Folgen Sie uns

Indizes

Dax: Der Startschuß

Die maßgeblichen Player sind jetzt in der Lage sind, den Schalter umzulegen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Derzeit sind die Märkte sehr technisch getrieben – das gilt allen voran für den Leitindex S&P 500. Dieser hat gestern nicht nur eine maßgebliche Unterstützungszone angelaufen (im Bereich 2682/2690 Punkte), sondern dabei auch ein zentrales Fibonacci-Retracement punktgenau getroffen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Damit sind eigentlich zentrale Voraussetzungen für eine Erholung gegeben – und damit hat sich die Chance erhöht, dass sich das in fast allen wichtigen Aktienindizes (auch beim Dax!) erkennbare Muster einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation realisiert!

Dazu kommt, dass der Dollar Schwäche zeigt – ein starker Dollar aber signalisiert strukturellen Streß, die Abschwächung des Greenback dagegen strukturelle Entspannung. Der Dollar-Index dürfte nun weiter fallen und dann die untere Begrenzung des Aufwärtstrendkanals knapp über der 96er-Marke testen:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Dann die Ereignisse im Weißen Haus gestern: dort haben die Anti-China-Hardliner Peter Navarro (Rückstufung öffentlicher Auftritte) und John Bolton (durch die Entfernung seiner Stellvertreterin Mira Ricardel aus dem Weißen Haus) empfindliche Niederlagen erlitten – was die Töne in Richtung China deutlich abmildern dürfte. Der Handelskrieg USA-China aber ist derzeit das wichtigste Thema an den Märkten (laut Umfrage unter großen Fondsmanagern durch die Bank of America Merill Lynch), dementsprechend besteht in dieser Frage aktuell viel Potential.

Um das klar zu sagen: es ist weiterhin nicht davon auszugehen, dass es wirklich einen Deal zwischen den USA und China geben wird – die Wahrscheinlichkeit dafür tendiert nach wie vor gegen Null. Aber es gibt nun wenigstens mehr Gründe dafür, Hoffnung zu haben. Hoffnung darauf, dass die Dinge nicht weiter eskalieren, eben weil die Hardliner in der Trump-Administration nun geschwächt sind, während die „Wall-Street-Jungs“ Mnuchin und Kudlow Oberwasser haben. Die Wall Street aber will Ruhe an dieser Front, um sich ungestört die Taschen voll zu machen. In 2019 aber wird diese Fraktion dann dennoch nicht verhindern können, dass sich der strukturelle Streß zwischen den USA und China entlädt..

Zum Dax: der Index hat gestern eine wahre Achterbahnfahrt absolviert! Erst schien er aus einer Trompeten-Formation dynamisch nach unten auszubrechen, dann ging es rasant nach oben, dann wieder nach unten:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Zu erwarten ist nun, dass der Dax versuchen wird seine Aufwärtsbewegung, die gestern noch so kläglich gescheitert war, fortzusetzen. Daher dürfte der deutsche Leitindex in Richtung des gestrigen Tageshochs bei 11565 Punkte laufen, in der Widerstandszone 11565-11600 dürfte das erste Anlaufen dann aber zunächst zum Stehen kommen.

So oder so: es scheint so zu sein, dass die maßgeblichen Player jetzt in der Lage sind, den Schalter umzulegen – und damit den Startschuß für eine Art Jahresendrally gegeben haben..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Markus

    15. November 2018 09:46 at 09:46

    Hallo Herr Fugmann,

    Sie haben die Nackenlinie als Schultern gekennzeichnet. Schultern bei der inversen SKS sind doch unten neben dem Kopf. Sprich die zweite Schulter müsste sich noch bilden.

    VG Markus

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. November 2018 09:52 at 09:52

      @Markus, da haben Sie völlig recht, danke für den Hinweis. Das, was im Chart als „S“ (also als Schulter) erscheint, ist in der Tat die Nackenlinie, und nicht die Schulter. Da ist mir ein Versehen unterlaufen, die Schultern sind tiefer (beim S&P in der Zone bei 2700 Punkten)..

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Im folgenden Video fokussiere ich mich auf verschiedene Szenarien für den Nasdaq, und was im Trading machbar sein könnte. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

Trading-Ideen kostenfrei aufs Smartphone! Aktuelle Trading-News, Handelsideen und Trader-Know-how, Rüdiger Born sendet seine Einschätzungen direkt auf Dein Smartphone, entweder als Video- oder Voice-Nachricht oder einfach als schneller Text mit Bild. Welche Märkte kann man handeln, wo gibt es interessante aktuelle Trading-Setups, wo wären Einstiege möglich oder aber Stopps sinnvoll? Brandaktuell, überall und in gewohnt professioneller und spritziger Art. Klicke dazu einfach an dieser Stelle.

weiterlesen

Indizes

Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

Avatar

Veröffentlicht

am

Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen