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Aktien

Dax: Droht ein schwarzer Montag?

Die erste Reaktion der Märkte deutet auf einen, gelinde gesagt, sehr schwierigen Handelstag hin! Droht sogar ein „schwarzer Montag“?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die erste Reaktion der Märkte deutet auf einen, gelinde gesagt, sehr schwierigen Handelstag hin! Der aus Sicht der Märkte einzige Positiv-Faktor für die Aktienmärkte ist das „ja“ der SPD-Mitglieder zur Groko, aber das wird offenkundig überlagert durch zahlreiche Faktoren, die insgesamt wohl schwerer wiegen! So die Lage in Italien, das in dieser Konstellation unregierbar zu sein scheint, weil die Partei mit den meisten Stimmen, die Cinque Stelle, eigentlich Koalitionen ausgeschlossen hat – rechnerisch möglich wäre allerdings ein Bündnis zwischen Cinque Stelle und der rechtsgerichteten Lega, was jedoch für die Märkte ein eher unschönes Szenario wäre.

Dann die erneut verschärfte Rhetorik von Donald Trump am Wochenende in Sachen Importzölle – nun kommen mit Autos auch die „heiligen Kühe“ der deutschen Exportindustrie in den Fokus, es geht also jetzt ans Eingemachte! Wenn die Dinge so weiter laufen, stehen wir am Anfang einer neue Zeit, nämlich die Abkehr vom Freihandel – Erinnerungen an die 1930er-Jahre sind nicht beabsichtigt, aber wohl alles andere als zufällig!

Und schließlich die Aussagen aus Peking, die klar machen, dass China nun weniger auf Wachstum setzt und vor allem die Verschuldung geringer halten will – für die Märkte heißt das absehbar weniger Stimulus, weniger Kredite etc.

Nachdem der X-Dax sich zunächst noch einigermaßen gehalten hatte, ging es dann in einer schnellen Bewegung unter das Tief vom Freitag in der 11860/70er-Zone:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Auf Tages-Basis sieht das nun sehr unschön aus beim Dax:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Mit dem Bruch der 11860/70er-Zone ist das Feld nach unten nun offen! Ziel ist nun zunächst 11690/700, dann 11640, schließlich sogar 11550. Nur wenn der Bereich 11860/70 wieder überwnden wrden kann, würden die Chancen steigen, einen „schwarzen Montag“ zu verhindern!

Fakt ist: wenn Trump seine Protektionismus-Agenda weiter voran treibt, wird es für die Aktienmärkte und vor allem für den Dax mehr als schwierig, weitere Abverkäufe zu vermeiden. Dazu die Sorgen um eine anziehende Inflation in den USA und damit um eine restiktivere Geldpolitik durch die Fed, oben drauf kommt noch deren Kündigung des Fed-Puts.

Das alles bedeutet: das, was im Jahr 2017 noch galt, gilt jetzt erst einmal nicht mehr! Hier sind Risiko-Faktoren in den Märkten, die Aktien in der Tat in den nächsten Wochen, vielleicht Monaten zu einem Risiko-Asset machen, wobei die Risiken eher größer als kleiner werden!

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    5. März 2018 09:54 at 09:54

    und man sieht einmal mehr, wenn FMW vom schwarzen montag spricht dann sollte man Long gehen

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. März 2018 10:01 at 10:01

      @masud, wieder die selbe Leier von Ihnen! Dann machen Sie das doch und bleiben schön sitzen in der Long-Position!

      • Avatar

        Masud79

        5. März 2018 10:12 at 10:12

        hab sie verpasst, daher ärgere ich mich so :)

      • Avatar

        Bernd Reinhardt

        5. März 2018 13:51 at 13:51

        Lieber Herr Fugmann,

        ich bin mehr als zufrieden mit Ihren Prognosen für den Tag. Machen Sie weiter so! Dickes Lob!

  2. Avatar

    KARL MÜLLER

    5. März 2018 10:21 at 10:21

    Hmm, ich weiß, hinterher ist man immer schlauer … Aber bisher nach jedem Großereignis immer dieselbe Leier: die Aktien-Honks kaufen sofort wie blöde jeden DIP. Unfassbar aber leider Realität. Klar haben sich ein paar Hedgies sicher auch eingedeckt …

    Naja – „verstehen wollen“ war noch nic eine wirklich sinnvolle Strategie für das Börsen-Casino ;-)

    VG KArl

  3. Avatar

    Beobachter

    5. März 2018 14:36 at 14:36

    Masud 79 hat es immer noch nicht kapiert.
    1.Fugmann sagt nicht ,es droht ein schwarzer Montag,sondern der Satz ist in Frageform
    DROHT EIN SCHWARZER MONTAG??????????????
    2.Macht er keine Verkaufsempfehlung, er gibt uns nur wichtige Informationen die ich wie vielleicht 98% andere sehr schätzen. ( gratis)
    Wenn Sie unbedingt bullishe Meinungen hören wollen
    gibt es genug solche .Es regt mich auf,dass viele Bankbetater noch jetzt den Einstieg in Aktien empfehlen.
    Ein Super -Bericht habe ich in einer Zeitung gesehen.
    „Es fühlt sich ähnlich wie 1987“
    Bitte googelt Jeffrey Sherman

  4. Avatar

    Guido S.

    5. März 2018 16:51 at 16:51

    Sehr geehrter Herr Fugmann
    Ich finde Ihre Kommentare einfach nur prima. So gut wie immer sehr interessant. Fast immer Lustig (… und Bumms… :-))) ). Hintergründig. Süfisant !!! Mit einer/Ihrer Meinung. Bitte genau so weitermachen. Sie sind zwei mal täglich eines meiner Internet-Highlights !!! Also bitte genau so bleiben !
    Ich finde es einfach prima das Sie nicht immer Mainstream sind !!!
    Auch wenn nicht immer Ihrer Meinung bin, so haben Sie es doch bereits häufig geschafft das Ich bestimmte Themen noch einmal reflektiert habe. Und dabei habe ich sehr wohl des öfteren auch meine ursprüngliche Meinung geändert habe. Ich möchte jemandem (Ihnen) zuhören der mir einen Überblick über die Märkte verschafft und dabei mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält. Auch mit der „Gefahr“ mal falsch zu liegen. Genau das mag ich an Ihnen … man spürt das Sie mit Spass und Freude dabei sind. VIELEN DANK dafür. Bitte weiter so !!!!
    LG Guido S.

    • Avatar

      berti

      5. März 2018 18:17 at 18:17

      Aus dem Munde gesprochen, kann man nur zustimmen!

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Aktien

Banken: Es hagelt sensationell gute Quartalsergebnisse!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Hochhäuser von Banken im Londoner Viertel Canary Wharf

Was ist das los? Gerade in der schlimmsten Rezession seit Jahrzehnten sollten sich die Banken doch in einer dramatischen Schieflage befinden? Denn Kreditausfälle müssten aus Quartalsgewinnen eigentlich Verluste machen und damit folglich das Eigenkapital der Banken angreifen? Dieses Szenario steht womöglich bevor, wenn die anstehende Pleitewelle Löcher in die Bücher der Banken reißt.

Aber noch ist es nicht soweit. Derzeit hagelt es sensationell gute Quartalszahlen von Banken weltweit. Vor allem fällt auf, dass gerade die Banken tolle Zahlen melden, die stark im Kapitalmarktgeschäft tätig sind, und eher weniger im Privat- und Firmenkundengeschäft mit Krediten, wo Probleme mit Kreditausfällen drohen, und wo die Banken sich derzeit mehr denn je mühen neue Kundeneinlagen abzuweisen – weil sie selbst sonst Strafzinsen zum Beispiel bei der EZB entrichten müssten.

Banken mit starkem Kapitalmarktgeschäft im Vorteil

Wie gesagt. Wer stark im Kapitalmarktsegment engagiert ist, der feiert die Krise. Zum Beispiel lässt sich derzeit viel Geld machen mit den globalen Schuldenorgien. Wo die Banken zum Beispiel in Europa in den Erstauktionen der staatlichen Schuldenagenturen Staatsanleihen aufkaufen, können sie mutmaßlich schön und entspannt Gewinn machen mit dem Weiterverkauf der Anleihen an die EZB am Sekundärmarkt. Auch in vielen anderen Bereichen des Kapitalmarkts war die letzten Quartale viel los. Man beachte in diesem Zusammenhang die sensationell guten Quartalszahlen von Goldman Sachs vom 14. Oktober. Der Quartalsgewinn konnte gegenüber dem Vorjahresquartal verdoppelt werden (hier die Details). Bei den anderen großen US-Banken gab es keine Katastrophen-Meldungen. Und dann am Dienstag dieser Woche meldete die Schweizer Großbank UBS ebenfalls eine Gewinn-Verdoppelung (hier die Details).

Barclays

Heute nun hat die britische Großbank Barclays ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Der Gewinn liegt mit 611 Millionen Pfund gut drei Mal so hoch wie erwartet, und auch dramatisch besser als im Vorjahr. Da war es noch ein Verlust von 292 Millionen Pfund – auch wenn man hier berücksichtigen muss, dass der Verlust aufgrund von Schadenersatzzahlungen an geschädigte Kreditnehmer zustande kam. Dennoch ist heute ein Gewinn, der drei Mal so hoch reinkommt wie erwartet, beachtlich. Außerdem hat Barclays wie viele andere Banken auch im dritten Quartal die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle deutlich reduziert, nämlich auf 608 Millionen Pfund nach 3,7 Milliarden Pfund in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Nordea

Bei der größten skandinavischen Bank Nordea könnte man glatt meinen, dass die Krise zeitlich auf den Kopf gestellt wurde. Auch hier gab es heute Quartalszahlen. Der operative Gewinn steigt binnen Jahresfrist von 875 Millionen auf 1,09 Milliarden Euro. Die Gründe für die guten Zahlen: Einerseits mehr Kreditvergabe-Volumen in der Krise – andererseits nicht mehr vorhandene Belastungen durch Schrottkredite (331 Millionen Euro Belastung im Vorjahresquartal). Dennoch erwartet Nordea für das Gesamtjahr Kreditausfälle von gut einer Milliarde Euro. Es klingt wie ein Witz, dass jetzt Belastungen durch Kreditausfälle weggefallen sind. Aber aktuell wirkt es noch schlüssig. Es werden weltweit auch mit Staatshilfen viele neue Kredite vergeben, wo die Kreditnehmer natürlich erstmal wieder liquide sind und auch die monatlichen Raten einige Zeit lang zahlen können.

Noch sieht es gut aus

Wenn die große Pleitewelle bei Unternehmen denn kommen sollte, dürfte sich die Lage für die Banken verdunkeln. Banken wie Goldman Sachs mit fast null klassischem Privatkundengeschäft könnten auch in einer Pleitewelle gut da stehen, weil man ja keine Kreditausfälle verkraften müsste. Und die deutschen Banken? Die Commerzbank meldet ihre Quartalszahlen am 5. November, die Deutsche Bank am 28. Oktober. Es ist möglich, dass sie schon vorab als Ad Hoc-Meldung ihre Finanzdaten berichten, wenn sie zu stark von den Erwartungen abweichen. Es könnte sein, dass auch die beiden deutschen Großbanken jetzt halbwegs akzeptable Zahlen melden, und dass die bitteren Verluste der Kreditausfälle erst noch anstehen, wenn die Pleitewelle wie von vielen Experten erwartet demnächst einsetzt. Aber es kann vielleicht noch einige Zeit dauern, bis eine Pleitewelle wirklich auf die Quartalszahlen der Banken durchschlägt. Denn bis die Bank wirklich einen Kredit als Verlust abschreibt, muss erstmal der Schuldner den Bach runtergehen, dann gibt es Verhandlungen über Umschuldungen usw. Also, kurzfristig könnten auch Deutsche Bank und Commerzbank noch akzeptable Quartalszahlen melden.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Value-Werte auf der Überholspur

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Es gibt gute Konjunkturindikatoren aus Deutschland und Asien. Laut Markus Koch sind die Value-Werte jetzt auf der Überholspur.

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fashionette: Onlineshop für Luxus-Shopping geht an die Frankfurter Börse

Claudio Kummerfeld

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Bürotürme in Frankfurt

fashionette ist kein normaler Onlineshop für Klamotten und Schuhe. Nein, hier werden nur hochpreisige Handtaschen, Schuhe, Schmuck etc verkauft. Darauf hat sich die Düsseldorfer fashionette AG spezialisiert. Man konzentriert sich auf die Region Deutschland, Österreich und Schweiz. Nach eigenen Angaben bietet das Portal 11.000 Artikel von 150 Premium- und Luxus­marken, und hat pro Monat mehr als 3 Millionen Seitenaufrufe. Die Umsatzerlöse lagen im Jahr 2019 bei 73 Millionen Euro, und der Gewinn (EBITDA) lag bei 6,8 Millionen Euro. Das entspricht einer Marge von 9,3 Prozent.

Die Deutsche Börse hat heute offizielle Angaben zur Aktienzeichnung und zum ersten Handelstag an der Börse für das Unternehmen veröffentlicht. Die Aktienzeichnung für den Börsengang der fashionette AG (ISIN: DE000A2QEFA1) an der Frankfurter Wertpapierbörse ist heute gestartet und wird voraussichtlich bis zum 27. Oktober andauern. Inklusive der Mehrzuteilungsoption werden bis zu 3.605.000 Aktien angeboten, die Bookbuilding-Spanne liegt bei 30,00 bis 38,00 Euro je Aktie. Der erste Handelstag der fashionette AG im Segment Scale ist laut der Deutschen Börse für den 29. Oktober geplant.

Beim Klick an dieser Stelle finden sie alle Detaildaten zu dieser Emission bei der Frankfurter Börse.

Der Börsengang von fashionette hat einen Gesamtumfang von bis zu 137 Millionen Euro. Aber der Großteil der Papiere werden vom aktuellen Hauptaktionär Genui verkauft, womit ein Großteil der Emission nicht in der Firma landet, sondern an den Altaktionär fließt. Im Unternehmen werden von der Emission wohl 36-46 Millionen Euro ankommen.

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