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Dax, Dow Jones und S&P 500: Die Lage

Die US-Indizes stehen vor einer größeren Korrektur, der Dax wird sich besser halten..

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Dax

Das sieht so schlecht nicht aus! Der Dax 30 konnte auch an den vergangenen Handelstagen seine stabile Konstitution unter Beweis stellen. Auch wenn sich eine sehr kleine kaum wahrnehmbare Korrektur eingestellt hat, bleibt der Index voll auf Kurs. Natürlich spielt sich das gesamte Geschehen im Rahmen einer größeren Korrektur ab. Für euphorische Gedanken ist demzufolge noch nicht die richtige Zeit gekommen. Der Blick auf den Langzeitchart zeigt besonders meine temporäre Einschätzung über den weiteren Verlauf der Korrektur auf.

 

Ausblick:

Der jüngste Kursanstieg wird sich auch an den kommenden Tagen weiter fortsetzen. Dabei sollte der Index zunächst bis zur 0.50-Linie bei 11.635 Punkten steigen. Selbst ein leichtes Überschießen läge noch im Bereich des Möglichen. Daraufhin wird sich eine kleinere der Ausbildung von Welle (2) dienende Korrektur den Weg bahnen. Im Chart habe ich diese Bewegung sehr drastisch dargestellt, um damit das maximal zur Verfügung stehende Potenzial aufzuzeigen. Es kann aber ohne Weiteres sein, daß sich Welle (2) lediglich bis zur 0.24-Unterstützung bei aktuell 11.389 Punkten fallen läßt und somit nur eine fast unmerkliche Korrektur ausbildet.


(Chart durch anklicken vergrößern)

Im weiteren etwas ferneren Verlauf wird sich der Dax bis zur 0.76-Linie bei 12.421 Punkten steigen. Wesentlich höher sollte die kleine Himmelfahrt nicht verlaufen, denn die vorliegende Konstellation ist korrektiv und eben nicht impulsiv! Mit dem, in der Hierarchie hoch angesiedelten, 0.76 Retracement (12.728 Punkte) liegt zudem eine fast nicht zu überwindende Hürde in nicht allzu großer Entfernung. Größere Gefahren kann ich dem Chartverlauf momentan nicht ablesen. Erst ein eventueller Bruch des 0.38 Retracements (10.904 Zähler) würde das beschriebene recht positive Bild in Frage stellen und aller Voraussicht nach eine größere Korrekturbewegung ins Laufen bringen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend wird sich auch künftig weiter fortsetzen. Dennoch rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Zur Absicherung sollten Sie auf das 0.38 Retracement (10.904 Punkte) zurückgreifen.

 

 

S&P 500

Wie erwartet konnte der marktbreite S&P 500 seinen kleinen Höhenflug auch weiter fortsetzen. Die Zugewinne nehmen sich natürlich bescheiden aus, denn der Trend bewegt sich in der letzten Phase vor einer etwas größeren Trendwende. Interessant dabei ist auch die zeitliche Komponente, wie das Zeitlineal es aufzeigt. Die jüngste Performance zeigt indes auch den korrektiven Kontext, in welchem sich der Index seit Monaten bewegt, auf. Wie der Langzeitchart es aufzeigt, bleibe ich auch weiterhin positiv für den Index eingestellt.

Ausblick:

Momentan steht der Trend unmittelbar vor dem 1.00 Retracement (2.818 Punkte) und damit vor dem idealtypischen Ziel für die kleine Welle (5). Das größere 0.76 Retracement (2.788 Punkte) wird indes ein weiteres ungehindertes Ansteigen zu verhindern wissen. Dennoch kann sich an den kommenden Tagen ein leichtes Überschießen über die 1.00-Linie (2.818 Zähler) einstellen. Signifikanten Einfluß auf das größere Geschehen kann dieser Schritt natürlich nicht nehmen. Vielmehr ist vom Eintreten einer etwas größeren Korrektur auszugehen. Der Startschuß für diese Bewegung fällt mit Unterschreiten des kleinen 0.24 Retracements (2.767 Punkte).

Im weiteren Verlauf fällt der Index dann sehr schnell, bis zur 0.62 Unterstützung fallen. Das eigentliche Ziel für Welle (b) liegt im Bereich des 0.50 Retracements bei 2.571 Punkten. Erst ein eventueller Bruch des 0.62 Retracements (2.516 Punkte) würde das dargestellte Szenario ins Wanken bringen. Obwohl dieser Schritt nicht vollends auszuschließen ist, räume ich diesem keine Chancen auf Umsetzung ein. Nach Abschluß von Welle (b) wird die sich anschließende (c) den S&P wieder steigen lassen und mit dieser Bewegung die größere Welle (D) abschließen. Das Zeitlineal gibt wie immer Anhaltspunkte über den zeitlichen Verlauf der einzelnen Wellen an.

Fazit:

Aktuell steht der seit Ende´18 währende Trend vor dem Abschluß. Resultierend daraus rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Ein Kaufsignal ist auf längere Zeit nicht zu erwarten. Zur Absicherung sollten Sie das kleine 0.24 Retracement (2.767 Punkte) nutzen.

 

 

Dow Jones

Durch den punktgenauen Anlauf an das 1.00 Retracement (26.194 Punkte) konnte der Dow Jones meine jüngste Prognose sehr genau nachvollziehen. Mehr noch konnte durch diesen Schritt auch das idealtypische Ziel von Welle (5) erreicht werden, sodaß aktuell eine erhöhte Korrekturgefahr zu verzeichnen ist. Angst muß man vor diesem Szenario nicht haben. Wie der Langzeitchart es zeigt, sehe ich den dienstältesten Aktienindex der Welt immer noch innerhalb des seit 2009 laufenden Aufwärtstrends. In meiner jüngsten Langzeitausgabe hatte ich diesen Aspekt detailliert beleuchtet und auch die temporäre Komponente behandelt.

Ausblick:

Der Anschlag am 1.00 Retracement (26.194 Punkte) ist ein sicheres Indiz auf den bevorstehenden Trendabschluß. Dennoch sollte für die kommenden Tage ein erneutes Überschreiten dieses Widerstandes nicht vollends ausgeschlossen werden. Wesentliches Potenzial steht der kleinen Welle (5) indes nicht mehr zur Verfügung. Maximal bis zur zweiten 1.00-Linie (26.891 Punkte) kann der Trend noch verlaufen. Ich sehe den Trendverlauf allerdings nicht ganz so kräftig. Mit Abschluß von (5) wird auch die übergeordnete (a) vollendet. Die sich daran anschließende Welle (b) nimmt mit Unterschreiten des kleinen 0.24 Retracements (25.775 Punkte) den Lauf.


(Chart durch anklicken vergrößern)

In der ersten Phase fällt der Index dann bis zur 0.62 Unterstützung bei 25.039 Punkte, im weiteren Verlauf ist der Abverkauf bis zur 0.50-Linie (aktuell 23.869 Zähler) einzuplanen. Größere Gefahren für das dargestellte Szenario würden sich erst unterhalb des 0.62 Retracements (23.342 Punkte) einstellen. Diesem Schritt räume ich keine nennenswerten Chancen auf Realisierung ein. Wie immer liefert das Zeitlineal Anhaltspunkte über den temporären Verlauf der einzelnen Wellen. Demzufolge kann sich Welle (b) durchaus sehr dynamisch entfalten.

Fazit:

Der aktuell noch intakte Trend wird sich bereits an den folgenden Tagen erschöpfen. Die Folge ist eine etwas größere Korrektur, sodaß ich von einer erneuten Positionierung in den Index abrate. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.62 Retracement bei aktuell 25.039 Punkten ab.

 


Foto: Deutsche Börse AG

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Coronavirus: Treiber für die Börsenkurse trotz Wirtschaftsdelle?

Kriegen oder haben wir bereits die Katastrophenrally, einen Anstieg der Börsenkurse in einem desaströsen Umfeld, in dem eine wirtschaftliche Schadensmeldung die nächste jagd?

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Gewiss, es klingt mehr als seltsam, wenn man in der Phase des Stillstands der zweitgrößten Volkswirtschaft aufgrund des Coronavirus von einer boomenden Börse spricht. Aber wir leben derzeit in einer reichlich verzerrten Welt, in der sich Realwirtschaft und Aktienkurse entkoppelt haben. Und die Verursacher dieses Zustandes könnten diese Anomalie noch weiter auf die Spitze treiben, eben wegen der großen wirtschaftlichen Auswirkung des Coronavirus Covid-19.

Notenbanken außer Rand und Band

Eine Darstellung der Sorgen der Händler an der Wall Street durch den Sender CNBC zeigte es deutlich: Man ist eigentlich nicht allzu besorgt, wegen der Auswirkungen der grassierenden Lungenkrankheit. Wenn man diese kurzfristig in der Griff bekommt, gibt es eine große Aufholjagd in den nächsten Quartalen. Ja, und wenn es länger dauert, dann hat man die Federal Reserve.

Hannes Zipfel hat es in seiner Analyse am gestrigen Tag auch begründet: Die Anleihemärkte senden ein Signal, dass es bald zu einer Zinssenkung durch die US-Notenbank kommen wird. Und nicht erst ab dem Sommer, wie es durch die Fed Funds Futures vor Kurzem noch signalisiert wurde. Eine Abflachung der Zinskurve und damit eine Erosion im Bankgeschäft, die stärker werdende Invertierung der Zinskurve und eine deutliche Beeinträchtigung des US-Wachstums zwingen die Fed zu Maßnahmen. Deshalb kam auch Hannes Zipfel zu dem Fazit, dass die US-Notenbank schon in nächster Zeit nicht umhin kommt, gebündelte Kredit- und Hypothekenpapiere zu kaufen und die Bilanz ein weiteres Mal zu erweitern.

Die maßgeblichen US-Zinsen (10-jährige US-Staatsanleihe) liegen bei 1,55 Prozent und werden bereits bei der nächsten (und nicht letzen) Senkung schon deutlich unter der Inflationsrate liegen. Und international? Vor einigen Wochen lagen bereits 25 Prozent aller Staatsanleihen der Staaten (von ca. 70 Billionen Dollar!) im negativen Bereich. Dies könnte sich infolge der Krisensituation durch das Coronavirus noch deutlich steigern, denn schließlich werden viele Staaten noch einmal an der Zinsschraube drehen – wie bereits China und Thailand. Und wo landet die neu geschaffene Liquidität? Ein Teil vielleicht beim Gold, aber nicht die große Masse, schließlich ist der Goldmarkt für das große Kapital zu klein. Also doch wieder im Aktienmarkt?

Coronavirus: Wie werden die Märkte reagieren?

Natürlich wird es immer wieder zu Einbrüchen kommen, infolge von sich häufenden Gewinnwarnungen von Firmen aus allen Branchen, aber auch aus vielen Volkswirtschaften der Welt. Aber wenn es nicht zum großen Wirtschaftseinbruch kommt, den Donald Trump mit seinem eigentlich unwilligen Gehilfen (Powell) mit allen fiskalpolitischen und sonstigen Stimuli im Wahljahr verhindern will, werden die Marktteilnehmer vermutlich immer wieder in die Aktienmärkte zurückkehren.

Nach der nächsten Fed-Zinssenkung gibt es auch in den USA keine positive Rendite (nach Inflation) an den Anleihemärkten mehr. Auch global ist der Anlagenotstand ubiquitär, erkennbar an den 10-jährigen Anleihen in Griechenland, die im 0,90-Prozentbereich stehen, nach noch 1,4 Prozent vor Monatsfrist. Man kann gut damit argumentieren, dass Gelddrucken in einer Produktionskrise keinen Anschub im Warenhandel liefern kann, aber das neu geschaffene Kapital sucht eben nach Anlagemöglichkeit. Bei einem Verwahrentgelt (Strafzinsen) Geld zu parken, ist wohl eher keine Strategie.

Damit hinkt auch ein Vergleich mit einer klassischen Konditionierung à la Pawlow, es dürfte eher an den technischen Rahmenbedingungen liegen, als an den Instinkten der Anleger. Es ist doch auch jedem Börsianer klar, dass es einen Einbruch in der Wirtschaft geben muss, wenn hunderte Millionen Arbeitnehmer und zugleich Konsumenten wegen des Coronavirus wochenlang in ihren Wohnungen festgehalten werden. Es schockt immer das Unerwartete, das nicht Vorhersehbare.

Fazit

Kriegen wir oder haben wir bereits die Katastrophenrally, einen Anstieg der Börsenkurse in einem desaströsen Umfeld, in dem eine wirtschaftliche Schadensmeldung die nächste jagd?

Ich muss es noch einmal betonen. Die Aktienmärkte interessiert doch immer nur kurzzeitig, was sich in der Gegenwart abspielt, da kann es tausend Berichte über katastrophale Daten geben. Wenn es Aussicht auf Besserung gibt in mittlerer Zukunft, so wird dies in den Börsenkursen eingepreist. Das ist die zentrale, aber auch unsichere Prämisse. So war es jedes Mal bei den letzten vier Rezessionen, an die ich mich erinnern kann. Bereits viele Monate bevor noch irgend etwas von einer wirtschaftlichen Besserung zu sehen war, hatte der Aktienmarkt schon nach oben gedreht. Im heutigen Umfeld ist die Situation noch viel komplizierter, denn wo sollen die nach Rendite heischenden Billionen an Kapital angelegt werden?

So wäre es nicht verwunderlich, wenn man den Highflyer Apple schon in den nächsten Tagen wieder auf alte Höhen bringen würde – trotz der Gewinnwarnung vorgestern.

Der gestrige Tag brachte zwar einen Rückschlag, der angesichts der Meldungslage über Apple, der IT-Branche generell und den Automobilsektor aber eigentlich nur im Rahmen einer eher normalen Tagesschwankung blieb.

Um nicht missverstanden zu werden: Es gibt keinen unendlichen Aufschwung an den Börsen. Irgendwann wird das „Potenzial“ der Zentralbanken an die Grenzen stoßen und Inflation und Rezession ihren schmerzlichen Tribut fordern. Aber derzeit scheint sich eine Entwicklung Bahn zu brechen, die ohne historisches Vorbild ist – trotz oder gerade wegen des Coronavirus..

Die Wall Street lässt sich vom Coronavirus nicht die Laune verderben

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Aktienmärkte: Die nächste Gewinnwarnung.. Videoausblick

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Spötter sagen: wenn die nächste Gewinnwarnung kommt, werden die Aktienmärkte sicher auf ein neues Allzeithoch steigen! Es war bezeichnend, dass gestern nach der Umsatzwarnung von Apple ausgerechnet der Nasdaq 100 der einzige US-Index war, der gestern im Plus schließen konnte (auch wegen dem Anstieg bei Tesla). Die Grundthese der Aktienmärkte lautet: wenn es eng wird, werden wir sehr schnell noch mehr QE von der Fed oder der EZB bekommmen – warum also sollte man jetzt etwa verkaufen? China versucht weiter seine Coronavirus-Zahlen nach unten zu manipulieren, aber ca. 700 Millionen Chinesen leben derzeit in irgendeiner Form in Quarantäne. Damit steht die zweitgrößte Wirtschaft er Welt weitgehend weiter absehbar still..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

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Finanznews

Aktienmärkte: Glaubt ihr das wirklich? Marktgeflüster (Video)

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Die Frage an die Aktienmärkte muß erlaubt sein: Glaubt ihr wirklich, dass der Stillstand der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt spurlos an den westlichen Unternehmen vorbei streichen könnte? Offenkundig wurde das geglaubt, sonst wäre das Erschrecken über die Warnung von Apple kaum erklärbar! die Erzählung der größeren Player der Aktienmärket geht so: die Sache mit dem Coronavirus ist temporär, da kann man darüber hinweg sehen. Und wenn es nicht schnell vorüber geht, dann werden die Notenbanken uns sowieso retten. Das erinert schon etwas an Pawlosche Hunde, die von den Notenbanken trainiert worden sind! Gemäß der neuesten Umfrage der Bank of America Merrill Lynch sehen die großen Investoren das größte Risiko für die Aktienmärkte nicht etwa in den Folgewirkungen des Coronavirus, sondern in der US-Wahl!

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