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Aktien

Dax: Dieser Tag wird wichtig!

Eines scheint klar: dieser Handelstag wird sehr wichtig werden! Wie werden die Aktienmärkte den Tiefschlag vom Freitag verarbeiten? Der Dax in der letzten Woche mit dem größten Rückschlag seit einem Jahr, nimmt man die Aktienmärkte und Anleihemärkte zusammen, so erlebten wir in der Vorwoche die größten Verluste seit acht Jahren, also seit der Finanzkrise!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Eines scheint klar: dieser Handelstag wird sehr wichtig werden! Wie werden die Aktienmärkte den Tiefschlag vom Freitag verarbeiten? Der Dax in der letzten Woche mit dem größten Rückschlag seit einem Jahr, nimmt man die Aktienmärkte und Anleihemärkte zusammen, so erlebten wir in der Vorwoche die größten Verluste seit acht Jahren, also seit der Finanzkrise! Das bringt vor allem die sogenannten risk parity funds unter Druck, die Aktien wie auch Anleihen kaufen – und die jahrelang hervorragend liefen, weil Aktien und Anleihen haussierten aufgrund der ultralaxen Geldpolitik der Notenbanken. Mit den Entwicklungen der letzten Woche ist das noch nicht vorbei, aber es steht jetzt ein ganz dickes Fragezeichen hinter der Idee, dass diese Hausse ewig und unkorrigiert weiter gehen kann!

Das hat gerade beim Dax richtig gescheppert: der Index brach ohne jede Gegenwehr der Bullen unter die 13130er-Unterstützung, es folgten zwei Abwärtsgaps. Charttechnisch ist da sehr viel kaputt gegangen, keine Frage!

Woher soll jetzt die Drehung kommen? Von der Wall Street? Dort war die Euphorie so groß, damit auch die Long-Positionierung der Marktteilnehmer, dass noch extrem viel Potential besteht, dass hier diejenigen, die „all in“ sind, die Reißleine ziehen, wenn die Kurse weiter nach unten gehen. Der Markt lehrt jetzt diejenigen, die glaubten, Märkte seien doch ein Kinderspiel, bei dem man immer gewinnt, das sie sich irrten. Und zwar sehr heftig irrten, auch wenn der Augenschein monatelang etwas anderes suggererierte!

Der Chart des Dax sieht, vorsichtig formuliert, wenig freundlich aus:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Zwar versucht der X-Dax nach Handelsstart eine Erholung, aber die Frage ist doch, wieviel Potential in dieser Erholung steckt. Die noch größere Frage ist, wie heute die Wall Street reagiert, denn über das Wochenende haben viele Amerikaner auf ihr Depot gesehen nach dem Abverkauf am Freitag und dürften sich nun überlegen, dass es vielleicht doch besser wäre, die Gewinne zu realisieren, bevor sie sich pulverisieren!

Schafft die Wall Street heute einen rebound? Möglich. Aber es ist aus unserer Sicht sehr unwahrscheinlich, dass all das ein einmaliges Ereignis war und nun wieder der normale Alltag einkehrt mit stetig steigenden Aktienmärkten. Wir gehen daher davon aus, dass Erholungen nicht lange von Bestand sind und die Chance auf der Unterseite in den nächsten Tagen höher ist als auf der Oberseite!

12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    leser

    5. Februar 2018 09:40 at 09:40

    Der Dax ist stark überverkauft. Eine seitliche Konsoldierung in der Range 12560-12800 erscheint mir in den nächsten Tage wahrscheinlich. Falls er dann impulsiv Richtung 13000 aufbrechen sollte, besteht immer noch die Möglichkeit auf neue Hochs.

    • Avatar

      Columbo

      5. Februar 2018 09:59 at 09:59

      Immer wieder diese spektakulären Prognosen: „Wenn der Dax impulsiv in Richtung xxx steigt, besteht immer noch die Möglichkeit auf neue Hochs“.
      „Wenn ich impulsiv auf den Berg xxx steige, besteht immer noch die Möglichkeit, daß ich den Gipfel erreiche“.
      Schon beeindruckend und sehr hilfreich.

  2. Avatar

    leser

    5. Februar 2018 11:12 at 11:12

    @Columbo
    Ich lerne gerne dazu. Wie geht’s denn besser?

    • Avatar

      Columbo

      5. Februar 2018 12:22 at 12:22

      @leser,
      ich wollte Sie nicht beleidigen, aber es geht nicht besser, so allerdings auch nicht. Man liest es 30.000 mal am Tag: „…erscheint mir wahrscheinlich…wenn, dann könnte möglicherweise, aber auch nur unter der Voraussetzung, daß……“.
      Was soll ich damit? Zu den 90% Tradern gehören, die permanent Geld verlieren? Vielleicht bringt die anspruchsvolle @Seglermethode mehr, aber da wissen wir auch nicht, was bei ihm am Ende herausschaut, ob sich der Aufwand lohnt. Immerhin hat er „wunderbare Wochenenden mit gutem Essen und gutem Sex“, was schon
      sehr viel ist. Mir ist das jedenfalls lieber, als die ewigen Wenn’s und Aber’s.

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        Segler

        5. Februar 2018 14:26 at 14:26

        „.. aber es geht nicht besser..“ – Vielleicht doch.
        Beispiel: Der Markt hat übertrieben reagiert, Vola ist überhöht, das Put/Call Verhältnis dennoch untengeblieben.
        Tradingtechnische Konsequenz: Die übertrieben hohen Preise der Optionen ausnutzen. Mein Trade = Verkauf 2480-er Put im S&P. Man bekommt aktuell 500 Dollar dafür, und das bei einem Delta von 0,089.
        Aktuell stehe ich mit 2490 er Put im Buch zum Wunsch-Verkaufs-preis von 512 Dollar
        Des weiteren ein Short Put auf Zucker. Führt aber hier zu weit.
        Besten Gruss

        • Avatar

          leser

          5. Februar 2018 14:51 at 14:51

          @ Optionen (also Eurex) benötigen sehr viel Spezialwissen, Handelserfahrung und auch ein großes Handelskonto. Ich vermute mal (kann mich natürlich täuschen) dass diese Voraussetzungen bei den meisten, die hier lesen und schreiben nicht gegeben sind. Wenn man damit umgehen kann, dann sind die Chancen in beide Richtungen natürlich sehr groß.

          • Avatar

            Segler

            5. Februar 2018 16:19 at 16:19

            @leser
            a) Eurex Optionen würde ich aus mehreren Gründen nicht handeln
            Ich handle fast ausschliesslich US-Börsen, z.B CME, CBOE, COMEX und ICE
            b) Spezialwissen ganz sicher – kann man aber lernen
            c) Handelserfahrung: Unbedingt !
            d) „grosses Konto“ .. naja .. unter 25 Kilo würde ich nicht futures Optionen handeln. Ob das „Gross“ ist .. muss jeder selber beurteilen

            Lukrativ ist es allemal und von der Wahrscheinlichkeit her sehr viel besser als direktionales Handeln mit Shorts oder Puts.

        • Avatar

          PK

          5. Februar 2018 15:19 at 15:19

          oder Call verkaufen…
          März 2800’er 23 Dollar

          • Avatar

            Segler

            5. Februar 2018 16:02 at 16:02

            Bei Delta dreiunddreissig ?? – Doch nicht im Ernst, oder ?

      • Avatar

        leser

        5. Februar 2018 14:37 at 14:37

        @Columbo
        Wieso beleidigen?
        Ich habe meine Shorts, die ich bei 13400 gekauft habe, heute morgen erst einmal verkauft. Und wenn sie eine Methode kennen, die absolute Gewissheit bringt, dann schreiben sie ein Programm dazu und werden steinreich. Ich kenne leider nur Wahrscheinlichkeiten, Trefferquoten, Moneymanagement und ein bißchen Chartanalyse. Dennoch werde ich mir natürlich überlegen, ob ich hier künftig noch mal was zum Dax sage.

        • Avatar

          Andreas

          5. Februar 2018 15:09 at 15:09

          Leser

          Nur zu! Schreiben sie weiter ihre Meinung zum DAX. Dieses Forum hat in wenigen Wochen erneut solch eine hohe Qualität erreicht, da die meisten hier den Fokus wieder auf die Börse gelegt haben, wobei hin und wieder ausschweifen erlaubt ist.
          Gerd, PK, Segler, Petkov, Losless, Lausi, Altbär, sie Herr Leser und viele weitere sollen weiterkommentieren! (-;

          Ich mache mir zu meinen Trades immer selbst ein paar Gedanken und Chartanalysen aber gerne höre ich mir Input von anderen an.

          P.S.: Herr Fugmann, wo ist die Serie des Forex-Traders geblieben? Der hat hier seit Monaten keinen Artikel mehr veröffentlicht…

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            5. Februar 2018 15:11 at 15:11

            @Andreas, ich frage ihn (Forex Trader) nochmal an, er war glaub ich etwas frustriert wegen der geringen Reaktionen auf seinen letzten Artikel..

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Aktien

Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Aktien

Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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Coronakrise: Für die Verlierer folgt wohl der zweite wirtschaftliche Abschwung

Redaktion

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Lufthansa mit massiven Problemen in der Coronakrise

Zum Ausbruch der Coronakrise gab es zunächst massive Staatshilfe über Kurzarbeit, Zuschüsse, Milliardenkredite und sogar Unternehmensbeteiligungen durch den Staat. Die Lage schien sich zu stabilisieren. Mit der deutschen Volkswirtschaft geht es wieder bergauf. Und wenn man sich die Headlinezahlen der Statistiker betrachtet, wirkt die Lage auch gar nicht mehr so schlimm. Aber die Verlierer-Branchen, die ab März fast komplett den Bach runtergingen, die erleben derzeit womöglich den zweiten Abschwung.

Wenn dem wirklich so ist, wäre es für Börsianer ratsam die Finger von Aktien dieser Branchen zu lassen. Denn es ist natürlich zunächst verführerisch. Was im Zuge der Coronakrise stark gefallen ist, scheint jetzt vom reinen Aktienkurs her optisch günstig zu sein. Aber kommt eine weitere kräftige Abwärtswelle bei den Aktienkursen der betroffenen Konzerne, wenn den Börsianern klar wird, dass die Coronakrise auf ganz spezielle Branchen noch viel länger sehr drastische Auswirkungen haben wird?

Lufthansa in der Coronakrise weiter im Abschwung

Da wäre zum Beispiel die Lufthansa als Paradebeispiel in Deutschland zu nennen. Zum Ausbruch der Coronakrise sanken die Passagierzahlen auf Null. Nun denkt man, dass sich die Fluggastzahlen zusammen mit der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung auch steigern werden. Aber die Lage ist wohl schwieriger. Erstmal hilft da der gesunde Menschenverstand. Wie viele potenzielle Urlauber bleiben bitte schön solange den Flughäfen fern, bis die Maskenpflicht entfällt? Denn stundenlang als erholungssuchender Tourist im Flieger, am Flughafen, im Hotel, und an der Strandpromenade mit Maske rumzulaufen – darauf haben viele Menschen einfach keine Lust, denn das ist einfach kein richtiger Urlaub!

Nach den bisherigen massiven Einschnitten der letzten Monate sieht es bei der Lufthansa (wie bei anderen Airlines auch) nach einer erneuten Runde von Einschnitten aus. Dies lässt vermuten, dass sich die Flugzahlen eben nicht so erholen, wie man es sich erhofft hatte. Laut aktuellen Berichten soll Anfang nächster Woche bekanntgegeben werden, wie viele zusätzliche Jobs und Maschinen bei der Lufthansa gestrichen werden. Denn die Airlines leider derzeit auch darunter, dass sich die Einreisebeschränkungen einzelner Länder schnell ändern, und der potenzielle Reisende dann fernbleibt. Auch hier kann man denken aus „kaltherziger“ Börsianer-Sicht: Gut, dann warte ich die nächste Kürzungsrunde und weiter fallende Aktienkurse noch ab, und kaufe dann günstig ein.

Aber das sage mal jemand den Aktionären der Telekom, die damals in ein immer weiter fallendes Messer griffen nach dem Motto „jetzt gibts die Aktie aber günstig zu kaufen“. Natürlich ist das alles Ansichtssache. Es kann natürlich auch sein, dass ab einem gewissen Kursniveau wirklich eine Bodenbildung eintritt. Aber man sollte als Börsianer nicht all zu euphorisch agieren, nur weil der Aktienkurs optisch günstig zu sein scheint. Im folgenden Chart sehen wir in den letzten 12 Monaten in blau den Verlauf des Dax gegen die deutlich schlechter laufende Lufthansa-Aktie (beides auf CFD-Basis).

Chart zeigt Kursverlauf von Lufthansa gegen Dax

US-Airlines und Hotels

Auch in den USA geht der Abbau bei den Verlierern weiter. Nachdem die Airlines nach dem Ausbruch der Coronakrise bereits üppig vom US-Steuerzahler bedacht wurden, scheint das Geld wohl auszugehen. Nach ganz aktuellen Berichten sind die Chefs der großen US-Airlines im Weißen Haus vorstellig geworden. Das Motto lautete: Gebt erneut Staatshilfe, oder wir müssen Massenentlassungen durchführen. Auch dies ist ein klares Indiz dafür, dass es Delta, United und Co sehr schlecht geht.

Wie jüngste Berichte zeigen, und was natürlich mehr als verständlich ist: Das Spieler-Paradies Las Vegas wurde von der Coronakrise übel getroffen, aber gleich doppelt und dreifach. Da lohnt es sich einen Blick zu werfen auf die Las Vegas Sands Corp, einen Hotel- und Casino-Betreiber mit Schwerpunkten in Las Vegas, Macau und Singapur. Die Aktie notierte vor dem Beginn der Coronakrise im Februar bei 71 Dollar, jetzt bei 49 Dollar. Im folgenden Chart, der 12 Monate zurückreicht, haben wir die Kursverläufe der Hotelkette und von United Airlines übereinander gelegt. Frage: Greift man hier in ein fallendes Messer, wenn man jetzt kauft? Oder stehen die Aktien vor einem langen, langweiligen Seitwärtstrend?

Chart zeigt United Airlines und Las Vegas Sands

Nicht in das fallende Messer greifen?

Der Spruch ist einer der absoluten Börsianer-Klassiker. Man soll nicht in das fallende Messer greifen. Damit ist gemeint, dass man in einem Absturz, bei dem der Boden noch nicht erkennbar ist, nicht kaufen sollte. Natürlich sollte man auch später nie krampfhaft versuchen den absoluten Tiefpunkt für seine Einstiege an der Börse zu finden. Aber derzeit scheint es bei Aktien von Hotels und Airlines so zu sein, dass die Corona-Misere weitergeht, während sich der größte Teil der sonstigen Volkswirtschaft damit beschäftigt die alten Niveaus zu erreichen. Also, Vorsichti ist geboten bei den Problembranchen. Es sieht nicht nach einer raschen Erholung aus! Gestern berichteten wir bereits über die große Entlassungswelle bei deutschen Autozulieferern (hier finden Sie den Artikel). Auch hier sollte man bei Neueinstiegen in die entsprechenden Aktien überlegen, ob nun das Tief wirklich erreicht wird, oder ob die Misere noch einige Zeit anhalten wird, was auch die Aktienkurse weiter belasten könnte.

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