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Dax: Derzeit wie ein Fels in der Brandung, aber viele Probleme bleiben ungelöst..

Brexit-Chaos, Trump-Chaos, Handelskrieg-Chaos – dafür hält sich der zuvor so schwer verprügelte Dax derzeit recht gut..

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Während die Wall Street mit ihren Indizes wie ein Jojo hin und her springt, bleibt der ansonsten doch so ängstliche Dax derzeit erstaunlich stabil und wirkt dabei fast wie ein Fels in der Brandung! Als Exportindex Nummer eins scheint der deutsche Leitindex nun besonders empfänglich zu sein für Hoffnungs-Signale in Sachen Handelskrieg – wenn China wirklich die Zölle auf US-Autos auf 15% absenkt (bislang gibt es allerdings dazu noch keine harten Fakten, die Chinesen lassen die Amerikaner scheinbar noch zappeln..), wäre das für die deutschen Autobauer immens relevant.

Für die Märkte insgesamt von kaum zu überschätzender Bedeutung ist die Freilassung auf Kaution der Huawei-Finanzchefin, die in Vancouver erst am 06.Februar wieder vor Gericht muß, ergo ist das Thema nun faktisch erst einmal vom Tisch. Und diese Entwicklung sollte nun auch eine symbolische Geste der Chinesen begünstigen, zumal Trump klar gemacht hat, dass er erstens die Verhaftung nicht veranlaßt hat, und zweitens sogar intervenieren würde, um den Deal mit China nicht unnötig zu belasten bzw. zum Scheitern zu bringen wegen Meng Wanzhou.

So weit, so gut. Die Frage aber ist, ob solche Nachrichten in der Lage sind, vor allem auch die US-Indizes nachhaltig zu stabilisieren. Eigentlich gibt es doch nun wirklich Gründe für eine Rally: die Fed ist deutlich vorsichtiger geworden, und im Handelskrieg bringt die Freilassung von Meng Wanzhou Entspannung.

Damit sind die zwei wichtigsten Belastungsfaktoren der Märkte zunächst deutlich „herunter gekocht“, wenn auch noch nicht verschwunden. In „normalen Zeiten“ hätte die Wall Street richtig Party gemacht – aber vielleicht waren die Zeiten davor – vor allem das Jahr 2017 – eben das eigentlich Unnormale mit der damals herrschenden „was-kann-schon-schief-gehen-Mentalität“. Inzwischen hat auch auch die Wall Street kapiert, dass mit Trump die Risiken immens zunehmen – das Beste ist mit der Steuerreform schon abgefrühstückt, nun drohen mit einem von Trump provozierten government shutdown gleich die nächsten Unkalkulierbarkeiten!

Der Dax aber entkoppelt sich derzeit etwas von der Wall Street – lange war er schlechter gelaufen als die US-Märkte, nun läuft er besser. Und das trotz Brexit (aktuell wird gemeldet, dass die Konservativen die notwendingen 48 Anträge auf eine Mißtrauensvortum gegen May haben, zwischen 19Uhr und 21Uhr soll nun abgestimmt werden), trotz Frankreichs neuer Ausgabe-Orgie – und Italien ist ja auch noch nicht vom Tisch..

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Damit noch mehr geht beim Dax, müsste die Widerstandszone 10930/10945 überwunden werden mit anschließendem Versuch, das große Gap bei 11090 Punkten noch einmal zu schließen. Dabei bleibt trotz der derzeitigen Erholung die Lage für den Dax übergeordnet prekär, ein Unterschreiten der Unterstützung bei 10760 Pubnkten wäre klar negativ zu werten..

 


Von World Wide Gifts – Peru – Paracas National ReserveUploaded by snowmanradio, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28224008

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EU will Handelsabkommen mit USA auf wichtigstes Minimum beschränken

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Umweltschutz, Arbeitsschutz, Landwirtschaft, Arbeitnehmerrecht? Bla, bla, bla. Braucht kein Mensch, passt nicht, interessiert Donald Trump sowieso nicht? Denkt so die EU-Kommission? Simplifikation, vereinfachen, damit man bei Trump einfacher durchkommt, mit einem schlichten und einfach verständlichen Handelsabkommen?

Handelsabkommen ohne viel Schnick Schnack

Will die EU endlich Ruhe haben in Sachen drohende Autozölle? Denn die will sie wie auch die anderen vorhin genannten Punkte in neuen Handelsgesprächen mit der US-Regierung komplett ausklammern. Die EU-Kommission will sich von den Mitgliedsstaaten nun das Mandat für neue Gespräche über ein Handelsabkommen mit den USA holen, in denen es nur noch um eine klassische Abschaffung von Industriezöllen und um die Vereinheitlichung von Industrienormen geht. Also eine einfache, klassische Handelsvereinbarung, welche vor allem Industrie und Außenhandelsfirmen das Leben leichter machen soll. Dieser Ansatz der Kommission mag vielleicht kritikwürdig sein. Aber bei einem Gegenüber wie Donald Trump geht es wohl darum etwas zu machen, was auch machbar ist! Formal klingt der Kernsatz der aktuellen Veröffentlichung der Kommission so, Zitat:

Mit den Verhandlungsrichtlinien, die die Kommission dem Rat vorgelegt hat, wird die Gemeinsame Erklärung vom 25. Juli umgesetzt. Sie erfassen zwei mögliche Abkommen mit den Vereinigten Staaten:

– ein lediglich auf die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter konzentriertes Handelsabkommen, von dem landwirtschaftliche Erzeugnisse ausgenommen wären, und
– ein zweites Abkommen über Konformitätsbewertung, welches dazu beitragen würde, das Ziel der Beseitigung nichttarifärer Handelshemmnisse zu erreichen, indem es Unternehmen den Nachweis erleichtern würde, dass ihre Produkte die technischen Anforderungen auf beiden Seiten des Atlantiks erfüllen.

„Schöne Welt“ machen für Donald Trump

Will die EU-Kommission erst einmal „Schöne Welt“ machen für Donald Trump in Sachen Zölle und Normen? Denn bislang bestand man darauf, dass erst neu verhandelt wird, wenn die US-Regierung ihre Stahlzölle zurücknimmt. Davon ist heute keine Rede seitens der EU-Kommission. Also hofft man darauf, dass durch die neuen Verhandlungen ohne langweiligen Ballast solche Probleme im Nachhinein einfach so erledigt werden? Auch mögliche Autozölle gegen die EU schweben ja noch im Raum herum. Geschickt versucht man heute offensichtlich erneut der Gegenseite zu schmeicheln mit Aussagen wie Zitat:

Die EU hat bereits mehrere Aspekte der Gemeinsamen Erklärung vom Juli umgesetzt. So stiegen insbesondere die Einfuhren von Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten in die Europäische Union im Zeitraum Juli bis Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 112 %.

Dabei hatten wir unlängst aufgezeigt, dass diese Steigerungen bei Soja-Importen zu allergrößten Teilen wohl schon vor dem Gespräch Juncker-Trump im letzten Sommer zustande kamen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen nun grünes Licht zu den Vorschlägen der Kommission geben, bevor die Verhandlungen beginnen können. Wir meinen: Mit so einer Konzentration auf zwei Kerngebiete könnten die Chancen auf eine Einigung steigen, denn somit werden die Verhandlungen kürzer und einfacher gestaltet. Ob Trump dann im Nachhinein auf Stahl- und Autozölle gegen die EU verzichtet? Unklar.

Juncker bei Trump - EU will einfaches Handelsabkommen mit USA
Jean-Claude Juncker bei Donald Trump am 25. Juli 2018. Foto: © European Union, 2018 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

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China will angeblich Weg einschlagen, um Handelsbilanzdefizit der USA zu eliminieren- nächste Fake News?

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Und das nächste schöne Gerücht: China will laut bisher nicht bekannter Quelle einen Weg vorschlagen, wie das massive Handelsbilanzdefizit der USA zu China eliminiert werden könne. Dazu wolle China in den nächsten 6 Jahren die Importe aus den USA um eine Billionen Dollar steigern..

Wer das jetzt nicht glaubt, kommt auch nicht in den Himmel!

Fake News Teil2? Da will jemand scheinbar mit aller Kraft die Märkte nach oben bringen!

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Immobilienblase in der EU? Wer genau hinschaut, kann sie entdecken

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Haben wir nun eine Immobilienblase in Europa oder nicht? Vor allem Notenbanker von EZB bis Bundesbank sprechen seit geraumer Zeit von zwar steigenden Preisen, aber dennoch gesunden Märkten. Von einer Blase sei man weit entfernt. Und auf den ersten Blick zeigt die folgende Grafik auch keine explodierenden Preise.

Man sieht hier seit 2006 die jährlichen Wachstumsraten bei den Hauspreisen in EU und Eurozone. Im Großen und Ganzen verlaufen die Steigerungsraten in beiden Zonen parallel. Wie heutige Daten der Statistiker zeigen, sind die Hauspreise bei beiden im 3. Quartal 2018 im Jahresvergleich um 4,3% gestiegen. Ja, das ist ein deutlicher Anstieg – aber eine Blase, eine Preisexplosion?

In Deutschland immerhin liegt die Wachstumsrate schon bei 5,4%. Und siehe da… wo wütete die Immobilienblase mit Abstand am Schlimmsten in Europa, bis ihr Zerplatzen die Volkswirtschaften ab 2008 zusammenbrechen ließ? Ja, das waren Irland und Spanien! Und siehe da, aktuell steigen die Hauspreise in diesen beiden Ländern um 9,1% und 7,2%. Da kann man schon eher von einer Blase sprechen!

Von 2016 auf 2017 lagen die Steigerungsraten in Irland bei 11,8%, und in Spanien bei immerhin 7,2%. Also, genau dort, wo absurde Auswüchse bei Immobilien die Volkswirtschaften zum Einbruch brachten, explodieren auch jetzt die Immobilienpreise. In Osteuropa tut sich auch was. Aktuell sind Länder wie Tschechien, Ungarn und Slowenien auch „gut dabei“ mit Preissteigerungen bei Häusern von 8,7%, 7,0% und 15,1%. In Schweden ist ein langer Aufwärtstrend wohl gerade dabei zu Platzen, denn dort fallen die Preise gerade um 2,1%. Zusammen mit Italien (-0,8%) sind das die beiden einzigen Länder mit rückläufigen Hauspreisen in Europa.

By the way… Griechenland liefert an die EU-Statistiker offenbar gar keine Preise zum Auswerten, oder sie sind derart unglaubwürdig, dass Eurostat sie einfach nicht veröffentlicht.

Immobilienblase in der EU? Hauspreise seit 2006

Immobilienblase Spanien Irland

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