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Dax: Die große Wette

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Nach der lange Rally scheint der Dax sich derzeit eine Art Auszeit zu nehmen. Nach oben fehlt die Kraft, nach unten scheinbar der Wille angesichts der nun anstehenden Dividenden-Auszahlungen vieler Dax-Konzerne!

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Blickt man auf das größere Chart-Bild beim Dax, so wird klar, dass der deutsche Leitindex nun „eingeklemmt“ ist:

 

Auf der Oberseite der Bereich 12020/25, auf der Unterseite hat der Dax die Unterstützung bei 11850 Punkten nun zweimal in kurzer Zeit verteidigen können. Ergo dürften nicht wenige Marktteilnehmer ihre Stops für Long-Positionen eben im Bereich 11850 Punkte gelegt haben, sodass der Bruch dieser Zone Dynamik auf der Unterseite auslösen dürfte. Ähnliches gilt jedoch auch für die Oberseite, wenn der Dax den Sprung über 12025 schaffen sollte.

Es sind derzeit ja viele Lobeshymnen, die auf den Dax angstimmt werden: der Index habe wichtige Widerstandsbastionen überschritten, auch die 200 Tages-Linie ist wieder überboten, sodass mit weitern Gewinnen zu rechnen sei, wenn auch nicht in dem Tempo, das der Index seit Ende Dezember an den Tag legte.

So richtig die charttechnischen Beobachtungen auch sind, so sehr ist das, was wir auch beim Dax erleben, eine Hoffnungs-Rally, eine Wette auf eine positive Zukunft vor dem Hintergrund einer derzeit eher schwachen Konjunktur. Und für diese Wette gibt es eigentlich nicht sehr viele belastbare Anhaltspunkte – es ist eben eine Wette, die aufgehen oder scheitern kann, eine Art „Bauchgefühl“ der Marktteilnehmer. Wir werden dann mit der nun beginnenden Berichtssaison sowohl in den USA als auch in Europa sehen, wie belastbar diese Wette wirklich ist!

Herrscht beim Dax nun Erleichterung, weil der Brexit auf den 31.Oktober verschoben wurde? Scheinbar nicht wirklich – der Dax und andere Indizes hatten ohnehin nicht mit einem harten Brexit gerechnet. Aber das Thema Brexit wird uns noch lange erhalten bleiben, wenn Theresa May immer wieder vergeblich versuchen wird, für irgendetwas eine Merhheit zu bekommen. Die Dose wird also weiter die Straße hinunter gekickt..

Angesichts der an der Wal Street nach wie vor kaum vorhandenen Umsätze wird es nun Zeit, dass wir Fakten von den Unternehmen bekommen – und damit einen Abgleich zwischen den Kursen und der Realität. Vermutlich wird dann auch das Volumen wieder anziehen..

 

By Baishampayan Ghose – https://www.flickr.com/photos/ghoseb/5186138071/, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19088094

 

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Markus Koch LIVE vor Handelsstart in New York – Handelskrieg Deadline im Fokus

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Start an der Wall Street. Am Sonntag gibt es eine wichtige Deadline zum Handelskrieg, was von ihm besprochen wird.

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Aktuell: Vermeintliche Entspannung im Handelskrieg, Aktienkurse steigen!

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Und mal wieder wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Die ab 15. Dezember möglicherweise in Kraft tretenden neuen Zölle sollen womöglich verschoben werden. Laut WSJ sollen Vertreter von USA und China an einer Verschiebung der neuen Zölle arbeiten. Ob da was dran ist? Wie auch immer, der Dow steigt in den letzten Minuten um 140 Punkte, der Dax um 90 Punkte.

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Dax: Warum fällt er heute so stark?

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Der Dax kommt heute unter Druck und fällt auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen – und das ohne jegliche Nachrichten, die als Bergündung für fallende Kurse herhalten könnte! Aber es passiert nun scheinbar das, was eigentlich zu erwarten war: die Märkte werden nervöser vor dem Termin 15.Dezember, an dem Trump die neuen Strafzölle gegen China erheben könnte – womit dann nicht nur sämtliche Importe der USA aus China bezollt würden, sondern vor allem auch Konsumgüter betroffen wären (was der Durchschhnittsamerikaner dann deutlich spüren würde).

Die Märkte wollen nun Klarheit – eingepreist ist mindestens eine Verschiebung der Zölle, wenn nicht gar deren Absage durch Trump. Je länger aber der US-Präsident sich in Schweigen hüllt und ansonsten, wie gestern einmal mehr, nur die Plattitüde „die Gespräche laufen gut“ wiederholt, werden die Aktienmärkte sich nicht beruhigen. Man quengelt gewissermaßen im Vorfeld, um den US-Präsidenten unter Druck zu setzen, nach dem Motto: „mach das nicht!“

 

Eines scheint klar: einen Deal wird es bis zum 15.Dezember nicht geben, aber Trump könnte es eben einmal mehr schaffen, mit weichgespülten Botschaften die Märkte zu beruhigen. Tenor: man brauche noch etwas Zeit, aber sei sich schon fast einig. Fast.

Wie die Dinge stimmungsmäßig stehen zwischen China und den USA zeigt folgende Aussage des chinesischen Aussenministeriums: die USA seien ein großer Lügner und Verbreiter von Lügen – wohl unter Anspielung der Haltung der Amerikaner in Sachen Uiguren:

 

Charttechnisch ist der Dax an relevanten Widerstandszonen gescheitert – und könnte nun bis in den Bereich 12450 Punkte korrigieren, mithin also die untere Begrenzung des Trendkanals testen:

 

Offenkundig werden nun die euphorischen Privatanleger aus dem Markt gekegelt, die mit der Jahresendrally fest gerechnet hatten. Saisonal ist die Handelswoche vor Mitte Dezember in der Regel eher ungünstig, bevor dann häufig die Jahresendrallly einsetzt (das Vorjahr war da eine ziemlich signifikante Ausnahme, ausgelöst durch die Kommunikation der Fed mit dem Begriff „Autopilot bei der Bilanzreduzierung).

Mit den besser als erwarteten ZEW-Daten kann sich der Dax wieder etwas erholen – aber die entscheidende Frage auch für den deutschen Leitindex lautet: eskaliert der Handelskrieg weiter? Gerade für Deutschland als Export-fixiertes Land wäre das der worst case..

Der Dax ist heute unter Druck

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