Folgen Sie uns

FMW

Dax: Der Tag danach..

Heute ist der Tag nach dem wegweisenden Scheitern der Jamaika-Gespräche – und dieser heutige Tag könnte richtungsweisend sein für den Dax! Vielleicht, eher wahrscheinlich sogar, ist im kurzen Zeitfenster die Vorentscheidung schon gestern gefallen, als der Dax zunächst mit Schwäche auf das Scheitern reagierte, dabei aber die entscheidende Unterstützungszone 12840/50 erneut erfolgreich verteidigen konnte..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Heute ist der Tag nach dem wegweisenden Scheitern der Jamaika-Gespräche – und dieser heutige Tag könnte richtungsweisend sein für den Dax! Vielleicht, eher wahrscheinlich sogar, ist im kurzen Zeitfenster die Vorentscheidung schon gestern gefallen, als der Dax zunächst mit Schwäche auf das Scheitern reagierte, dabei aber die entscheidende Unterstützungszone 12840/50 erneut erfolgreich verteidigen konnte, um dann nach oben zu drehen. Damit ist diese Unterstützungszone 12840/50 noch viel härter geworden, sie könnte nun die Basis darstellen für einen Anlauf auf das Allzeithoch.

Seit Ende Oktober gibt es einen ziemlich klaren Zusammenhang zwischen Dax und Euro, sie sind wieder eindeutig negativ korreliert (was zuvor einige Zeit nicht so gewesen war, da schienen die beiden sich voneinander entkoppelt zu haben):


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Mithin heißt das: wenn der Euro weiter schwächeln sollte, wäre das positiv für den Dax. Und während sich die Ansicht durchzusetzen scheint, dass die deutsche Wirtschaft trotz der politischen Unsicherheit gewissermaßen auf Autopilot läuft und daher auch kein Hindernis für den Erfolg der Dax-Konzerne darstellt, ist das beim Euro wohl anders, eben weil der Euro als politisch-philosophisches Projekt viel stärker auf diese Unsicherheit reagieren dürfte, wenn der vermeintliche Stabilitätsanker Merkel schwer angeschlagen ist!

Solange beim Dax also die nun noch härter gewordene Unterstützung im Bereich 12840/50 hält, ist in Sachen Angrif auf das Allzeithoch die Chance grundsätzlich gut:

Springt der Dax über den ersten wichtigen Widerstand bei der 13100er-Marke wäre der Weg frei bis 13140 (Verlaufshoch vom 14.November), dann die untere Kante des Gaps (Ende Oktober) bei 13230 Punkten, gefolgt von der oberen Gap-Kante bei 13315 Punkten (sowie dem Bereich 12340 als ehemaliger Unterstützung).

Wir sehen die Chancen als gering an, dass Neuwahlen noch vermieden werden können – wahrscheinlich fällt darüber morgen die (endgültige) Entscheidung, wenn Bundespräsident Steinmeier mit SPD-Schulz sprechen wird. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass die SPD noch einmal einen Rückzug vom Rückzug macht und sich doch für den Eintritt in eine große Koalition entscheiden könnte.

In den USA dagegen dürfte der verhalten positive Grundton erst einmal beibahlten werden im Vorfeld der Thanksgiving-Feiertage. Im kurzen Zeitfenster droht auch von dieser Seite kein starker Gegenwind – was sich dann jedoch im Vorfeld der notwendigen Anhebung der US-Schuldenobergrenze ändern wird (muß bis 08.Dezember angehoben werden, was diesmal deutlich schwieriger werden dürfte als Anfang Oktober, als die Parteien noch unter dem Eindruck der Verwüstungen der Hurrikanes standen und sich daher schnell auf eine befristete Anhebung verständigen konnten!).

 

Man könnte als sagen: der Dax täte gut daran, sich ein bißchen zu beeilen, weil dann in gut zwei Wochen eben dieser Gegenwind droht..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Gerd

    21. November 2017 15:16 at 15:16

    Dieser Tage wurde über Übernahmespekulationen bei Commerzbank berichtet.
    Oder dass sich die Bank mit der Deutschen Bank zusammenschließt.
    Wenn man die Kursentwicklung ansieht, muss man annehmen, dass da was dran ist.

    Aber: Der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board/FSB) stufte die Deutsche Bank in der heutigen Bewertung immer noch weit vorne unter den systemrelevanten Banken ein.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Coba und Deuba zusammengehen dürfen. Das daraus entstehende Institut müsste doch dann noch ein bisschen mehr systemrelevant sein.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: 1929, 1999, heute – Geschichte reimt sich! Videoausblick

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich – und so erinnert die derzeitige Euphorie der Aktienmärkte an die Stimmung von 1929 (Boom kurz vor der Weltwirtschaftskrise) und 1999 (Dotcom-Blase). Die Erwartungen an die Wirtschaft nach der Coronakrise sind immens, eine perfekte Welt ist eingepreist. Gestern aber kurz vor US-Handelsschluß dann ein deutlicherer Rücksetzer, nachdem Pfizer bekannt gab, nur die Hälfte des Impfstoff-Volumens im Dezember liefern zu können. Eigentlich ist das ziemlich unbedeutend – zeigt aber, wie empfindlich die Aktienmärkte reagieren, wenn die Impfstoff-macht-alles-wieder-gut-Euphorie hinterfragt wird. Unterdessen verschärft sich die Coronakrise in den USA weiter mit neuen Rekorden, es drohen immer breitflächigere Lockdowns..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Wall Street mit Allzeithochs, Dax dümpelt – warum? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte der Wall Street (S&P 500 und Nasdaq 100) erreichen heute neue Allzeithochs, aber der Dax dümpelt weiter vor sich hin mit heute leichten Verlusten. Warum? Ist es der starke Euro (bzw. der schwache Dollar)? Dabei sind heute die eher „Value“-lastigen US-Indizes Dow Jones und Russell 2000 stark, also jene Indizes, die wie der Dax sehr wenig Tech-lastig sind und viele einstige „Corona-Verlierer“ enthalten, die doch besonders von der Impfstoff-Hoffnung profitieren. Unterdessen überhitzen die Aktienmärkte in den USA ungebremst weiter, es werden historische Extreme überboten. Aber die Anleihemärkte senden eine andere Botschaft: die Renditen der US-Staatsanleihen fallen – ungewöhnlich, wenn wirklich die von den Aktienmärkten erhoffte riesengroße Erholung der Wirtschaft wirklich kommen sollte..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktienmärkte: Kaufen, kaufen, kaufen! Videoausblick

Inzwischen sind die amerikanischen Aktienmärkte teurer als während der Euphorie von 1929 kurz vor der Weltwirtschaftskrise. Kaufen – kaufen?

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Aktienmärkte sind weiter im Modus: es kann nichts schief gehen, also kaufen, kaufen, kaufen! Der Leitindex S&P 500 gestern erneut mit einem Allzeithoch, während der Dax nicht mitzieht (wohl wegen des starken Euros, der über die 1,21er-Marke klettert). Inzwischen sind die amerikanischen Aktienmärkte teurer als während der Euphorie von 1929 (kurz danach brach die Weltwirtschaftskrise aus) – der Glaube an die heilende Wirkung des Corona-Impfstoffs und an die Notenbanken läßt viele glauben, dass Bewertungen keine Rolle mehr spielen würden. Aber aktuelle Bewertungen sind nichts anderes als die Redite-Chanchen der Zukunft! Unterdessen wird auch in den USA die Corona-Lage ernster: Los Angeles verhängt jetzt einen lockdown wie im Frühjahr..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage