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Indizes

Dax: Der meist angekündigte Deal der Weltgeschichte

Neuer Tag, neue Hoffnungsmeldungen – es gibt wohl keinen so häufig angekündigten Deal in der Weltgeschichte!

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Neuer Tag, neue Hoffnungsmeldungen: Trump erwartet den Deal mit China in drei bis vier Wochen, Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet von „substantiellen Fortschritten“ – es gibt wohl keinen so häufig angekündigten Deal in der Weltgeschichte! Fragt sich nur, ob die Inflation der Ankündigungen wirklich ein so gutes Zeichen ist – warum wird ständig etwas angekündigt, während gleichzeitig die Verhandlungen schon sehr viel längern dauern als gedacht? Und warum springt Chinas Vasall Kim Yong Un ausgerechnet jetzt ab von den Gesprächen mit den USA über nukleare Abrüstung?

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Wie auch immer – heute steht der Verfall im Fokus, dessen Sogkraft aber scheinbar schon abgearbeitet ist, wie der gestrige Handelstag zeigt, als die US-Indizes kaum mehr vom Fleck kamen. Das bedeutet: ab jetzt werden die Karten wohl neu gemischt. Typischerweise ist gerade die Verfallswoche im März sehr positiv, allerdings ist dann die Folgewoche tendentiell negativ, wie ein Blick in die Börsenhistorie zeigt (von den letzten 36 Nach-Verfallswochen waren 26 negativ).

Faktisch treten die Märkte nach der starken Rally nun auf der Stelle – das gilt auch für den S&P 500, der nach wie vor in der Zone 2800 bis 2820 handelt:

Und der Dax eingeklemmt zwischen 11390/11400 und 11635 Punkten, darüber das wichtige Hoch bei 11680:

 

Was muß eigentlich noch passieren angesichts der ständigen Jubelmeldungen über den kommenden Deal US-China, damit der Index endlich weiter nach oben ausbrechen kann?

Die vielleicht entscheidene Frage lautet doch: was ist eingepreist und was nicht? Weiter nach oben ginge es für die Aktienmärkte wohl dann, wenn sowohl die USA als auch China wechselseitig alle Zölle abschaffen würden. Die Erwartungen sind ohnehin schon hoch, sodass alles, was diese hohen Erwartungen nicht übertrifft, tendentiell eher zu Abverkäufen führen dürfte. Dann – in der nächsten Woche – die Fed: hier rechnen die Märkte mit einer zügigen Einstellung der Bilanzreduzierung, auch das dürfte eingepreist sein.

Heute besonders interessant ist die Industrieproduktion in den USA, die im letzten Monat bereits mit -0,6% enttäuscht hatte (nachhaltige Bärenmärkte haben sich historisch immer durch einen fortgesetzten Fall der Industrieproduktion angekündigt). Die derzeit stets wiederholte Begründung für schwache Daten aber lautet: das läge doch sicher am government shutdown. Während die zuletzt sehr spärlich auftretenden gute US-Konjunkturdaten (ISM Dienstleistungsindex) als Beleg dafür herangezogen werden, dass die USA wirtschaftlich immer noch gut dastünden, werden die schwachen Daten mit der „government shutdown-Ausrede“ beiseite gewischt. Aber schon sehr bald wird diese Ausrede wohl nicht mehr funktionieren..

6 Kommentare

6 Comments

  1. Columbo

    15. März 2019 09:12 at 09:12

    Man kann die Märkte wunderbar über Nachrichten zum Chinadeal steuern. Warum so ein Instrument aus der Hand geben? Jedenfalls nicht, bis man eine nächste Sau gefunden hat, die man durch den Markt treibt.
    Als Anleger kann man entweder wie gelähmt den immer neuen durchs Dorf laufenden Säuen zusehen oder nicht mehr ins Dorf gehen und die Tiere ignorieren.

  2. Columbo

    15. März 2019 09:32 at 09:32

    „Schlechtes Chance-Risiko-Verhältnis“ von Daniel Stelter. Lesenswert!

    https://think-beyondtheobvious.com/stelter-in-den-medien/schlechtes-chance-risiko-verhaeltnis-an-der-wall-str

  3. Prognostiker

    15. März 2019 11:09 at 11:09

    @ Columbo, die Zeitbombe liegt darin, dass die Altetsvorsorge der Amis zu 80% in Aktien liegt. Wennn die Kurssteigerungen, wann auch immer zu Ende sind, wird das enorme Auswirkungen haben.Realistisch gesehen basieren die Altersvermögen schon jetzt auf ca. 50% überbewerteten Aktien.Darum mussten die Notenbanken im Dezember schon bei minus 20% eingreifen, ein Kursniveau ,das in 2009 ohne Katastrophe auf 3 mal tieferem Niveau noch verkraftet wurde.
    Da werden dann die konservatifen Vorsorger in unseren Landen mit weniger Aktienanteil im Vorteil sein.
    Es gibt ja auch bei uns Politiker ,die meinen man müsste aggressiver investieren.
    Schöne Finanzwelt, Immobilien ,die zu teuer werden ( wegen manipulierten Tiefzinsen ) möchte man enteignen u.Aktien dürfen nur noch steigen ,weil sonst alles zusammenbricht.

    • Martin

      15. März 2019 12:43 at 12:43

      Super Beitrag. Das heißt, der FED-PUT wird in Zukunft schon viel früher greifen.

      Ihr Negativisten und Verschwörungstheoretiker tut mir leid. Ihr versäum gerade einen tollen Aktienmarkt…..

  4. Super- Ponzi

    15. März 2019 13:38 at 13:38

    @ Martin , einverstanden ,der FED Put wird in Zukunft so ausgelegt, dass das Plunge Protection Team in Zukunft auch alle faulen Unternehmenskredite, u.bei fallenden Immo-Preisen auch Immobilien kaufen wird.
    Also eigentlich ein Ponzi- System mit Staatsgarantie ? ? Glaubst du wirklich daran?
    Hast du schon überlegt, warum die Notenbanken im Dezember so drastisch reagieren mussten ?
    Die sogenannten NEGATIVISTEN werden sich bald als REALISTEN erweisen.

  5. sabine

    15. März 2019 16:05 at 16:05

    „es gibt wohl keinen so häufig angekündigten Deal in der Weltgeschichte!“
    Damit haben die US-Amis Erfahrung. Ich erinner mich noch an die immerwährend drohende Zinserhöhung, die dann doch nie kam, oder nur in homöopathischer Dosis.
    Ebenso der Brexit, der nie kommt. Hauptsache England muß nicht mehr einzahlen und darf mit seiner Grenze machen, was es will (reinlassen, wen es will). Oder so.

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Aktien

Marktbericht: Fed, Trump, Microsoft – Amis laufen besser als der Dax

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am

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Donald Trump feuert mal wieder volle Kanne gegen die Fed. Die solle gefälligst endlich die Zinsen senken, so quasi seine Anweisung an die Fed (hier nachzulesen). Unglaublich, aber inzwischen hat man sich an diesen Ton ja fast schon gewöhnt, obwohl die Fed unabhängig agiert! Aber das war heute für den Markt gar nicht wichtig. Wir wollten es vorab nur nochmal erwähnen, was da vor sich geht. Trump macht den Mini-Erdogan! Aber kommen wir jetzt mal zum konkreten Marktgeschehen.

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Fed-Aussagen

Einzelne Funktionäre der Fed haben mit Aussagen gestern und heute die Kurse durcheinander gewirbelt. Da wäre zunächst der in Notenbankkreisen wichtige Chef der New York Fed John Williams. Er hielt gestern Abend eine am Markt viel beachtete Rede, deren Aussagen (Zinsen senken, sobald Wirtschaft schwächelt) dem Markt suggerierte, dass die Zinsen noch stärker gesenkt werden, als bislang erhofft. Heute wurden diese Äußerungen relativiert als grundsätzliche ökonomische Aussagen, aber im Nachhinein kann man Börsenkurse ja auch nicht mehr ändern… und so fiel der US-Dollar gestern Abend sprunghaft, und fast alles, was gegen den Dollar gehandelt wird, stieg sprunghaft an (gut sichtbar im folgenden EURUSD-Chart seit Mittwoch früh).

Dann wurden heute Äußerungen des St. Louis Fed-Chefs Bullard bekannt, der sich klar für nur 25 Basispunkte Zinssenkung am 31. Juli aussprach. Das müsse reichen. Diese Äußerung brachte den Dollar wieder nach oben, und den Euro wieder nach unten.

Und die Indizes?

Im folgenden Chart sieht man den Dax (blau) gegen den Dow seit Mittwoch früh. Seit gestern Abend laufen die Amerikaner besser als der Dax. Sie scheinen die Fed-Story unterm Strich besser wegzustecken. Und außerdem konzentriert man sich aktuell eher auf die heimischen Quartalszahlen. Vor allem berauschen sich die Amerikaner aktuell an den Quartalszahlen von Microsoft, die gestern nach Börsenschluss positiv überraschten. Und Deutschland? Hierzulande hat Angela Merkel sich heute in letzten Aussagen vor ihrem Sommerurlaub auch zur Wirtschaftslage geäußert. Dabei ging es auch um die Konjunktur. Die laufe nicht sonderlich gut usw. Den heutigen Absturz im Dax ab 11 Uhr ab 12.323 Punkten kann man zeitlich gut in Zusammenhang bringen mit Merkels Aussagen. Thema Sommerloch? Wenn solch ein paar allgemeine Worte schon für -80 Punkte gut sind? Denn so stark fiel der Dax. Hätte sich der Dax heute an die Amerikaner gekoppelt (was ja eigentlich der Standard ist), dann könnte man jetzt vielleicht bei 12.350 Punkten stehen? (reine Vermutung) Aktuell notiert der Dax jedenfalls mit 12.229 Punkten, und geht relativ schlaff ins Wochenende.

Dax vs Dow

Öl und sonstige Ereignisse

Der Ölmarkt wurde diese Woche (vor allem heute und gestern) überflutet mit Gründen für steigende und fallende Kurse. Zuletzt war vor allem der Iran ein Thema (bitte hier genauer nachlesen). Für Bullen wie auch Bären lassen sich Argumente finden. Im folgenden Chart sieht man den WTI-Ölpreis seit Montag. Schubweise ging es immer weiter bergab. Man kann eindeutig das Gefühl haben, dass der Markt diese Woche einfach fallen wollte. Trotz einem angeblichen US-Abschuss einer iranischen Drohne zeigt sich der Markt eher fallend. Ein Wahnsinnsmarkt war Öl diese Woche! Wie gesagt, bitte im obigen Link die Details nachlesen.

Die Verbraucherstimmung der Uni Michigan kam vorhin fast genau rein wie erwartet. Diese Daten brachten also keine Impulse. Vorausschauend kann man sagen: Die Amerikaner scheinen mit guter Grundstimmung in die kommende MEGA-Woche zu starten. Es hagelt jede Menge extrem wichtiger Daten von deutschen und US-Konzernen. Der Dax scheint mit seiner müden Sommerloch-Stimmung hinterher zu hinken. Man muss auch bedenken: Die negativen Industrie-Daten in Deutschland liegen wie ein Brett im Magen der Börsianer in Frankfurt, während die Konsumgesellschaft auf der anderen Seite des Atlantik weiter ihre Party auf dem brodelnden Vulkan feiert. Übrigens: Bis jetzt haben 15% aller im S&P 500 enthaltenen Aktiengesellschaften ihre Quartalszahlen gemeldet. Laut FactSet haben 79% davon die (zuvor oftmals gesenkten) Erwartungen übertroffen. Also, kann die Party in den USA nächste Woche weitergehen?

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Short-Einstiege im Dax

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Die aktuelle Lage im Dax und Dow bespreche ich im Video. Die jüngsten Chartverläufe der beiden Indizes sind nicht identisch. Im Dax würde ich heute eher nach Short-Einstiegen suchen. Werfen Sie mit mir auch noch einen Blick auf Gold. Mein heutiger „Trade des Tages“ folgt gleich noch. Wollen Sie ihn und alle folgenden Text-Analysen völlig kostenfrei lesen? Dann melden Sie sich bitte einfach hier an.

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Devisen

Aktuell: Dax und Euro im Fegefeuer von Fed und Merkel

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Da hatten wir doch gerade erst von einem kleinen charttechnischen Durchbruch im Dax berichtet. Und dann das. Nach jetziger Lesart war es nur ein Fake-Ausbruch im Dax von ingesamt nur 23 Punkten auf bis zu 12.338 Punkten. Jetzt tendiert der Dax abwärts. Er fällt auf 12.236 Punkte, und die heutige Stimmung der Aktienhändler ist im Eimer.

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Mal wieder funkt die Fed dazwischen. Erst gestern sorgten Aussagen von NY Fed-Chef Williams (Zinsen senken bei Anzeichen für Konjunktur-Schwäche) dafür, dass der Dollar fiel, und dass fast alles stieg, was gegen den Dollar gehandelt wird. Und jetzt? Vor wenigen Minuten erscheint im WSJ ein Artikel mit einem Interview des St. Louis Fed-Chef Bullard. Er hält für die Fed-Sitzung am 31. Juli eine Zinssenkung von 25 Basispunkten für völlig ausreichend. Mehr sei nicht nötig. Zack. Das bringt den Dollar wieder nach oben, damit den Euro nach unten auf sein Tagestief bei 1,1239.

Aber warum verdammt nochmal fällt dann jetzt der Dax? Der schwache Euro müsste ihn eigentlich eher nach oben pushen? Einerseits soll man im Sommerloch nicht jede Kursschwankung überinterpretieren (wenig Liquidität im Markt vorhanden). Andererseits begann der Dax vorhin genau dann zu fallen, als Aussagen von Angela Merkel bekannt wurden, dass die deutsche Wirtschaft sich gerade in einer schwierigen Phase mit schwachem Wachstum befinde!

Und so kann es doch tatsächlich sein, dass Dax und Euro im Augenblick im Tandem fallen (Chart seit heute Nacht).

Dax und Euro am Fallen

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