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Dax: Die Luft wird dünner

Am Montag die große Bewegung, gespeist aus Angst, die in Erleichterung umschlug. Gestern wurden die Gewinne vom Wochenanfang gewissermaßen „verwaltet“ – und heute dürfte es schwierig werden für den Dax!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Am Montag die große Bewegung, gespeist aus Angst, die in Erleichterung umschlug. Gestern wurden die Gewinne vom Wochenanfang gewissermaßen „verwaltet“ – und heute dürfte es schwierig werden für den Dax!

Sehen wir uns einmal die Ausgangsbedingung an:

Noch ist alles in Ordnung für die Bullen, keine Frage. Die nächste wichtige Unterstützung hat der Index bei 12460 Punkten. Diese Marke sollte halten, sonst geht der Weg nach Süden weiter zunächst bis zur oberen Kante des Aufwärtsgaps vom Montag knapp unter 12400er-Marke. Darunter wiederum wartet dann die alte Widerstandszone 12300 bis 12345, die nun zur Unterstützung geworden ist.

Auf der Oberseite liegen die Ziele bei dem Doppeltop aus Mitte Juli bei 12570/75 Punkten, dann die noch wichtigere Zone bei 12670, ebenfalls ein Doppeltop damals, ebenfalls im Juli.

Eigentlich ist jetzt alles Positive eingepreist: der Hurrikan Irma nicht so schlimm wie befürchtet, die Sanktionen gegen Nordkorea sind einstimmig beschlossen worden. Aber wo soll jetzt der nächste Trigger für die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung herkommen?

Da ist natürlich das Thema Steuerreform in den USA, nachdem US-Finanzminster Mnuchin gestern sagte, dass man diese Reform dann rückdatieren wolle auf den Anfang des Jahres 2017. Aber die Sache wird immens schwierig, die Demokraten haben Trump mit der US-Schuldengrenze geholfen im Angesicht der Naturkatastrophen in den USA, aber das dürfte kein lang anhaltender Flirt sein. Die Dinge werden also absehbar wieder schwieriger in Washington.

Und dann das Thema Nordkorea. Hier ist ein erneuter Raketentest nicht unwahrscheinlich – und für die Märkte ist das eine zentrale Frage: für Trump, wie Mnuchin gestern sagte, sei das das wichtigste Thema, die von der Bank of Amerika befragten Fondsmanager sehen die Nordkorea-Thematik inzwischen als das größte Risiko für die Märkte.

Viele meinen, auch in Kommentraen bei FMW: so dumm werde doch keiner sein, weder Trump noch Kim Yong Un, hier einen Angriffskrieg zu führen. Aber Nordkorea hat nur eine Agenda, der sich alles unterordnet: man will unangreifbar werden durch die Möglichkeit, die USA nuklear zu attackieren. Das ist für das Regime in Nordkorea eine Art Lebensversicherung, nachdem man sehr aufmerksam registriert hat, was die USA mit Regimen wie dem von Gaddafi gemacht haben. Also die Flucht nach vorne durch ein Atomprogramm.

Die USA wiederum wissen: die Zeit läuft ihnen davon, Nordkorea wird absehbar in der Lage sein, die USA nuklear zu attackieren. Genau das gilt es uner allen Umständen zu verhindern, notfalls eben durch einen Präventivschlag. Und so rasen zwei Züge in Zeitlupe aufeinander zu, das Risiko einer Kollision ist und bleibt hoch. Daher werden die Märkte noch lange mit diesem Thema zu tun haben.

Heute zunächst im Fokus die Reaktion auf das, was Apple gestern präsentiert hat. Entscheidend wird sein, wie die Amerikaner reagieren, nachdem sie eine Nacht darüber geschlafen haben. In der Summe war das durchaus ernüchternd, was da Appple gestern lieferte, vor allem die Probleme um die Cash-Cow iPhoneX werden die Märkte auch noch lange beschäftigen..

11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    randyhofbeck

    13. September 2017 09:39 at 09:39

    hallo herr fugmann
    bei cortal bekomme ich beim versuch, optionen auf tesla zu kaufen, folgende meldung: „Der Kauf dieses Papieres ist aufgrund einer Änderung der US-Steuergesetzgebung bis auf weiteres nicht möglich.“
    wissen sie da mehr darüber ?
    mfg rh

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      13. September 2017 09:44 at 09:44

      @Randy, interessant, wir werden das mal recherchieren!

      • Avatar

        randyhofbeck

        13. September 2017 09:50 at 09:50

        zusatzinfo: tesla= short geht, long geht nicht. bei apple funktioniert es problemlos. evtl ein fehler bei cortal.
        vielen dank für ihre bemühungen. rh

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          13. September 2017 09:52 at 09:52

          @randy, seltsam ist aber der Hinweis von Cortal auf die US-Steuergesetzgebung, das werden die ja eher nicht sagen, wenn es sich faktisch nur um ein technisches Problem handeln würde!

          • Avatar

            randyhofbeck

            13. September 2017 09:57 at 09:57

            hier der wortlaut von consors: Die bestehende US-Quellensteuerpflicht wurde seit dem 01. Januar 2017 ausgedehnt.
            Die Ausweitung bezieht sich auf derivative Finanzinstrumente, die US-Aktien als Basiswert („Underlying“) enthalten, die eine dividendenähnliche Zahlung oder einen
            entsprechenden Vermögenszuwachs beinhalten. Für nicht in den USA steuerpflichtige Personen kann bei derartigen Wertpapieren eine Steuerpflicht entstehen.
            Die Berechnungsgrundlage für die Steuer ist aktuell nicht vollumfänglich veröffentlicht. Außerdem liegt für Deutschland noch keine endgültige Klärung zur gesetzeskonformen Umsetzung vor. Diese Tatsachen führen dazu, dass die korrekte Besteuerung derzeit nicht durchgeführt werden kann. Dies betrifft grundsätzlich alle Marktteilnehmer. Um nicht vorsätzlich gegen gesetzliche Vorschriften zu verstoßen, haben viele Emittenten und auch die Consorsbank die Entscheidung getroffen, den Kauf betroffener Finanzinstrumente ab dem 01. Januar 2017 vorübergehend nicht zuzulassen.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            13. September 2017 10:01 at 10:01

            @Randy, bleibt die Frage, warum Short-Optionen auf Tesla gehen, Long-Optionen aber nicht?

          • Avatar

            randyhofbeck

            13. September 2017 10:06 at 10:06

            @Markus Fugmann, genau diese frage konnte mir die consors-chat-mitarbeiterin auch nicht beantworten. wurde auf einen kundenberater verwiesen.

    • Avatar

      Gerd

      13. September 2017 10:56 at 10:56

      Vielleicht sollten Sie es als eine Art Gottesurteil ansehen und vom Kauf von Kaufoptionen Abstand nehmen.

      Mir persönlich z.B. würde das nichts ausmachen, wenn ich keine Calls bekäme. Hauptsache, das mit den Puts, das klappt.

  2. Avatar

    Mulinski

    13. September 2017 09:39 at 09:39

    Das ist für das Regime in Nordkorea eine Art Lebensversicherung, nachdem man sehr aufmerksam registriert hat, was die USA mit Regimen wie dem von Gaddafi gemacht haben.
    Hat Nordkorea Öl? Nein, Gaddafi hat den selber Fehler gemacht wie Saddam, er wollte aus dem Petro-Dollar aussteigen, deswegen wurde der Lieblingsdiktator Europas entfernt.

  3. Avatar

    Gerd

    13. September 2017 10:37 at 10:37

    Und was ist, wenn das mit Korea alles seit Jahren eine große Fake-Veranstaltung wäre?
    Wurde ja gestern auch schon intensiv kommentiert.
    Würde mich nicht wundern, wenn Kim sogar noch Guthabenkonten in den USA unterhalten würde.

    Seitdem für m i c h feststeht, das die USA die Gegner
    Assads mit Milliarden! aufgebaut haben (auch den IS) und damit aus einem kleinen Protest was Unsägliches geschaffen haben, nur damit sie selbst da Fuß fassen können, halte ich in der politischen Welt, fast nichts mehr für unmöglich. (Die anderen von ihnen überfallenen Länder ……ach Gerd, sei still!)

    Und ich glaube, mir müssen mehr Angst haben vor Nordkorea als vor den Tausenden IS-Kämpfern, die zu uns kommen bzw. schon hier sind.
    Je mehr sie im Nahen Osten verdrängt werden, desto mehr werden sie hier weitermachen.
    Ach, ja, fast vergessen,meinen Dank dafür auch mal wieder an Frau Merkel, dass die das Eindringen der Kämpfer so forciert hat.

    Leute kauft euch Kämme – es kommen lausige Zeiten. Oder alternativ kauft euch Puts. Aber noch nicht unbedingt heute.

  4. Avatar

    Gerd

    13. September 2017 10:52 at 10:52

    Wie ich es immer wieder schaffe, den beabsichtigten Sinn eines Satzes auf den Kopf zu stellen? Richtig wäre für mich:
    „Und ich glaube, mir müssen WENIGER Angst haben vor Nordkorea als vor den Tausenden IS-Kämpfern, die zu uns kommen bzw. schon hier sind.

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