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Dax: Der Wall Street hinterher – der Baum wächst Richtung Himmel, bevor er gefällt wird..

Glaube schafft Fakten, also Kurs-Fakten. Daher macht es taktisch Sinn, den Glauben erst einmal mitzuspielen, aber strategisch sich darüber klar zu sein, dass der Glaube ein Irrglaube ist. Mit anderen Worten: die Chance liegt im kurzen Zeitfenster (die nächsten zwei bis drei Wochen) jetzt erst einmal auf der Long-Seite, die viel größere Chance nach diesem kurzen Zeitfenster dann aber auf der Short-Seite!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Seit gestern gibt es ein neues Mantra: wird doch alles nicht so schlimm werden mit dem Handelskrieg, die USA und China sind in Verhandlungen getreten, alles wird schon irgendwie gut! Daran kann und muß man sogar zweifeln, aber es ist eben kurzfristig jetzt das dominante Motiv an den Märkten!

Faktisch ist das übergeordnet jetzt die falsche Bewegung – aber es ist eben eine Bewegung! Man malt sich die Welt, wie sie einem gefällt – dass sie dann doch anders ist, wird man erst hinterher feststellen. Der Platzhirsch USA nämlich hat ein Ziel: den Aufstieg Chinas zum ebenbürtigen oder sogar überlegenen Kontrahenten zu verhindern – und genau das ist das außenpolitische Kernziel von Donald Trump.

Und weil das so ist, wird sich der Konflikt nicht in Wohlgefallen auflösen, wird also der Handelskrieg dann doch kommen, von dem die US-Regierung fest überzeugt ist, ihn zu gewinnen (weil man glaubt, dass China in diesem Handelskrieg mehr zu verlieren habe aufgrund seiner Export-Orientierung). Diese Ansicht ist jedoch aus sachlichen Gründen falsch, aus psychologischen Gründen sowieso: denn die chinesische Gesellschaft ist leidensfähiger als die amerikanische, mithin kann Peking seinen Leuten mehr zumuten als Washington den seinen!

Aber Glaube schafft Fakten, also Kurs-Fakten. Daher macht es taktisch Sinn, den Glauben erst einmal mitzuspielen, aber strategisch sich darüber klar zu sein, dass der Glaube ein Irrglaube ist. Mit anderen Worten: die Chance liegt im kurzen Zeitfenster (die nächsten zwei bis drei Wochen) jetzt erst einmal auf der Long-Seite, die viel größere Chance nach diesem kurzen Zeitfenster dann aber auf der Short-Seite!

Das gilt auch für den Dax, der jetzt in eine saisonal gute Phase eintritt (Dividendensaison), bisher aber so weit hinter den US-Indizes zurück bleibt:


Dax schwarz, S&P 500 orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Würde der Dax mit dem S&P Schritt halten, stünde er nun knapp unter der 12500er-Marke! Jetzt also hat der deutsche Leitindex die Chance, wenigstens ansatzweise das nachzubilden, was der große Bruder jenseits des Atlantiks vorgemacht hat. Wir werden sehr viele Informationen über die innere Verfassung, über die innere Stärke bzw. Schwäche des Dax dadurch bekommen, ob und wie weit der Dax in der Lage ist, den Abstand zur Wall Street zu verringern!

Bislang hat der X-Dax heute schon ein bißchen Boden gut gemacht mit dem Sprung über die 12.000er-Marke:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Mit dem gestrigen Move unter die 11720er-Marke hat der Dax einen Fehlausbruch nach unten absolviert. Potential wäre jetzt also nun vorhanden (Fehlausbrüche führen meist zu impulsiven Gegenbewegungen). Logisches erstes Ziel wäre nun der Bereich 12110-12140, dann der Bereich um 12275. Unterstützung hat der Dax nun bei der unteren Gap-Kante von heute bei 11920 Punkten, dann natürlich der Bereich bei 11720 Punkten, der nun ein Doppelboden ist.

Mal sehen, wie weit die Bäume in den Himmel wachsen – bevor sie dann gefällt werden..

 

Von Dstern aus der deutschsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3289789

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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