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Dax: Der Treibstoff für die Aktienmärkte

Der Treibstoff wird teurer, den die Aktienmärkten für ihren Motor brauchen!

Markus Fugmann

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am

Das wird heute ein wichtiger Tag für den Dax! Der Index hat sich am Freitag wieder einmal schwach gezeigt, nun ist auch erstmals seit Langem die Wall Street unter Druck. Und das durchaus aus gutem Grund: der schnelle Anstieg der US-Anleiherenditen verteuert faktisch Geld und verknappt somit die Liquditität. Damit wird gewissermaßen der Treibstoff weniger, den die Aktienmärkten für ihren Motor brauchen – daher erlebe wir derzeit wohl die schwierigste Phase für die Wall Street seit dem Abverkauf Anfang Februar. Man könnte sagen: die Preise für Benzon steigen, das Autofahren wird teurer – also läßt manch einer jetzt das Auto erst einmal stehen..

Was aktuell passiert, verrät viel über die Märkte: während die Sorgen um einen eskalierenden Handelskrieg zwischen den USA und China nur kurz die US-Aktienmärkte beeinflußten, weil man irgendwie davon ausgeht, dass die beiden Supermächte sich schon irgendwie einigen würden, geht man bei der leisesten Andeutung des Fed-Chefs Powell, dass die Zinsen weiter steigen könnten als die Märkte zuvor geglaubt hatten, in die Knie.

Heute sind aufgrund des Columbus Day in den USA die US-Anleihemärkte geschlossen, mithin muß man also heute nicht auf die Renditen der US-Anleihen starren. Wir werden sehen, ob das positiv oder sogar negativ ist (eine Art Gespenst im Hintergrund, vor dem man sich fürchtet). Charttechnisch sind die US-Indizes angeschlagen (vor allem der Nasdaq), aber der Leitindex S&P 500 hat wichtige Unterstützungen noch verteidigen können.

Die Vorgaben aus Asien sind mau (Japan geschlossen, Chinas Märkte deutlich im Minus nach der 1-Wochen-Pause). Der X-Dax eröffnet knapp unter der 12100er-Marke:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Widerstand beim Dax nun an der 12200er-Marke sowie bei 12250 Punkten – in diesem Bereich verläuft auch der Abwärtstrendkanal seit der zweiten September-Hälfte. Auf der Unterseite rückt nun die Marke bei 12040 Punkten ins Blickfeld, die im September von großer Relevanz war. Sollte der Dax unter diesen Bereich fallen, ist ein Wiedersehen mit dem Verlaufstief bei 11860 Punken wahrscheinlich.

Heute ist zu achten wieder einmal auf die Renditen italienischer Anleihen, nachdem die EU-Kommission in einem Brief am Freitag an Rom ihr Mißfallen über den Haushalt scharf ausgedrückt hat – das könnte heute harsche verbale Antworten nach sich ziehen von Salvini & Co. und damit den Konflik verschärfen. Zur Eröffnung steigen die Renditen für die 10-jährige italienische Anleihe auf 3,5% und damit auf ein neues Jahreshoch. Man sieht: Anleihen sind jetzt das Thema, Zinsen sind jetzt das Thema. Heute ist ein wichtiger Tag für Dax und Co!

 

 

Fehlt bald die Energie an den Aktienmärktn, weil der Treibstoff immer teurer wird?

By cgo2 – https://www.flickr.com/photos/cgo2/4170973543/sizes/o/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9521999

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Wolfgang M.

    8. Oktober 2018 09:43 at 09:43

    Wie Markus Fugmann schon letzte Woche festgestellt hat, könnte uns ein volatiler Oktober bevorstehen. Dieses ist schon statistisch signifikant, in diesem Jahr kommen in den USA noch zwei Faktoren sehr negativ hinzu. Ab heute fehlen für 4 Wochen Aktienrückkäufe in Höhe von geschätzt 100 Mrd.$, zudem reduziert die Fed ihre Bilanz um 50 Mrd.$. Da müssen schon sehr gute Unternehmensergebnisse kommen, um dies zu kompensieren.
    Der Dax hingegen, hängt in großem Maße von China ab, als großer Abnehmer von Waren und seit geraumer Zeit als Leitindex auf Aktienseite. Zusätzlich kommen die altbekannten Euroland-Probleme.
    Italiens Banken haben seit Mai 25% ihrer Marktkapitalisierung (37 Mrd.€) verloren, Griechenlands Pendant allein am letzten Mittwoch 9%. Da sollte es nicht sehr viel weiter gehen, bis zum Zwang von Kapitalerhöhungen.
    Dürfte also für die Märkte nicht leicht werden, nicht in den Korrekturmodus zu fallen, oder diesen zu verstärken.
    Gruß

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Indizes

DAX daily: Euphorische US-Börsen ziehen den Dax nach oben

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Der Dax schleppt sich im gestrigen Handel zurück in Richtung der 14.000er Marke, während der Nasdaq und S&P500 mit Leichtigkeit auf neue Rekordstände fliegen. Insbesondere bei den Technologiewerten haben die Anleger wieder fleißig zugegriffen. Die Börsianer erhoffen sich durch das Duo Biden/Yellen weiteren Stimulus für die Konjunktur sowie Schecks für die Kleinanleger zum Zocken an den Aktienmärkten. Wer will es ihnen verdenken, es ist wie in einem Paradies, wo es ständig Geld von Regierungen und Notenbanken regnet. Selbst eine Verschärfung und Verlängerung der Corona-Maßnahmen kann die Kauflaune der Anleger nicht bremsen.

Im Gegensatz zu den US-Indizes befindet sich der deutsche Leitindex aber immer noch in einer Konsolidierung auf hohem Niveau. Für weitere Aufwärtsimpulse muss der Dax die Hürden bei 13.960 und 14.000 überwinden. Das gestrige Tageshoch lag bei 13.952 Punkten, damit fehlt also noch ein Stück zur runden Marke. Den Handel hat der Dax schließlich mit einem Plus von 106 Punkten (0,77%) bei 13.921 beendet. Das heutige Ziel sollte somit der Sprung über die 14.000er Marke sein.

News und fundamentale Daten

Nach der gestrigen Vereidigung von Joe Biden steht heute mit der EZB-Sitzung das nächste Highlight der Woche auf dem Plan. Für 13.45 Uhr ist die Zinsentscheidung angesetzt, um 14.30 Uhr folgt anschließend noch die Pressekonferenz der EZB-Chefin Christine Lagarde. Die Anleger erhoffen sich dann neue Hinweise über die zukünftige Geldpolitik. Allerdings ist nicht mit neuen geldpolitischen Lockerungen zu rechnen, nachdem die EZB im Dezember bereits ihr Anleihekaufprogramm um 500 Milliarden ausgeweitet hatte.

Zudem erscheinen zeitgleich noch ein paar Wirtschaftsdaten aus den USA. Unter anderem werden die wöchentlichen Erstanträge und Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Zusätzlich erscheinen die Daten der Baugenehmigungen (Dez) sowie der Philly Fed Herstellungsindex. Den Termin um 14:30 Uhr stellt aufgrund der zahlreichen Daten ein interessantes Trading-Event für Dax-Händler dar. Aus Unternehmenssicht sind die Quartalszahlen von dem Medizintechnik-Unternehmen Intuitive Surgical, dem IT-Unternehmen IBM sowie dem Halbleiterhersteller Intel interessant. Die Anteilseigner von dem zuletzt stark unter Druck geratenen Chip-Riesen Intel werden nach dem Rauswurf des CEO Bob Swan ganz genau auf die Zahlen und den Ausblick schauen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Der Dax notiert vorbörslich an der Widerstandszone bei 13.960. Damit der Sprung über die 14.000er Marke gelingt, muss der Bereich sowie das Nachthoch bei 13.980 überwunden werden. An der 14.029 wartet dann die 161,8% Extension. Setzt sich der Anstieg fort, dann dürfte der Dax noch das offene Gap bei 14.049 schließen. Sollte dem Dax dort nicht die Puste ausgehen, dann wäre die Zone bei 13.115 bis 13.131 das nächste Ziel.

Die energische Rally der US-Indizes hat den Dax in den letzten Tagen angetrieben. Aber sogar die Wall Street benötigt mal eine Verschnaufpause, das würde wiederum den Dax bei seiner Zurückeroberung der 14.000er Marke ausbremsen. Eine erste Unterstützung befindet sich im Bereich der 13.902. Unterhalb der 13.900 dürfte sich die Abwärtsbewegung bis zur 13.870 fortsetzen. Dort könnte der Dax wieder Halt finden, ansonsten wäre das gestrige Tagestief bei 13.835 das nächste Ziel. Ein Bruch des Tiefs würde den Index wieder zur markanten Unterstützungszone bei 13.800 führen.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Ausblick 21.01. - H1-Chart - Schafft der Dax die 14.000?

Dax Unterstützungen (US):

13.898 – M15-Chart

13.870 – mehrfache US

13.804 – Punkt 1 Topbildung (H4)

13.700 – Punkt 2 Bodenbildung (H1)

13.672 – Tagestief 15.01.

13.600/630 – US-Zone

13.566 – Tagestief 05.01.

Dax Widerstände (WS):

13.958 – 61,8% Retracement (14.131 – 13.672)

13.988 – offenes Gap 14.01.

14.000 – psychologische Marke

14.029 – 161,8% Extension (13.670)

14.049 – Gap 08.01.

14.115 – 127,5 % Extension

14.131 – Tageshoch 08.01.

14.167 – 261,8% Extension (13.672)

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Finanznews

Inflation und das Paradox der Erwartungen! Marktgeflüster (Video)

Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation. Aber das wäre besonders schlecht für den Reflations-Trade!

Markus Fugmann

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Eines scheint für die Investoren klar zu sein: wenn die Coronakrise überwunden ist, kommt die Inflation – deshalb spielen alle Investoren den „Reflations-Trade“ und kaufen vor allem Aktien aus den Sektoren Energie, Industrie und Materialien. Es sind aber vor allem diese Sektoren, die eine besonders hohe Verschuldung aufweisen – und aufgrund der Politik der Notenbanken dennoch derzeit extrem günstig Schulden machen können. Aber wenn die Inflation wirklich steigt, dann beginnen die Kapitalmarkt-Zinsen zu steigen – und das erschwert die Tragfähigkeit der Schulden jener Unternehmen, die derzeit im Reflations-Trade gekauft werden. Im Grunde ist das ein Paradox: wenn die Inflation wirklich käme, wären diejenigen Aktien die Verlierer, die im Reflations-Trade derzeit immens nach oben gekauft werden..

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Rüdiger Born: Nachbesprechung für Nasdaq-Szenario

Rüdiger Born

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Gestern hatte ich im Video und im Trade des Tages ein Aufwärtsszenario im Nasdaq besprochen. Heute folgt sozusagen die Nachbesprechung. Wie geht es weiter im Nasdaq? Mehr dazu in diesem Video.

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