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Dax: Eigentlich, ja eigentlich..

Normalerweise müsste man – im Hinblick auf den Dax – jetzt sagen: wir haben eine Doppel-Top bei 12375 Punkten, dieses Doppel-Top ist nun überwunden, also geht es weiter rauf. Müsste man. Aber derzeit ändert sich die Lage so schnell, dass charttechnische Durchbrüche schnell wieder an Relevanz verlieren..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Beim Fußball spricht man von Fahrstuhl-Vereinen – also Vereine, die in schöner Regelmäßigkeit aufsteigen und wieder absteigen und wieder aufsteigen (in die Bundesliga). So geht es derzeit auch den Aktienmärkten: es geht impulsiv rauf, dann impulsiv runter, dann wieder rauf etc. Beispielhaft gestern an der Wall Street: es ging nach oben, weil die Trump-Administration den Schwanz eingezogen hatte in Sachen Handelskrieg, dann in der letzten Handelsstunde der stärkste Abverkauf seit Mai 2014 (in der Schlußstunde des Handels) wegen der Durchsuchung von Trumps Anwalt Cohen – nun die starke Drehung nach oben nach der Rede Xi Xinpings mit einem Zugewinn des Dow-Futures von 400 Punkten. Da kann einem schon schwindelig werden, aber vor allem ist dieser scheinbar trendlose Auf und Ab-Markt extrem schwer zu handeln!

Nun also dominiert wieder die Hoffnung, dass der Handelskrieg doch nicht ausbrechen werde nach den Aussagen Xi Xinpings – trotz weitgehend schon länger bekannter Bestandteile seiner Rede war doch neu, dass Chinas Staatschef ein konkretes Angebot mit der Senkung von Importsteuern auf Automobilprodukte gemacht hat. Das war taktisch geschickt, weil es China nichts kostet und einer Detail-Forderung der Trump-Administration entgegen kommt, aber es gab schon öfter schöne Globalisierungs-Reden von Xi und anderen chinesischen Offiziellen – nur passiert ist eben so gut wie gar nichts nach diesen Reden. Gerade in Asien aber gilt doch eigentlich der Leitsatz: messe die Menschen daran, was sie tun – nicht daran, was sie sagen!

Normalerweise müsste man – im Hinblick auf den Dax – jetzt sagen: wir haben eine Doppel-Top bei 12375 Punkten, dieses Doppel-Top ist nun überwunden, also geht es weiter rauf. Müsste man. Aber derzeit ändert sich die Lage so schnell, dass charttechnische Durchbrüche schnell wieder an Relevanz verlieren. Was etwa, wenn jetzt zeitnah die Lage um Syrien eskaliert, bei der es im Kern um eine Fronstellung der Amerikaner (+ Israel und + Saudis) gegen den Iran und Russland geht? Das könnte schon mit der morgen zu erwartenden Entscheidung Trumps in Sachen Syrien passieren. Oder etwas anderes aufpoppt in Sachen Trump (durch den Sonderermittler Mueller). Oder eben etwas ganz anderes, was sich bisher noch gar nicht abzeichnet?

Charttechnisch jedenfalls ist der Dax aus dem seit Ende Februar bestehenden Abwärtstrend ausgebrochen – gestern tauchte er auf X-Dax-Basis mit dem Abverkauf der Wall Street zwischenzeitlich jedoch wieder in diesen Trend ein. Also muß der Bruch dieses Abwärtstrends nun wirklich bestätigt werden dadurch, dass der Dax möglichst nicht mehr unter die Zone 12330 fällt, und möglichst auch nicht unter das Doppel-Top bei 12375. Wenn das gelingt, ist der Weg über die Widerstandszone 12465-12480 (die recht hart ist) eigentlich frei bis 12650 Punkte. Aber Sie wissen schon: nur eigentlich..


(Chart durch anklicken vergrößern)

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

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