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Dax: Eine Frage der Ebene – ökonomische Logik und Politik

Die Handelsgespräche USA-China und die Frage, wie die Fed mit der Bilanzreduzierung umgeht, sind die entscheidenden Trigger für die weitere Entwicklung..

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Für den Dax gibt es derzeit zwei Kauf-Treiber: erstens die Aussicht auf eine erneute Lockerung der Geldpolitik durch die EZB in Gestalt von Liquiditäts-Vehikeln für Europas Banken (LTRO). Und zweitens die Hoffnung auf einen positiven Verlauf der Gespräche zwischen den USA und China – heute beginnen die Vorbereitungen durch Unterhändler beider Seiten, am Donnerstag und Freitag wird dann Chinas faktische Nummer 2, Liu He in die Verhandlungen einsteigen. Im Vorfeld wird wieder viel Hoffnung produziert, alles laufe gut etc. – also das übliche Muster.

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Ist ein positiver Ausgang der Gespräche eingepreist, also ein Deal, der nicht schon beim ersten Windstoß aus den Angeln gehoben wird? Das ist wahrscheinlich eine der entscheidenden Fragen: wird der Markt nach den immensen Anstiegen der letzten Wochen dann die gute Nachricht verkaufen – oder steigen dann erst die großen Playern auf der Long-Seite mit ein, die offenkundig angesichts des geringen Volumens noch nicht dabei sind (wie auch die Umfrage der Bank of America Merill Lynch nahelegt)?

Sollte die Sache aber doch scheitern, wären die Folgen für die Märkte wohl ziemlich häßlich, angesichts des kaum zu überbietenden, in die Kurse eingepreisten Optimismus. Die Märkte sehen die Sache ökonomisch, und aus ökonomischer Sicht macht ein Handelskrieg natürlich keinen Sinn. Aber hier geht es um Politik, geht es vor allem für die USA um die strategische Positionierung in der Welt als unangefochtener Hegemon. Und für China geht es darum, nicht den USA klein bei zu geben und dadurch vor den eigenen Vasallen-Staaten das “Gesicht zu verlieren”. Es ist diese politische Dimension, die die Märkte ausblenden – ansonsten wäre der maßlose Optimismus gar nicht zu erklären.

Der Anleihemarkt jedenfalls teilt diesen Optimismus nicht so recht: die Renditen noch sehr tief, eben wegen der Konjunktursorgen und der Erwartung, dass die Fed keine Zinsanhebungen mehr machen kann.

Wie auch immer: mit Walmart meldet heute einer der letzten großen Schwergewichte seine Zahlen aus Q4, und der ZEW-Index ist das einzige relevante Konjunkturdatum heute. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird heute keine Vorentscheidung über die weitere Richtung der Märkte fallen – perspektivisch ist neben dem Ausgang der Gespräche USA-China vor allem die Frage relevant, ob und inwieweit die Fed die Reduktion der Bilanzsumme verringert oder gar ganz einstellt.

Beim Dax gilt es, das bisherige Jahreshoch bei 11380 Punkten zu überwinden. Auf der Unterseite liegen die Unterstützungen bei 11255 und 11220. Darunter dann erst die Zone 11.000/11.020 als nächste Unterstützung..


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Foto: Deutsche Börse AG

Ein Kommentar

Ein Kommentar

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    Hesterberg

    19. Februar 2019 12:56 at 12:56

    Die Zahlen von Walmart könnten die Börsen durchaus schwer beeindrucken!

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