Folgen Sie uns
Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax, Dow Jones und S&P 500: Die Lage

Die US-Indizes stehen vor einer größeren Korrektur, der Dax wird sich besser halten..

Veröffentlicht

am

Dax

Das sieht so schlecht nicht aus! Der Dax 30 konnte auch an den vergangenen Handelstagen seine stabile Konstitution unter Beweis stellen. Auch wenn sich eine sehr kleine kaum wahrnehmbare Korrektur eingestellt hat, bleibt der Index voll auf Kurs. Natürlich spielt sich das gesamte Geschehen im Rahmen einer größeren Korrektur ab. Für euphorische Gedanken ist demzufolge noch nicht die richtige Zeit gekommen. Der Blick auf den Langzeitchart zeigt besonders meine temporäre Einschätzung über den weiteren Verlauf der Korrektur auf.

 

Ausblick:

Der jüngste Kursanstieg wird sich auch an den kommenden Tagen weiter fortsetzen. Dabei sollte der Index zunächst bis zur 0.50-Linie bei 11.635 Punkten steigen. Selbst ein leichtes Überschießen läge noch im Bereich des Möglichen. Daraufhin wird sich eine kleinere der Ausbildung von Welle (2) dienende Korrektur den Weg bahnen. Im Chart habe ich diese Bewegung sehr drastisch dargestellt, um damit das maximal zur Verfügung stehende Potenzial aufzuzeigen. Es kann aber ohne Weiteres sein, daß sich Welle (2) lediglich bis zur 0.24-Unterstützung bei aktuell 11.389 Punkten fallen läßt und somit nur eine fast unmerkliche Korrektur ausbildet.


(Chart durch anklicken vergrößern)

Im weiteren etwas ferneren Verlauf wird sich der Dax bis zur 0.76-Linie bei 12.421 Punkten steigen. Wesentlich höher sollte die kleine Himmelfahrt nicht verlaufen, denn die vorliegende Konstellation ist korrektiv und eben nicht impulsiv! Mit dem, in der Hierarchie hoch angesiedelten, 0.76 Retracement (12.728 Punkte) liegt zudem eine fast nicht zu überwindende Hürde in nicht allzu großer Entfernung. Größere Gefahren kann ich dem Chartverlauf momentan nicht ablesen. Erst ein eventueller Bruch des 0.38 Retracements (10.904 Zähler) würde das beschriebene recht positive Bild in Frage stellen und aller Voraussicht nach eine größere Korrekturbewegung ins Laufen bringen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend wird sich auch künftig weiter fortsetzen. Dennoch rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Zur Absicherung sollten Sie auf das 0.38 Retracement (10.904 Punkte) zurückgreifen.

 

 

S&P 500

Wie erwartet konnte der marktbreite S&P 500 seinen kleinen Höhenflug auch weiter fortsetzen. Die Zugewinne nehmen sich natürlich bescheiden aus, denn der Trend bewegt sich in der letzten Phase vor einer etwas größeren Trendwende. Interessant dabei ist auch die zeitliche Komponente, wie das Zeitlineal es aufzeigt. Die jüngste Performance zeigt indes auch den korrektiven Kontext, in welchem sich der Index seit Monaten bewegt, auf. Wie der Langzeitchart es aufzeigt, bleibe ich auch weiterhin positiv für den Index eingestellt.

Ausblick:

Momentan steht der Trend unmittelbar vor dem 1.00 Retracement (2.818 Punkte) und damit vor dem idealtypischen Ziel für die kleine Welle (5). Das größere 0.76 Retracement (2.788 Punkte) wird indes ein weiteres ungehindertes Ansteigen zu verhindern wissen. Dennoch kann sich an den kommenden Tagen ein leichtes Überschießen über die 1.00-Linie (2.818 Zähler) einstellen. Signifikanten Einfluß auf das größere Geschehen kann dieser Schritt natürlich nicht nehmen. Vielmehr ist vom Eintreten einer etwas größeren Korrektur auszugehen. Der Startschuß für diese Bewegung fällt mit Unterschreiten des kleinen 0.24 Retracements (2.767 Punkte).

Im weiteren Verlauf fällt der Index dann sehr schnell, bis zur 0.62 Unterstützung fallen. Das eigentliche Ziel für Welle (b) liegt im Bereich des 0.50 Retracements bei 2.571 Punkten. Erst ein eventueller Bruch des 0.62 Retracements (2.516 Punkte) würde das dargestellte Szenario ins Wanken bringen. Obwohl dieser Schritt nicht vollends auszuschließen ist, räume ich diesem keine Chancen auf Umsetzung ein. Nach Abschluß von Welle (b) wird die sich anschließende (c) den S&P wieder steigen lassen und mit dieser Bewegung die größere Welle (D) abschließen. Das Zeitlineal gibt wie immer Anhaltspunkte über den zeitlichen Verlauf der einzelnen Wellen an.

Fazit:

Aktuell steht der seit Ende´18 währende Trend vor dem Abschluß. Resultierend daraus rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Ein Kaufsignal ist auf längere Zeit nicht zu erwarten. Zur Absicherung sollten Sie das kleine 0.24 Retracement (2.767 Punkte) nutzen.

 

 

Dow Jones

Durch den punktgenauen Anlauf an das 1.00 Retracement (26.194 Punkte) konnte der Dow Jones meine jüngste Prognose sehr genau nachvollziehen. Mehr noch konnte durch diesen Schritt auch das idealtypische Ziel von Welle (5) erreicht werden, sodaß aktuell eine erhöhte Korrekturgefahr zu verzeichnen ist. Angst muß man vor diesem Szenario nicht haben. Wie der Langzeitchart es zeigt, sehe ich den dienstältesten Aktienindex der Welt immer noch innerhalb des seit 2009 laufenden Aufwärtstrends. In meiner jüngsten Langzeitausgabe hatte ich diesen Aspekt detailliert beleuchtet und auch die temporäre Komponente behandelt.

Ausblick:

Der Anschlag am 1.00 Retracement (26.194 Punkte) ist ein sicheres Indiz auf den bevorstehenden Trendabschluß. Dennoch sollte für die kommenden Tage ein erneutes Überschreiten dieses Widerstandes nicht vollends ausgeschlossen werden. Wesentliches Potenzial steht der kleinen Welle (5) indes nicht mehr zur Verfügung. Maximal bis zur zweiten 1.00-Linie (26.891 Punkte) kann der Trend noch verlaufen. Ich sehe den Trendverlauf allerdings nicht ganz so kräftig. Mit Abschluß von (5) wird auch die übergeordnete (a) vollendet. Die sich daran anschließende Welle (b) nimmt mit Unterschreiten des kleinen 0.24 Retracements (25.775 Punkte) den Lauf.


(Chart durch anklicken vergrößern)

In der ersten Phase fällt der Index dann bis zur 0.62 Unterstützung bei 25.039 Punkte, im weiteren Verlauf ist der Abverkauf bis zur 0.50-Linie (aktuell 23.869 Zähler) einzuplanen. Größere Gefahren für das dargestellte Szenario würden sich erst unterhalb des 0.62 Retracements (23.342 Punkte) einstellen. Diesem Schritt räume ich keine nennenswerten Chancen auf Realisierung ein. Wie immer liefert das Zeitlineal Anhaltspunkte über den temporären Verlauf der einzelnen Wellen. Demzufolge kann sich Welle (b) durchaus sehr dynamisch entfalten.

Fazit:

Der aktuell noch intakte Trend wird sich bereits an den folgenden Tagen erschöpfen. Die Folge ist eine etwas größere Korrektur, sodaß ich von einer erneuten Positionierung in den Index abrate. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.62 Retracement bei aktuell 25.039 Punkten ab.

 


Foto: Deutsche Börse AG

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Chimerica zerbricht! Marktgeflüster (Video)

Warum das Auseinanderbrechen der Nutz-Beziehung USA-China ein ökonomisches und politisches Erdbeben auslösen wird!

Veröffentlicht

am

Der britische Historiker Niall Ferguson prägte 2007 den Begriff „Chimerica“ – und meinte damit die unausgesprochenen Deal beider Länder, wonach China produziert und Amerika konsumiert, wobei China die Schulden der USA kauft und damit das Ungleichgewicht ausgleicht. Diese unausgesprochene Wirtschaftsallianz scheint nun zu zerbrechen durch den Bann von Huawei und den daraus resultierenden praktischen Konsequenzen (Google blockt Zugang zu Android-Systemen etc.). Die Folgen des absehbaren Auseinanderbrechens von „Chimerica“ sind unabsehbar – und werden vor allem in den USA stark unterschätzt, denn damit ist das „Leben über die eigenen Verhältnisse“ in Frage gestellt! Die US-Aktienmärkte, zuletzt gestützt vor allem durch defensive Werte, sind noch weit entfernt davon, dieses Auseianderbrechen adäquat einzupreisen!

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

weiterlesen

Indizes

Über Prognosen und Prognostiker an den Finanzmärkten – „Dartpfeile werfender Schimpansen“

Veröffentlicht

am

Von

Von Thomas Müller

Seit ich mich mit Finanzmärkten und entsprechend mit Prognosen beschäftige – also seit rund 25 Jahren – fällt mir auf, dass immer wieder Prognostiker zu großer Bekanntheit gelangen oder gar so etwas wie Gurus werden, also von einer eingeschworenen Schar Anhänger gegen jede Kritik verteidigt werden, obwohl die Prognosen nach meinem subjektiven Empfinden diesen Status keineswegs rechtfertigen. Bei einigen Prognostikern/Kommentatoren war ich sogar sehr sicher, dass sie wenig Ahnung haben, wovon sie sprechen, ohne dies aber wirklich geprüft zu haben. Allerdings war da auch immer die Stimme im Kopf, die mir sagte, diese Leute haben so viele Anhänger und tauchen regelmäßig in den Medien auf, irgendetwas muss an diesen Leuten dran sein.

 

„Superforecasting“

Nun bin ich kürzlich auf das Buch „Superforecasting“ von Philip Tetlock gestoßen und muss dabei immer wieder an die diversen aus Fernsehen und Presse bekannten Prognostiker denken. Gleich am Anfang stellt er fest: „Viele verkünden ihre Prognosen mit dem Brustton der Überzeugung. Und einige verkaufen sich als Propheten, die Jahrzehnte in die Zukunft blicken können. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen sie nicht etwa vor der Kamera, weil sie sich durch hervorragende Weitsichtigkeit ausgezeichnet hätten. Ob sie mit ihren Prognosen richtigliegen oder nicht, scheint niemand wissen zu wollen. [..] Die Fernsehorakel haben vor allem ein Talent: Sie können selbstbewusst auftreten und eine überzeugende Geschichte erzählen. Mehr müssen sie gar nicht können.“

Das, was hier noch eine Behauptung ist, belegt Tetlock dann im Weiteren. Über einen Zeitraum von 20 Jahren untersuchte Tetlock die Prognosen zahlreicher Experten und kam zu dem Ergebnis, dass die meisten nicht besser waren, als ein Dartpfeile werfender Schimpanse – oft waren die Prognosen der Experten sogar schlechter.

Die Unterschiede, ob ein Prognostiker gut oder schlecht war, führt Tetlock auf die Methodik zurück und unterscheidet zwei (Extrem-)Typen: Die Füchse und die Igel. Die Bezeichnungen sind angelehnt an einen Satz des griechischen Dichters Archilochos: „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel eine große Sache.“

Soll heißen, es gibt die eine Gruppe, die viele Aspekte mit in eine Prognose einbezieht und in Wahrscheinlichkeiten denkt. Es fallen selten Wörter wie „unmöglich“ oder „unausweichlich“, aber oft Wörter wie „möglicherweise“, „einerseits und andererseits“. Die andere Gruppe verfolgt einen großen Gedanken, um den alles kreist und auf den alles hinausläuft. Die Füchse geben in allen Bereichen bessere Prognosen ab und zwar sowohl zuverlässiger als auch schärfere Prognosen. Die Igel aber sind viel häufiger in den Medien gefragt als die Füchse. Die Zuschauer/Leser wollen kein „vielleicht“ und „möglicherweise“ hören, sondern eine konsistente Story mit einem klaren Ergebnis.

 

Crashpropheten und ihre Prognosen

Die Untersuchung Tetlocks fand zwar in den USA statt, passt aber genauso auch nach Deutschland. Seit Jahren wird prophezeit, dass wir uns „im Endspiel befinden“, dass der finale Crash nun bald kommt, die Systemwende bevorsteht. Es werden also einerseits Extremprognosen aufgestellt; der totale Zusammenbruch, ein großer, wenn nicht gar der endgültige Crash, das Ende von Euro, USD, der EU. Das ist das die „große Sache“ des Igels.

Alle (Teil-)Prognosen laufen auf dieses Szenario hinaus, egal was auch passiert, alles wird durch die Brille dieser einen großen Prognose gesehen. Jeder Rückgang der Börsenkurse, jede Abschwächung des BIP-Wachstums, jeder noch so kleine Wahlerfolg einer eurokritischen Partei dient dann als Beleg. Obwohl die Prognosen scheinbar so eindeutig sind, sind sie tatsächlich sehr weich, d.h. es wird kein Zeithorizont angeben und die Ereignisse werden nicht konkretisiert.

Das Ergebnis kann regelmäßig beobachtet werden. Die Kritiker sagen, die Prognosen sind nicht eingetroffen, die Anhänger sagen, „abwarten“, es deutet doch bereits alles darauf hin. Und selbst gegenteilige Entwicklung werden dann umgedeutet. Erholt sich z.B. die Konjunktur heißt es, das zögert den Zusammenbruch nur hinaus, der wird dann umso schlimmer. Ist die Inflation nicht wie seit Jahren prognostiziert gestiegen, wird die Definition kurzerhand geändert. Aus Sicht der Anhänger (und ihrer eigenen) haben die Igel also immer Recht, selbst wenn sie seit Jahren komplett danebenliegen. Das sorgt zwar nicht für gute Prognosen, aber für regelmäßige Medienauftritte.

Umgekehrt erlebe ich sowohl im Alltag im echten Leben als auch in Internetforen oft, dass Prognosen aus meiner Sicht zu Unrecht angegriffen werden. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die US-Präsidentschaftswahl 2016. Nate Silver schätze die Siegchancen von Trump auf rund 30% und als Trump dann bekanntermaßen gewonnen hatte, wurde ihm vorgeworfen, die Wahl falsch prognostiziert zu haben. Tetlock nennt hier als Beispiel Wetterprognosen, wo häufig bei einer Prognose von z.B. 70% Regenwahrscheinlichkeit von den allermeisten „Konsumenten“ davon ausgegangen wird, dass es regnet – regnet es dann nicht, ist die Prognose falsch.

 

Wetterbericht

Tetlock wählt das Beispiel Wetterbericht, weil es da leicht zu zeigen ist, wo der Irrtum liegt: Sagt ein Meteorologe in 100 Fällen eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% voraus und regnet es tatsächlich in rund 70 dieser 100 Fälle, sind die Prognosen sehr gut. Bei der US-Präsidentschaftswahl lässt sich das nicht so leicht testen, das Grundprinzip ist aber das gleiche. Und letztlich bestätigt es das oben genannte Prinzip: Die Medienkonsumenten (und die meisten Internet-Foristen) schätzen Prognostiker mit sehr pointierten und scheinbar klaren, selbstbewusst vorgetragenen Prognosen weit mehr als abwägende, in Wahrscheinlichkeiten formulierte Prognosen.

Tetlock hofft, dass sich dieses Verhaltensmuster mittel- bis langfristig ändert, so wie auch in anderen Bereichen – er nennt z.B. die Medizin – im Vergleich zu früher mehr Rationalität etwa in Form von Doppelblindstudien Einzug gehalten hat. Angesichts des medialen Erfolgs der Igel bin ich da weniger optimistisch. Letztlich befriedigen die Igel eine im Publikum vorhandene Nachfrage, bei der es allenfalls vordergründig um die korrekte Prognose geht, tatsächlich aber um die Projektion und Bestätigung eines bestimmten Weltbilds.

 

Von Jeremy Weate from Abuja, Nigeria – Chimpas at Tacugama Sanctuary, near Freetown, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38733073

weiterlesen

Devisen

Rüdiger Born: Spannender Markt! Blick auf die Charts

Veröffentlicht

am

Der Markt ist momentan sehr spannend. Schauen wir im folgenden Video direkt auf die Charts. Der Dow könnte in Kürze eine Trendewende hinlegen und steigen. Interessante Chartverläufe will ich auch bei mehreren Devisenpaaren ansprechen. Haben Sie den Trade des Tages (heute USDJPY) noch nicht abonniert? Jeden Tag gibt es eine Detail-Analyse! Es ist vollkommen kostenlos! Einfach dazu hier anmelden.

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen