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Dax: Der Pessimismus hat deutlich nachgelassen – schlecht für den Index!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Der Dax ist im letzten Drittel des Juli deutlich unter Druck gekommen und fiel von gut 13200 Punkten um satte 1000 Punkte zum Ende des Monats Juli. Dann folgte eine Aufwärtsbewegung, die heute das bisherige Hoch im August knapp unter der 12800er-Marke markierte. Da ist also viel auf und ab, aber ein richtiger großer Trend ist zuletzt nicht erkennbar.

Glaubt man dem „Sentiment-Papst“ Joachim Goldberg in seiner jüngsten Analyse zum Dax-Sentiment, dann dürfte das auch so bleiben, dürften die Bäume für den Dax nicht in den Himmerl wachsen in den nächsten Tagen:

„Im besten Fall bleibt dem DAX eine Konsolidierung auf hohem Niveau, aber die unterstützenden Sentiment-Faktoren sind im Vergleich zur Vorwoche dahingeschmolzen.“

Was aber waren diese „unterstützenden Sentiment-Faktoren“? Mit einem Wort: der sttarke Pessimismus der Investoren, der als Kontrainidkator häufig sehr zuverlässig ist: sind alle investiert, ist der Optimismus groß, sind die Wenigsten investiert, floriert der Pessimismus. Und: wenn viel short sind im Dax, dann steigt eben auch die Wahrscheinlichkeit für einen Short-Squeeze, müssen die Leerverkäufer also ihre Positionen eindecken, wenn es dann doch nach oben geht.

Die Stimmung der Investoren gegenüber dem Dax

Nun kann man derzeit nicht wirklich von einer verbreitet optimistischen Stimmung sprechen, aber der Pessimismus hat doch deutlich nachgelassen im Vergleich zu den Vorwochen. So sind laut neuester Umfrage der Deutschen Börse zwar nur 30% sowh bei den Privatanlegern als auch bei institutionellen Investoren im Lager der Bullen – aber das ist bei beiden Gruppen immerhin ein Anstieg zur Vorwoche um +5%. Bei beiden Lagern schmolz der Anteil der bärisch eingestellten Investoren um -7% und erreicht nun nur noch 44% bei Institutionellen, und 46% bei Privatanlegern.

Was bedeutet das für den Dax? Goldberg sieht es so (hier auch seine Einschätzung im Video):

„Mit der heutigen Sentiment-Befragung ist der Überhang der Pessimisten deutlich zurückgefahren worden. Insbesondere ein Blick auf die Situation bei den institutionellen Marktteilnehmern zeigt, dass mit einem Sentiment-Index von -14 bzw. -16 zwar immer noch ein absoluter Pessimismus besteht, aber in der Betrachtung auf Sicht von drei und sechs Monaten repräsentiert die jüngste Erhebung sogar einen relativen, leichten Optimismus bzw. längerfristig fast eine neutrale Grundeinstellung der Akteure.

Damit ergeben sich zwei Konsequenzen: Im Falle eines erneuten Rücksetzers würden verbliebene Pessimisten wahrscheinlich erst im Bereich knapp vor 12.000 DAX-Zählern aktiv werden. Auf der anderen Seite hat sich das Potenzial für eine Short-Squeeze im Falle weiterer Kursgewinne im Vergleich zur Vorwoche deutlich verringert. Zumal die jüngste DAX Erholung – per Saldo bleibt ein Wochenverlust von einem Prozentpunkt – überwiegend hausgemacht sein dürfte, also ohne Zutun von internationalen Kapitalzuflüssen. Kurzum: Im besten Fall bleibt dem DAX eine Konsolidierung auf hohem Niveau, aber die unterstützenden Sentiment-Faktoren sind im Vergleich zur Vorwoche dahingeschmolzen.“

Der Dax und die Stimmung der Investoren

 

 

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