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Dax: Die Angst der Teutonen

Die Frankreich-Wahl wirkt wie eine angezogene Handbremse, und wenn der Motor, also die Wall Street, Gas gibt, geht wahrscheinlich trotzdem nicht viel voran beim Dax..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was ist da eigentlich los? Die US-Indizes allesamt fast 1% im Plus, aber der Dax kommt nicht vom Fleck. Der Grund ist wohl die Wahl in Frankreich am Sonntag, und es ist schon bemerkenswert, dass der französische Leitindex CAC40 deutlich entspannter ist und gestern, wegen guter Umfragewerte für Macron, 1,5% zulegen konnte, während der Dax nur +0,1% gewann. Aber die Teutonen sind da eben skeptischer und bleiben ängstlich – die Frage ist nun, ob das gestrige Attentat in Paris einige Wähler für Le Pen stimmen lassen könnte.

Jedenfalls werden vor allem beim Euro für Montag starke Bewegungen erwartet – die Optionsmärkte erwarten eine Bewegung von 1,8% bei Euro-Dollar. Ob zurecht, wird sich zeigen, aber eines scheint wahrscheinlich: der Dax wird sich heute nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen.

Dabei sind die Vorgaben doch eigentlich sehr gut: gestern die Rally an der Wall Street, nachdem US-Finanzminister Mnuchin die Hoffnungen auf eine Steuersenkung doch noch in 2017 wieder revitalisiert und dabei auch einer Importssteuer indirekt eine Absage erteilt hat. Das jedenfalls dürfte der Stoff sein, der die US-Indizes weiter antreiben kann, denn das Thema Steuern ist das zentrale Motiv der Trump-Rally gewesen.

Und kaum jemand rechnet derzeit mit einer Wiederaufnahme dieser Trump-Rally: die Stimmung der amerikanischen Privatanleger ist bärisch, Fondsmanager haben laut Daten der Bank of Amerika Merrill Lynch so stark aus dem US-Aktienmarkt in europäische Aktien umgeschichtet, wie seit Jahren nicht mehr. Zählt man nun 1 und 1 zusammen, ist klar, dass ein weiterer Anstieg der US-Indizes nun nicht aus heiterem Himmel kommen würde.

Aber der Dax kümmert sich nicht wirklich darum bislang, auch nicht um die guten Vorgaben aus Asien, wo die Indizes überwiegend Gewinne verbuchen, vor allem der Nikkei:

Shanghai Composite -0,22%
CSI300 -0,17%
ChiNext -0,40%
Nikkei +1,04%

Sehen wir uns den Teutonen-Dax einmal an: der Index handelt nach wie vor in einem intakten Abwärtstrend:

Es steht zu vermuten, dass der Index auch heute nicht in der Lage sein wird, diesen Abwärtstrend zu überwinden – spätestens im Widerstands-Bereich 12100/12110 dürfte das Ende der Fahnenstange erreicht sein, also an der oberen Begrenzung des Abwärtstrendkanals seit dem Scheitern an der 12400er-Marke.

Die Frankreich-Wahl wirkt wie eine angezogene Handbremse, und wenn der Motor, also die Wall Street, Gas gibt, geht trotzdem nicht viel voran wahrscheinlich beim Dax. Für heute zumindest scheint zu gelten: die Unterseite hat ihr Potential noch nicht ausgeschöpft, Ziel wäre der Bereich 11915, im worst case 11850 Punkte..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    21. April 2017 09:20 at 09:20

    Es ist doch ziemlich egal, wer in Frankreich gewinnt. Die Wahl bei unseren amerikanischen Freunden zeigt das doch ziemlich nachdrücklich: Von der Politik sind keine grundlegenden Veränderungen zu erwarten. Allenfalls entweicht ein wenig Luft aus dem durch die Notenbanken aufgeblasenen Ballon. Natürlich kann man den auch noch weiter aufblasen. Dann wird die Fallhöhe halt größer. Ist das wünschenswert und gesund?

  2. Avatar

    Marko

    21. April 2017 13:16 at 13:16

    Aber : das simmt docch nicht !

    Der Grund ist wohl die Wahl in Frankreich am Sonntag, und es ist schon bemerkenswert, dass der französische Leitindex CAC40 deutlich entspannter ist und gestern, wegen guter Umfragewerte für Macron, 1,5% zulegen konnte, während der Dax nur +0,1% gewann.

    Deutschland, das ist der EUR, wer das – bisher – nicht vertstanden hat, dem würde ich 1 Klasse BWL / VWL empfehlen. da ist wirklch der Bär auf der falschen Seite…;) Sorry , Markus… Manchmal bin ich im „Hardcore-Modus“…

  3. Avatar

    Marko

    21. April 2017 14:12 at 14:12

    Und kaum jemand rechnet derzeit mit einer Wiederaufnahme dieser Trump-Rally: die Stimmung der amerikanischen Privatanleger ist bärisch, Fondsmanager haben laut Daten der Bank of Amerika Merrill Lynch so stark aus dem US-Aktienmarkt in europäische Aktien umgeschichtet, wie seit Jahren nicht mehr. Zählt man nun 1 und 1 zusammen, ist klar, dass ein weiterer Anstieg der US-Indizes nun nicht aus heiterem Himmel kommen würde….

    Auch das da ist alles ok, das beutet doch folgendess : Keine Bärenparty ! Wenn die Stmmung bärisch ist und ich auf Abischeungen sitze, die es in sich haben, da fällt der Markt!

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