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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Dax: Eine Frage der Ebene – ökonomische Logik und Politik

Die Handelsgespräche USA-China und die Frage, wie die Fed mit der Bilanzreduzierung umgeht, sind die entscheidenden Trigger für die weitere Entwicklung..

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Für den Dax gibt es derzeit zwei Kauf-Treiber: erstens die Aussicht auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik durch die EZB in Gestalt von Liquiditäts-Vehikeln für Europas Banken (LTRO). Und zweitens die Hoffnung auf einen positiven Verlauf der Gespräche zwischen den USA und China – heute beginnen die Vorbereitungen durch Unterhändler beider Seiten, am Donnerstag und Freitag wird dann Chinas faktische Nummer 2, Liu He in die Verhandlungen einsteigen. Im Vorfeld wird wieder viel Hoffnung produziert, alles laufe gut etc. – also das übliche Muster.

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Ist ein positiver Ausgang der Gespräche eingepreist, also ein Deal, der nicht schon beim ersten Windstoß aus den Angeln gehoben wird? Das ist wahrscheinlich eine der entscheidenden Fragen: wird der Markt nach den immensen Anstiegen der letzten Wochen dann die gute Nachricht verkaufen – oder steigen dann erst die großen Playern auf der Long-Seite mit ein, die offenkundig angesichts des geringen Volumens noch nicht dabei sind (wie auch die Umfrage der Bank of America Merill Lynch nahelegt)?

Sollte die Sache aber doch scheitern, wären die Folgen für die Märkte wohl ziemlich häßlich, angesichts des kaum zu überbietenden, in die Kurse eingepreisten Optimismus. Die Märkte sehen die Sache ökonomisch, und aus ökonomischer Sicht macht ein Handelskrieg natürlich keinen Sinn. Aber hier geht es um Politik, geht es vor allem für die USA um die strategische Positionierung in der Welt als unangefochtener Hegemon. Und für China geht es darum, nicht den USA klein bei zu geben und dadurch vor den eigenen Vasallen-Staaten das „Gesicht zu verlieren“. Es ist diese politische Dimension, die die Märkte ausblenden – ansonsten wäre der maßlose Optimismus gar nicht zu erklären.

Der Anleihemarkt jedenfalls teilt diesen Optimismus nicht so recht: die Renditen noch sehr tief, eben wegen der Konjunktursorgen und der Erwartung, dass die Fed keine Zinsanhebungen mehr machen kann.

Wie auch immer: mit Walmart meldet heute einer der letzten großen Schwergewichte seine Zahlen aus Q4, und der ZEW-Index ist das einzige relevante Konjunkturdatum heute. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird heute keine Vorentscheidung über die weitere Richtung der Märkte fallen – perspektivisch ist neben dem Ausgang der Gespräche USA-China vor allem die Frage relevant, ob und inwieweit die Fed die Reduktion der Bilanzsumme verringert oder gar ganz einstellt.

Beim Dax gilt es, das bisherige Jahreshoch bei 11380 Punkten zu überwinden. Auf der Unterseite liegen die Unterstützungen bei 11255 und 11220. Darunter dann erst die Zone 11.000/11.020 als nächste Unterstützung..


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Foto: Deutsche Börse AG

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Hesterberg

    19. Februar 2019 12:56 at 12:56

    Die Zahlen von Walmart könnten die Börsen durchaus schwer beeindrucken!

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Finanznews

Wall Street trifft Realität! Marktgeflüster (Video)

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Nachdem die Wall Street den Handelskrieg weitgehend ignoriert hatte bzw. weiterhin im Hoffnungs-Modus war, dass es doch irgendwie zu einem Deal zwischen den USA und China kommen könne, ist heute etwas anders: keine „Eröffnungs-Rampe“ beim Start des Kassa-Handels an der Wall Street (so wie zuletzt bei den letzten acht Handelstagen), die US-Finanzmedien beginnen den Konflikt ernster zu nehmen. Dazu heute wieder extrem schwache Daten aus Deutschland (Einkaufsmanagerindex Gewerbe und ifo Index) – aber auch die US-Industrie mit dem schwächsten Einkaufsmanagerindex Gwerbe seit neun Jahren! Nach wie vor aber ist von Panik nichts zu erkennen, die Handelsvolumina bleiben gering. Der Dax unter Druck, die Deutsche Bank auf Allzeittief..

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Indizes

Rüdiger Born: Öl und Indizes – jetzt noch Short auf den Zug aufspringen?

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Beim Crude Oil gibt es eine sehr starke Abwärtsbewegung. Beim Dax läuft die Suche nach neuen Tiefstpunkten noch. Kann man jetzt noch auf den Short-Zug aufspringen? Dazu mehr im Video. Haben Sie schon den „Trade des Tages“ abonniert? Dies können Sie an dieser Stelle tun, und dann täglich kostenfrei meine Analysen lesen.

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Handelsstreit USA versus China – hat Trump überhaupt eine Strategie? Ein paar Widersprüchlickeiten

Es fällt schwer hinter den bisherigen politischen Maßnahmen gegenüber China eine stringente Strategie von Trump zu sehen..

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Es ist unstrittig, dass es im Handelstreit zwischen den USA und China um die wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft der Großmächte geht.

Aber verlangt US Präsident Trump von den Chinesen wirklich ihre Gesetze zu ändern oder hat er gar politische Änderungen gefordert?

 

Trumps Motive sind vorwiegend wirtschaftliche

Trumps Strategie lautet „Make America great again“ und dahinter verbergen sich seine Zielstellungen:

  • Der Abbau der Handelsbilanzdefizite und damit verbunden die Verringerung der ausländischen Exportquoten bei gleichzeitiger Erhöhung der Importquoten
  • Die Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA und damit eine Reindustrialisierung der Dienstleistungsgesellschaft
  • Verhinderung der illegalen Einwanderung, deshalb auch sein fortwährender Kampf für die Mauer zu Mexiko
  • Der Schutz geistigen Eigentums von amerikanischen Firmen vor Missachtung durch Regierungen und Unternehmen
  • Die Verhinderung von Spionagetätigkeit jedweder Art, auch deshalb die heftigen Maßnahmen gegenüber Huawei, allerdings noch ohne triftige Beweise. Was jetzt überall verbreitet wird, ist die Meldung, dass der Gründer von Huawei, Rhen Zengfei, ein ehemaliger Offizier der chinesischen Volksbefreiungsarmee war und damit auch Mitglied der Kommunistischen Partei Chinas.

 

Trumps Chinastrategie

Es fällt schwer hinter den bisherigen politischen Maßnahmen gegenüber China eine stringente Strategie zu sehen. Wenn Trump China in die Knie zwingen möchte, müsste er sich eigentlich nach Verbündeten umsehen. Eine seiner ersten Handlungen war das Abkommen über die Transpazifische Partnerschaft (TPP) zu kündigen, mit den Ländern Japan, Australien, Neuseeland, Malaysia, Singapur, Vietnam, Kanada, Chile, Mexiko, Peru, welche sich zu einem Block gegen China formieren wollten. Auch jetzt sind keine Bündnisse erkennbar.

Dann sein Einknicken gegenüber Nordkorea, einem Staat unter chinesischer Kontrolle, dem er zuerst mit „Fire and Fury“ drohte und dann Kim Jong Un zu einem großartigen Politiker hochstilisierte. Wo sind die Reaktionen gegen die neuen Raketentests? Wo ist sein Einsatz für die Welthandelsorganisation (WTO), um vereint gegen die Verstöße gegen Handelsregeln durch China vorzugehen?

Wann hat man jemals Kritik von Donald Trump über die Menschenrechtsverletzungen in China gehört, über die Lager in denen geschätzt eine Million moslemischer Uighuren gehalten werden, über den chinesischen Polizeistaat? War Chinas Ministerpräsident Xi Jinping nicht bis vor Kurzem ein guter Freund von Trump?

Donald Trump ist kein Weltpolitiker, er ist ein Mann der Wirtschaft, ein selbsternannter Dealmaker. Zu seinem Amtsbeginn kannte er nicht einmal einige Länder im mittleren und fernen Osten, für die er Konfliktlösungen präsentieren soll.

Er wollte einen Deal mit China, erst über den Defizitabbau, dann den Schutz geistigen Eigentums und die Marktöffnung. China hat nicht mitgespielt und jetzt droht er ständig eskalierend, im Bewusstsein der erst kürzlich dargestellten wirtschaftlichen Übermacht der USA. Erst wochenlang Zuversicht verbreitend, dann die 180-Grad-Wende. Wo ist die angelegte Strategie?

 

Fazit

Donald Trump ist und bleibt eine Blackbox. Er hat so viele Regierungsmitglieder in kurzer Zeit ausgetauscht wie kein Präsident vor ihm. Wer ihm widerspricht, fliegt. Er ist nach Ansicht seiner ihn umgebenden Ja-Sager sehr beratungsresistent und entscheidet immer mehr aus dem Bauch heraus. Ich kann bisher weder eine Strategie noch eine übergeordnete Macht erkennen, die langfristig alles steuert. Was sicher ist, ist sein unbändiger Wille China in die Knie zu zwingen, aber auch seine Unberechenbarkeit.

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