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Dax: Dünnes Volumen, dicke Interessen!

Heute dürfte es sehr dünnvolumig zugehen beim Dax! Und das ist vielleicht die Chance für einige interessierte Parteien, den Index endlich über die schon viermal gestestete, aber nicht überwundene 12650er-Marke zu hieven! Aber ..es gibt ein sehr dickes „aber“..

Markus Fugmann

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Heute dürfte es sehr dünnvolumig zugehen beim Dax! Und das ist vielleicht die Chance für einige interessierte Parteien, den Index endlich über die schon viermal gestestete, aber nicht überwundene 12650er-Marke zu hieven!

Charttechnisch wäre der Sprung über die 12650er-Marke ein Befreiungsschlag:


(Chart durch anklicken vergrößern!)

Zumal nun direkt über der 12650er-Marke die 200-Tage-Linie wartet – bei 12675 Punkten -, die gerade für professionale Investoren von großer Bedeutung ist:


(Chart durch anklicken vergrößern!)

Anfang Februar war der Dax unter diese 200-Tage-Linie gefallen, dann folgte Ende März das Todeskreuz (50 Tage-linie schneidet 200 Tage-Linie von oben kommend) und signalsierte damit eigentlich eine Trendumkehr. Saisonal nicht untypischerweise aber ging es dann ab Anfang April deutlich nach oben – und „normalerweise“ müsste es jetzt eigentlich saisonal bedingt tendentiell nach unten gehen!

 

(Chart durch anklicken vergrößern!)

Aber vielleicht gelingt noch einmal ein Täuschungsmanöver mit dem Sprung über die 12650 und dann die sogar über die 200-Tage-Linie! Bei diesen erwartbar dünne Umsätzen ist alles möglich, da könnte man versuchen, über Futures den Markt einige Punkte nach oben zu ziehen und damit ein wichtiges Signal zu generieren: seht her, der Dax handelt wieder über der 200 Tage-Linie, also könnt ihr jetzt alle ganz beruhigt kaufen!

Wir werden sehen. An der Wall Street jedenfalls setzt sich der Trend fort, dass starke Zahlen abverkauft werden nach anfänglichen starken Anstiegen. Da könnte es jetzt ziemlich heftig „rappeln im Karton“ etwa bei einer Amazon-Aktie, die ein Muster zeigt, das auf starke Abgaben deutet bis in den Bereich 1100 Dollar. Oder eine Intel, die nachbörslich nach Vorlage der Zahlen +8% zulegen konnte, dann aber im regulären Handel ins Minus drehte. Oder der Halbleiterindex SOX, der aus seinem langfristigen Aufwärtstrend zu kippen droht:


(Chart durch anklicken vergrößern!)

All das spricht dafür, dass das Ungemach eben von der Wall Street kommt (nicht also vom Dax selbst!), und dort vor allem aus dem Tech-Bereich! Es würde nicht erstaunen, wenn demnächst beagtive Nachrichten kommen in Sachen Handelskrieg oder anderen Bereichen, vielleicht sind auch die Apple-Zahlen morgen ein Trigger.

So oder so: selbst wenn dem Dax der Sprung über die 12650 und das Erreichen der 200-Tage-Linie gelänge, würde das unser Mißtrauen in die Nachhaltigkeit dieser Bewegung keinen Deut schmälern!

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Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

Rüdiger Born

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Im Nasdaq ist derzeit Dynamik vorhanden. Im folgenden Video bespreche ich ausschließlich die aktuelle charttechnische Lage im Technologieindex, und was für Trader machbar ist.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

Redaktion

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Aktienmärkte: Großbritanniens FTSE 100, vor einer Aufholjagd?

Wolfgang Müller

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Stehen die Aktienmärkte Großbritanniens, vor allem der FTSE 100, vor einer Aufholjagd? Knapp viereinhalb Jahre dauert das Gezerre um den EU-Austritt Großbritanniens schon, der Brexit, der mit dem Referendum vom 23. Juni 2016 eingeleitet wurde. Jetzt ist es nur noch ein Monat bis zum letzten Datum. Entsprechend gelitten haben die britischen Aktienmärkte, weil Anleger eine starke Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen auf der Insel erwarten. Eine Chance für ein Comeback international aufgestellter Titel?

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Aktienmärkte in Großbritannien: Die Einpreisung der Schwierigkeiten

Betrachtet man sich die Performance der Leitindizes verschiedener Länder, so kann man feststellen, dass die Investoren aufgrund des britischen Sonderweges einen kleinen Bogen um die Insel gemacht haben. Seit dem Referendum sahen die Entwicklungen der internationalen Aktienmärkte wie folgt aus (bis Ende November):

S&P 500 pus 73 Prozent
Dax plus 32 Prozent
CAC 40 plus 27 Prozent
FTSE 100 minus 14 Prozent

Auch die britische Währung hat unter dem Sonderweg stark gelitten, von 0,76 zum Euro auf aktuell 0,90 EUR/GBP.

Großbritanniens Schwäche ist auch ein relativ hohes Leistungsbilanzdefizit, also der Handel von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland. 2019 lag dieses Defizit bei 4,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die britische Volkswirtschaft ist auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen –  aber würde eine Abwertung des britischen Pfunds nicht auch Vorteile für die Exportwirtschaft generieren?

Gibt es ein Comeback britischer Aktien?

Die ersten Fondsmanager rechnen mit einem Aufschwung des britischen „Footsies“, denn britische Aktien haben im Vergleich zu den internationalen Märkten ein 50-Jahrestief erreicht. Es gibt viele Aktien, die in der Skepsis gegenüber der eigensinnigen Politik von Premier Boris Johnson über Gebühr verloren haben. Ob aus dem Pharmasektor – es gibt auch noch andere Werte als AstraZenecca -, dem Bankensektor (mit niedrigsten Kurs/Buchverhältnissen) oder aus dem Energiebereich, der an der Wall Street gerade so ein gewaltiges Comeback gefeiert hat. BP und Shell sind Energieriesen, die aber sehr von der Entwicklung des Ölpreises abhängen.

Für 2021 sind Fondsmanager der Hoffnung, dass die Bewertungslücke zu Europa wieder etwas geschlossen wird. Vor allem wenn es zu einem Handelsabkommen mit der EU kommen sollte. Außerdem darben derzeit viele britische Aktien im Sammelindex FTSE 100, die als Global Player ihre Gewinne außerhalb Großbritanniens einfahren. Mitgefangen, mitgehangen – aber wie schnell sich die Aktienmärkte umorientieren können, haben wir in letzter Zeit bei der Branchenrotation zwischen Growth und Value beobachten können. Auf der anderen Seite gilt es zu bedenken, dass Empfehlungen von Investmentbanken wie Morgan Stanley eigentlich nur bedeuten können: man hat schon einen Fuß in der Tür.

Fazit

Die Aktienmärkte und damit zahllose Investoren hatten Zeit genug, um die wirtschaftlichen Konsequenzen des britischen Sonderwegs in die Kursentwicklung einfließen zu lassen.

Was ist also, wenn es doch nicht so schlimm kommt, wie man es vorsorglich bedacht hat? Oder wenn es doch noch eine Lösung auf den letzten Drücker gibt? So oder so dürfte der 31. Dezember nicht mehr viel an großen negativen Überraschungen liefern, die Zeit bis zum Jahresende bleibt aber spannend. Beim Kampf um die Impfstoffzulassung, beim Fight um eine Jahresendrally für die Aktienmärkte – und um die Jahresperformance in der aktiven Fondsbranche und beim ersten Vortasten auf aussichtsreiche Investments für das Jahr 2021.

Die Aktienmärkte Großbritanniens: Potential für den FTSE 100 nach dem Brexit?

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