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Dax: Der Weg ist steinig!

Die vielleicht wichtigste Frage ist nun, wie die Wall Street auf den Bericht der Washington Post reagiert. Gestern war die Rally der US-Indizes ja nur deswegen möglich, weil es in dieser Richtung keine neue Meldungen gegeben hatte und man sich auf die wundersamen Geschäfte von Trump in Saudi-Arabien konzentrieren konnte. Das wird so heute nicht mehr gehen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Weg für den Dax wird heute wohl ziemlich steinig! Als Belastungsfaktoren der (vermutliche) Terror-Anschlag in Manchester sowie der Bericht der Washington Post, wonach Trump sowohl den Chef der NSA als auch den Chef der National Intelligence aufgefordert haben soll, die Russland-Ermittlungen zu unterbinden. Sollte sich das bestätigen, wird es für Trump noch enger – das wäre juristisch klare Behinderung der Justiz und damit ein hinreichender Grund für ein Amtsenthebungsverfahren!

Gestern schien das Trump-Desaster erst einmal vergessen, nachdem Donald einen schönen Deal mit Saudi-Arabien verkünden konnte (unter durchaus sehr fragwürdigen Umständen!). Das hat die Wall Street gestern eingelullt (minimale Handelsumsätze, so niedrig wie noch nie in diesem Jahr!), ist aber nur eine kurze Ablenkung vom eigentlichen Thema: ob Trump überhaupt in der Lage sein kann, seine Pläne umzusetzen, oder schon vorher abgesetzt wird!

In Asien leichte Verunsicherung nach dem Terror-Anschlag in Manchester, dazu Asiens größter Rohstoffhändler, Noble Group mit Sitz in Singapur, schwer unter Druck nachdem die Ratingagentur S&P gestern das Unternehmen weiter abgestuft hat. Noble war möglicherweise schon für den Abverkauf der Rohstoffpreise verantwortlich vor einigen Wochen, vermutlich musste das angeschlagene Unternehmen sein Tafelsilber verkaufen, um Liquidität zu generieren angesichts seiner massiven Probleme.

Shanghai Composite -0,45%
CSI300 +0,08%
ChiNext -1,33%
Nikkei -0,35%

Was heißt all das nun für den Dax? Der X-Dax startet schon einmal mit einem kleinen Abwärtsgap:

Die vielleicht wichtigste Frage ist nun, wie die Wall Street auf den Bericht der Washington Post reagiert. Gestern war die Rally der US-Indizes ja nur deswegen möglich, weil es in dieser Richtung keine neue Meldungen gegeben hatte und man sich auf die wundersamen Geschäfte von Trump in Saudi-Arabien konzentrieren konnte. Das wird so heute nicht mehr gehen.

Der Dax war schon gestern schwächer auf der Brust als die US-Indizes – vielleicht wegen des Euros, der gestern von Kanzlerin Merkel einen deutlichen Schub bekommen hatte. Jedenalls ist der Fehlausbruch des deutschen Leitindex gestern gleich nach Eröffnung über die Widerstandsmarke bei 12665 Punkten ein Warnsignal, es folgten dann tiefere Hochs im weiteren Handelsverlauf. Dann heute das Abwärtsgap (wenn auch klein) – all das spricht doch zunächst einmal eine deutliche Sprache. Stärke jedenfalls sieht anders aus.

Dazu kommt die doch recht eindeutige Top-Bildung mit drei Tops bei der 12840er-Marke – was zeigt, dass dem Dax nach den fulminanten Anstiegen der letzten Wochen und Monate der Sprit auszugehen droht. Eine sehr tiefsinnige Börsenweisheit sagt ja: was nicht steigt, tendiert dazu, zu fallen. Und so könnte es auch diesmal kommen, zumal wir nun ohnehin in einer saisonal sehr ungünstigen Zeit sind.

Widerstand hat der Dax im Bereich 12600/20, dann aber wichtiger die 12665, darüber nach wie vor die 12725. Auf der Unterseite liegen im Bereich 12550/70 und dann 12490 die maßgeblichen Unterstützungen.

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    leser

    23. Mai 2017 09:26 at 09:26

    Weshalb sollte es zu einem Amtsenthebungsverfahren kommen? Daran hat m.E. niemand ein ernsthaftes Interesse. Trump will http://www.epochtimes.de/politik/welt/trump-will-hilfe-fuer-arme-us-buerger-zusammenstreichen-verteidigungsausgaben-erhoehen-und-steuern-senken-a2124829.html lese ich heute. Das ist ziemlich genau das, was auch die sog. „Demokraten“ in den USA wollen. Und das die Repuplikaner die schmutzige Arbeit beim Zusammenstreichen der Sozialprogramme übernehmen ist doch aus Sicht der Demokraten prima.

    Schmlimm ist, dass Trump seine Wähler verraten hat. Aber das ist ja bei nahezu allen Politikern Volkssport.

  2. Avatar

    Karl Müller

    23. Mai 2017 09:28 at 09:28

    Läuft doch wie immer: BTFTerrorD.

    Grad in einem anderen Forum gelesen: So ein paar Tote sind doch immer gut um noch mal günstig „reinzukommen“. Dax springt auch gleich mal 50 PKT hoch. Mittlerweile kann man nach einem Anschlag einfach blind einlongen.

    Ist schon alles irgendwie pervers…

    VG Karl

  3. Avatar

    Wolfgang

    23. Mai 2017 10:17 at 10:17

    Ich möchte hier einen Denkanstoß liefern für ein profitables Handelssystem. Herr Fugmann liegt ja zu 70% falsch. Heute ist mal wieder ein krasser Fall. Wenn man einfach stur das Gegenteil von Herrn Fugmann macht, macht man eine super Rendite…

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Mai 2017 10:20 at 10:20

      @Wolfgang, warten wir mal den Handelstag ab, dann könne Sie weiter lästern..

    • Avatar

      berti

      23. Mai 2017 10:32 at 10:32

      70 % falsch????

      • Avatar

        berti

        23. Mai 2017 10:44 at 10:44

        Also Video von gestern abend und heut, bis jetzt passt es wieder ziemlich gut. Und wenn man das Gegenteil macht, hat man viell. eine super negative Rendite.
        LOL

    • Avatar

      s

      23. Mai 2017 10:46 at 10:46

      Schaun mer mal.
      Heute ist Turn around Tuesday!

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Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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