Folgen Sie uns

Indizes

Dax: Dollar und Öl sind die Wegweiser

Über den fallenden Ölpreis, den zu starken Dollar als Symptom – und was böse Zungen sagen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Sowohl die US-Indizes auch der Dax konnten sich nach einem zwischenzeitlichen Abverkauf wieder erholen – aber dennoch ist erkennbaar, dass da schon erste Wunden in das Fleisch der Bullen geschlagen worden sind!

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Für die so lange verwöhnten Aktienmärkte werden nun zwei Dinge zunehemend problematisch: erstens der seit Mitte der Woche recht dynamisch fallende Ölpreis, der oft eine Indikator-Funktion für die Aktien-Märkte hat. Und dass der Ölpreis so dynamisch fällt, ist wohl weniger mit den hohen Lagerbeständen erklärbar – vielmehr zeigt sich gerade beim Ölpreis nun die weniger dovishe Haltung der Fed einerseits, und andererseits das deutliche Abflauen des Narrativs „die globale Konjunktur wird sich ausgehend von China bald wieder erholen“:

Dazu kommt die Dollar-Stärke, die für den Dax eher gut ist, für die Wall Street aber immer mehr zum Problem wird, wie zuletzt gestern der amerikanische Großkonzern Dow Dupont verkündete – Währungseffekte werden damit immer belastender für US-Konzerne:

 

Und: Dollar-Stärke bringt Dollar-Schuldner unter Druck, wir haben schon seit Wochen ziemlich klare Anzeichen für Dollar-Knappheit an den Geldmärkten – im Grunde also ein Krisensymptom!

Wie es mit dem Dollar weiter geht, werden die heutigen  US-Arbeitsmarktdaten zeigen – die Headline-Zahl dürfte aus vielerlei Gründen über der Erwartung von ca. 190.000 Stellen liegen. Für den Dollar, für die Märkte insgesamt aber ist entscheidender, wie die US-Stundenlöhen ausfallen werden, die mit +0,3% zum Vormonat  erwartet werden (und +3,3% zum Vorjahresmonat). Denn es sind vor allem die US-Löhne, die Powells Aussage rechtfertigen müssen, dass die niedriger als erwartet ausgefallene Inflation wirklich nur vorübergehend ist – womit Powell ja auch die weniger dovishe Haltung der Fed rechtfertigte während seiner Pressekonferenz.

So oder so: wenn der Dollar weiter steigt und Öl weiter fällt, haben die Aktienmärkte ein Problem – und umgekehrt wäre das Gegenteil positiv für die Märkte.

Damit aber die Wall Street Anlauf auf neue Allzeithochs nehmen kann und auch der Dax sich weiter erholt, muß der Handelsdeal USA-China klappen. Böse Zungen sagen (so wie der CNBC-Clown Jim Cramer): wenn der Deal kommt, wird abverkauft (kaufe das Gerücht, verkaufe die Tatsache), und wenn er nicht kommt, wird erst recht abverkauft. Aber das sind einfach nur böse Zungen..

 


Von Frank Liebig – Archiv Frank Liebig, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=53470949

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Marko

    3. Mai 2019 16:07 at 16:07

    Markus??

    Seit wann ist der Dollar stark ? – Seit wann ? Der EUR ist stark !

    Der Dollar ist dann stark, sollte die EUR/USD -Pärität fallen ? Aber da hätte er doch sei Jahren (!) sein sollen ?

    Also, bei allem nötigen Respekt, die Zinsdifferenz zwischen dem USD und dem EUR ist doch da ? – Habe ich die Zinserhöhungen der FED nicht mitbekommen ?

    Da müsste doch der EUR/USD in ganz anderen Dimensionen stehen ? – Überlegt doch mal das Gegenteil : Die EZB hätte Ihre Zinsen erhöht, und die amis hätten „nix gemacht“, nebsst Negativ-Einlagezisnssätzen für deren US-Banken ?

    Na klar kann ich jetzt heute sagen : JP Morgan schlägt alle europäischen Banken ? Sind die Voraussetzungen „fair“ ?

    Liebe Bären, jetzt wird es langsam lächerlich ? Nur weiter so, mit short…

  2. Avatar

    Roberto

    3. Mai 2019 16:57 at 16:57

    …wieder hinter jedem Satz Fragezeichen, selbst nach dem Namen von Markus.
    Was ist das für ein Typ dieser Marko ? Unfassbar. Wer noch nicht einmal weiß, wann ein Fragezeichen gesetzt wird, der dürfte noch nicht einmal von 12 bis mittag denken können.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

weiterlesen

Indizes

Rüdiger Born: Aktuelle Chancen bei Dow und Nasdaq

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Es tut sich was bei Dow Jones und Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich darauf ein, welche Tradingchancen derzeit in diesen beiden Indizes bestehen. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

weiterlesen

Indizes

Dax: Privatanleger verkaufen den Profis ihre Aktien!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Lange lief der Dax seitwärts, dann folgte am Montag ein impulsiver Abverkauf. Wie aber ist jetzt die Stimmung der Investoren hierzulande – herrscht Pessimismus nach dem Kursrückgang, oder sieht man nun die niedrigeren Kurse als Kaufchance?

In der wöchentlichen Umfrage der Deutschen Börse zeigt sich, dass vor allem die Profi-Investoren bullischer werden für den Dax: so sind nun 46% im Lager der Bullen, ein Anstieg zur Vorwoche von +11% und zugleich der höchste Stand an Optimismus seit Anfang März! Es sind vor allem jene, die zuvor an der Seitenlinie standen, die nun ins Camp der Bullen gewandert sind, denn die neutral Eingestellten verlieren bei den Profis -13% auf nun nur noch 16%, während das Lager der Bären sogar leicht zulegen kann auf nun 38% (+2% zur Vorwoche).

Bei den Privatinvestoren hingegen, die zuletzt deutlich optimistischer waren als die Profis, stellt sich die Lage andere dar: hier sind noch 38% bullisch (-2% zur Vorwoche), während die Pessimisten nun auf 39% kommen und +8% zur Vorwoche hinzugewinnen.

Man könnte also gewisserweise sagen: die Privatanleger verkaufen den zuvor an der Seitenlinie stehenden Profis ihre Aktien! Ähnlich sieht das auch Joachim Goldberg:

„Damit bleibt die Stimmungskluft zwischen institutionellen und privaten Anlegern zwar fast unverändert, aber die Panels haben fast in identischem Maße ihre Rollen und Positionen aus der Vorwoche getauscht. Man könnte auch sagen, dass die vormals optimistischen Privatanleger ihre Aktienbestände an die Institutionellen weitergereicht haben. Dies macht sich insbesondere in der Sentiment-Betrachtung auf Sicht von sechs Monaten bemerkbar. Hier zeigt sich, dass der relative Optimismus bei unserer Befragung in der vergangenen Woche für beide Gruppierungen noch etwa gleich hoch war.“

Was bedeutet das für den Dax?

Ist diese Stimmung nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen für den Dax? Dazu Goldberg weiter:

„Nach dieser Lesart sind die Privatanleger zwar immer noch leicht optimistisch, aber der relativ deutliche Optimismus bei den institutionellen Investoren – er ist so hoch wie zuletzt Anfang März dieses Jahres – stellt für den DAX eine Belastung dar. Nicht nur, weil auf höherem Niveau (möglicherweise zwischen 13.050 und 13.100 Zählern) Abgaben aus Gewinnmitnahmen drohen. Im Falle erneuter Kursrückgänge fehlen naturgemäß durch die jüngsten Käufe Nachfrager, die dem DAX normalerweise eine Stütze wären. Auch könnte der zuletzt schwächelnde Euro ein Indiz dafür sein, dass überdies, wie bereits in den vergangenen Wochen geschehen, internationale Kapitalabflüsse auf den Aktienmärkten der Eurozone lasten.“

Ausführlicher dazu Goldberg auch hier im Video: nach unten sei der Dax „ungeschützt“, oben sei der „Deckel drauf“..

Die Profis werden optimistischer für den Dax - ein Kontraindikator?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen