf meinem Schirm sehe ich den Dax seit Januar stetig steigen.
    Ich verstehe Ihre wiederholten Aussagen „nicht vom Fleck“ nicht so.
    Wenn ich den Anstieg über Wochencharts vergleiche mit Zeiten zwischen 2008 und 2017 dan sieht das bei Weilen mal steiler mal flacher aus, aber ähnlich.
    Ich rechne auch mit baldigen short aber muss feststellen, nach Dezember wieder nicht. Es steigt, fertig.

  2. Avatar

    Macwoiferl

    19. März 2019 11:03 at 11:03

    @Markus:
    Der Dax hat es gelesen und schiebt prompt an.
    Übrigens always look on the bright side of life!
    Was für Zeiten!
    Milliarden werden gezockt auf Magengefühle, Hoffnungen, Schmetterlinge im Bauch und Mafio Droghis Lächeln.
    Es kommen ein paar sonnige Tage und es duftet nach Forsythien: also up.
    Doch, womöglich ist das Parkett bereits menschenleer. Deep Thought hat übernommen.
    Das Ergebnis aller Notenbanksitzungen der Erde ist 42.
    Da diese Antwort fest steht interessieren Daten nicht.
    Zumal, wenn man als hirnlos stampfender Algomaten-Bulle gar nicht in der Lage ist, irgendwas zu verstehen.
    Übrigens, liebe Bullen, Vogonen-Anteile sind der Renner! Kaufen, kaufen, kaufen, denn die Hyperraum-Umgehungsstraße gedeiht!!!

  3. Avatar

    Nico

    19. März 2019 11:21 at 11:21

    @Macwoiferl. Können Sie sich eigentlich auch verständlich ausdrücken? Sehen Sie zuviel Science Fiction oder was soll diese Klingonensprache?

  4. Avatar

    Macwoiferl

    19. März 2019 11:47 at 11:47

    @Nico: VOGONEN. Wenn schon.
    Genaugenommen chinesische Vogonen.
    Die bauen eine Hyperraum-Umgehungsstraße.
    Weil China-Vogonen MÄCHTIG sind und alles können, schiebt das die Konjunktur enorm an.
    Und nun kommen unsere Bullen ins Spiel!
    Börsenbullen sind Wesen, die in der Lage sind, mittels zweier an einen Kopf angesetzten Ohren folgende Begriffe zu hören:
    HOFFNUNG HANDELSDEAL CHINA WIRTSCHAFTSMACHT FED PUT ERHOLUNG ABENDESSEN BIER KURODA DRAGHI

    Fallen diese Triggerwords, zuckt die rechts Hand zwecks Betätigung einer Maus, die an einem Computerschirm auf einen Button zu fahren ist mit der Aufschrift BUY. Deep Thought, der große Börsencomputer, drückt daraufhin automatisiert die Indizes nach oben.

    Für dich übersetzt aus dem Vogonischen heißt das:

    Im Sommer eine ganz, ganz dicke Konjunkturbrumme!
    Neues Straßenprojekt schafft jede Menge Arbeitsplätze!
    In zwei, drei Monaten selbst faltbare Samsung-Handys für 4 K: restlos ausverkauft.
    Die Mutter aller Aufschwünge steht vor der Türe!
    Und sie hat ihre Töchter und Söhne dabei: die Vollbeschäftigung! Den Wohlstand! Den Reichtum! Den nagelneuen Tesla.
    Wenn es erst mal Sommer ist, dann…!!
    Also: KAUFEN!!!!

  5. Avatar

    Marko

    19. März 2019 15:03 at 15:03

    Ich weiß, das hier ist eine Bärenseite, ich bin wohl das komplette Gegenteil, „schlimmer“ als ein Herr Risse ? ;)

    Der Hauptpunkt, ist, Brexit hin oder her, Konjunkturabschwung usw. Das massive Gap !

    1. zwischen den europäischen und den US-Märkten, man bedenke, der Dax stand im April 2015 bei 12500 Punkten.

    2. Das massive Gap zwischen den Anleihe- und den Aktienmärkten, geschuldet durch „Lehman“.
    Und eben jenes Gap kann nur die EZB „closen“, die Amis (FED) können das nicht.

    Ja ja jetzt sage ich schon wieder , die EZB ist „mächtiger“ als die FED…

    Ich kann mich an eine Analyse erinnern um 2016 herum, GOLD muss steigen, 2000 USD , „se Sky is se Limit ?“ ;)

    Was ist das Resultat ? – Ihr seht es ?

    Um den Markt „reinzuwaschen“, muss der (manipulierte) Anleihemarkt sich dem Aktienmarkt „anpassen“, daran führt kein Weg vorbei !

    Ist das denn so schwer zu verstehen ?

    Und das „kann“ nur die EZB.
    Bei einem Zinsniveau um die 4-5 % wäre der Anleihe-Markt „fair“ bewertet, dann , liebe Bären, hättet Ihr eine faire Chance , den Aktienmarkt anzugreifen.

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