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Dax: Das Muster von Bärenmärkten!

Die Bullen rennen jedes Mal gegen eine Wand – die Bären bleiben am Drücker!

Markus Fugmann

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am

Was derzeit an den Aktienmärkten passiert, ist vermutlich der Beginn eines Bärenmarktes! Da gibt es einen herben Abverkauf, dann folgt eine impulsive Rally, dann der nächste Abverkauf etc. Unter dem Strich aber fallen die Kurse, so wie derzeit an der Wall Street – und so wie schon länger der Dax. Denn der deutsche Leitindex steht kurz davor, auch ganz offizell in einen Bärenmarkt einzutauchen (siehe hierzu unseren Artikel „Schon gemerkt? Dax 17,4% im Minus – noch 350 Punkte bis zum Bärenmarkt“).

Gestern wieder einmal eine impulsive Rally – die aber heute wohl wieder einmal abverkauft wird. Die Bullen rennen also jedes Mal gegen eine Wand, setzten dann von vorne an, rennen wieder gegen die Wand etc. Irgendwann aber sind die Hörner abgestoßen – dann kapitulieren diese Bullen und werfen das Handtuch. Aber bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg!

Anders als beim Abverkauf im Februar haben wir jetzt eine neue Lage: die Fed gibt Gas und wird sich von einigen Turbulenzen an der Wall Street nicht von ihrem Kurs abbringen lassen (das hat heute Nacht Loretta Mester von der Cleveland-Fed klar gemacht: man sei „far form a scenario“, dass fallende Aktienkurse zu einer Vertrauenskrise der Konsumenten führen könnten). Im Klartext: da muß noch sehr viel mehr passieren, damit die Fed nachdenklich wird..

Die Probleme der aktuellen US-Berichtssaison – und das ist ein fundamentaler Unterschied zur Situation im Februar – sind erstens der Umsatz (nicht der Gewinn) und vor allem die Ausblicke – so wie gestern bei Amazon! Es schwindet also die Perspektive – die zuvor noch geradezu grenzenlos schien! Denn wenn die Umsätze nicht (wie zuvor von der Wall Street erwartet) steigen, nutzen die Gewinne wenig, sind die Bewertungen mangels Perspektive einfach zu hoch..

Wir werden sehen, wie die US-Märkte heute die Zahlen von Amazon und Google verarbeiten. Klar ist: wenn die Tiefs reißen, die wir vorgestern bei den US-Indizes gesehen hatten, wird es sehr ungemütlich!

Was macht der Dax daraus? Auffällig ist, dass der Index in den letzten Tagen zwei große Abwärts-Gaps gerissen hat, aber kein Aufwärts-Gap. Da werden also alle Erholungsversuche ganz schnell wieder zunichte gemacht, und Sisyphos muß dann wieder den Stein den gleichen Berg nach oben schleppen..


(Chart durch anklicken vergrößern)

Das (erste) Kursziel bleibt im Bereich der 10800er-Marke, der Abwärtstrend ist nach wie vor voll intakt. Unterstützungen bei 11165 Punkten und beim bisherigen Verlaufstief bei 11070 Punkten. Der Dax hat eine schwere Zeit vor sich, Erholungen sollten nicht zur Euphorie verleiten..

 


Von Jean-noël Lafargue – Eigenes Werk, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=262708

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Andre

    26. Oktober 2018 12:07 at 12:07

    Beim S&P500 und auch anderen Indizes, werden immer der Kursindex genommen. Wenn man dieses logischer Weise auch beim Dax machen würde, dann wäre der Dax seit 2015 in einen Bärenmarkt. Ein neuer Bullen Markt ist durch die beiden Fake Ausbrüche noch nicht gestartet.
    Gruß

  2. Avatar

    Katja Wohmann

    26. Oktober 2018 12:08 at 12:08

    Endlich geht es am Markt wieder in Richtung normaler ökonomischer Berechnungen. Die Nullzinspolitik und Geldschwemme hat logischerweise die Gewinnspanne überproportional aufgetan und zu der geldgetriebenen Anpassung an der Börse geführt.
    Nun ist die Gewinnspanne zunehmend am abschmelzen und es werden wieder ökonomische Zeiten anbrechen. Allerdings wird zusätzlich mit den Zinsen die Spanne radikaler eingedampft, wobei dann eben die Kursanpassungen an den Börsen ebenso radikaler erfolgen muss.
    Die FED bemerkt zu recht, dass dies aber die Kaufkraft der Konsumenten noch nicht tangiert und deshalb nicht auf die Börsenkurse reagiert werden sollte.

  3. Avatar

    Randy Kdot

    26. Oktober 2018 12:14 at 12:14

    @ andre –

    was verstehen sie unter „bärenmarkt“ ? – technisch läuf der der DAX seit september 1990 in einer trendfolge.

    • Avatar

      Andre

      26. Oktober 2018 13:55 at 13:55

      Ab einen Verlust von 20% redet man von einen Bärenmarkt und ja eigentlich ist der Dax seit 2000 in einen Bärenmarkt so weit zurück habe ich gar nicht geschaut.

      • Avatar

        Randykdot

        26. Oktober 2018 14:57 at 14:57

        @ andre –

        nehmen wir mal an, der DAX ist bis MITTWOCH fünf stellig, also UNTER 10.000.

        ist das aus ihrer sicht ein „bullen“ oder „bären“ markt ?

  4. Avatar

    Randy Kdot

    26. Oktober 2018 16:47 at 16:47

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Aktienmärkte: Warum fallen sie denn? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ja warum fallen sie denn, die Aktienmärkte? Dass die so verwöhnte Wall Street (und auch der Dax) heute unter Druck kommt, hat mehrere Gründe: erstens Zweifel, ob Biden wirklich sein Stimulus-Programm verwirklichen kann. Dann, zweitens, wieder schwache US-Einzelhandelsumsätze – und schließlich die Nachricht, dass Pfizer deutlich weniger Impfstoff in den nächsten Wochen für die EU liefern wird. Im Grunde sind angesichts der absehbaren Verschärfungen der Lockdowns in Europa die Prognosen für ein starkes wirtschaftliches Jahr 2021 schon jetzt obsolet. Aber ein Rücksetzer der Aktienmärkte war ohnehin überfällig, zuletzt fehlte es deutlich an Dynamik auf der Oberseite. Vielleicht spielt auch die Unruhe vor der Amtsübernahme von Biden schon eine Rolle, man fürchtet erneute Ausschreitungen..

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Finanznews

Aktienmärkte: Buy the rumor, sell the fact? Videoausblick

Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem Biden seinen Stimulus-Plan vorgstellt hat. Buy the rumor, sell the fact?

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute morgen leicht schwächer, nachdem der neue US-Präsident Biden seinen Stimulus-Plan vorgestellt hat. Ist die Reaktion auf Bidens Plan das klassische „buy the rumor, sell the fact“-Schema? Man kauft also die Hoffnung, und verkauft dann, wenn die Hoffnung eintritt? Heute dürfte für die Aktienmärkte auch der kleine Verfall eine Rolle spielen, denn der Bestand an Call-Optionen ist gigantisch. Die Fed hat in Gestalt von Jerome Powell klar gestellt, dass die Zinsen nur dann angehoben würden, wenn die Inflation deutlich über 2% schießen würde. Und in Deutschland drohen Verschärfungen des Lockdowns, was den Dax aber bisher nicht wirklich interessiert – obwohl damit die optimistischen Wirtschafts-Prognosen obsolet wären..

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