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Devisen

Dax: Das wird schwer heute!

Der Dax sieht aus wie jemand, der den Kopf hängen läßt, dem irgendwie die Motivation fehlt! Er scheint sich nicht dafür zu interessieren, was der große Bruder S&P 500 macht, da ist keine Dynamik erkennbar, kein wirklicher Wille.
Also muß es Mario Draghi heute richten, aber der hat eben wenig anzubieten heute..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax dürfte es schwer haben heute – das hat sich gestern schon angedeutet, als der deutsche Leitindex sich erneut deutlich schwächer präsentierte als die US-Indizes. Das lag auch an der Dollar-Schwäche, die nach der Zinsanhebung durch die Fed einsetzte: die Notenbank erwartet zwar – wenn die US-Steuerreform kommt – einen Anstieg der US-Wirtschaftsleistung im nächsten Jahr, macht aber auch deutlich, dass das nur ein kurzer Effekt sein dürfte, der schnell verpuffen dürfte. Damit wird die US-Steuerreform nicht nur teuer, sondern sie erhöht auch massiv die Verschuldugn der USA. Darunter leidet der Dollar, zumal die Märkte die gestrigen Zinsanhebung der Fed als „dovish hike“ interpretieren.

Mit anderen Worten: man bezweifelt, dass die Fed wirklich wie in 2017 dann im nächsten Jahr die Zinsen dreimal anheben wird. Das dürfte den Dollar weiter belasten, mithin also für weiteren Auftrieb für den Euro sorgen. Heute natürlich die EZB-Sitzung im Fokus, und wir halten es für unwahrscheinlich, dass es Mario Draghi auch heute wieder gelingt, den Euro nachhaltig zu drücken. Anders als bei der Verkündigung über die Fortsetzung des QE bei der letzten Sitzung, hat Draghi nun nicht genug im Köcher, um den weiteren Anstieg der Gemeinschaftswährung im kurzen Zeitfenster zu unterbinden. Wir gehen davon aus, dass der Euro weiter zulegen kann bis zunächst in den Bereich 1,1880 – was wiederum dem Dax nicht wirklich schmecken dürfte!

Sehen wir uns den X-Dax an – wirklich überzeugend ist das nicht:


(Chart durch Anklicken vergrößern!)

Das sieht aus wie jemand, der den Kopf hängen läßt, dem irgendwie die Motivation fehlt! Der Dax scheint sich nicht dafür zu interessieren, was der große Bruder S&P 500 macht, da ist keine Dynamik erkennbar, kein wirklicher Wille.
Also muß es Mario Draghi heute richten, aber der hat eben wenig anzubieten heute – vielmehr dürfte die EZB heute in ihren Projektionen die Erwartung für das Wachstum der Eurozone weiter nach oben nehmen und damit dem Euro weiteren Rückenwind verleihen, nicht aber dem Dax!

Insofern erwarten wir, dass sich der Dax vermutlich schon heute die 13.000er-Marke noch einmal von unten ansehen wird, ohne jedoch einen herben Abverkauf zu erleben. Diese Erwartung würde sich nur dann als falsch herausstellen, wenn dem Dax der Sprung über die 13200er-Marke gelingen würde, womit dann das unschöne Bild der letzten Tage mit den absteigenden Hochs negiert wäre. Das aber ist nicht unser favorisiertes Szenario..

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Devisen

Aktuell: Pfund sieht kein Brexit-Problem, US-Dollar und Goldpreis in Bewegung

Claudio Kummerfeld

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Die aktuelle Lage bei Goldpreis, US-Dollar sowie im britischen Pfund sind Thema in diesem Artikel. Der Devisenmarkt reagiert tief entspannt auf die Ereignisse rund um den Brexit. Die Verhandlungen zwischen EU und UK sollen diese Woche weitergehen, aber die letzte Brexit-Deadline zur Klärung von Problem rückt unaufhaltsam näher. Und dann hört man heute, dass die britische Regierung an 200.000 Unternehmen Briefe verschickt, wonach diese Vorbereitungen für einen harten Brexit treffen sollten. Und zack, das britische Pfund rauscht ab in den Keller?

Nein, das Pfund steigt sogar leicht! Gibt es nicht? Doch, heute geschieht es genau so. Am Freitag hatten wir noch vor der großen Ungewissheit und dem Risiko gewarnt, übers Wochenende im Pfund engagiert zu sein. Die Trader sagen mit dem Kursverlauf heute: Leute, ganz entspannt, es wird noch einen Deal geben. Was für ein Optimismus! Pfund gegen US-Dollar hat seit Freitag Abend gut 80 Pips zugelegt auf aktuell 1,3018. Euro gegen Pfund hat verloren von 0,9066 auf aktuell 0,9048.

US-Dollar und Goldpreis spielen ihr Spiel

Der US-Dollar verliert schon seit heute früh. Die steigende Hoffnung auf eine Einigung für einen neuen Billionen-Stimulus in den USA schürt natürlich Hoffnung für eine bessere globale Konjunktur. Damit ist der „große sichere Hafen“ namens US-Dollar als Fluchtwährung weniger gefragt. So verliert der Dollar-Index (Währungskorb) seit heute früh von 93,75 auf aktuell 93,23 Indexpunkte.

Tja, und der Goldpreis? Die ständigen seit Tagen anhaltenden Versuche, deutlich über 1.900 Dollar zu laufen, scheiterten immer wieder. Erst heute Vormittag berichteten wir. Ein schwacher US-Dollar bedeutet in der Regel einen stärkeren Goldpreis. Und so kletterte er heute auch von 1.900 auf 1.918 Dollar in der Spitze um 14 Uhr. Aber bis jetzt kommt der Goldpreis wieder zurück auf 1.909 Dollar. Mal wieder scheint der Anlauf nach oben zu scheitern. Im Chart sehen wir seit Freitag früh den US-Dollar-Index in blau gegen den Goldpreis in rot-grün.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf gegen US-Dollar

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Devisen

Große Pfund-Wette übers Wochenende, US-Dollar und der Goldpreis

Claudio Kummerfeld

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am

Symbole für Pfund Euro, Yen und US-Dollar

Über das bevorstehende Wochenende hinweg wird womöglich eine große Pfund-Wette laufen. Die läuft folgendermaßen. Entweder das Pfund wird nächste Woche weiter deutlich fallen, oder es passiert gar nichts. Denn heute Mittag hat der britische Premier Boris Johnson mit einem harten Brexit gedroht. Die EU bewege sich nicht und habe nie ernsthaft verhandelt, so Johnson (hier mehr dazu). Daraufhin war das britische Pfund gegen den US-Dollar und gegen den Euro seit 12:50 Uhr gefallen.

Und die EU-Kommission hat geantwortet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen twitterte, dass man weiterhin an einem Deal arbeite, aber nicht zu jeden Preis (sie will wohl nicht als erpressbar in der Öffentlichkeit da stehen). Wie bereits geplant, werde das Verhandlerteam der EU nächste Woche nach London aufbrechen, so ihr kurzer Text. Also: Entweder die Drohung von Boris Johnson sollte lediglich seine eigene Verhandlungsposition verbessern (auf dicke Hose machen), oder es kommt nächste Woche zu einer Konfrontation, die sich nicht mehr lösen lässt. Das wäre wahrscheinlich für das britische Pfund ein ziemlich schlechtes Signal. Den ersten Vorgeschmack gab es vorhin. Euro gegen Pfund steigt von 0,9047 auf 0,9090. Pfund gegen US-Dollar fällt von 1,2957 auf 1,2920. Das waren noch keine Riesen-Bewegungen, aber der Devisenmarkt hat negativ auf die Johnson-Aussagen reagiert. Wer jetzt noch vorm Wochenende eine Pfund-Position öffnet, geht ein großes Risiko ein. Denn man weiß nicht, wie sich die politische Lage übers Wochenende entwickelt.

US-Dollar

Der US-Dollar stand vorhin unter der Fuchtel von US-Konjunkturdaten. Um 14:30 Uhr wurden die Einzelhandelsumsätze deutlich besser gemeldet als erwartet. Dann um 15:15 Uhr folgten Daten zur US-Industrieproduktion, die schlechter gemeldet wurden als erwartet. Und vorhin um 16 Uhr dann der dritte Akt heute Nachmittag. Daten der Universität von Michigan zeigen ein etwas besser als erwartetes Vertrauen der US-Verbraucher. Der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb) hat sich durch diese drei Daten bis jetzt nur minimal geändert mit einem Anstieg von 93,56 auf 93,63 Indexpunkten.

Goldpreis

Der Goldpreis hat seit 14 Uhr von 1.913 auf jetzt 1.905 Dollar verloren. Wir erinnern an unsere Berichterstattungen der letzten Tage. Immer wieder gab es Anläufe im Goldpreis über die Marke von 1.900 Dollar, sogar deutlich stärker als heute – und immer wieder fiel der Goldpreis unter diese runde Marke. Gold ist seit Tagen nicht stabil und zeigt keinen nachhaltigen Aufwärtsmove. Hauptsächlich schuld ist der US-Dollar, der sich seit Montag im Aufwärtstrend befindet, und Gold auf dem Weg nach oben blockiert. Im Chart sehen wir seit Wochenanfang den Goldpreis in rot-grün gegen den Dollar-Index in blau.

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar im Kursverlauf

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Allgemein

Brexit: Boris Johnson – steuern auf No Deal zu, harter Abgang wahrscheinlich

Markus Fugmann

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Kommt doch der harte Brexit? Boris Johnson hat genau das soeben angedeutet: solange sich die EU nicht bewege, so der britische Premier, werde es einen No Deal beim Brexit geben. Man würde dann eine Vereinbarung haben wie zwischen der EU und Australien, so Johnson.

Johnson weiter in Schlagzeilen:

– der von der EU vorgeschlagene Deal wie zwischen der EU und Kanada wird nicht funktionieren

– die EU hat nicht wirklich ernsthaft verhandelt, daher sollten wir uns auf einen Brexit ohne Deal vorbereiten

Das britische Pfund zunächst stärker unter Druck, nun aber doch mit einer (volatilen) Erholungsbewegung. Vermutlich gehen die Märkte davon aus, dass doch zu viel auf dem Spiel steht und halten daher die Aussagen von Johnson für eine Drohgebärde ohne wirklich ernsten Hintergrund. Aber aus unserer Sicht meint es Johnson durchaus ernst..

Ein harter Brexit wird wahrscheinlicher, sagt Premier Johnson

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