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Dax: Die Signale sind eindeutig

Die Signale der Konjunktur sind also ziemlich eindeutig - und sie bestätigen das, was die Anleihemärkte mit Negativrenditen und inversen Zinskurven nun einzupreisen beginnen..

Der Dax schien vor Kurzem noch bärenstark zu sein – aber seit Erreichen der Nackenlinie aus der großen Schulter-Kopf-Schulter-Formation bei 11820 Punkten ist wieder „der Wurm drin“:

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Und das hat gute Gründe! Der so stark exportlastigen Unternehmen im Dax haben jede Menge konjunkturellen Gegenwind: das hat der gestrige ifo Index gezeigt (bei dem die Insutrie weiter absackte), das zeigen heute morgen frische Aussagen des ifo Instituts, wonach die Stimmung der deutschen Exporteure so schlecht ist wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr aufgrund der „weiter abkühlenden Weltkonjunktur“ (Clemens Fuest).

Nun werden auch die deutschen Konsumenten nachdenklicher, wie die heute morgen veröffentlichten Gfk-Konsunklima-Daten zeigen mit dem zweiten Rückgang in Folge, aber vor allem der Aussagen der Befragten, wonach sowohl Einkommensaussichten als auch die Anschaffungsneigung (Käufe von Produkten) deutlich nachgelassen hat. Die Signale der Konjunktur sind also ziemlich eindeutig – und sie bestätigen das, was die Anleihemärkte mit Negativrenditen und inversen Zinskurven nun einzupreisen beginnen.

Das gilt für die Aktienmärkte nur teilweise – hier glaubt man eher daran, dass dann nach einer kleinen Delle wieder eine Erholung einsetzt. Was ja möglich ist, aber derzeit durch keinerlei Indikatoren eine Bestätigung findet. Klar ist: die Anleiherenditen sind belastet durch die dovishe Wende der Notenbanken, während die Aktienmärkte dies als Erleichterung interpretieren – aber was hilft es den Unternehmen, wenn wegen des immer schlechter werdenden ökonomischen Umfelds die Gewinne wegbrechen?

Der Dax jedenfalls scheint da schon etwas weiter zu sein in der Einpreisung von wirtschaftlichen Realitäten als die Wall Street:

Bisher ist da nach dem Abverkauf von 11820 Punkten ausgehend recht wenig Erholung zu sehen. Was dem Dax besonders gut täte, wäre ein wirklich substabtieller Deal zwischen den USA und China – aber vor Mai dürfte da nichts zu erwarten sein ausser den routenmäßigen Aussagen im Stile von „die Verhandlungen laufen super“. Aber es waren ja immer wieder solche Aussagen, die die Märkte haben steigen lassen, sodass das der sicher historisch am häufigsten angekündigte Deal der Weltgeschichte sein dürfte – und vielleicht kommt er deshalb ja auch gar nicht..



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1 Kommentar

  1. Es spricht nicht unbedingt für die Intelligenz der Börsenteilnehmer, wenn sie sich auch mit der 27. Wiederholung von Trump, die Gespräche mit China würden super laufen, immer wieder aufs neue beruhigen lassen. Da muss man sich über irrationales Verhalten an der Börse wirklich nicht wundern.

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