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Dax: Das lange Warten

Nun also hat das lange Warten begonnen – das Warten auf die Gespräche zwischen den USA und China ab Donnerstag!

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Bis dahin dürfte es nervös weiter gehen, die Risikobereitschaft stark eingedämmt bleiben. Zwar rechnet man nach wie vor nicht mit dem worst case, aber nimmt doch lieber – gerade angesichts der seit kurz nach Weihnachten so immens gestiegenen Kurse – ein paar Chips vom Tisch. Genau das dürfte das Motto erst einmal bleiben: Gewinne absichern, aber dabei nicht in Panik geraten, weil doch wieder alles gut werden wird.

Aber ob die westlichen Märkte das nicht ein bißchen zu rosig sehen? China jedenfalls fühlt sich nicht ganz zu Unrecht pikiert, und es gibt nicht nur bei den Handelsgesprächen Spannungen, sondern auch auf der großen Bühne der Weltpolitik mit dem Iran-Konflikt, der (aus Sicht Chinas) Provokation der US-Marine im Südchinesischen Meer, dazu Venezuela, Chinas Seidenstraße etc. etc..

Daher schreibt der Chefredakteur der „Gobal Times“ und damit gewissermaßen die mediale Stimme der Führung in Peking:

Mann muß also die globalen Kontext mitbedenken – es geht hier nicht nur um Handel, sondern um einen viel größeren Kontext! Das wird bis dahin also durchaus eine Zitterpartie – aber nach wie vor herrscht an den Märkten der Glaube vor, dass Trump nur den Druck erhöht, um dann den Deal zu beschleunigen.

Aber wenn China nicht stark einlenkt, dann muss das eben Trump tun – und ob er dazu bereit ist, ist die große Frage! Klar: der US-Präsident braucht diesen Deal, damit die Wall Street nicht absäuft, aber wenn er zu weich agiert, wird ihn das innenpolitisch stark unter Druck bringen, weil auch die US-Demokraten eine harte Haltung einfordern und Trump mit einem Plastik-Deal eine offene Flanke bieten würde, in die die US-Demokraten genüßlich hineinbohren würden!

Die Lage ist also komplex, die Wahrscheinlichkeit für ein Scheitern der Gespräche damit wohl größer, als die Märkte derzeit einpreisen. Daher ist auch das Abwärtspotential größer als eine mögliche Erleichterungsrally, wenn es doch zu einer Einigung oder zumindest zur Verschiebung der Zollanhebung kommen würde!

Sicher ist wohl nur eines: die Nervosität wird umso größer, je näher die entscheidende Phase heranrückt!



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