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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax: Den Aktienmärkten läuft die Zeit davon..

Je tiefer wir in den März kommen, umso schwieriger wird es für die Aktienmärkte..

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Nach der impulsiven Rally kommen die Aktienmärkte seit einigen Tagen nicht mehr recht vom Fleck – den Bullen fehlt nach dem Siegeslauf die Kraft für den nächsten Aufwärtsimpuls, die Bären schaffen es noch nicht, die inzwischen angesammelte Kraft aufs Parkett zu bringen. Aber: wie im Videoausblick thematisiert, zeigen sich erste Risse bei der Rally an der Walll Street mit der längsten Verluststrecke des Dow Jones Transports seit dem Jahr 2011, sowie der underperformance des US-Nebenwerte-Index Russell 2000 in den letzten Tagen.

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Das bedeutet nicht, dass die US-Aktienmärkte nun sehr bald fallen müssten – aber es ist eben doch ein Warnsignal, ein Hinweis darauf, dass sich unter der Oberfläche der scheinbar robusten großen US-Indizes Bewegungen abspielen, die Kommendes ankündigen könnten.

Absehbar gibt es nun zwei offensichtliche Trigger für die Aktienmärkte: ersten der schon eingepreiste Handelsdeal, der nur dann für Aufwärtsmomentum sorgen könnte, wenn die Länder wechselseitig Zölle abbauen würden. Sonst droht „sell the news“ – oder im schlimmsten Fall kommt es nicht zu einem Deal und damit dann zur Erhöhung der Zölle durch die USA, mit dann wiederum sehr absehbaren Folgen für die Aktienmärkte.

Der zweite Trigger ist die Fed, die in genau zwei Wochen bekannt geben wird, wie die Reduzierung des Bilanzabbaus gestaltet wird. Ein starker dovisher Ton ist inzwischen ebenfalls eingepreist, es wird vor allem das Tempo des Abbaus der Bilanzreduzierung sein, das für die Märkte relevant ist.

Und dann gibt es noch unbekannte Trigger, denkbar wären hier Entwicklungen um Donald Trump, nachdem der Gegenwind für den US-Präsidenten immer größer wird und der Bericht des Sonderermittlers Mueller ansteht.

Für den Dax wiederum sind zum heutigen Handelsstart zwei Dinge bedeutsam: erstens der Anstieg von Chinas Aktienmärkten im heutigen späten Handel, der bislang am besten laufende Index der Welt, der Shanghai Composite, gewinnt weitere +1,5% hinzu und stärkt damit die US-Futures. Negativ wirkt die saftige Umsatzwarnung des Autozulieferers Schaeffler: das fränkische Unternehmen gibt seine Ziele auf und baut Stellen ab – kein gutes Omen für die deutsche Industrie, die für den Dax bekanntlich nicht ganz unwichtig ist.

Und so startet der X-Dax an der 11600er-Marke:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nach wie vor ist die Handelsrange 11680 auf der Oberseite und 11390 auf der Unterseite aktiv – ein Bruch dieser Range wird den weiteren Weg weisen. Als Faustregel kann gelten: je tiefer wir in den März kommen, umso mehr US-Firmen geraten in die blackout period, womit dann mit den Aktienrückkäufen der zentrale Treiber der Januar/Februar-Rally entfällt. Den Aktienmärkten läuft also gewissermaßen die Zeit davon..

 


Von Erkaha – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38837187

5 Kommentare

5 Comments

  1. Columbo

    6. März 2019 09:15 at 09:15

    Etwas offtopic, aber könnte mir jemand freundlicherweise erklären, warum die Rendite der 10jährigen US-und Italien-Staatsanleihen derzeit gleich sind, nämlich 2,71%?
    Schätzen die Anleger die Bonität USA und Italien gleich ein, oder kann man das nicht vergleichen?

  2. Wolfgang M.

    6. März 2019 09:26 at 09:26

    @Columbo. Die Frage ist doch. Wer kauft die amerikanischen und die italienischen Anleihen? Da gibt es doch divergierende Interessen (unabhängig von der Bonität).
    Gruß

  3. Bernd Adamer

    6. März 2019 10:07 at 10:07

    Hallo Hr. Fugmann. „längsten Verluststrecke des Dow Jones Transports seit dem Jahr 2011…“ Wenn ich die charts von https://stockcharts.com/h-sc/ui?s=$TRAN oder https://fred.stlouisfed.org/series/DJTA anschaue, erkenne ich nicht die längste Verluststrecke. Freue mich schon auf das Webinar von heute abend und vielleicht können sie darauf zurückkommen.

  4. Marko

    6. März 2019 13:38 at 13:38

    Hallo Markus,

    alles richtig, die „Bande“ will bis ca Ende März/Anfang April die Dividenden „einkassieren“ – trotzdem : Wir befinden uns in einer Sondersituation, wegen dem Brexit, wegen den Anleihekäufen (Lehman usw) das sollte man mit einberechnen , nur so als Tip ?

    Und der Hauptpunkt, warum der Aktien-Markt nicht nach unten abdrehen kann, ist die Politik der 2 größten Notenbanken der Welt ?

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Finanznews

Ausweitung der Kampfzone! Marktgeflüster (Video)

Die Pläne der Trump-Administration, fünf weitere chinesische Unternehmen auf die „blacklist“ zu setzen, bedeuten eine Ausweitung der Kampfzone..

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Die Pläne der Trump-Administration, fünf weitere chinesische Unternehmen (aus dem Bereich Überwachungstechnik und Gesichtserkennung) auf die „blacklist“ zu setzen, bedeuten eine Ausweitung der Kampfzone, die nun einer weiteren Eskalation des Handelskriegs Vorschub leistet. US-Unternehmen berichten von Behinderungen durch Behörden in China, erste chinesische Firmen ordnen an, dass ihre Mitarbeiter amerikanische Waren boykottieren sollen. Dennoch halten sich die Aktienmärkte stabil – warum? Eine denkbare Erklärung ist, dass vor allem US-Adressen nun short sind bzw. sich short abgesichert haben. Heute Abend das FOMC-Protokoll (wir berichten ab 20.00Uhr bei FMW so zeitnah wie möglich)..

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Anleihen

Türkei: Warum der Druck auf Lira, Aktien und Anleihen bald enorm steigen könnte

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Aktuell schwächelt der türkische Kapitalmarkt bereits. Nach den jüngsten Vorgängen (Präsident Erdogan lässt die Wahl in Istanbul wiederholen) war das Vertrauen ausländischer Investoren in die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei erneut geschwächt worden.

Die türkische Lira befindet sich seit Monaten in einem langsamen schleichenden Abwärtstrend. Die Aktienkurse in der Türkei befinden sich im Absturz. Heute notiert der türkische Leitindex BIST100 mit -1,5%, und ist nun seit sechs Tagen hintereinander am Fallen. Mit einem Tiefststand seit Anfang 2017 hat er aktuell auch den Zustand eines Bärenmarktes erreicht. Die Rendite für zehnjährige türkische Staatsanleihen steigt alleine heute um fast einen ganzen Prozentpunkt (Wahnsinn) auf aktuell 19,26%. Im Februar waren es noch 14%.

Und jetzt Achtung! In den nächsten Tagen könnte sich die Lage dramatisch verschärfen. Denn die Türkei will von Russland Raketensysteme kaufen. Laut einem offenbar auf Insiderquellen in US-Militärkreisen beruhenden Bericht von CNBC habe die Türkei noch zwei Wochen Zeit diesen Deal mit Russland zu stornieren. Die US-Regierung übt also massiven Druck aus. Man solle doch lieber Patriot-Raketen vom US-Hersteller Raytheon kaufen. Würde die Türkei ihre Bestellung nicht „umbuchen“, würden die USA der Türkei die Lieferung von F35-Flugzeugen aus US-Produktion verweigern, und womöglich würden die USA Sanktionen gegen die Türkei einführen. Man bedenke abseits von Donald Trumps „launigem“ Gemüt: Die Türkei ist NATO-Mitglied, und die Mitgliedsstaaten sollen Waffensysteme kaufen, die innerhalb der Gruppe kompatibel sind. Und das wird auf russische Raketen wohl kaum zutreffen.

Geht man davon aus, dass die Reporterin von CNBC richtig recherchiert hat (der Bericht klingt doch recht glaubwürdig), könnte es bald hoch her gehen zwischen der Türkei und den USA. Es ist kaum vorstellbar, dass Präsident Erdogan den Russen-Deal jetzt noch absagt. Dies wäre ein Gesichtsverlust in der Öffentlichkeit, weil er sich von den USA hätte diktieren lassen, wo er seine Waffen einkaufen darf.

Man bedenke, welche Turbulenzen die winzigen US-Sanktionen am Kapitalmarkt verursachten, als die Türkei einen US-Pastor freilassen sollte. Was wäre erst los bei dieser Verweigerung der Türken in Sachen Raketen-Einkauf? Es dürfte die US-Rüstungshersteller verdammt hart treffen solch große Aufträge nicht zu erhalten, also Raketen und 100 Kampfjets. Die Reaktion aus dem Weißen Haus könnte also heftig ausfallen, und damit auch die Turbulenzen am türkischen Kapitalmarkt.

Noch sind wir in dieser Sache im „Wenn-Modus“. Wenn dies passiert, könnte danach dies und jenes passieren. Aber wer in türkischen Aktien, der Lira oder in Anleihen unterwegs ist, sollte dieses Szenario für die nächsten Tage im Hinterkopf behalten!

Türkei Istanbul
Die Hagia Sophia in Instanbul. Foto: Julian Nitzsche CC BY-SA 4.0

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Indizes

Rüdiger Born: Fed Minutes heute Abend, schwacher Monat Mai

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Heute Abend um 20 Uhr deutscher Zeit gibt es die Fed Minutes. Darauf möchte ich im Video näher eingehen. Der Monat Mai wird wohl der erste Negativ-Monat für die Aktienmärkte in diesem Jahr werden. Kann man Rücksetzer nutzen? Haben Sie sich schon für den Trade des Tages angemeldet? Wenn nicht, dann bitte einfach hier ihre Daten eingeben, dann können Sie täglich meine Detailanalysen kostenfrei lesen.

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