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Indizes

Dax: Der Fuß geht vom Gaspedal!

Eine solche Differenz zwischen dem Dax und dem S&P hält sich – das zeigt die Vergangenheit hinreichend – nicht sehr lange! Ergo: wenn die US-Märkte weiter nach oben laufen, wird der voraus geeilte Dax gewissermaßen auf die US-Märkte „warten“, und wenn die US-Indizes nach unten laufen sollten, dann wird der Dax auf der Unterseite Gas geben!

Markus Fugmann

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Der Dax hat reichlich Tempo gemacht zuletzt – vielleicht ein bißchen zu viel Tempo! Der Bruch der 12650er-Marke sorgte für einen weitern Anstieg von fast 200 Punkten, wobei der deutsche Leiitndex nicht nur im Vergleich zu anderen europäischen Indizes outperformte, sondern vor allem auch zur Wall Street und ihrem Leitindex S&P 500:


(Chart durch anklicken vergrößern; Dax schwarz, S&P 500 orange)

Eine solche Differenz zwischen dem Dax und dem S&P hält sich – das zeigt die Vergangenheit hinreichend – nicht sehr lange! Ergo: wenn die US-Märkte weiter nach oben laufen, wird der voraus geeilte Dax gewissermaßen auf die US-Märkte „warten“, und wenn die US-Indizes nach unten laufen sollten, dann wird der Dax auf der Unterseite Gas geben!

Und blickt man auf den „Leitwolf“ S&P 500, so sieht die charttechnische Lage gar nicht so hübsch aus:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Der Index durchbrach seinen seit Anfang April bestehenden Aufwärtstrend deutlich – und lief mit der gestrigen Erholung wieder genau an diesen gebrochenen Aufwärtstrend heran, ohne in diesen Aufwärtstrendkanal wieder eintauchen zu können. Und im größeren Zeitfenster verbleibt der S&P 500 seit den Januar-Hochs bislang in einem intakten Abwärtstrend!

Ganz anders dagegen sieht der Dax aus nach dem Bruch der 12650er-Zone:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Sind die Aussichten für die deutschen Unternehmen so viel besser als für ihre US-Pendants? Wohl eher nicht. Vielmehr scheint es so zu sein, dass der Dax die Fortsetzung der ultralaxen Geldpolitik einpreist, nachdem die EZB wieder dovisher geworden ist und die Verbraucherpreise in der Eurozone schwach ausfallen derzeit, was Draghi & Co den Vorwand liefert, erst einmal weiter auf Zeit zu spielen. Anders dagegen in den USA, wo die Fed doch sichtbar durch Zinsanhebungen und Bilanzreduktion auf das Bremspedal getreten ist! Und in den USA eben durch den fiskalischen Stimulus in einem späten Aufschwungzyklus die Inflation deutlich ansteigt, was die Fed zum Handeln zwingt und wiederum den Dollar stärkt. Und ein starker DOllar ist nicht gut für international tätige US-Unternehmen.

Das alle spricht also doch tendentiell für den Dax, wenn die EZB ihre Haltung nicht ändert – aber im kurzen Zeitfenster ist der Index zu weit voraus geeilt und muß daher wohl erst einmal „ausschnaufen“!

Der Fokus heute, wie sollte es anders sein, auf die US-Arbeitsmarktdaten, wobei der Fokus vor allem auf den US-Stundenlöhnen liegt – wir berichten um 14.30Uhr die Daten und sehen uns eben diese Daten dann in einem Folgeartikel genauer an!

 

Heute dürfte der Fuß nicht mehr auf dem Gaspedal sein beim Dax..

Von Stahlkocher – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=799091

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