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Dax: Die Erholung stockt – Gegenwind von den US-Börsen

Dax: Die Erholung stockt - Gegenwind von den US-Börsen

Trotz schwacher US-Börsen kann der Dax zu Wochenbeginn seine Erholung fortsetzen. Anleger hierzulande setzen auf eine Annäherung zwischen Russland und der Ukraine. Ob die Erholung auf reinem Wunschdenken begründet ist oder ob die Verhandlungen tatsächlich Früchte tragen, ist für Außenstehende nicht nachvollziehbar. Allerdings deutet mit Blick auf das Kriegsgeschehen so gut wie gar nichts auf eine baldige Waffenruhe hin. Man muss daher deutlich unterscheiden, welche Worte aus Russland kommen und was für Taten folgen. Trotzdem kletterte der Dax zwischenzeitlich wieder über die 14.000er Marke und hat dabei ein Tageshoch von 14.082 Punkten erzielt. Ein Strohhalm an den sich Anleger derzeit klammern sind die fallenden Ölpreise, sie bringen etwas Beruhigung in die Inflations- und Zinsängste.

Aufgrund einer schwachen Wall Street gab der deutsche Leitindex am Nachmittag wieder etwas nach. Am Ende eines freundlichen Handelstages stand dennoch ein Plus von 301 Punkten (2,21%) bei 13.929 Zählern zu Buche. Von seinem Jahrestief am 07.03. bei 12.438 Punkten hat der Dax damit knapp 1.500 Punkte hinzugewonnen. Das Enttäuschungspotenzial ist angesichts der angespannten Lage weiterhin groß. Sollte sich die Schwäche der US-Börsen fortsetzen, dann dürfte das auch den Dax belasten. Vor allem der Nasdaq steht auf der Kippe, hier könnte der nächste Kurseinbruch drohen.

News und Konjunkturdaten

Neben den Auswirkungen des Ukraine-Krieges bereitet ebenfalls die Entwicklung in China Sorgen. Gleich drei Faktoren belasten hier: Erstens ist die geplatzte Immobilienblase weiterhin ein Problem. Zweitens führt die Null-Covid-Politik zu Abschottungen und Schließungen von Fabriken, was wiederum die Lieferketten belastet. Darüber hinaus drohen Maßnahmen gegen China, sollte man Russland bei der Umgehung der Sanktionen unterstützen. Der Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft scheint ins Stocken zu geraten.

Heute Morgen wurden bereits die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion in China veröffentlicht. Die industrielle Produktionsleistung lag mit 7,5% deutlich über der Erwartung (Prognose 3,9%, vorher 4,3%). Auch die Einzelhandelsumsätze fielen mit 6,7% besser aus (Prognose 3,0%, vorher 1,7%). Es hat trotzdem nicht ausgereicht, den Crash an den chinesischen Märkten abzufedern. Hierzulande richten Dax-Händler um 11:00 Uhr den Blick auf die ZEW-Konjunkturerwartungen. Analysten erwarten einen drastischen Rückgang von zuvor 54,3 auf nur noch 10 Punkte für den März. Zeitgleich erscheinen zudem der ZEW-Index und die Industrieproduktion der Eurozone. Am Nachmittag folgen dann noch Konjunkturdaten aus den USA. Um 13:30 Uhr steht der NY Empire State Herstellungsindex auf der Agenda, zudem geben die Erzeugerpreise weitere Hinweise über die Inflationsentwicklung.

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Für den Dax geht es zur Eröffnung zunächst darum, das gestrige TT bei 13.815 zu verteidigen. Dann hätte er bei einem Anstieg über 13.930 wieder die Chance die 14.000er Marke zu attackieren. Oberhalb der runden Marke kann die Luft dünner werden. Erste Hürden befinden sich bei 14.037 und 14.070/82. Ein Anstieg über das gestrige TH kann den Index zuerst zur 14.114 und 14.215 führen.

Unterhalb der 14.815 könnte es zu einem Rücksetzer kommen. Unterschreitet der Dax die Marken bei 13.774 und 13.693, dann dürfte auch das Gap von Freitag bei 13.628 geschlossen werden. Hier sollte der Index wieder nach oben abprallen, ansonsten rückt das Verlaufstief bei 13.528 in den Fokus. Darunter liegen die nächsten Unterstützungen erst wieder an den Tiefs bei 13.407 und 13.341. Die nächste wichtige Richtungsmarke befindet sich bei 13.273.

Dax Ausblick: US-Börsen belasten - Rücksetzer

Dax Unterstützungen (US)

13.815 – Tagestief 14.03.

13.693/677 – US-Zone

13.628 – Gap 11.03.

13.528 – Zwischentief

13.407 – Tagestief 11.03.

13.341 – Tagestief 10.03.

13.273 – Verlaufstief

13.199 – Tagestief 09.03

13.151 – Punkt 1 Bodenbildung

13.000 – psychologische Marke

12.831 – Gap 08.03.

Dax Widerstände (WS):

13.930 – Zwischenhoch

13.944 – Tageshoch 11.03.

14.082 – Tageshoch 14.03.

14.114 – Tageshoch 02.03.

14.215 – mehrfache US/WS

14.323 – 161,8% Ext. Bodenbildung

14.367 – horizontaler WS

14.406 – 127,2% Ext.

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