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Indizes

Dax: Durchbruch geschafft – oder doch Fehlausbruch?

Schon der heutige Tag könnte es zeigen, ob der gestrige Tag nur ein Fehlausbruch für den Dax gewesen ist..

Wolfgang Müller

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am

Am gestrigen Tag schien es fast soweit gewesen zu sein: Mit 13640 Punkten erreichte der Dax ein neues Verlaufshoch, welches aber sukzessive wieder abverkauft wurde. Startet er am heutigen Tag einen neuen Versuch – oder sind die derzeitigen Belastungsfaktoren zu groß?

Die Lage beim Dax

Heute vor zwei Jahren hatte der Dax sein bisheriges Allzeithoch auf Schlusskursbasis mit 13599 Punkten erreicht, anschließend erfolgte ein Absturz in zwei Monaten bis auf 11726 Punkte am 26. März. Der Index nahm die Wirtschaftsabschwächung in der deutschen Industrie vorweg, während alle Welt noch von einem synchronen Aufschwung sprach. Das Ganze mündete in ein Tief im Dezember diesen Jahres von gerade mal 10.381 Punkten.

Die Sentimentindikatoren hatten im Januar vor einem Abschwung 2018 gewarnt, diese waren ähnlich hoch wie derzeit. Folgt also erneut ein großer Kurseinbruch? Hier ein paar Fakten, die für und wider dieser Annahme sprechen.

 

Was spricht, was gegen den Dax?

Der Dax läuft jetzt schon geraumer Zeit hinter seinem Höchstkurs her: während der S&P 500 schon im Herbst 2018 ein neues Zyklushoch erreicht hatte, war der deutsche  Leitindex daran im Jahr 2019 mit 13409 Punkten zuletzt gescheitert.
Der jetzige Kurs beim Performance-Index Dax ist irreführend. In der international üblichen Kursversion liegt er mit aktuell 6028 Punkten noch vier Prozent entfernt von seinem Höchststand, den er im März des Jahres 2000 mit 6266 Punkten bereits erreicht hatte.

Trotz des Rückgangs der Gewinne im Vorjahr ist der Dax im Vergleich zum S&P 500 günstig bewertet. Während der US-Leitindex ein KGV von 19 aufweist, liegt es beim Dax bei 15. Noch deutlicher ist das Kurs/Buchverhältnis: 3,7 zu 1,5. Charttechnisch wurde mit dem gestrigen Tag ein Durchbruch geschafft, ein neues Allzeithoch gilt als großes Kaufsignal.

Auch die Konjunktur hat sich offensichtlich erholt: die Frühindikatoren für den Dax haben im September 2019 ihr Tief erreicht (Ifo, ZEW, DIW-Barometer, PMI verarbeitendes Gewerbe). Auch aus dem zweiten großen Exportland Südkorea kamen zuletzt Zeichen einer Wende im produzierenden Gewerbe und noch wichtiger, aus China, einem der zentralen Märkte für Deutschland.

Investoren aus Übersee haben die Nachholsituation in Europa erkannt und laut Umfragen bei großen Fonds (durch BoAML) sollen sich die Geldströme dorthin etwas verlagern.

Der wichtigste Faktor bleibt aber die Geldpolitik der EZB mit ihren weiteren Anleihekäufen (20 Milliarden Euro monatlich, open end) und dem niedrigen Leitzinsniveau. Der Anleihemarkt wird für Großanleger immer gefährlicher, sollte es mit der Konjunktur etwas aufwärts gehen. Der Vergleich Aktien-KGV versus Anleihe-KGV macht diesem Zwiespalt nach wie vor deutlich.
Mittelfristig sprechen auch die Dividendenzahlungen für den Dax, bei dem man speziell im Mai mit einer Ausschüttung der Rekordsumme von über 37 Milliarden Euro rechnet.

Dennoch gibt es auch Punkte, die gegen einen weiteren Daxanstieg sprechen:

  • Der Abverkauf vom Hoch könnte ein berüchtigtes Doppeltop aktivieren, dem erfahrungsgemäß größere Kursabschläge folgen.
  • Die amerikanische Leitbörse ist dermaßen überkauft, die Sentimentfaktoren derartig euphorisch, dass es dort jederzeit zu heftigen Gewinnmitnahmen kommen kann.
  • Die unsichere Situation mit der Ausbreitung des Coronavirus, speziell auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie. Die neuesten Zahlen an Infektionen und Todesfällen steigen an und verunsichern die asiatischen Börsianer.
  • Die deutsche Industrie, insbesondere im Automobilsektor, ist noch nicht aus dem Schneider. So hatte gestern Daimler vor einer weiteren Belastung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro durch den Dieselskandals gewarnt.
  • Die Einigung im Phase 1-Deal bringt möglicherweise Nachteile für die europäischen Exportmärkte, wenn sich China an die Forderungen nach erhöhten Importen aus den USA hält.
  • Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Donald Trump jetzt Europa mit seinen Forderungen nach Defizitabbau vornimmt, auch wenn sich die Zollfront derzeit nach den Gesprächen auf dem Davoser Wirtschaftsforum etwas entspannt haben könnten. Sehr irritierend hingegen die Aussagen von Finanzminister Mnuchin: „Wenn unsere Digitalkonzerne besteuert werden, werden wir Autos besteuern.“

Fazit

Schon der heutige Tag könnte es zeigen, ob der gestrige Tag nur ein Fehlausbruch für den Dax gewesen ist und sich die Überschrift meines gestrigen Artikels : Coronavirus Auslöser für eine überfällige Korrektur – bewahrheitet? Der Dax ist gestern trotz einer starken Wall Street schon einmal kräftig zurückgefallen. Die Anleger in den deutschen Leitindex sehen zweifelsohne die „Ansteckungsgefahren“ aus Fernost und die Call-Euphorie amerikanischer Spekulanten. Was ist, wenn sich in den USA ein paar „Große“ für Gewinnmitnahmen entscheiden? Wann konnte sich Deutschlands Börse je von US-Entwicklungen abkoppeln?

Der Dax - Argumente für und gegen weiter steigende Kurse

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Aktien

Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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Finanznews

Aktienmärkte: Trumps Niederlage, Sieg der Wall Street! Videoausblick

Die Aktienmärkte steigen weiter, nachdem Trump faktisch seine Niederlage eingesteht – auch wenn er verbal weiter das Gegenteil behauptet!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute mit einem neuen Sprung nach oben, nachdem Donald Trump endlich den Macht-Übergabeprozess an Joe Biden zulässt. Damit gesteht der scheidende US-Präsident faktisch seine Niederlage ein, auch wenn er verbal weiter das Gegenteil behauptet – und damit den Nährboden für eine Art „Dolchstoßlegende“ in den USA begründet: die Wahl sei gestohlen, eigentlich sei Trump der legitime US-Präsident. Das wird in Zukunft noch schwere Probleme mit sich bringen in den USA (bis hin zu einer Art „Rechtsterrorismus“). Die Wall Street hingegen bekommt mit Janet Yellen eine neue US-Finanzministerin, die nicht weh tun wird (anders als das bei Elizabeth Warren der Fall gewesen wäre). Die Aktienmärkte haben Trump nun endgültig abgeschrieben..

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Indizes

DAX daily: Impfstoff-Meldungen bleiben wirkungslos – ifo-Index im Blick

Stefan Jäger

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am

Die erneuten Impfstoff-Meldungen verpufften gestern wieder schnell, vielleicht kann der heutige ifo-Index den Dax nachhaltiger beeinflussen. Wie so häufig in den letzten Wochen wurde der Leitindex am Montag zunächst von der Impfstoff-Hoffnung angetrieben. Zum einen hat das Pharma-Unternehmen Astrazeneca Daten ihres Covid-Impfstoffes veröffentlicht (Wirksamkeit 70%). Zusätzlich haben die News von der beantragten Notzulassung in den USA von Pfizer/Biontech und die FDA-Zulassung eines Antikörper-Cocktails von Regeneron die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie geschürt.

Allerdings reichten die Impfstoff-Erfolgsmeldungen nicht aus, den Dax nachhaltig in die Gewinnzone zu hieven. Zwar konnte der Index im frühen Handel die Oberkante der Range bei 13.300 testen, ist dann aber erneut an dem Widerstand gescheitert. Das Tageshoch markierte der deutsche Leitindex bei 13.312 Punkten, bevor er anschließend seine gesamten Gewinne wieder abgeben musste. Schließlich ist der Dax mit einem kleinen Verlust von 10 Punkten bei 13.126 aus dem Handel gegangen. Viel passiert ist also nicht, auffallend war nur die Wiederaufnahme der Rotation von den Corona-Gewinnern hin zu zyklischen Werten. Das ist auch ein Grund dafür, warum sich der Dax so stabil auf dem hohen Niveau hält – hier mehr dazu.

News und fundamentale Daten

Heute stehen sehr interessante Konjunkturdaten aus Deutschland auf der Agenda. Zunächst wurden vor wenigen Minuten die endgültigen Zahlen des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal veröffentlicht. Die BIP-Daten sind mit einem Wachstum von 8,5 % zum Vorquartal etwas besser als erwartet (8,2 %) ausgefallen. Der heutige Höhepunkt ist jedoch die Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex um 10 Uhr. Aufgrund der jüngsten Corona-Beschränkungen könnte der ifo-Index die Erwartungen enttäuschen. Die aktuelle Prognose beläuft sich auf 90,1, zuletzt lag der Wert noch bei 92,7. Damit droht ein erneuter Rückgang bei der Einschätzung der konjunkturellen Lage. Je nachdem wie der ifo-Index ausfällt, könnte er für Bewegung im Dax sorgen. Zudem sollten die Anleger auf das vom Conference Board erhobene US-Verbrauchervertrauen um 16 Uhr schauen.

Darüber hinaus veröffentlicht die Deutschen Börse im Tagesverlauf die Ergebnisse ihre Befragung zu umfassenden Reformvorschlägen. Zu den wichtigsten Punkten gehören die Aufstockung der Dax-Titel von 30 auf künftig 40 Unternehmen sowie strengere Qualitätskriterien. Demnach könnten Waffenproduzenten unter bestimmten Umständen aus der Dax-Familie ausgeschlossen werden, dadurch wäre auch der Flugzeugbauer Airbus betroffen. Außerdem denkt man darüber nach den MDax der mittelgroßen Unternehmen von 60 auf 50 Titel zu verkleinern. Bis die Änderungen schließlich in Kraft treten, könnte noch einige Zeit ins Land gehen. Frühestens sollen diese ab März 2021 wirksam werden.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während der Asien-Rampe konnte der Dax wieder ansteigen und notiert vorbörslich fester. Damit könnte er den  massiven Widerstand bei 13.300 erneut testen, wenn er das Nachthoch bei 13.268 überwindet. Erst ein Ausbruch über 13.340 würde weiteres Anstiegspotenzial freisetzen. Dann wäre es nicht mehr weit zum September-Hoch bei 13.460. Weitere Impfstoff-Meldungen könnten dem Dax sicherlich helfen aus seiner Seitwärtsrange auszubrechen.

Kommt zur Eröffnung jedoch Schwäche in den Markt, dann dürfte sich der Dax auf den Weg machen die Kurslücke bei 13.126 zu schließen. Um 10 Uhr sollten den Anleger einen Blick auf den ifo-Index werfen, eine Enttäuschung könnte den Abwärtsdruck erhöhen. Um das Gap zu schließen, müsste er aber zunächst die Unterstützung bei 13.200 brechen. Darunter befindet sich im Bereich bei 13.140 eine weitere Unterstützung. Ein Bruch des gestrigen Tagestiefs könnte den Dax zur 13.050 führen. Hier geht es nochmal zum ausführlichen Wochenausblick.

Der Börsen Jäger

Haben Sie Interesse an konkreten Trading-Ideen, dann werfen Sie doch einen Blick auf unseren neuen Service „Der Börsen Jäger“. In dem kostenlosen Börsenbrief nehme ich Sie mit auf die Jagd und vermittle interessante Anregungen zu fundierten Handelsmöglichkeiten sowohl für die bekannten Indizes und Aktien, als auch für die Devisen- und Rohstoffmärkte.

Dax daily: Tagesausblick 24.11. - M30-Chart - Impfstoff-Hoffnung und ifo-Index

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.398 – Pivot Punkt R2

13.291 – Pivot Punkt R1

13.207 – Pivot Punkt

13.100 – Pivot Punk.t S1

13.006 – Pivot Punk.t S2

Dax Unterstützungen (US):

13.200 – H1-Chart

13.126 – Tagestief 23.11.

13.054 – Tagestief 20.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.871 – außerbörsliches Tief 10.11.

Dax Widerstände (WS):

13.268 – Nachthoch

13.300 – neuralgischer Punkt

13.312 – Tageshoch 23.11.

13.460 – September-Hoch

Disclaimer

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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