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Indizes

Dax, Dow und Co steigen – beginnt jetzt Phase 2 des Crash?

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Geht es bald weiter bergab mit Dax und Dow?

Dax und Dow sind seit dem 9. März brutal gecrasht! Markus Fugmann (hier sein dazu passender Marktkommentar von gestern Abend) hat die letzten Tage mehrfach darauf hingewiesen. Nach dem brutalen Crash an den Aktienmärkten könnte zunächst eine Erholung eintreten – allein schon weil der Markt brutal überverkauft ist. Und danach könnte der Crash weitergehen, so wie es bei vergangenen Börsencrashs auch lief. Auch Investoren-Legende und Crash-Guru Marc Faber wies jüngst genau auf diese Phasen eines Crash hin, der diesmal auch so ablaufen könnte. Frage: Stehen wir genau heute am Anfang von Phase 2 des Crash in Dax, Dow, Nasdaq und Co?

Tritt der Dax in Phase 2 ein?

Phase 1 war der Absturz. Vom 21. Februar bis gestern verlor der Dax gut 5.500 Punkte oder 40,7 Prozent. Schauen wir uns den folgenden Dax-Chart auf CFD-Basis an, der bis zum 14. Februar zurückreicht. Ganz grob gesagt kann man diese Woche eine Verlangsamung im Abwärtstrend erkennen. Und seit gestern von 8.000 Punkten haben wir bis jetzt auf fast genau 9.000 Punkte zugelegt. Geht man nach dem Muster „Crash-Erholung-Crash“, dann haben wir jetzt begonnen mit Phase 2, wo sich die Kurse vielleicht einige Zeit erholen und/oder seitwärts laufen. Alle Welt glaubt an eine Bodenbildung – oder besser gesagt man hofft darauf.

Dann aber setzt die Phase 3 ein, der nächste große Abwärtsschub, und der Dax fällt unter die 8.000 Punkte-Marke, und der Dow würde entsprechend auch neue Tiefs sehen. Kann es zu Phase 3 kommen, wenn in den nächsten Wochen die ersten harten Wirtschaftsdaten für den Monat März die realen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf die Wirtschaft zeigen? Dies ist nur ein Szenario, und es muss auch nicht so kommen. Bilden Sie sich bitte immer ihre eigene Meinung! Aber, um es nochmal zu erwähnen: Marc Faber wies explizit darauf hin, dass man in den letzten großen Abstürzen in den Aktienmärkten solche Muster erkennen konnte. Also, es bleibt Vorsicht geboten, wenn der Dax sich die nächsten Tage erholen und/oder seitwärts verlaufen sollte.

Dax auf CFD-Basis seit dem 14. Februar

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Gerstenbier

    20. März 2020 12:59 at 12:59

    Mal schauen, wie stark die Phase 2 ausfällt. Nicht vergessen Puts nachzulegen, für die Phase 3 😉

  2. Avatar

    Joe

    20. März 2020 15:05 at 15:05

    Puts habe ich, aber es sieht so aus, als würden die Notenbanken den Dow Jones immer bei 20000 festnageln. Ist das überhaupt erlaubt? Das ist Kursmanipulation. So kann ich mit Puts nichts mehr verdienen.

    • Avatar

      Andreas M.J.

      20. März 2020 23:20 at 23:20

      @Joe Die 20000 haben BigBoys heute rausgenommen, scheint gar nicht so manipuliert zu sein!

      • Avatar

        Joe

        21. März 2020 07:17 at 07:17

        @Andreas: Danke für die Antwort. Möglich, dass es auch/zusätzlich von Fondsgesellschaften/Banken künstlich gepusth wurde, weil Mi bis Fr jede Menge Termingeschäfte fällig waren. Auf jeden Fall wurde der Dow immer wieder auf 20000 hochgezogen. Teilweise sogar bis auf die Nachkommastellen genau. Das war schon seltsam.

        • Avatar

          Andreas M.J.

          21. März 2020 16:25 at 16:25

          Bitte @Joe, der erste dreifache Hexensabbat des Crashjahres 2020. Da sind einige große Spieler, die in die Schieflage geraten sind am Werk. Ich fürchte, an die Seltsamkeiten aller Art müssen wir uns nächste Zeit gewöhnen.

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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am

Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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