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Dax: Der Euro drückt – ein heißer Sommer für deutsche Aktien!

Blickt man auf den Dax, so fällt auf, dass der Index die Minimalziele auf der Oberseite nicht annähernd erreichen konnte. So ging es gestern zwar zunächst nach oben, aber anstatt die wichtige Widerstandszone 12670/75 attackieren zu können, ging dem Index schon 100 Punkte darunter die Luft aus. Dann schoss der Euro über die 1,16er-Marke und sorgte intraday für eine leicht Panikattacke beim Dax. Wir erwarten in den nächsten Wochen noch die eine oder andere Panik-Attacke bei den Dax-Bullen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Man kann es drehen und wenden wie man will: Mario Draghi hat gestern nicht den erhofften Befreiungsschlag für den Dax gegeben. Mit seiner Ankündigung, im Herbst eine Entscheidung über QE treffen zu wollen ist faktisch schon eine Entscheidung gefallen – sonst hätte er doch einfach sagen können, dass Tapering einfach kein Thema sei. Das hat er aber nicht, und das ist der Hauptgrund für die Rally des Euro, der das Tapering schon antizipiert und jetzt auch charttechnisch ausgebrochen ist.

Faktisch heißt das, dass europäische Unternehmen dabei sind, gegenüber international tätigen US-Konzernen (den sogenannten „multinationals“) mehr und mehr Nachteil auf dem Weltmarkt zu haben. Das erklärt vielleicht zumindest zum Teil die große Lücke zwischen dem Dax und den US-Indizes.

Sieht man sich den Euro-Dollar auf Wochen-Basis an, erkennt an eine große Boden-Bildung, die sich mit dem Anstieg über die Zone 1,1500-1,1500 nach oben auflösen dürfte. Die Gemeinschaftswährung dürfte perspektivisch mindestens bis 1,2030 steigen und damit für den Dax ein konstanter Belastungsfaktor sein:

Dass das alles für den deutschen Leitindex nicht einfach werden wird, verdeutlicht auch der charttechnische Blick auf die Einzeltitel im Dax, die überwiegend nicht wirklich sehr erfolgsverprechend aussehen! Da ist also reichlich Gegenwind, und Draghi hat diesen Gegenwind nicht gestoppt und damit die vielleicht letzte Hoffnung der Dax-Bullen konterkariert.

Der Dax wirkt ohnehin schon schwach, und man muß sich die Frage stellen, was bei dem deutschen Leitindex erst passiert, sollten auch eines sicher extrem fernen Tages einmal die hoffnungslos überkauften US-Märkte korrigieren! Gründe dafür gäbe es reichlich, auch wenn die Wall Street noch im Vollrausch agiert..

Blickt man auf den Dax, so fällt auf, dass der Index die Minimalziele auf der Oberseite nicht annähernd erreichen konnte. So ging es gestern zwar zunächst nach oben, aber anstatt die wichtige Widerstandszone 12670/75 attackieren zu können, ging dem Index schon 100 Punkte darunter die Luft aus. Dann schoss der Euro über die 1,16er-Marke und sorgte intraday für eine leicht Panikattacke beim Dax. Wir erwarten in den nächsten Wochen noch die eine oder andere Panik-Attacke bei den Dax-Bullen..

Was der Dax nun schaffen müsste, wäre das Überbeiten das gestrigen Tageshochs bei 12570/75 Punkten. Allein das erscheint uns nur mäßig wahrscheinlich. Wahrscheinlicher da schon das Unterbieten des ersten Unterstützungsbereichs bei 12380 Punkten mit dann folgendem Anlauf auf den 12310er-Doppelboden. Dem Dax steht ein heißer Sommer bevor..

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Grenke das neue Wirecard? Neue Fed-Strategie, Luft für Dax wird dünner

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Wird die Grenke AG das neue Wirecard? Wir haben diesen Themenkomplex diese Woche mehrmals thematisiert, und im folgenden Video wird er auch von Manuel Koch besprochen. Auch bespricht er mit einem Experten die neue Strategie der US-Notenbank Federal Reserve. Es gehe nun nicht mehr darum die Inflation ab einem bestimmen Niveau zu begrenzen. Nein, die Senkung der viel zu hohen Arbeitslosenzahl sei nun das Hauptaugenmerk der Fed. Lange Zeit könne die Notenbank daher nun den Zins ganz tief im Keller belassen.

Und wie sieht es aus mit dem Dax? Gibt es neue Impulse? Im Video wird besprochen, dass derzeit offenbar einige negative Aspekte beiseite geschoben werden. Dennoch werde die Luft nach oben dünn – weitere Anstiege könnten sich also schwieriger gestalten. Auch im Video besprochen werden ganz konkret zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Bayer und Continental seien jeweils ein Kauf. Beide Aktien könne man über das Vehikel einer Stop Buy-Order kaufen.

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Warum haben wir keine Börsengänge mehr? – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist ein eigentümlicher Befund. Im vergangenen Jahr ging der deutsche Aktienmarkt steil. Zu Deutsch: Das Geld saß locker, und die Investoren fassten zu. Trotzdem verschmähten viele Unternehmen dieses Geld und verzichteten auf einen Börsengang. Ganze drei Unternehmen haben im vergangenen Jahr den Gang aufs Parkett gewagt. 2020 das nämliche Bild. Bis jetzt zähle ich mit Teamviewer und dem Datenbankspezialisten Exasol zwei IPOs (Börsengang).

Zum Vergleich: 1999 feierten 175 Unternehmen hierzulande ihr Börsendebüt, ein Jahr später zählten die Statistiker 142 IPOs. Natürlich wurde damals auch viel Schrott verkauft, wie dann die Folgejahre zeigten. Dennoch legten die Investoren damals den Grundstein für den digitalen Standort Deutschland.

Diese Frage drängt sich auf: Warum geht bei uns jetzt nichts mehr?

Meine Antwort fällt differenziert aus. Es ist richtig, dass viele Unternehmen derzeit keinen Börsengang planen, weil sie sich das Geld in Form von Fremdkapital anderweitig besorgen können. Ein Beispiel: Wenn die Bosch GmbH bedeutenden Kapitalbedarf hat, dann geht man einfach zur Bank oder zapft den Rentenmarkt an und holt sich dort Fremdkapital zu Nullzinsen.

Holte sich Bosch das Geld als Eigenkapital an der Börse, müsste man eine Dividende von – sagen wir 2 oder 3 % – bezahlen. Der Zusammenhang ist klar: Das derzeitige Zinsumfeld begünstigt also nicht unbedingt den Börsengang, wenn es um die Finanzierung von unternehmerischer Tätigkeit geht.

Das ist allerdings nur ein Teil der Wahrheit wie die Beispiele CureVac sowie EuroEyes International zeigen. So feierte der Impfstoff-Spezialist CureVac kürzlich sein Börsendebüt in New York. Und das war eine rauschende Party. Gleich am ersten Tag zog die neue Aktie 250 % in die Höhe. Die Erstzeichner – allesamt US-Investoren – schoben sich rund 700 Millionen USD in die Taschen. Und wir hier blickten in die Röhre.

Und das sei an dieser Stelle, liebe Bundesregierung, schon einmal angesprochen! Das Biotech-Unternehmen aus Tübingen wurde aus dem Staatssäckel üppig alimentiert und subventioniert. Und dann bleibt am Ende ein…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Aktienmärkte: Plötzlich Angst vor Inflation nach der Fed-Sitzung?

Markus Fugmann

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Haben die Aktienmärkte plötzlich Angst vor Inflation bekommen? Die Indizes kamen gestern bekanntlich während und nach der Pressekonferenz von Jerome Powell unter Druck. Aber warum eigentlich? Die Fed hatte doch praktisch eine Nullzinsgarantie bis ins Jahr 2023 gegeben und sich deutlich optimistischer als zuletzt für die US-Wirtschaft geäußert – normalerweise ist das eine gute Nachricht für die Aktienmärkte. Ein zentraler Punkt aber scheint die leichte Enttäuschung darüber gewesen zu sein, dass die US-Notenbank keine weiteren QE-Maßnahmen in Aussicht gestellt hatte, zumal der erhoffte Stimulus durch die US-Politik bisher ausbleibt. Vermutlich haben die Märkte die Fed als eine Art Ersatz gesehen: wenn die Politik sich nicht einigen könne, dann werde aber doch die Fed einspringen mit neuen Maßnahmen..

Aktienmärkte unter Druck wegen Angst vor Inflation?

Jochen Stanzl dagegen hat eine andere Theorie: die Fed habe klar gemacht, bis 2023 nicht mehr die Zinsen anzuheben, egal was komme . Wenn aber nun die Wirtschaft sich weiter erhole und dann im Oktober (!) der Impfstoff gegen das Coronavirus komme, dann drohe eine starke Inflation. Die Aktienmärkte hätten in den letzten Tagen bereits eine Rotation vorgenommen, eben weil sie Inflation erwarteten: daher seien die zuvor so gut gelaufenen Tech-Werte verkauft, während die zuvor wenig gefragten Zykliker gekauft worden seien – denn diese Zykliker würden sich in inflationären Zeiten gut entwickeln, während die Tech-Werte in der Regel in einem deflationären Umfeld profitieren könnten (da sie mit Preissenkungen gelernt hätten umzugehen – fallende Preise für Smartphones etc.).

Das ist eine interessante Theorie von Jochen Stanzl – aber wenn die Aktienmärkte Inflation erwarten, warum ist dann gestern nach der Fed-Sitzung der Dollar stärker geworden – und Gold schwächer? Und: wie wahrscheinlich ist es denn eigentlich, dass schon im Oktober ein Impfstoff gegen das Coronavirus wirklich bereit steht – vor allem ein Impfstoff, der nicht nur partiell schützt vor Infektion, sondern wirklich effektiv ist? Aus unserer Sicht ist das sehr unwahrscheinlich – vor allem nicht schon ab Oktober, also nicht so kurzfristig (bislang hat die Menschheit noch gegen kein einziges Corona-Virus einen Impfstoff entickeln können!).

Ja, es gibt diese Rotation der Aktienmärkte: seit Anfang September performen value-Aktien so gut im Vergleich zu growth-Aktien wie schon seit der Finanzkrise nicht mehr – aber das liegt vor allem auch daran, dass jeder extreme Hype einmal endet, auch der bei den US-Tech-Aktien. Also suchen die großen Player am Markt das, was noch nicht völlig überteuert ist – und so beginnt die Rotation der Aktienmärkte.

Ob die Inflation wirklich kommt, bleibt abzuwarten – aber wir glauben schlichtweg nicht, dass die Aktienmärkte gestern plötzlich Angst vor der Inflation bekommen haben sollen. Sie?

Haben die Aktienmärkte plötzlich Angst vor Inflation bekommen nach der Fed-Sitzung?

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