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Indizes

Dax: der will nach oben..

Der Ausbruch über die 10500er-Marke hat Fakten geschaffen, die technische Lage des Dax hat sich mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal stark verbessert. Ein Problem könnten aber nun die US-Märkte werden..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Das ist ein kräftiger Handelsauftakt beim Dax: der Index springt über die 10700er-Marke und erreicht auf X-Dax-Basis gleich die erste Zielzone im Bereich 10730/50 – und das obwohl die Vorgaben aus Asien eher verhalten sind, dort das Volumen dünn, Feiertag in Japan:

Shanghai Composite -0,09%
CSI300 +0,20%
ChiNext -1,03%
Nikkei heute geschlossen

Gleichwohl der Dax mit einer steilen Eröffnungskerze nach oben, etwas zu steil, daher jetzt wieder der leichte Rücksetzer:

Dax1108162

In der Summe aber bleibt es dabei: der Ausbruch über die 10500er-Marke hat Fakten geschaffen, die technische Lage des Dax hat sich mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal und der sich daraus sofort ergebenen Anschlußdynamik stark verbessert. Ziel bleibt der Bereich 10880, dann 11.000:

Dax110816

All das gilt, wenn die Amerikaner nicht weiter schwächeln – daher gilt es den Ölpreis fest im Blick zu behalten, der das schöne Szenario für die Dax-Bullen gefährden kann. Der Dax, wie schon im Videoausblick heute thematisiert, ist nun robuster als die US-Indizes. Wer „gehedged“ unterwegs sein möchte,könnte nun den Dax long gehen, die US-Indizes short. Denn die US-Märkte haben schon viel des Goldilock-Szenarios eingepreist (Wirtschaft der USA bleibt OK, aber Fed erhöht Zinsen dennoch nicht).

War also der Dax bei zuvor innerer Schwäche auf die Hilfe der USA angewiesen, dürfte es nun umgekehrt laufen. Was sich geändert hat, sieht man hier im Chartvergleich zwischen S&P500 und dem Dax:

S&Pund Dax
(Dax schwarz, S&P orange)

Das bedeutet: die Kapitalströme fließen wieder verstärkt nach Europa, nachdem das Boot „US-Märkte“ einfach schon zu voll besetzt ist..

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    GN

    11. August 2016 09:35 at 09:35

    …..100 Punkte Minus in 30 Minuten sprechen eine andere Sprache,,,,,,

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      11. August 2016 09:36 at 09:36

      @GN, das könnte es jetzt aber schon gewesen sein..

      • Avatar

        GN

        11. August 2016 09:43 at 09:43

        ….“könnte“……Konjunktive, die Lieblingsform erfolgreicher Trader….:-)

  2. Avatar

    daulini

    11. August 2016 10:48 at 10:48

    … und aus welchem realen Grund sind die deutschen Indizes in den letzten Tagen überhaupt gestiegen? Tina? Hierzulande gab und gibt es ja genug Potential die in den USA vorgelebten Absurditäten zwischen Real- und Börsenwelt nachzuholen. Aktienrückkäufe, Reduzierung der dann leicht zu überbietbaren Gewinnerwartungen. Nur keine ausreichende Investtitionstätigkeit, Qualität der neu geschaffenen Jobs etc. Ein interessanter Stoff, aus dem der Film Traumwelt an den weltweiten Börsen besteht. Ähnlich dem eines erwachenden Junkies. Die Frage ist nur, wann der goldene Schuss gesetzt wird.

    • Avatar

      GN

      11. August 2016 11:06 at 11:06

      …..sehe ich ähnlich……und, wenn die ersten großen Zahlen kommen (18.000), sollte man ganz vorsichtig werden. Ich beobachte z. Zt. nur einen DOW, der nicht von der Stelle kommt und teilweise über Stunden in einer 20 Pkt.-Range handelt. Die Amis müßten also nochmals massiv Gas geben, damit sich die europäischen Indizes EURO-Stoxx50 und damit auch der DAX weiter nach oben bewegen können.

      Zudem befinden wir uns im negativsten aller Börsenmonate, was sich allerdings dank Dauermanipulation (inkl. direkter Käufe an den Aktienmärkten) der führenden Notenbanken auch wohl erübrigen könnte…..

      Wäre es noch ein normaler Markt, wären wir sicher 30% tiefer. Insoweit hat ja auch Marc Faber seit Jahren recht. Er vergißt nur leider, den Faktor Notenbank-Marktmanipulation bei seinen Betrachtungen…

      VG

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Indizes

Wall Street: Der gestrige Abverkauf – und die weiteren Aussichten

Markus Fugmann

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am

Der gestrige Hanelstag verlief für die Wall Street nicht gerade optimal: nach starkem Start (Stimulus-Hoffnungen!) ging es dann doch dynamisch bergab. Dow Jones und S&P 500 nun in vier der letzten fünf Handelstag negativ, der Nasdaq 100 sogar mit der längsten Verluststrecke seit dem August 2019.

Wall Street – warum der Abverkauf?

Was ist da passiert? Von den elf Sektoren des S&P 500 war kein einziger im Plus (hier ein gute Übersicht). Auffallend ist zunächst einmal, dass trotz der Schwäche der Wall Street der Dollar nicht wirklich zulegen konnte – ungewöhnlich, denn zuletzt waren schwache Aktienmärkte meist gleichbedeutend mit einem starken Dollar. Hinzu kam, dass ich der Nebenwerte-Index Russell 200 besser hielt als die anderen US-Indizes der Wall Street – und das obwohl gerade dieser Index von einem Scheitern der Stimulus-Gespräche in den USA besonders betroffen wäre.

Stärker vom gestrigen Abverkauf der Wall Street betroffen waren dagegen die Tech-Werte – möglich ist, dass die Broker nach dem kleinen Verfall letzten Freitag Absicherungspositionen (Kleinanleger kaufen Calls auf Aktien wie Apple, die Broker müssen ihr Risiko minimieren durch den Kauf der Aktie) aufgelöst haben.

Aber hören wir zunächst einmal die Einschätzung von markus Koch, der ein Tagesfazit zum geschehen an der Wall Street gibt:

Wie geht es heute weiter? Sehen wir, wie so oft, einen „turnaround tuesday“? Kommt es heute zu einer Einigung in Sachen Stimulus – nachdem Nancy Pelosi für heute eine Deadline gesetzt hat?

Michael Silve sieht sich die Ausgangslage auf verschiedenen Ebenen an – was spricht für eine Fortsetzung des gestrigen Abverkaufs, und was für eine Erholung?

Die Wall Strete nach dem gestrigen Abverkauf - wie geht es weiter?

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Anleihen

Anleihen und Zinsen – eine weltweite Vernichtung der Anlegergelder

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Für viele Großanleger gibt es seit Jahrzehnten eigentlich nur zwei große Anlageklassen – Anleihen oder Aktien: Um das Anlagekapital langfristig zu vermehren, oder um regelmäßig Zinsen oder Dividenden einzunehmen, wie es zum Beispiel Pensionsfonds tun, um die Kunden im Alter zu versorgen. Und gerade dieser ehemals so sichere und zuverlässliche Renditebringer ist durch die Interventionen der Notenbanken geradezu marginalisiert worden. Dabei müssen viele Institutionelle wie Versicherungen sogar ihren Hauptanteil der Finanzanlagen in Anleihen positionieren. Dort geschieht derzeit weiterhin viel Absurdes mit weitreichenden Konsequenzen.

Anleihen: Lage an den Rentenmärkten wird immer skurriler

In Europa schütteln viele Ökonomen nur noch den Kopf über die Kapitalmarktzinsen, speziell im Bereich der Staatsanleihen.

Zinsen um die ein Prozent für Langläufer in hoch verschuldeten Ländern, wie Griechenland oder Italien, liegen auf Höhe mit den amerikanischen Pendants. Einem Land (USA), welches trotz der eminent hohen aktuellen Verschuldung in seiner 244-jährigen Geschichte noch nie einen Staatsbankrott erleben musste und welches noch einen absoluten Ausnahmestatus innehat, da der US-Dollar als Weltreservewährung einen Sonderbonus genießt.

Aber auch für die am längsten laufenden Anleihen der Staaten im Zentrum Europas – Österreich, Schweiz und Deutschland – müssen für die 30- oder 50-jährigen Staatsanleihen fast keine Zinsen mehr gezahlt werden.

Die ultimative Begründung für die derzeitige Ausnahmestellung der Aktienmärkte

Diese wird von einer Erhebung durch die US-Großbank JPMorgan geliefert:

Weltweit gibt es für 17 Billionen Dollar an Anleihen keine oder sogar Minuszinsen
Berücksichtigt man die jeweiligen Inflationsraten, so beträgt die Summe der Anleihen, die eine negative Realrendite abwerfen 32 Billionen Dollar, oder 76 Prozent aller Staatsanleihen von Industrieländern
Woher sollen die vielen Kapitalsammelstellen, die auf Einnahmen angewiesen sind, eine Rendite erwirtschaften?

Fazit

Die Zinslandschaft in großen Teilen der Welt ist fast schon als brutal zu bezeichnen – für die Halter der Papiere.

Man kann täglich hundert Indikatoren heranziehen, um die Überbewertung der Aktienmärkte zu begründen. Vom Shiller-KGV, dem Buffett-Indikator, historischen Vergleichen zur Bewertung von Aktien zur Gesamtwirtschaft und vieles mehr. Aber wir haben auch eine historisch einmalige Situation. Wenn allein die drei großen Notenbanken (Fed, EZB, BoJ) in ihren Bilanzen schon über 20 Billionen Dollar stehen haben, die zum großen Teil von Käufen von Anleihen herrühren, kann es das Regulativ Anleihemarkt zu Aktienmarkt in alter Form nicht mehr geben.

Anders ausgedrückt: Was juckt ein KGV der Aktienmärkte von 20 bis 30, wenn selbst die großen Anleihemärkte ein mindestens dreistelliges aufweisen?

Und noch sieht es nicht nach einer Wende aus – weder bei den Käufen von Anleihen, noch bei den Kapitalmarktzinsen. Die Kapitalsammelstellen stehen täglich vor dem Problem, einerseits neue Gelder anlegen zu müssen, andererseits ihren Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies ist für mich der Hauptgrund dafür, warum die Aktienmärkte einfach nicht größer korrigieren wollen. „There is no alternative!“ (TINA).

Zwar gab es den brutalen Einbruch wegen Corona im Februar/März, aber damals musste jeder Aktieninvestor mit dem Schlimmsten rechnen und seither hat die „Zerstörung“ der Zinsmärkte erst so richtig Fahrt aufgenommen. Wie könnte dieser Zustand sich zumindest etwas ändern? Schon öfters erwähnt: Ein substanzieller Anstieg der Inflation, der zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen führt – nicht zu einem Anstieg der Leitzinsen.

Werden neue Schuldenprogramne 2021 bei einer Erholung der Wirtschaft dazu führen? Wenn es zumindest wieder etwas positive Realzinsen gibt? Wir werden es sehen, zunächst an den Zins-Charts.

Die absurde Entwicklung bei Anleihen - oder warum die Aktienmärkte so hoch stehen

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Finanznews

Aktienmärkte: Heute ist die letzte Chance! Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Heute ist die letzte Chance für den so lange erwarteten und erhofften Stimulus noch vor der US-Wahl – wie reagieren die Aktienmärkte, wenn die Verhandlungen doch scheitern? Vieles deutet darauf hin, dass es in Sachen Stimulus keine Einigung geben wird, und das dürfte der zentrale Grund für den gestrigen Abverkauf an der Akttienmärkte an der Wall Street gewesen sein. Bis zur US-Wahl ist eine hohe Volatilität wahrscheinlich. Am Donnerstag kommt es zum zweiten Fernsehduell zwischen Trump und Biden – und dass der US-Präsident einem Format zustimmt, bei dem ihm der Ton abgedreht werden kann, zeigt, dass man im Wahlkampf-Team Trump nervös wird angesichts der jüngsten Umfragen..

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