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Indizes

Dax: Eine Frage der Ebene – ökonomische Logik und Politik

Die Handelsgespräche USA-China und die Frage, wie die Fed mit der Bilanzreduzierung umgeht, sind die entscheidenden Trigger für die weitere Entwicklung..

Markus Fugmann

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Für den Dax gibt es derzeit zwei Kauf-Treiber: erstens die Aussicht auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik durch die EZB in Gestalt von Liquiditäts-Vehikeln für Europas Banken (LTRO). Und zweitens die Hoffnung auf einen positiven Verlauf der Gespräche zwischen den USA und China – heute beginnen die Vorbereitungen durch Unterhändler beider Seiten, am Donnerstag und Freitag wird dann Chinas faktische Nummer 2, Liu He in die Verhandlungen einsteigen. Im Vorfeld wird wieder viel Hoffnung produziert, alles laufe gut etc. – also das übliche Muster.

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Ist ein positiver Ausgang der Gespräche eingepreist, also ein Deal, der nicht schon beim ersten Windstoß aus den Angeln gehoben wird? Das ist wahrscheinlich eine der entscheidenden Fragen: wird der Markt nach den immensen Anstiegen der letzten Wochen dann die gute Nachricht verkaufen – oder steigen dann erst die großen Playern auf der Long-Seite mit ein, die offenkundig angesichts des geringen Volumens noch nicht dabei sind (wie auch die Umfrage der Bank of America Merill Lynch nahelegt)?

Sollte die Sache aber doch scheitern, wären die Folgen für die Märkte wohl ziemlich häßlich, angesichts des kaum zu überbietenden, in die Kurse eingepreisten Optimismus. Die Märkte sehen die Sache ökonomisch, und aus ökonomischer Sicht macht ein Handelskrieg natürlich keinen Sinn. Aber hier geht es um Politik, geht es vor allem für die USA um die strategische Positionierung in der Welt als unangefochtener Hegemon. Und für China geht es darum, nicht den USA klein bei zu geben und dadurch vor den eigenen Vasallen-Staaten das „Gesicht zu verlieren“. Es ist diese politische Dimension, die die Märkte ausblenden – ansonsten wäre der maßlose Optimismus gar nicht zu erklären.

Der Anleihemarkt jedenfalls teilt diesen Optimismus nicht so recht: die Renditen noch sehr tief, eben wegen der Konjunktursorgen und der Erwartung, dass die Fed keine Zinsanhebungen mehr machen kann.

Wie auch immer: mit Walmart meldet heute einer der letzten großen Schwergewichte seine Zahlen aus Q4, und der ZEW-Index ist das einzige relevante Konjunkturdatum heute. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird heute keine Vorentscheidung über die weitere Richtung der Märkte fallen – perspektivisch ist neben dem Ausgang der Gespräche USA-China vor allem die Frage relevant, ob und inwieweit die Fed die Reduktion der Bilanzsumme verringert oder gar ganz einstellt.

Beim Dax gilt es, das bisherige Jahreshoch bei 11380 Punkten zu überwinden. Auf der Unterseite liegen die Unterstützungen bei 11255 und 11220. Darunter dann erst die Zone 11.000/11.020 als nächste Unterstützung..


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Foto: Deutsche Börse AG

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hesterberg

    19. Februar 2019 12:56 at 12:56

    Die Zahlen von Walmart könnten die Börsen durchaus schwer beeindrucken!

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Indizes

Andre Stagge über Dax-Turnaround nach großem Verfall und Sommerloch-Short-Strategie

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Der Experte Andre Stagge bespricht im folgenden Video zwei interessante Strategien im Detail. Als da wären Turnarounds im Dax nach dem jeweiligem großen Verfallstag, der viel Mal im Jahr stattfindet (fand erst letzten Freitag statt). Wie geht es dann ab morgen weiter im Dax? Auch die Sommerloch-Short-Strategie wird angesprochen. Mehr zu Andre Stagge und seinen Strategien finden Sie hier. Den YouTube-Kanal von Andre Stagge finden Sie hier.

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Markus Fugmann

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Auch heute sind es wieder die relativ schwachen Tech-Aktien, die die amerikanischen Aktienmärkte belasten. Ist das Zufall? Oder vielmehr eine Folge der Ent-Hebelung, die nun am großen Verfallstag seine Fortsetzung findet? Die große Frage ist und bleibt: wieviel der Ent-Hebelung hat bereits stattgefunden? Die Optionen auf US-Aktien verfallen heute um 22Uhr – die Folgewirkungen des Verfalls könnten dann aber vor allem Anfang nächster Woche auf die Aktienmärkte wirken. So oder so: value-Aktien laufen gegenüber growth-Aktien so gut wie seit dem Jahr 2001 nicht mehr – die Rotation raus aus den Tech-Werten geht also weiter. Derzeit viel stärker – auch das wohl kein Zufall – ist im Vergleich zum Nasdaq der Dax..

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Rüdiger Born: Positionieren kurz vor dem Wochenende? Und wohin mit Gold?

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